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Politik und Gesellschaft

Integrationskurse in Reinbek: Eine neue Sprache ist wie ein neues Leben

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Reinbek – Eine neue Sprache ist wie ein neues Leben: Eine neue Umgebung, eine neue Wohnung, viele neue Eindrücke. In den ersten Wochen und Monaten ist vieles fremd für Menschen, die ihre Heimat verlassen.

Was im Herkunftsland selbstverständlich und einfach war, funktioniert hier manchmal nach anderen Regeln. Der Integrationskurs im AWO-IntegrationsCenter Südstormarn in Reinbek half den Kursteilnehmenden, die neuen Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

18 Teilnehmer aus Ägypten, Afghanistan, Armenien, Eritrea, Iran, den Niederlanden, Polen, der  Türkei, Saudi-Arabien, Syrien und Weißrussland wurden hier von April bis Dezember 2019 fit für den Alltag gemacht.

Mit 600 Stunden Deutschunterricht über Themen aus dem alltäglichen Leben von Arbeit, über Einkauf und Gesundheit bis Wohnen. In den anschließenden 100 Stunden Orientierungskurs sprachen die Teilnehmer über die deutsche Rechtsordnung, Geschichte, Kultur, Rechte und Pflichten oder das Zusammenleben in der Gesellschaft.

Der Fleiß der Kursteilnehmenden zahlte sich am Ende aus: 14 Teilnehmerinnen konnten nun das wichtige Zertifikat B1 in ihren Händen halten, vier Teilnehmerinnen das Zertifikat A2.

„Ein Traumergebnis“, freut sich Lehrerin Antonia Barnitzke. „Ich bin sehr zufrieden“, erzählt die Lehrkraft. Möglich sei das gute Ergebnis einerseits durch den Fleiß der Kursteilnehmenden geworden. Andererseits hätten auch die AWO-Migrationsberatern und Sprachkurskoordinatoren immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

„Manchen Teilnehmern ist anfangs des Lerntempos zu langsam, anderen zu schnell gewesen. Andere Teilnehmer hätten mit sozialen Herausforderungen zu kämpfen gehabt”.

Das sei nicht immer einfach gewesen. Dank der Zusammenarbeit aller Beteiligten – Lehrkraft, AWO-Migrationsberatung und Sprachkurskoordination – konnten Schwierigkeiten rechtzeitig erkannt und gemeinsam individuelle Lösungen gefunden werden.

„Das hat dazu geführt, dass die Teilnehmenden gern und motiviert in den Unterricht kamen und konzentriert lernen konnten“, sagt Antonia Barnitzke. Das bestätigt auch ihre Schülerin Viktoriya Baster aus Weißrussland: „Der Unterricht war dann sehr interessant und die Zeit ging sehr schnell vorbei. Es war nie langweilig.“ Sie will nach dem Kurs im Januar mit berufsbezogener Sprachförderung weiter machen, um sich damit für einen Ausbildungsplatz zu qualifizieren.

Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) unterstützt und begleitet Teilnehmer aus den Integrationskursen bei Fragen der Sprachförderung, der Zuwanderung, vor allem aber, wenn es Kursabbrüche geht. Die Migrationsberater werden durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert.

Sie unterstützen Kursteilnehmende im Übergang vom Integrationskurs zu Ausbildung, Studium und Beruf. Auch bei der Anerkennung von Qualifikationen und zu aufenthaltsrechtlichen Fragen gibt es Unterstützung.

„Ein großes Anliegen ist es für uns, alle Migranten-Gruppen im Blick zu behalten“, beschreibt Beraterin Chrisoula Grekopoulou. So hätten zum Beispiel viele der EU-Bürger, die die Beratung aufsuchen, leben oft ohne Krankenversicherung in teilweise sehr prekären Verhältnissen. Auch können sich viele EU-Bürger die Integrationskurse finanziell nicht leisten. Hier bieten wir eine individuelle Begleitung der Hilfesuchenden an.“

Auch im Jahr 2020 wird es wieder zahlreiche neue Sprachkurse im AWO-IntegrationsCenter Reinbek geben. Neu sind ein Frauen-Alphakurs mit Kinderbeaufsichtigung und ein Intensivkurs und Berufssprachkurs für Beschäftigte mit dem Ziel B2/C1

Interessierte können sich ab sofort an Kirsten Niemann und Sabrina Born wenden, Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Uhr im IntegrationsCenter Reinbek, Borsigstraße 22, Raum 3 oder per E-Mail unter kirsten.niemann@awo-sh.de, Telefon 01515/086 57 29 und sabrina.born@awo-sh.de, Telefon 01515/416 92 40.

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National

Nicht vergessen: Die Zeitumstellung gibt es immer noch

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Uhr Symbolfoto: SL

Bad Oldesloe – Alles ist irgendwie anders in den aktuellen Zeiten der Corona-Pandemie. Doch die Zeitumstellung findet trotzdem statt.

Heute – in der Nacht vom 28. auf den 29. März – werden die Uhren um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Dann ist in Europa wieder Sommerzeit angesagt.

Viele Mitbürger kritisieren die Zeitumstellung, die nie den gewünschten Effekt der Energieeinsparung brachte. Eigentlich soll sie auch abgeschafft werden. Aber noch ist sich die EU nicht sicher, wie das genau passieren soll. Alles deutet also darauf hin ,dass es auch nicht di eltzte Zeitumstellung ist.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Aus dem Tauschhaus wird in Coronazeiten ein “Gabenhaus”

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Das Tauschhaus in Bad Oldesloe wird übergangsweise zum “Gabenhaus”. Foto: SL

Bad Oldesloe Obdachlose und besonders finanziell Bedürftige haben es in Coronazeiten auch noch schwerer als sonst. In den leeren Städten werden die Spenden knapper. Begegnungen fallen durch die Kontaktbeschränkungen spärlicher aus.

In der Facebookgruppe “Oldesloe hilft sich” kam daher die Idee auf eine Art Gabenzaun einzurichten, wie es ihn bereits in anderen Städten gibt. Dort können Menschen abgepackte Pakete für Obdachlos oder besonders finanziell Bedürftige anhängen, die sich diese “Gaben” dann abholen.

In der Diskussion kam dann die Idee auf, dass man doch dafür das kleine “Tauschhaus” in der Mühlenstraße nutzen könnte, das die Oldesloerin Karin Hoffmann einst initiiert und aktuell auch betreut hatte.

Das Haus selbst schenkte sie der Stadt, die Pflege übernahm sie immer noch. Hoffmann erklärte sich bereit, das Haus für Gaben zur Verfügung zu stellen, wenn sich ein Team fände, dass es pflegt.

Dieses besteht nun aktuell aus Sophie Sommerfeld und Florian Kautter, die sich bereiterklärt haben, ein Auge darauf zu haben, dass das alles funktioniert. In der Gruppe haben sich bereits weitere Helfende gemeldet.

Ab heute Abend, 28. März, soll das “Gabenhaus” geöffnet sein. Foto: SL

Die Aktion ist mit dem Ordnungsamt abgestimmt worden. Abgelegt werden dürfen abgepackt Lebensmittel die nicht in der Küche zubereitet werden müssen, Kleidung, Schlafsäcke, Hygieneartikel und andere Dinge, die Obdachlosen und Menschen in Not helfen können.

Die Gegenstände sollen in Tüten verpackt werden, an diesen soll ein Zettel befestigt sein, der den Inhalt beschreibt. Das Haus dient explizit nicht, um dort jetzt Dinge abzulegen, die man nicht mehr braucht. Es fungiert aktuell auch nicht als Tauschhaus.

“Es geht darum Notstände zu lindern, nicht seinen Müll aus dem Haushalt loszuwerden”, betont Sommerfeld.

Das “Gabenhaus” wird am Sonnabendabend, 28. März, soweit hergestellt sein, dass das Einstellen von “Gaben” möglich ist. Es soll dann täglich kontrolliert werden.

Die Organisatoren hoffen auf die Mitbürger und haben Vertrauen, dass nur wirklich Bedürftige sich dann auch Gaben entnehmen werden. Dieses Vertrauen sei natürlich wichtig, damit das Projekt funktioniere.

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Schleswig-Holstein

Nach Konferenz: Abschlussprüfungen wie geplant ab 21. April auch in Schleswig-Holstein

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Unterrichtssituation Symbolfoto: Panitanaphoto/shutterstock

Kiel – Die Schulabschlussprüfungen in Schleswig-Holstein sollen nun doch wie geplant stattfinden. Das Land verzichtet auf einen Alleingang, nachdem Bildungsministerin Karin Prien (CDU) gestern zunächst vorgeprescht war und sich für eine Absage der Abschlussprüfungen einsetzte. Doch die Kultusministerkonferenz der Bildungsminister aller Bundesländer sah es anders.

„Nach meinem gestrigen Vorstoß, dem Kabinett heute vorzuschlagen, die Abitur und Abschlussprüfungen notfalls ausfallen zu lassen und die Note auf Grundlage der bisher erbrachten Leistungen zu ermitteln, fand heute eine Telefonkonferenz der Kultusminister statt”, erklärt Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU).

“Dabei konnten wir uns nach der Unklarheit der vergangenen Wochen endlich auf ein gemeinsames Vorgehen einigen und folgende Beschlüsse fassen:

  • Die Kultusministerkonferenz bestärkt ihren Beschluss vom 12. März 2020, wonach die Länder die erreichten Abschlüsse des Schuljahres 2019/20 auf der Basis gemeinsamer Regelungen gegenseitig anerkennen werden.
  • Sie betont, dass alle Schülerinnen und Schüler keine Nachteile aus der jetzigen Ausnahmesituation haben werden und dass sie noch in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben können.
  • Die Prüfungen, insbesondere die schriftlichen Abiturprüfungen, finden zum geplanten beziehungsweise zu einem Nachholtermin bis Ende des Schuljahres statt, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist. Schülerinnen und Schüler müssen eine ausreichende Zeit zur Vorbereitung erhalten. Die Prüfungen können auch in geschlossenen Schulen stattfinden, sofern es keine entgegenstehenden Landesregelungen gibt.
  • Die Länder können ausnahmsweise auf zentrale Elemente aus dem Abituraufgabenpool verzichten und diese durch dezentrale Elemente ersetzen
  • Zum heutigen Zeitpunkt stellen die Länder fest, dass eine Absage von Prüfungen nicht notwendig ist. Die Länder stimmen sich eng in der Kulturministerkonferenzr über das weitere Vorgehen ab.

Nachdem ihr heute Gesundheitsminister Heiner Garg mitgeteilt hat, dass es nach jetzigem Stand doch vertretbar sein dürfte, unter Einhaltung besonderer Regeln zum Infektionsschutz, Prüfungen in den Schulen stattfinden zu lassen, hat das Kabinett über den Beschluss der Kulturministerkonferenz beraten.

“Wir haben beschlossen, das Abitur regulär stattfinden zu lassen. Für uns heißt das, dass die Abiturprüfungen wie geplant ab dem 21. April in Schleswig-Holstein stattfinden. Für die Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein und in ganz Deutschland konnten wir durch diesen Beschluss der KMK heute endlich die Klarheit schaffen, die sie brauchen um sich gut auf ihre Prüfungen vorzubereiten”, so Prien.

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