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Bad Oldesloe

KuB: “Gottlos glücklich” – Autor setzt sich für strenge Trennung von Staat und Religion ein

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Foto: Möller/hfr

Bad Oldesloe – Bestsellerautor Philipp Möller glaubt nicht an Gott und damit ist er nicht allein. Knapp 40% der Deutschen fühlen sich keiner Religion zugehörig.

Provokant, unterhaltsam und unkonventionell tritt Möller bei seinem Vortrag im KuB am Sonntag 19.Januar um 17 Uhr für die Trennung von Religion und Staat ein.

Wir werden von der Wiege bis zur Bahre von Religionen begleitet. Hinzu kommt, dass die Kirchen von allen Steuerzahlern finanziert werden – auch jenseits der freiwilligen Kirchensteuer. So erzeugt allein der Einzug der Kirchensteuer jährlich eine Belastung von geschätzt 1,8 Milliarden für den Staatshaushalt und die Unternehmen.

Möller spricht sich für ein Ende der staatlichen Finanzierung der Kirchen aus „Die Milliarden, die wir jedes Jahr neben der Kirchensteuer in die Aufrechterhaltung der katholischen und evangelischen Kirche stecken, würden woanders deutlich mehr gebraucht. Die könnten zum Beispiel in soziale Projekte fließen, in die das Geld der Kirche nur zu einem sehr kleinen Teil fließt.“

Denn tatsächlich trage die Kirche auch bei Caritas und Diakonie nur 1,8% der Kosten, der Rest finanziere sich durch Steuergelder.

Wie schafft man es als weltlicher Mensch, sich kritisch mit dem organisierten Glauben auseinanderzusetzen, aber auf eine Art und Weise, die mit Islamophobie oder Antisemitismus rein gar nichts zu tun hat?

Der Berliner Familienvater Philipp Möller zeigt streitlustig, unverkrampft und mit vielen Fakten, wie es geht: Sich von den Religionen nicht einschüchtern zu lassen und gleichzeitig die Menschen gelten zu lassen, ob sie nun an einen Gott glauben oder nicht.

“Religion muss Privatsache sein!”, fordert Möller und legt mit ›Gottlos Glücklich‹ ein starkes Credo für eine säkulare Bundesrepublik hin. Seine Geschichten sind leicht zu verstehen und schwer zu fassen, seine Beispiele klingen teils absurd, teils verstörend, seine Argumentation dabei immer glasklar.

Philipp Möller wurde 1980 im ehemaligen West-Berlin als Sohn eines katholischen Kirchenmusikers und einer restreligiösen Grundschullehrerin geboren.

Der Diplom-Pädagoge und Bestsellerautor (u.a. ›Isch geh Schulhof‹) setzt sich für die Trennung von Kirche und Staat ein. Möller ist Mitglied im Beirat der evolutionär-humanistischen Giordano Bruno Stiftung und lebt mit seiner Familie als freier Autor in Berlin.

Karten sind in der Stadtinfo, an der Abendkasse oder unter www.kub-badoldesloe.de erhältlich.

Termin: Sonntag, 19. Januar 2020, 17 Uhr  Ticketbestellung: 04531/504-199 oder www.kub-badoldesloe.de

Preise: 8,50 € / 6,50 € (erm.)

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Bad Oldesloe

DRK Stormarn ruft auf: Schutzmasken nähen gegen den Lieferengpass!

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Bad Oldesloe – Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken werden derzeit in großen Mengen in Kliniken, Corona-Testzentren und in Arztpraxen benötigt. Leider kommt es für Pflegeeinrichtungen vielerorts zu Lieferengpässen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Stormarn fragt deshalb: Wer näht ehrenamtlich Mund-Nasen Masken?

Das DRK Stormarn benötigt für die Pflegenden in seinen vier Pflegediensten und einem Pflegeheim dringend entsprechende Masken.

Sie sollen in den DRK Pflegeeinrichtungen in Großhansdorf, Trittau, Glinde, Bargteheide, Reinfeld und Bad Oldesloe ausgegeben werden.

Eventuelle Überbestände wird das DRK Stormarn an andere Einrichtungen weitergeben.

Auch wenn selbstgenähte Mund-Nasen Maske nicht dem Standard der zertifizierten Masken entspricht, ist er dennoch sehr sinnvoll, denn die Menge an infektiösen Tröpfchen, die durch Sprechen oder Husten durch die Luft geschleudert werden, kann so zumindest reduziert werden.

Die Mund-Nasen Maske wird primär zum Schutz der Pflegebedürftigen getragen. Selbst genähter Mund-Nasen Masken sind zwar keine perfekte Lösung, aber immerhin eine gute.

Abgabestellen unter www.drk-stormarn.de.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Aus dem Tauschhaus wird in Coronazeiten ein “Gabenhaus”

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Das Tauschhaus in Bad Oldesloe wird übergangsweise zum “Gabenhaus”. Foto: SL

Bad Oldesloe Obdachlose und besonders finanziell Bedürftige haben es in Coronazeiten auch noch schwerer als sonst. In den leeren Städten werden die Spenden knapper. Begegnungen fallen durch die Kontaktbeschränkungen spärlicher aus.

In der Facebookgruppe “Oldesloe hilft sich” kam daher die Idee auf eine Art Gabenzaun einzurichten, wie es ihn bereits in anderen Städten gibt. Dort können Menschen abgepackte Pakete für Obdachlos oder besonders finanziell Bedürftige anhängen, die sich diese “Gaben” dann abholen.

In der Diskussion kam dann die Idee auf, dass man doch dafür das kleine “Tauschhaus” in der Mühlenstraße nutzen könnte, das die Oldesloerin Karin Hoffmann einst initiiert und aktuell auch betreut hatte.

Das Haus selbst schenkte sie der Stadt, die Pflege übernahm sie immer noch. Hoffmann erklärte sich bereit, das Haus für Gaben zur Verfügung zu stellen, wenn sich ein Team fände, dass es pflegt.

Dieses besteht nun aktuell aus Sophie Sommerfeld und Florian Kautter, die sich bereiterklärt haben, ein Auge darauf zu haben, dass das alles funktioniert. In der Gruppe haben sich bereits weitere Helfende gemeldet.

Ab heute Abend, 28. März, soll das “Gabenhaus” geöffnet sein. Foto: SL

Die Aktion ist mit dem Ordnungsamt abgestimmt worden. Abgelegt werden dürfen abgepackt Lebensmittel die nicht in der Küche zubereitet werden müssen, Kleidung, Schlafsäcke, Hygieneartikel und andere Dinge, die Obdachlosen und Menschen in Not helfen können.

Die Gegenstände sollen in Tüten verpackt werden, an diesen soll ein Zettel befestigt sein, der den Inhalt beschreibt. Das Haus dient explizit nicht, um dort jetzt Dinge abzulegen, die man nicht mehr braucht. Es fungiert aktuell auch nicht als Tauschhaus.

“Es geht darum Notstände zu lindern, nicht seinen Müll aus dem Haushalt loszuwerden”, betont Sommerfeld.

Das “Gabenhaus” wird am Sonnabendabend, 28. März, soweit hergestellt sein, dass das Einstellen von “Gaben” möglich ist. Es soll dann täglich kontrolliert werden.

Die Organisatoren hoffen auf die Mitbürger und haben Vertrauen, dass nur wirklich Bedürftige sich dann auch Gaben entnehmen werden. Dieses Vertrauen sei natürlich wichtig, damit das Projekt funktioniere.

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Bad Oldesloe

Schutzausrüstung wird knapp: Stormarn ruft Unternehmen zu Spenden auf

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Bad Oldesloe – Weil durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie auch hier bald die Schutzausrüstungen knapp werden könnten, bittet der Kreis Stormarn Unternehmen aus der Region um Hilfe.

Symbolfoto: Soni´s/Shutterstock

Die Stormarner Krankenhäuser bereiten sich zurzeit auf die Versorgung vieler Covid-19-Kranker vor.

“Die nötige Schutzausstattung ist derzeit überall ein Engpass, die Bundesländer, der Bund und die EU bemühen sich intensiv, Schutzausrüstung in ausreichendem Umfang zu besorgen und bereitzustellen. Auch der Kreis Stormarn kauft verfügbare Ausrüstungen”, schreibt der Kreis Stormarn in dem Aufruf an örtliche Unternehmen.

Um dem Engpass an Schutzkleidung entgegenzuwirken, wird darum gebeten, dass Stormarner Unternehmen, die über Schutzkleidung verfügen – aber nicht zum Gesundheitswesen zählen – und diese dem Kreis zur Verfügung stellen können, sich zur Unterstützung an den Kreis Stormarn zu wenden.

Unternehmen, die ihre Hilfe anbieten können, wenden sich bitte per Mail an: s4-versorgung@kreis-stormarn.de .

Benötigt werden OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz), FFP2/FFP3-Masken, Overalls, Schutzhandschuhe, Schutzbrillen sowie Schutzkittel.

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