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Politik und Gesellschaft

Großhansdorf: Illegale Mountainbiker-Strecke offiziell gesperrt

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Foto: Laura Reimers/hfr

Großhansdorf – Es war ein beliebter Treffpunkt für Mountainbiker aus der Region. Doch der illegal errichtet Trail wurde immer größer, es kam zu ignoranten und unerlaubten Eingriffen in die Natur. Jetzt ist der Bereich aus Sicherheits- und Naturschutzgründen komplett für Mountainbiker gesperrt worden.

Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF) als Waldbesitzer hat aktuell den illegal errichteten Mountainbike-Trail auf einer fünfeinhalb Hektar großen Waldfläche in der Gemeinde Großhansdorf gesperrt.

“Durch die unerlaubte Mountainbike-Nutzung wird einer der wenigen alten Waldstandorte in Schleswig-Holstein durch massive Wurzelverletzungen, illegale Fällungen und intensive Erosion im Bestand gefährdet und würde verloren gehen”, erklärt Andreas Körber, Revierleiter der Försterei Lütjensee, die in enger Abstimmung mit allen zuständigen Behörden und der Gemeinde Großhansdorf resultierende Notwendigkeit einer Sperrung.

Der illegal errichtete Mountainbike-Trail verstoßet gleich gegen mehrere Gesetze und Verordnungen des Landesnaturschutzgesetzes und des Landeswaldgesetzes, sodass die SHLF sich nach enger Abstimmung mit der Unteren Forstbehörde des Landesamts für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Stormarn und mit der Gemeinde Großhansdorf dazu verpflichtet sieht, zwingend mit einer Sperrung zu reagieren.

Foto: Laura Reimers/hfr

“Darüber hinaus entsteht durch die nicht genehmigte Nutzung der Waldfläche als Mountainbike-Trail auch noch eine akute Gefährdungsgrundlage gegenüber anderen Waldnutzern und Erholungssuchenden, die wir als Eigentümer im Sinne der Verkehrssicherung zu beenden verpflichtet sind”, erklärt Julia Paravicini, stellvertretende Direktorin und Abteilungsleiterin Finanzen und Liegenschaften der SHLF, abschießend die Maßnahme.

Dass sich Mountainbike-Trails und Wald nicht unbedingt gegenseitig ausschließen müssen, und sich durchaus Möglichkeiten der einvernehmlichen Nutzung des Waldes zu Erholungszwecken zwischen den unterschiedlichsten Interessengruppen ergeben, lässt sich vorbildlich am Hütti-Trail demonstrieren, der in der Revierförsterei Brekendorf der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten von Mountainbikern genutzt wird, ohne dass es außerhalb des dortigen Trails zu Komplikationen mit anderen Waldbesuchern kommt.

“Allerdings bringt der Hütti-Trail vollkommen andere naturschutzfachliche Voraussetzungen mit, die keineswegs mit denen in Großhansdorf zu vergleichen wären”, erklärt Paravicini die unterschiedlichen Ausgangssituationen, “so dass selbst bei einer Sicherstellung der Verkehrssicherung in Großhansdorf an diesem Waldort ein Mountainbike-Trail schon per Gesetzeslage nicht möglich ist”

Gleichwohl steht die Waldfläche, die sich zwischen dem Rauhe-Berge-Weg, dem Waldreiterweg und dem Wöhrendamm erstreckt, allen anderen Waldbesuchern weiterhin zu Erholungszwecken zur Verfügung und kann entsprechend umfangreich genutzt werden.

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Politik und Gesellschaft

Lockdown: Kinderschutzbund fordert mehr Unterstützung für arme Kinder und Jugendliche

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Kiel – Der Kinderschutzbund Schleswig-Holstein warnt angesichts des verlängerten Lockdowns bis zum 14. Februar 2021 und der damit verbundenen anhaltenden Schließung von Schulen und Kindertagesstätten vor einer zunehmenden Verschärfung der Lebenssituation armer Kinder und Jugendlicher.

Foto: Shutterstock.com (Symbolbild)

„Es geht hier für die Kinder nicht nur um den einschneidenden Verlust von sozialen Kontakten, Tagesstruktur, Bildungs- oder Sportangeboten, sondern vor allem auch um die ganz elementare tägliche Versorgung“, betont die Landesvorsitzende des DKSB SH Irene Johns.

„Denn für einkommensschwache Familien fällt mit der Verlängerung des Lockdowns noch einmal für vier Wochen das beitragsfreie Mittagessen in Kita und Schule weg. Das muss umgehend und möglichst unbürokratisch ausgeglichen werden, denn die betroffenen Familien müssen die ausfallenden Mahlzeiten jetzt ersetzen, bzw. Lebensmittel einkaufen können“, fordert Johns.

Zudem bedeute das verpflichtende Tragen von OP- oder FFP2- Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften eine weitere ernstzunehmende finanzielle Belastung für einkommensschwache Familien, fügt Irene Johns hinzu.

„Die Politik ist gefordert für finanziell besonders belastete Familien kurzfristige Hilfen bereit zu stellen. Die temporäre Übernahme der Kita-Gebühren und der Betreuungskosten an Grundschulen durch das Land Schleswig-Holstein ist hier ein wichtiger erster Schritt. Doch weitere müssen folgen, wie zum Beispiel die direkte Auszahlung der zurzeit eingesparten subventionierten Mittagessen an die Eltern von anspruchsberechtigten Kindern und Jugendlichen, sowie die Verteilung kostenloser OP- oder FFP2- Masken an Familien mit geringem Einkommen“, schlägt die DKSB LV SH-Vorsitzende Johns vor. 

„Von Armut betroffene Kinder und Jugendliche sind ohnehin schon in vielem benachteiligt – wir müssen alles dafür tun, dass sie durch die Corona-Pandemie nicht noch weiter belastet werden“, mahnt Irene Johns.

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Politik und Gesellschaft

Coronahilfe: Familienkasse Nord zahlt 370 Millionen Euro Kinderbonus aus

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Kiel/Bad Oldesloe – Die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit hat die einmalige Auszahlung des Kinderbonus weitestgehend abgeschlossen. Dieser wurde für jedes Kind, für das im Kalenderjahr 2020 mindestens ein Monat Anspruch auf Kindergeld bestand, ausgezahlt.

shutterstock.com

In den Monaten September und Oktober wurde der Kinderbonus in zwei Raten überwiesen – zunächst für Kinder, für die im Monat September ein laufender Anspruch auf Kindergeld bestand. In den Monaten November und Dezember erfolgte dann die Auszahlung des Kinderbonus für diejenigen Kinder, für die mindestens in einem anderen Monat des Jahres 2020 ein Anspruch auf Kindergeld vorlag.

Bundesweit hat die Familienkasse damit den Betrag in knapp 10 Millionen Fällen für insgesamt über 16 Millionen Kinder ausgezahlt.

Für die drei norddeutschen Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hat die Familienkasse insgesamt über 370 Millionen Euro auf die Konten der Kindergeldberechtigten überwiesen. Insgesamt für über 1.250.000 Kinder.

„Eltern, deren Kinder in den letzten Wochen oder Tagen des Jahres 2020 geboren wurden und die bislang noch keinen Antrag auf Kindergeld gestellt haben, können den Kinderbonus auch im Jahr 2021 ausgezahlt bekommen. Voraussetzung ist, dass für das betroffene Kind ein Anspruch auf Kindergeld für mindestens einen Monat des Jahres 2020 entstanden sein muss“, erklärt Guntram Bombor, Leiter der Familienkasse Nord.

Der Antrag auf Kindergeld kann direkt online gestellt und ausgefüllt werden. Informationen zur Antragstellung gibt es unter www.familienkasse.de .

Der Kinderbonus wurde mit dem zweiten Corona-Steuerhilfegesetz geregelt, um den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie entgegen zu treten. Er sollte die geschwächte Kaufkraft stärken und damit indirekt Arbeitsplätze sichern. Mit dem Kinderbonus sollten dabei besonders Familien mit geringerem bis mittlerem Einkommen finanziell unterstützt werden.

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Politik und Gesellschaft

“Gesundheitsgefährdend”: Stormarner SPD kritisiert Präsenzunterricht

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Bad Oldesloe – Die SPD-Stormarn kritisiert scharf die neuesten Ankündigungen aus dem CDU geführten Kieler Bildungsministerium zum verpflichtenden Präsenzunterricht für die SchülerInnen der Abgangsklassen ab dem 11. Januar. 

Unterrichtssituation Symbolfoto: Panitanaphoto/shutterstock

„Die Ankündigungen der Bildungsministerin Karin Prien widersprechen sich innerhalb kürzester Zeit und sind zunehmend gesundheitsgefährdend“, so Durmis Özen, der im Kreisvorstand der SPD-Stormarn für Bildungsbelange zuständig ist. 

„Die Kieler Chaostage im Kultusministerium wären vermeidbar, wenn Schleswig-Holsteins Kultusministerin Karin Prien mehr Interesse für die Probleme in unseren Schulen zeigen würde und durch eine vorausschauende, verlässliche Planung die Schulen und die Familien in dieser corona-dominierten Zeit unterstützen würde. Es wäre auch wünschenswert, wenn bis zu den Kindern und Jugendlichen in den Förderzentren an alle gedacht würde“, so Özen weiter, der auch in der „Arbeitsgemeinschaft für Bildung“ (AfB) der SPD auf Landesebene aktiv ist.

Die Kieler Konzepte sind seiner Einschätzung nach nicht umsetzbar, frustrieren alle, denen die Bildung wichtig sei, und verbrauchen unnötig viel an Energie, die jetzt für den Unterricht und die Vorbereitung der Halbjahreszeugnisse gebraucht werden würde. 

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