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Gesundheit

Balzan-Preis für Großhansdorfer Professor: Politiker besuchen LungenClinic

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Janhinnerk Voß, Dr. Oliver Grundei, Professor Dr. Klaus F. Rabe, Susanne Quante und Tobias Koch

Großhansdorf – Mehr Ehre geht kaum. Professor Dr. Klaus F. Rabe, ärztlicher Leiter der LungenClinic Großhansdorf, hat in Bern gemeinsam mit nationalen Forschungskollegen des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) den mit 750.000 Schweizer Franken dotierten Balzan-Preis erhalten

Es ist die nach dem Nobelpreis höchstdotierte Auszeichnung in den Wissenschaften.

Die Forschergruppe aus Großhansdorf, Hannover, Marburg-Gießen und München wurde für ihre hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Lungenerkrankungen geehrt. In der Begründung für die Preisverleihung heißt es, die Resultate innovativer Forschung hätten zu neuen Therapien geführt und die Lebensqualität der Patienten verbessert.

Es ist eine Auszeichnung, auf die auch Stormarn stolz sein kann, weil sie große Ausstrahlung hat und beste Werbung für den Standort ist. „Die LungenClinic Großhansdorf präsentiert sich herausragend“, sagte Tobias Koch, zu dessen Wahlkreis die Klinik gehört.

Koch, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag, war gemeinsam mit Dr. Oliver Grundei, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Kultur, aus Kiel nach Großhansdorf gekommen, um Professor Rabe persönlich zu gratulieren.

Der Staatssekretär schloss sich dem Lob an: „Es gibt wenige Häuser, die eine solch lange Geschichte und Spezialisierung in ihrem Fachgebiet wie diese Klinik haben. Die Qualität der Patientenversorgung wird auch durch die überdurchschnittlich erfolgreiche Forschungstätigkeit vor Ort gewährleistet“, sagte Dr. Grundei bei seinem Besuch.

Professor Rabe und Susanne Quante, die kaufmännische Geschäftsführerin der LungenClinic, nutzten die Gelegenheit, um die Leistungsfähigkeit ihres Hauses zu demonstrieren.

Die 1900 als Tuberkuloseheilstätte gegründete LungenClinic ist zu einer medizinischen Einrichtung mit breit gefächertem Leistungsangebot gewachsen.

Die wirtschaftlich gesunde Klinik versorgt mit einem Personal von insgesamt 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern — 54 davon sind Ärztinnen und Ärzte, etwa 170 Pflegepersonal — rund 12.000 Patienten im Jahr in den Schwerpunkten Pneumologie, Onkologie, Thoraxchirurgie und Palliativmedizin — knapp zwei Drittel der Patienten werden stationär versorgt, die übrigen ambulant.

Professor Rabe: „Unsere Rolle für den Norden ist essentiell. Wir gewährleisten in unseren Bereichen die Versorgung. Es gibt keine Medizin der Lunge, die wir hier nicht machen.“ Den Einzugsbereich der LungenClinic beziffert der Mediziner mit 150 Kilometer, die meisten Patienten kämen aus Schleswig-Holstein, viele aus Hamburg.

Neben der ärztlichen Versorgung hat auch der Forschungsbereich in Großhansdorf im Lauf der Jahre an Bedeutung gewonnen.

Die LungenClinic ist in Forschungsverbünden wie dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) aktiv sowie als Universitäres Lungenzentrum Nord und als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität zu Lübeck ausgewiesen, zudem (unter anderem) zertifiziert als Lungenkrebszentrum der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und als Kompetenzzentrum Thoraxchirurgie. Dabei, so Professor Rabe, sei die Doppelfunktion der LungenClinic als Krankenhaus und Ort der Forschung quasi ein Alleinstellungsmerkmal: „Wir sind einer der leistungsstärksten Motoren der Lungenheilkunde in Deutschland.“

Um so wichtiger, dass in Großhansdorf auch Weichen für die Zukunft der LungenClinic gestellt würden, sagte Geschäftsführerin Susanne Quante. Das Bettenhaus von 1958 müsse unbedingt durch einen Neubau für 200-Betten mit zeitgemäßer Infrastruktur ersetzt werden – Kosten von mindestens 70 Millionen Euro seien veranschlagt. Großhansdorfs Bürgermeister Janhinnerk Voß, der die beiden CDU-Politiker bei ihrem Besuch begleitete, bekräftigte die Bedeutung der LungenClinic, nicht zuletzt als größter Arbeitgeber der Gemeinde.

Tobias Koch versprach, sich in Kiel dafür einzusetzen, dass die LungenClinic so gefördert wird, dass sie ihre Doppelfunktion als Haus bestmöglicher Patientenversorgung und innovative Forschungseinrichtung weiterhin ausfüllt. „Wir können stolz darauf sein, dass die LungenClinic nicht nur Patienten in Norddeutschland bestmöglich versorgt, sondern auch eine Forschungseinrichtung in Stormarn mit internationaler Bedeutung und Wertschätzung ist.“

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Ahrensburg

Depression in der Familie: Themenabend in der Ahrensburger Bücherei

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Ahrensburg Die Eheleute-Schmöger-Stiftung lädt in Kooperation mit der Stadtbücherei Ahrensburg am Mittwoch, den 20. April 2022 um 19 Uhr, zu einer Veranstaltung zum Thema „Depression in der Familie“ ein.

Ungefähr 3,8 Millionen Kinder wachsen in Deutschland mit mindestens einem psychisch kranken Elternteil auf. Die häufigste Erkrankung ist dabei die Depression.

So ist es auch in Neles Welt. Neles Zuhause ist der Zirkus. Ihre Familie zählt schon seit Generationen zu den besten Seilartisten der Welt. Doch eines Tages wird Neles Papa krank. Seine Seele bekommt Schnupfen.

Und das in einer Welt, in der alles bunt und fröhlich ist und man eigentlich glücklich sein könnte. Jemand, der stark sein sollte, wird schwach. Und nun?

Die für das Buch „Papas Seele hat Schnupfen“ preisgekrönte Autorin, Verlegerin und Singer-Songwriterin Claudia Gliemann (Foto) wird auf ihrer musikalischen Lesereise auch in Ahrensburg haltmachen, um für diese Krankheit zu sensibilisieren. Ihr gelingt es auf anrührende Weise, Kindern und Erwachsenen mit ihren Texten und Liedern die Krankheit Depression nahe zu bringen, so dass sie verstehen, was es mit „Papas Seele“ auf sich hat.

Der Ahrensburger Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Malte Reller wird an dem Abend ebenfalls anwesend sein und das Thema aus medizinischer Sicht einordnen und für Fragen zur Verfügung stehen.

Der Abend in der Stadtbücherei richtet sich an Erwachsene, die auf unterschiedliche Weise mit Depressionen in der Familie zu tun haben: als betroffene Familienmitglieder, aber auch als pädagogisches Personal in Kitas, Schulen und sozialen Einrichtungen.

Claudia Gliemann wird an den beiden folgenden Vormittagen in der Grundschule Am Reesenbüttel ihre Lesereise in den vierten Klassen präsentieren. Wenn die Veranstaltung bei den Kindern gut ankommt, können weitere an den anderen Grundschulen folgen.

Die Eheleute-Schmöger-Stiftung unter der Leitung der ehemaligen Ahrensburger Bürgermeistern Ursula Pepper möchte auch mit dieser Veranstaltung über die Krankheit Depression aufklären und dazu beitragen, dass betroffene Menschen nicht stigmatisiert werden. Eine Depression kann jeden treffen!

Veranstaltungsort: Stadtbücherei Ahrensburg, Manfred-Samusch-Str. 3.

Der Eintritt ist frei. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Vorschriften. Anmeldung unter stadtbuecherei@ahrensburg.de oder 04102-77172 erwünscht.

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Gesundheit

Ein starkes Immunsystem kann helfen: Erkältungen erfolgreich vermeiden

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Bad Oldesloe Die Nase läuft, Frösteln, Halskratzen und der Kopf tut weh – Erkältungsviren haben jetzt auch im Kreis Stormarn Hochsaison.

Viel Wasser, ungesüßte Tees und verdünnte Fruchtsäfte dienen der Vorsorge, weil sie die Schleimhäute feucht halten. Sie sind auch empfehlenswert, wenn es doch zu einer Erkältung gekommen ist. Foto: AOK

Die auftretenden Symptome und die Abgrenzung zur aktuellen Corona-Virusvariante Omikron oder der saisonalen Grippe Influenza fällt dem Laien jedoch schwer. Bei einer Erkältung unterscheiden Ärzte zwischen mehr als 200 Viren. Die Übertragung der Erreger erfolgt von Mensch zu Mensch durch die sogenannte Tröpfcheninfektion. „Auch wenn es keinen hundertprozentigen Schutz gegen eine Erkältung gibt, mit den bekannten Hygieneregeln aus der Corona-Pandemie kann sich jeder auch gut vor einer Erkältung schützen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.

Keime lauern fast überall, wo andere Menschen angefasst haben: An Rolltreppen, auf Türgriffen, in Aufzügen, am Einkaufswagen oder beim Händeschütteln. „Oftmals reicht es schon aus, sich dann unbewusst an Mund, Nase oder Augen zu fassen. So können die Erreger über die Schleimhäute in unseren Körper eindringen“, sagt Wunsch. Erkältungsviren können beim Niesen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 Stundenkilometer sehr weit fliegen und so auf vielen neuen ‚Kontaktstellen‘ landen.

Auch wenn sich ein Kontakt mit Krankheitserregern nicht immer ganz vermeiden lässt: Die seit Corona bekannte AHA-Regel (Abstand, Hygiene, Maske) und eine gesunde Lebensweise helfen hier am besten. Dazu gehört vor allem auch regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Dies sollte hautschonend mit pH-neutraler Seife durchgeführt werden. Als Faustregel für die Dauer gelten 20 Sekunden Waschzeit. Am besten die Hände nach jedem Körperkontakt mit bereits Erkrankten waschen, nach Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln, nach dem Nach-Hause-kommen, vor jeder Mahlzeit, natürlich nach jedem Toilettengang – und ruhig auch mal zwischendurch. Für unterwegs gibt es handliche Desinfektionslösungen oder -tücher.

Je fitter das eigene Immunsystem ist, umso mehr hat der Körper den Erregern entgegenzusetzen. Es sollte jede Gelegenheit genutzt werden, um an die frische Luft zu kommen. Natürlich ist es auch wichtig, zweckmäßig und warm angezogen nach

draußen zu gehen. Auch wenn Kälte alleine nicht ,,krank“ macht, so setzt sie doch das Immunsystem herab. Daher ist die ‚Zwiebelmethode‘ beim Anziehen mit ihren verschiedenen Lagen von Kleidung sehr praktisch, weil dadurch schnell auf innere oder äußere Temperaturveränderungen reagiert werden kann. Kalte Füße oder nasse Kleidung sollten möglichst vermieden werden, denn beide sind eine Herausforderung für das Immunsystem und können das Sprungbrett für eine Erkältung sein. Bewegung, eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst sowie viel Flüssigkeit stärken das Immunsystem. Auch regelmäßige Saunagänge und Wechselduschen können dabei unterstützen. Sie wirken gleichzeitig fordernd und entspannend auf den Körper.

In geschlossenen und geheizten Räumen steigt die Menge an Erregern in der Luft stark an. Auch wenn regelmäßig gelüftet wird, ist die Raumluft häufig sehr trocken. Die Schleimhäute trocknen im Nasen-Rachen-Bereich aus und bieten Viren und Bakterien die Möglichkeit, sich zu vermehren. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hält auch die Schleimhäute feucht, zum Beispiel in Form von Wasser oder heißen Tees, verdünnten Fruchtsäften. Alkohol ist dagegen keine so gute Idee. Er belastet die körpereigene Abwehr zusätzlich durch seine Wirkung auf das Immunsystem und das Temperaturempfinden.

„Wen es am Ende dann doch erwischt hat, der kann dafür sorgen, möglichst wenig andere anzustecken. Und wenn’s nicht besser wird: Zu Hause bleiben und sich auskurieren“, empfiehlt Wunsch. In der Regel ist dann nach sieben bis zehn Tagen die Erkältung auskuriert. Ob beispielsweise die Einnahme von Vitamin C gegen Erkältungen hilft, und wie sich Erkältung, Grippe und Corona voneinander unterscheiden, finden Interessierte unter www.aok.de/nw im Gesundheitsmagazin.

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Gesundheit

Omikron greift weiter um sich: Inzidenz in Stormarn über 1100

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Bad Oldesloe – Auf Basis der 2.897 derzeit gemeldeten Neuinfektionen der letzten sieben Tage im Kreis Stormarn errechnet sich ein Inzidenzwert von 1.182 Infektionen pro 100.000 Einwohner*innen.

Das Gesundheitsamt des Kreises Stormarn meldet seit gestern Nachmittag derzeit insgesamt 554 Neuinfektionen.

Die Gesamtzahl der klinisch bestätigten und erfassten COVID-19-Fälle beträgt derzeit 17.672.

15.708 Personen gelten derzeit als genesen, 1.624 Personen sind aktuell infiziert. Diese größere Veränderung gegenüber den Werten des Vortages resultiert aus den verkürzten Quarantänefristen. 340 Personen sind verstorben.

Die Anzahl von Meldungen positiv getesteter Personen ist weiterhin sehr hoch. Dies führt dazu, dass das Gesundheitsamt nach wie vor damit beschäftigt ist, Melderückstände aus den vorherigen Tagen abzuarbeiten. Damit ist die Darstellung der Inzidenz, darauf weist das Gesundheitsamt hin, weiterhin nur bedingt aussagekräftig. 

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