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Bad Oldesloe

Berufliche Schulen: Eine kulinarische Reise durch Europa

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Foto: Berufliche Schule des Kreise Stormarn/hfr

Bad Oldesloe – Den „Europa-Tag“ 2019 haben Schülerinnen und Lehrerinnen der Beruflichen Schule des Kreises Stormarn in Bad Oldesloe in diesem Jahr auf ganz besondere Weise begangen: als kulinarische Reise durch Europa.

Das Projekt beschäftigte eine Woche lang die Berufsfachschulklasse BS19 b unter Leitung von Almut Bertram, Natalie Bohlen und Leif Paulsen. Sie sind Studierende der Uni Hamburg, die im Rahmen ihres Kernpraktikums eine Unterrichtseinheit in den Fächern WiPo und Fachpraxis Ernährung entwickelten, durchführten und abschließend auswerten.

Die 25 Berufsfachschüler der Fachrichtung Gesundheit und Ernährung vertieften sich in Vorbereitung auf ein EU-Buffet in fünf Gruppen zunächst in Europa-Themen und von ihnen ausgewählte Rezepte. Genau eine Woche später tauchten sie dann in der schuleigenen Gastronomieküche die Kochlöffel tief in die Töpfe.

Wie Europa-Wissen und Kochkünste zusammenpassen? Die Kernpraktikanten Almut Bertram, Natalie Bohlen und Leif Paulsen hatten eine Konzeption erstellt: es soll durch Pre- und Post-Design (vorherige und Nachfolge-Befragung) herausgefunden werden, wie sich durch das Projekt die Haltung zu Europa und die Identifikation als Europäer verändern.

Saskia Niemscholz und Vanessa Feddern fühlten sich zum Beispiel am ersten Projekttag eher als Deutsche als Europäer. Auf dieser „Rundreise durch die EU“ soll eine kleine Änderung in der Identifikation eintreten. Ihre Mitschülerin Clara Wobbe zum Beispiel sieht sich schon wegen ihrer Mobilitätswünsche eher als Deutsche und Europäerin.

Foto: Berufliche Schulen des Kreises Stormarn/hfr

Am ersten Projekttag gab es ein Pflichtprogramm mit den Ländern Dänemark, Belgien und Portugal und die Kür, bei der sich eigenverantwortlich jede Gruppe mit einem EU-Land nach Wahl beschäftigte, ein Rezept dieses Landes aussuchte und dessen Zubereitung plante.

Kazim Ahmadi entschied sich später zum Beispiel für Italien, denn er liebt Spaghetti. „Conchiglioni mit Ricotta-Füllung“ wurde von der Gruppe aus dem italienischen Kochbuch gewählt.

Vanessa Feddern betonte, dass die Vorbereitung zwar viel Arbeit, aber auch jede Menge Spaß mit sich gebracht hätte.

Richtig professionell wirkte das Europa-Buffet im schließlich im Bistro. Aus den Spaghetti waren gefüllte Muschelnudeln geworden, die Kazim jetzt auch mal zu Hause nachkochen möchte.

Foto: Berufliche Schulen des Kreises Stormarn /hfr

Viele Leute wurden bereits durch die Düfte von Thymian, Koriander und frischem Basilikum angelockt. Die liebevoll gestalteten Dekos und Schautafeln über die Länder waren informativ und originell.

Das Bistro wird von Schülern, die im Unterrichtsfach Fachpraxis Hauswirtschaft unterrichtet werden, geleitet. An vier Wochentagen verpflegen sie in der großen Pause Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schule mit einem leckeren Mittagstisch.

„Vielfältige Köstlichkeiten. Super!“, lobte Schulsozialpädagogin Pia Wehberg. „Lecker!“, war die einhellige Meinung auch der Lehrer.

2020 wird es übrigens einen umfangreicheren Thementag „Europa“ an der Beruflichen Schule in Bad Oldesloe geben.

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Bad Oldesloe

Coronakrise: Oldesloer Wirtschaftsvereinigung plant mehrere Aktionen

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Bad Oldesloe – Die Corona-Pandemie bringt eine ganze Reihe Bad Oldesloer Unternehmen in Bedrängnis. Daher unterstützt die Wirtschaftsvereinigung Oldesloer Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister mit mehreren Aktionen.

Mit einer Internet-Plattform für Oldesloer Unternehmen, die einen Liefer- oder Abholdienst anbieten oder weiterhin geöffnet sind, hat die Interessenvertretung schnell nach Bekanntwerden der Ladenschließungen reagiert.

„Inzwischen haben sich über 60 Unternehmen eingetragen. Wir hoffen, dass es noch mehr werden, denn für mehr Aufmerksamkeit ist es sinnvoll, Angebote gebündelt zu präsentieren“, sagt Holger Mahlke, zweiter Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung und macht ausdrücklich deutlich, dass sich diese kostenfreie Aktion an alle Einzelhändler und Gastronomen richtet, nicht nur an die Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung.

Für die Teilnehmer wurden Plakate entworfen, auf denen sie ihren Service individuell bewerben können.

„Gemeinsam in Bad Oldesloe“ ist darauf zu lesen, verbunden mit dem Hinweis „Online suchen – lokal kaufen“. „Wir sind auf die Hilfe der Oldesloer Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Wenn alle jetzt nur noch online einkaufen, dann ist unsere Innenstadt tot. Solidarität ist jetzt das Gebot der Stunde“, macht die Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung, Nicole Brandstetter, deutlich. Neben Lieferungen und Plakataktion komplettiert der schon länger vorhandene Bad Oldesloer Einkaufsgutschein die Ideenpalette.

„Gerade zu Ostern, wenn man aufgrund der aktuellen Lage vielleicht nicht alle Ostergeschenke bekommt, kann man diesen Gutschein toll verschenken“, sagt Vorstandsmitglied Angela Dittmar.

Wenn alles wieder „normal“ läuft, kann der Beschenkte den Gutschein für seinen individuellen Wunsch bei über 40 teilnehmenden Unternehmen einlösen.

Derzeit überlegt die Wirtschaftsvereinigung, wie sie das System unbürokratisch auf noch mehr Läden ausweiten kann. Gutscheine sind derzeit in geöffneten Geschäften wie Lehmanns Bioladen, Famila, Hagebaumarkt oder der Spitzweg Apotheke erhältlich.

„Neben Marketing-Ideen benötigen die Unternehmen weitere lokale Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Einschränkungen“, sagt Nicole Brandstetter.

Daher ist die Wirtschaftsvereinigung mit einem Antrag auf Erstattung von Sondernutzungs- und Standgebühren für Einzelhändler, Gastronomen und Marktbeschicker sowie mit der Bitte um schnelle Bearbeitung von Stundungsanträgen bei Gewerbesteuervorauszahlungen an Politik und Verwaltung herangetreten.

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Bad Oldesloe

Respektlose Müllablagerungen: Oldesloer Gabenhaushelfer geben nicht auf

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Das “Gabenhaus” im “Tauschhaus” Foto: SL

Bad Oldesloe – Die Zahl der Menschen in Bad Oldesloe, die als obdachlos gelten, nimmt stetig zu, wie Statistiken der Behörden gerade Anfang des Jahres wieder belegten. Es geht dabei nicht nur um das typische Bild von Menschen die unter der sprichwörtlichen Brücke schlafen, sondern um Menschen, die eine Wohnung verloren haben und keine neue mehr finden.

Sie sind zum Großteil in städtisch angemieteten Wohnungen untergebracht, leiden aber natürlich trotzdem unter finanziellen Problemen, zum Teil hohen Schulden. Auch ansonsten gibt es viele Menschen, die am Existenzminimum leben. Für die Obdachlosen und besonders Bedürftigen ist dank des ehrenamtlichen Einsatzes mehrere Oldesloer, das von Karin Hoffman initiierte “Tauschhaus” in der “Coronakrise” in ein “Gabenhaus” umgewandelt worden.

Dort können nun Dinge eingestellt werden, die sich Obdachlose und besonders finanziell Bedürftige kostenlos entnehmen dürfen.

Der Umgang damit zeigt eine zum Teile ignorante, respektlose bis wirklich ekelhafte Einstellung einiger Mitmenschen. Denn für so manche Mitbürger schein das Haus einfach nur ein Ort zur Entsorgung ihres Wohlrstandmülls zu sein.

Da finden sich Computerprogramme aus den 90er Jahren, abgewetzte alte Aktenordner, zerlesene vier Jahre alte Zeitschriften, runtergebrannte Kerzen, zerbrochene Gefäße eines Make-Up Sets, leere Parfümpackungen und so weiter – jeden Tag. Natürlich müsste man glauben, dass sich die entsprechenden Menschen – die zum Teil wohl in der Coronakrise ausmisten und die “Gelegenheit” Zur Entsorgung nutzen – schämen. Doch dem ist nicht so. Selbst wenn Einsteller von echtem, unbrauchbaren Schrott erwischt werden, kommen patzige Antworten wie “Ich nehme das bestimmt nicht wieder mit” oder “Was geht Sie das an?”

Doch die ehrenamtlichen Helfer, die sich in der Gruppe “Oldesloe hilft sich” gefunden haben, werden nicht aufgeben. Sie fahren nun mehrmals täglich zu dem Häuschen in der Mühlenstraße und entsorgen Müll. Sie hoffen, dass sich das ignorante Verhalten weniger Mitmenschen geben wird. Sie machen weiter.

Respektlos gegenüber den Engagierten und den Bedürftigen ist auch die neunmalkluge Diskussion einiger Besserwisser, die behaupten, es gebe in Bad Oldesloe gar keine Bedürftigen und dabei Fakten und Zahlen der Behörden ignorieren und dabei lieber auf ihr gefühltes “Viertelwissen” setzen.

Auch das bringt aber die Helfer nicht davon ab, weiterzumachen. An einer “Sie wisssen ja gar nicht, wer das dann da rausnimmt, vielleicht steht denen das gar nicht zu” Diskussion wird gar nicht erst teilgenommen.

Das Problem ist leider am Tauschhaus nicht neu. Auch Karin Hoffmann kämpfte schon seit längerer Zeit als Tauschhausinitiatorin gegen die Ignoranz einiger Mitbürger an, die dort nur ihren Müll entsorgten.

Die ehrenamtlichen “Tauschhaushelfer” setzen weiter auf die Mitbürger n und haben ihr Vertrauen noch nicht verloren.

Man wisse, dass das Haus durchaus auch richtig genutzt werde und dass es wichtig sei, dass es existierte. Entsprechend werde man das Projekt natürlich fortführen und hoffe, dass es sich rumspreche, dass das Einstellen von unbrauchbarem Schrott ganz einfach unsozial, unsolidarisch und den Bedürftigen gegenüber schlichtweg respektlos und verachtend ist.

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Bad Oldesloe

Bürgermeister Lembke: “Auch Menschen aus unserer Stadt erkrankt”

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Bad Oldesloe – Die Corona-Krise stellt alle vor noch nie in dieser Art dagewesene Herausforderungen. Soziale Distanz, existenzielle Sorgen, aber auch die bislang problemlos möglichen Dinge, wie Einkaufen oder Kinderbetreuung, stellen nun schwer zu lösende Herausforderungen dar.

In einem offenen Brief richtet sich Bürgermeister Jörg Lembke jetzt an alle OldesloerInnen:

Leider sind mittlerweile auch Menschen in unserer Stadt am Corona-Virus erkrankt und leider steigt die Zahl der Erkrankten im Kreis Stormarn weiterhin an. Daher ist es mir wichtig nochmals an die BürgerInnen zu appellieren, sich unbedingt weiter an die verfügten Maßnahmen zu halten und die Vorgaben des RKI zu befolgen. Es wurde in der Vergangenheit wiederholt auf die rechtlichen Konsequenzen hingewiesen. Ich möchte jedoch ausdrücklich darauf hinweisen, dass die große Mehrheit der Oldesloer Bürger*innen und Unternehmer*innen sich vorbildlich und verantwortungsvoll verhalten – dafür möchte ich mich bei Ihnen allen bedanken!

Mein Dank geht darüber hinaus an die Menschen die helfen. Ich danke den Feuerwehren und Hilfsdiensten, die unsere Sicherheit unter den erschwerten Bedingungen weiterhin für uns sicherstellen, den politischen Beiräten, die innerhalb ihrer Interessengruppen bestmöglich Unterstützung anbieten, der Wirtschaftsvereinigung, die quasi über Nacht zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft das Lieferportal www.gemeinsam-in-oldesloe.de erstellt hat, aber auch den vielen Menschen, die sich aktuell zusammenfinden um ihren Mitbürgern und Nachbarn zu helfen.

Meinen größten Dank richte ich natürlich vor allem an all die Menschen, die in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Apotheken und in der Lebensmittelversorgung in dieser Zeit Außergewöhnliches leisten.

Ich danke auch meinen Mitarbeiter*innen hier in der Stadtverwaltung. Innerhalb kürzester Zeit konnten viele Telearbeitsplätze eingerichtet, sowie weitere notwendige Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden, damit ist die Grundversorgung der BürgerInnen gesichert.

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