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Politik und Gesellschaft

Weggefährte von Olof-Palme hält Festrede bei SPD-Friedenspreis

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Reinbek – Am Freitag, 28. Februar, verleiht die SPD im Schloss Reinbek zum 33. Mal den Olof-Palme-Friedenspreis und hat mit Mats Hellström in diesem Jahr einen Weggefährten von Olof Palme als Redner gewinnen können.

Mats Hellström

Seit 1987 vergibt die SPD Stormarn diese Auszeichnung, immer am Tag der Ermordung des früheren schwedischen Ministerpräsidenten zur Erinnerung an dessen Lebenswerk, an ehrenamtliche Gruppen, Verbände, Vereine oder auch Einzelpersonen aus Stormarn, die sich in besonderer Weise für Frieden und Demokratie einsetzen. In diesem Jahr ist der Preis mit 2.000 Euro dotiert.

„Mit dem Olof-Palme-Friedenspreis zeichnet die Stormarner SPD auch 2020 erneut Menschen aus Stormarn aus, die den Missständen im Inneren wie im Äußeren, ihr aktives zivilgesellschaftliches Engagement entgegensetzen“, so der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Tobias von Pein.

Mit dem 78-jährigen, international erfahrenen ehemaligen Politiker und Diplomaten Mats Hellström, Minister a.D. und Botschafter a.D., konnte der SPD-Kreisvorstand auch diesmal wieder einen besonderen Festredner gewinnen. Er war nicht nur 27 Jahre Abgeordneter im Schwedischen Reichstag, sondern auch stellvertretender Außen,- Außenhandels- und Minister für Landwirtschaft sowie Nordische Zusammenarbeit.

Dabei arbeitete er im Kabinett von Olof Palme von 1983 bis 1986 und war später von 1996 bis 2001 schwedischer Botschafter in Berlin.
„Wir freuen uns sehr, dass Mats Helltröm diese wichtige Aufgabe im diesjährigen Festakt übernommen hat“, so der von Pein.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in Deutschland, sei das Gedenken an Olof Palme und seine auf Frieden, Dialog und Ausgleich ausgerichtete Politik aus Sicht des SPD-Kreisvorsitzenden von besonderer Bedeutung:

„Spätestens nach dem Mord an dem hessischen Regierungspräsidenten und CDU-Mitglied Walter Lübcke und dem Anschlag auf die Synagoge von Halle wissen wir, dass der Frieden auch ganz aktiv von Rechtsaußen bedroht wird.“

Für die Preisverleihung 2020 gab es wiederum mehrere interessante und beachtenswerte Vorschläge für möglicher Preisträger und Preisträgerinnen.

Das Kuratorium, unter dem Vorsitz von Birgit Kassovic, hat es sich daher bei der Entscheidung wieder nicht leicht gemacht hat, denn „alle Vorschläge sind wichtige Beiträge beim Einsatz für Frieden und Demokratie“, betont Kassovic für das gesamte Kuratorium.

Das Geheimnis, wer den Preis diesmal erhält, wird traditionell selbstverständlich erst wieder am Abend des 28. Februar im großen Festsaal des Schlosses gelüftet.

Beginn der Veranstaltung ist um 18.30 Uhr mit einem Empfang im Foyer im Schloss. Der Ausklang der diesjährigen Veranstaltung findet erneut im Gartensaal bei Gesprächen und kleinem Imbiss statt.

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Politik und Gesellschaft

Reinfelder Sportverein: Kostenlose Mitgliedschaft für Ukraine-Flüchtlinge

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Reinfeld Der Vorstand des SV Preußen Reinfeld hat aus humanitären Gründen beschlossen, den Flüchtlingen aus der Ukraine die Möglichkeit anzubieten, die Sportangebote des Vereins für einen befristeten Zeitraum beitragsfrei nutzen zu können.

Volleyball Symbolfoto: Justaman/shutterstock

Für den Versicherungsschutz kommt in diesem Zeitraum der Landessportverband Schleswig-Holstein auf, der seinerseits ein Maßnahmenpaket beschlossen hat.

„Ich hoffe, dass wir mit diesem Angebot unseren Beitrag leisten können, um das Leid der Flüchtlinge aus der Ukraine etwas lindern zu können“, äußerte der Vorsitzende des SV Preußen Reinfeld, Adelbert Fritz.

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Bad Oldesloe

Angriffskrieg auf Ukraine: Stormarner solidarisieren sich

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Bad Oldesloe Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) verurteilt den Angriff russischer Truppen auf die Ukraine.

Foto: pixabay.de (Symbolbild)

Krieg ist nie eine Lösung. Krieg ist immer ein Verbrechen an der Menschheit. „Es gibt keinen gerechten Krieg“.

Die DFG-VK Bad Oldesloe ruft für Sonnabend, 26. Februar, um 10 Uhr auf der Hude zu einer Kundgebung gegen Krieg auf.

„Auch wenn das „Minsk 2 Abkommen“ von der ukrainischen Regierung nicht eingehalten wurde, so ist eine militärische Eskalation völlig inakzeptabel und lässt eine wirkliche Lösung der Konflikte in weite Ferne rücken“, sagt Detlef Mielke von der DFG-VK Bad Oldesloe. Gemeinsam mit russischen und ukrainischen Friedensaktivist*innen fordern die Kriegsgegner: Diplomatie statt Militärmanöver.

„Trotz der personalisierten Berichterstattung geht es nicht um Putin, Biden, Stoltenberg oder von der Leyen. Es geht uns um die Menschen in der Ukraine, in Russland, in Europa, auf der Erde“, so Mielke.

Die DFG-VK fordert als ersten Schritt den Rückzug der russischen Streitkräfte aus der Ukraine sowie die Einstellung aller militärischen Aktivitäten auf allen Seiten.

Wir wollen konkrete Schritte zu einer Deeskalation, sagt Mielke: „Wir fordern Menschen in allen beteiligten Staaten auf, sich einer Kriegsbeteiligung zu widersetzen, zu verweigern, sich zu entziehen, zu desertieren.“

Die BRD müsse allen Kriegsdienstverweigerer*innen und Deserteure aus allen Staaten oder  Rebellengruppen Asyl gewähren.
Wer sich dem Krieg verweigert, fördert den Frieden. Mit Russland und der NATO stehen sich die zwei großen Atommächte gegenüber.

Eine weitere Eskalation erhöht die Gefahr eines Atomkrieges.

Detlef Mielke: „Wir lehnen alle Atomwaffen ab und fordern die Bundesregierung auf dem atomwaffenverbotsvertrag beizutreten.“

Neben Bad Oldesloe ist auch in Bargteheide eine Kundgebung geplant. „Der russische Machthaber hat damit nicht nur den Krieg nach Europa gebracht, sondern auch einen eklatanten Völkerrechtsbruch begangen“, sagt Claudia Mac Arthur, Ortsverbandsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Bargteheide.

Um ein Zeichen für Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und für den Frieden zu setzen, möchten die Bargteheider Grünen am Samstag, 11Uhr vor dem Bargteheider Rathaus eine Menschenkette bilden. Andere Parteien haben ihre Teilnahme ebenfalls angekündigt.

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Politik und Gesellschaft

Häusliche Gewalt: Kinder immer noch zu wenig im Blick

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Da Kinder im Kontext häuslicher Gewalt immer noch zu wenig im Blick sind, haben das Kompetenzzentrum Kinderschutz des Kinderschutzbundes gemeinsam mit den Kinderschutz-Zentren des Landes ein digitales Fachgespräch angeboten. 80 Fachkräfte aus dem pädagogischen wie auch medizinischen Bereich nahmen teil.

Foto: Shutterstock.com (Symbolbild)

„Bei Partnerschaftsgewalt sind immer auch die Kinder die Leidtragenden. Daher ist es unverzichtbar bei jedem Fall von häuslicher Gewalt im Blick zu behalten, ob Kinder betroffen oder mitbetroffen sind“, mahnt die Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes Irene Johns.

„Miterleben von Häuslicher Gewalt dringt tief in die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ein und hinterlässt zum Teil folgenschwere Spuren. Wenn Kinder Zeug*innen der elterlichen Auseinandersetzungen sind, erzeugt häusliche Gewalt eine familiäre Atmosphäre von starker Bedrohung und traumatischem Stress für die Entwicklung junger Kinder. Die Erwachsenen, die die Verantwortung für Fürsorge und Schutz der Kinder tragen, lösen Angst aus und können kindliche Bedürfnisse unter Umständen nicht angemessen wahrnehmen und beantworten, wenn ihre Aufmerksamkeit durch die stattfindende Gewalt gebunden ist“, erläutert Lidija Baumann Leiterin des Kinderschutz-Zentrums Kiel.

„Es muss überall in Schleswig-Holstein Hilfen und Unterstützungsleistungen geben, die sich ganz direkt an den Bedarfen von Kindern ausrichten, die durch häusliche Gewalt direkt oder mittelbar als Zeug*innen geschädigt sind“, fordert Irene Johns und weist noch einmal nachdrücklich darauf hin, wie wichtig es ist, das Kindeswohl im Blick zu behalten: „Es sollte ein multiprofessionelles Netzwerk aktiviert werden, das in jedem Fall auch spezialisierte Einrichtungen des Kinderschutzes wie etwa Kinderschutz-Zentren umfasst, um Kinder möglichst frühzeitig schützen und ihnen helfen zu können“, rät die Vorsitzende des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein.

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