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Bad Oldesloe

Bad Oldesloer “Preisparadies” verkündet seinen Abschied nach 28 Jahren

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Die Dittmars Foto: privat/hfr

Bad Oldesloe – Eine Ära geht zu Ende: Am 15. Mai wird das Oldesloer Preisparadies schließen.

1992 gründeten Angela und Martin Dittmar den Sonderpostenmarkt. Andere Einzelhändler gaben dem Ehepaar und ihrem Geschäft ein Vierteljahr. Doch sie hielten durch, 28 Jahre lang.

Es ist nicht die Konkurrenz zahlreicher Ein-Euro-Shops und auch nicht der Trend Richtung Online-Handel, der dem Preisparadies ein Ende setzt. „Wir schließen nicht aus wirtschaftlichen Gründen“, sagt Martin Dittmar. Im November sei bei ihm ein Tumor festgestellt worden. „Der hat sich aber als nicht bösartig herausgestellt“, sagt der 68-Jährige. Ein Warnschuss sei das aber trotzdem gewesen.

Dem Händler-Paar wurde bewusst, dass es auch noch ein Leben außerhalb des Geschäftes gibt und geben soll.

Zur Geschichte: Am 15. Februar 1992 öffneten die Hamburger das Preisparadies in Bad Oldesloe. Zunächst in der Lübecker Straße. Später zogen sie in die heutigen Räume in der Brunnenstraße.

Einen Nachfolger, der das Lebenswerk weiterführt, gibt es nicht. Für Martin Dittmer wäre da nur einer in Frage gekommen: der einstige Auszubildende und langjährige Mitarbeiter Thomas B.

Foto: Privat/hfr

Thomas B. machte damals eine Ausbildung, war sehr engagiert und arbeitete anschließend mehrere Jahre für das Paar. Dittmar: „Ich schenke dir das alles hier mal, habe ich ihm gesagt. Doch dazu sollte es nicht kommen.“

Das Preisparadies gibt Martin Dittmar nur ungern auf. Es ist ein wichtiger Teil seines Lebens. Er und seine Frau hatten noch einige Pläne, etwa einen Online-Shop, um dem Trend zu folgen. Technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Handel verschloss sich das Paar nie. Seit Jahren ist das Sortiment auch im Internet abrufbar.

Doch das reicht nicht, um erfolgreich Einzelhandel zu betreiben. Deswegen war Angela Dittmar immer in erster Reihe, wenn es darum ging, etwas in der Innenstadt auf die Beine zu stellen. „Ich bleibe auch weiterhin im Vorstand der Wirtschaftsvereinigung“, sagt die 63-Jährige gebürtige Brasilianerin.

In der Oldesloer Innenstadt werde sich sicherlich viel verändern. Denn der Bereich “Online” werde immer wichtiger. Wichtige Faktoren für die Kreisstadt und die Attraktivität der Fußgängerzone sind schon jetzt Gastronomie und Events. Dieser Trend werde sich verstärken. Gerade im Gastro-Bereich sei das Angebot aber bereits gut.

Die Kreisstadt ist zur Heimat der Dittmars geworden: “Früher waren wir Hamburger, die in Bad Oldesloe arbeiten. Mittlerweile sind wir Oldesloer, die nur noch in Hamburg schlafen.”

Jetzt sucht das seit 33 Jahren verheiratete Paar ein Haus in Bad Oldesloe. In der Zeit nach dem Preisparadies will Angela Dittmar nach Brasilien reisen, nach Tarauacá, ihrem Geburtsort im Amazonas-Gebiet nahe der peruanischen Grenze. Seit 40 Jahren sei sie nicht mehr dort gewesen. Diese Reise wird sie dann mit ihrem Mann machen.

Gemeinsame Urlaube waren in den vergangenen 30 Jahren nicht möglich. Nur einmal machten die Dittmars in dieser Zeit das Geschäft für eine Woche zu, um gemeinsam verreisen zu können.

Am Ende soll es übrigens nochmal eine große Party geben. Bis dahin läuft nun der Ausverkauf mit entsprechenden Rabatten.

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Bad Oldesloe

Corona in Stormarn: 161 bestätigte Infizierte – 20 Mitbürger im Krankenhaus

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Arzt bei der Arbeit Symbolfoto: Bannafarsai_Stock

Bad Oldesloe – Die Zahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle in Stormarn beträgt jetzt 161 (Stand 2. April), gab die Kreisverwaltung Stormarn heute bekannt.

20 in Stormarn wohnende infizierte Personen befinden sich in stationärer Behandlung, 125 in häuslicher Quarantäne.

15 Personen konnten zwischenzeitlich als genesen aus der Quarantäne entlassen werden.

Eine Person ist verstorben. In ganz Schleswig-Holstein sind seit dem Beginn der Pandemie 1343 positiv auf das Virus getestet worden.

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Bad Oldesloe

Coronakrise: FBO fordert Abschaffung der Parkgebühren in Bad Oldesloe

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Bad Oldesloe – Um dem Oldesloer Einzelhandel nach den Zwangsschließungen wegen der Corona-Pandemie wieder auf die Beine zu helfen, schlägt die Wählergemeinschaft Freie Bürger Oldesloe (FBO) vor, die Parkgebühren dauerhaft abzuschaffen.

Foto: Fischer

„Gerade jetzt heißt es schnell zu handeln, um die Grundlagen einer in Zukunft attraktiven Innenstadt nicht unnötig zu gefährden“, sagt Fraktionsvorsitzender Matthias Rohde. Es sei an der Zeit, positive Signale zu setzen und die Geschäftswelt sichtbar zu unterstützen.

Durch die Abschaffung der Parkgebühren, so glaubt Rohde, könnte der Einzelhandel nach den Zwangsschließungen dabei unterstützt werden, die Arbeit wieder aufzunehmen.

Freies Parken im Stadtgebiet wird von der FBO bereits seit Jahren zur Stärkung der Geschäftswelt im Zentrum gefordert, fand bisher jedoch keine Mehrheit in den Gremien.

Zur Vermeidung von Dauerparkern sollte aus Sicht der FBO statt der Gebührenpflicht möglichst rasch eine intelligente Parkscheibenregelung von der Verwaltung umgesetzt werden, wie Rohde sagt: „Diese Regelung der kostenfreien Parkplätze sollte dann auch aktiv in der Stadt und vor allem im Umland beworben werden, das es für Bad Oldesloe zu sichern und teilweise auch zurückzuerobern gilt.“

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Bad Oldesloe

Bevor das Virus kam: So schön war der Arbeitsmarkt vor der Krise

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Bad Oldesloe – Die Agenturen für Arbeit veröffentlichen monatlich zu festgelegten Terminen die Daten zum Arbeitsmarkt. In diesem Monat hat die Corona-Krise aber nicht nur den Alltag bei Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern kurzfristig und gravierend verändert.

shutterstock.com (Symbolbild)

„Wir durchleben alle gerade bewegte Zeiten. Die Corona-Krise hat unser Leben und unseren Alltag in einer Art verändert, wie wir es uns vor kurzem nicht vorstellen konnten. Welche Auswirkungen das auf unseren lokalen Arbeitsmarkt hat, können wir jedoch erst ab dem nächsten Monat bilanzieren“, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, zum Arbeitsmarkt im Kreis Stormarn.

„Die vorliegenden Zahlen bilden nicht die Entwicklung seit Beginn der Corona-Krise ab. Denn die Daten wurden am 12. März erhoben, bevor die politischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Kraft getreten sind und die wirtschaftlichen Aktivitäten stark eingeschränkt haben.“

Insgesamt 4.136 arbeitslose Menschen, 180 weniger als im Vormonat und die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkt auf 3,2 Prozent gesunken – so die am 12. März erhobenen statistischen Daten zum Arbeitsmarkt für den März im Kreis Stormarn.

„Bis zum Stichtag hatten wir im Zuge der saisonal üblichen Frühjahrsbelebung einen Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Vormonat zu verzeichnen. Ich gehe nicht davon aus, dass sich der Abwärtstrend fortsetzt. Angesichts der in weiten Teilen ruhenden Wirtschaft bleiben Neu- und Wiedereinstellungen, die sonst den Arbeitsmarkt entlastet hätten, vorerst aus“, erklärt die Agenturchefin.

Große Nachfrage nach Kurzarbeit

Derzeit versuchen sehr viele Unternehmen im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe – wie bereits in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 / 2009 – ihre Beschäftigten mit Kurzarbeit im Unternehmen zu halten.

„Die einzige Größe, die wir momentan haben, ist die Zahl der Anzeigen, die bei uns eingehen. Aktuell gehen wir von 1.559 Anzeigen zur Kurzarbeit aus den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg aus“, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe und führt weiter aus: „Die Zahl ist derzeit nur ein erster Anhaltspunkt. Aufgrund der momentanen starken Arbeitsbelastung bilden sich derzeit noch nicht alle Anzeigen in unserem System ab. Auf der anderen Seite kann es aber auch Doppelerfassungen geben, zum Beispiel, weil ein Unternehmen mehrere Kanäle wie Mail, Telefon oder online genutzt hat, uns Kurzarbeit anzuzeigen. Dies wird natürlich über einen Abgleich bereinigt. Beides führt aktuell zu Unschärfen in den Zahlen.“

Es sei aber gut, wenn viele Unternehmen jetzt das Mittel der Kurzarbeit nutzen, so die Agenturchefin.

„Kurzarbeit und die Gewährung von Kurzarbeitergeld ist genau dafür da, Arbeitslosigkeit zu vermeiden und die Beschäftigten im Unternehmen zu halten.“

In der Hochzeit der Finanzkrise 2009 wurde in gut 90 Unternehmen im Kreis Herzogtum Lauenburg kurzgearbeitet, betroffen waren dort damals bis zu 1.800 Beschäftigte. Im Kreis Stormarn waren dies sogar bis zu 180 Unternehmen und bis zu 4.800 Kurzarbeitende. „Die Kurzarbeit hat seinerzeit vielen Menschen ihren Arbeitsplatz und den Betrieben ihre bewährten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten“, erklärt Grote-Seifert. Damals sei allerdings vor allem die Industrie von der krisenhaften Entwicklung betroffen gewesen.

Aktuell stände man vor ganz anderen Herausforderungen, erklärt die Agenturchefin.

„Wir erleben derzeit eine Mischung aus Virus, Strukturwandel und Krise. Seit Einführung der weitgehenden Einschränkungen in Alltag und Wirtschaft steht nicht nur ein Teil der Produktion still. Auch haben Läden, Cafe`s und Geschäfte im Dienstleitungsbereich geschlossen. Viele und gerade kleinere Betriebe sind zum ersten Mal mit Kurzarbeit konfrontiert und uns erreichen entsprechend viele Anfragen. Es ist zu erwarten, dass die Zahl der Kurzarbeiter in der Spitze sehr viel höher ausfallen wird als vor zwölf Jahren“, erklärt Grote-Seifert und ergänzt:

„Wir tun alles dafür, Anzeigen und Anträge auf Kurzarbeitergeld schnell und unbürokratisch aufzunehmen und abzuarbeiten.”

Dazu hat die Agentur für Arbeit zusätzliche Hotlines eingerichtet, Mitarbeiter geschult und an entscheidenden Stellen die Teams personell verstärkt, um dem erhöhten Beratungsbedarf gerecht zu werden und eine zügige Bearbeitung der Abrechnungen zur Kurzarbeit zu gewährleisten.

Allgemeine Informationen und Antworten zu den häufigsten Fragen zum Thema Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld finden Unternehmen unter online.

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