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Bad Oldesloe

Mit Cosplay und E-Sport: Medienfestival soll „Jung und Alt“ zuammenbringen

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Bad Oldesloe – Mit dem „Festival für digitale Medien“ will der Kreisjugendring Stormarn (KjR) Jugendlichen eine Plattform bieten aber auch Eltern zeigen, was ihre Kinder so im Internet treiben – und dass das nicht immer Zeitverschwendung sein muss.

Das Festival im Kultur- und Bildungszentrum beschäftigt sich in diesem Jahr mit Themen wie E-Sport, Gaming und Cosplay, aber auch Cyber-Mobbing und den Folgen übermäßigem Social-Media-Konsums.

Der Umstand, dass Eltern mit neuen Jugendkulturen und zunächst einmal merkwürdig wirkenden Hobbys ihrer Kinder nichts anfangen können, ist wohl so alt wie die Menschheit selbst.

Brücken zwischen den Generationen will der Kreisjugendring Stormarn mit einem Festival bauen, das digitale Medien erklärt. Für Martin Oberwetter, Medienpädagoge beim KjR, ist es zunächst einmal wichtig, dass Erwachsene begreifen, womit sich Jugendliche beschäftigen: „Wir haben in diesem Jahr einen Fokus auf das Thema Gaming und E-Sport gelegt und wollen zeigen, worin die Faszination besteht.“

Auf dem Festival im Oldesloer KuB sollen sich Erwachsene selbst ein Bild machen können.

KjR-Medienpädagogin Lina Samoske: „Wir bauen mehrere Gaming-Stationen auf, an denen ‘Jung’ und ‘Alt’ gegeneinander antreten können.“

Auch eine andere Jugendkultur steht an dem Wochenende im Fokus; die der Cosplayer. Die Szene wird in Deutschland immer größer, wie Mareike Heins sagt. Sie muss es wissen. Regelmäßig verkleidet sich die 30-Jährige und mimt auf Messen Charaktere aus Filmen Videospielen wie Final Fantasy. „Ich mache das schon seit zehn Jahren und mittlerweile habe ich ungefähr 50 Kostüme im Schrank hängen“, sagt Heins, die sich sich zum Medienfestival in einen Hobbit verwandeln wird. Jedes ihrer Kostüme nähe sie selbst, sagt die Mutter einer vierjährigen Tochter: „Die Sachen dafür zusammenzusuchen, macht mir am meisten Spaß.“

Mit ihren 30 Jahren gehört Mareike Heins zu „zu den alten Hasen in der Szene“, wie sie sagt. Viele seien wesentlich jünger.

Im KuB wird sie zusammen mit anderen Cosplayern informieren, worin der Reiz besteht, ein paar Stunden lang jemand anderes zu sein.

Auch sonst hat sich das KjR-Team einiges einfallen lassen. Neben einer Game-Area wird es einen Poetry-Slam-Beitrag geben, ein 3D-Drucker kann getestet und in einem Workshop Virtual-Reality-Brillen selbstgebastelt werden. Auch über Mediensucht wird informiert. Teil des Festivals ist auch die Verleihung des Medienpreises „GemEinsam“, bei dem 15 Beiträge von Kindern und Jugendlichen aus dem Kreis Stormarn eingereicht wurden. Die drei Gewinnerfilme werden nach der Eröffnung des Festivals im großen KuB-Saal gezeigt. Kooperationpartner sind der Offene Kanal Kiel/Schleswig-Holstein, der Kreis, Bad Oldesloe und seine Kulturabteilung, das KuB und die Therapiehilfe.

„Festival für digitale Medien“ des Kreisjugendring Stormarn (KjR), Sonnabend, 23. November, 15.45 bis 20 Uhr, im Kultur- und Bildungszentrum (KuB), Beer-Yaacov-Weg 1, Bad Oldesloe. Eintritt frei.

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Bad Oldesloe

Oldesloer Musikschule schafft neue Angebote für Kinder und Senioren

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Bad Oldesloe – Zum Jahreswechsel hat die Oldesloer Musikschule mehrere neue Ensembles gegründet, damit Schüler Routine am Instrument bekommen und erste Erfahrungen vor Publikum sammeln können.

Dozentin Susanne Pocs (von rechts) und Musikschulleiter Marian Henze mit dem neuen Kinder-Ensemble “La Mausica”

Das neue Kinder-Ensemble „La Mausica“ feierte bereits eine Premiere beim Weihnachtskonzert und wird auch künftig öffentlich auftreten.

„Ein Instrument lernen ist eine Sache, mit anderen zusammen spielen und dann auch noch auf einer Bühne eine ganz andere“, sagt Musikschulleiter Marian Henze. Vielen Kindern und auch Erwachsenen falle das schwer. „Aber es bringt sehr viel und ist gut für die Ausbildung des Gehörs, nicht nur für sich allein zu spielen“, so Henze. Unter professioneller Anleitung können Musikschüler in den schuleigenen Ensembles gemeinsam musizieren.

„La Mausica“ für Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren probt dienstags alle zwei Wochen an Streich- und Blasinstrumenten.

Auch für Erwachsene und Senioren bietet die Musikschule ab diesem Jahr neue Kurse an, etwa das Blockflöten-Ensemble sowie einen Gruppenunterricht in Musiktheorie- und Gehörbildung (donnerstags 17.15 bis 18 Uhr, KuB).

Bei der musikalischen Erwachsenenbildung will Marian Henze in diesem Jahr eine weitere Lücke in der Musikschule füllen: „Wir wollen zunächst mit internen Fortbildungen in die musikalische Bildung von Menschen im Alter, also in die Musikgeragogik einsteigen, um dann Angebote daraus zu entwickeln.“

Derzeit unterrichten an der Oldesloer Musikschule rund 60 Dozenten. Die Schülerzahl beläuft sich inklusive externer Kooperationen mit Schulen wie „Klasse musiziert“ auf rund 2000.

Weil Auftritte wichtig sind, plant die Musikschule auch in diesem Jahr einen Wettbewerb. „Wir haben festgestellt, dass ein Tag nicht reicht und deswegen werden wir das Programm auf ein ganzes Wochenende ausweiten“, sagt Marian Henze. Beim Musikschulewettbewerb (16. und 17. Mai) können Schüler Stipendien und andere Preise gewinnen. Die Gewinner des vergangenen Jahres werden am 17. Januar, 18 Uhr, ein Konzert im Rathaussaal geben. Der Eintritt ist frei.

Längst setzt die Musikschule nicht mehr nur auf klassischen Musikunterricht und betrachtet auch andere Aspekte. Zum ersten Mal wird in diesem Jahr ein Kinder-Musical aufgeführt. In „Tuishi pamoja“ (19. und 21. Juni) erzählen 23 Kinder eine Geschichte über Vorurteile, Freundschaft und Toleranz. Marian Henze: „Unser Musical-Kurs hat etwas schleppend begonnen aber letztendlich gab es doch noch genug Anmeldungen.“

Erwachsene können bei der Schule für Ballett und Tanz unter anderem Unterricht in Ballett, Modern Dance und Jazz-Dance nehmen.

Das aktuelle Angebot der Oldesloer Musikschule liegt im Kultur- und Bildungszentrum aus und wurde gemeinsam mit dem Programm der Volkshochschule an die Haushalte in Bad Oldesloe und Reinfeld verteilt. Anmeldungen und Informationen zu den Kursen unter www.oldesloer-musikschule.de.

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Bad Oldesloe

Oldesloer Bündnis gegen Rechts unterstützt Verfolgte des Naziregimes

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Bad Oldesloe – Zur Stolpersteinverlegung in der Hindenburgstraße in Bad Oldesloe plant das Bündnis gegen Rechts eine Unterschriftenaktion, um die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) zu unterstützen.

Foto: Axel Mauruszat/Wikipedia/CC (CC BY 2.0 DE)

Der Organisation, die sich mit der Aufarbeitung der Nazi-Diktatur in Deutschland beschäftigt, soll die Gemeinnützigkeit entzogen werden. Das Finanzamt für Körperschaften 1 des Landes Berlin hat diesen Entzug veranlasst.

Auf einer übergroßen  Postkarte sind Oldesloer Bürgerinnen und Bürger aufgefordert sich hier zu beteiligen und zu unterschreiben. Die Karte soll dem Bundesminister für Finanzen, Olaf Scholz, übergeben werden.

„Die nun in ihrer Existenz akut bedrohte VVN-BdA ist ein überparteilicher, unabhängiger Zusammenschluss von Antifaschisten aller Generationen“, sagt Hartmut Jokisch,

Vorsitzender des Freundeskreis Beer Yaacov/Jifna und Mitglied im Bündnis gegen Rechts. Sie sei die älteste und größte Antifa-Organisation in der Bundesrepublik Deutschland.

Die VVN wurde 1947 von Verfolgten des Naziregimes , meist antifaschistische Widerstandskämpferinnen und –kämpfer gegründet.

Die Ehrenvorsitzende der VVN-BdA ist Esther Bejarano. Sie schrieb in einem offenen Brief an Olaf Scholz: „Das Haus brennt – und Sie sperren die Feuerwehr aus!“

Holocaust-Gedenken am Stolperstein

Vor genau 75 Jahren am 27. Januar wurden die noch lebenden Insassen des KZs Auschwitz von der Roten Armee befreit.

Das Grauen aus Fronarbeit, Gaskammern und Krematorien, die industrielle Vernichtung von Millionen Menschen, wurden erst dadurch der Weltöffentlichkeit bekannt. Dieser Tag ist der Internationale Holocaust Gedenktag.
Der Verein Freundeskreis Beer Yaacov/Jifna bittet deshalb am Stolperstein in der Hindenburgstraße 49 an diesem Tag um 12 Uhr kurz innezuhalten und den Opfern des Nazi-Regimes zu gedenken.

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Bad Oldesloe

Immobilie gekauft: Mehr Platz für die Oldesloer Verwaltung

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Mühlenstraße 21 in Bad Oldesloe Foto: SL

Bad Oldesloe – Die Gerüchten kursierten schon länger, mittlerweile ist es nun bestätigt: die Stadt Bad Oldesloe hat das Gebäude in der Mühlenstraße 21 erworben, das direkt neben dem Bürgerhaus liegt.

In dem Gebäude war bis Herbst 2019 das “Stormarner Tageblatt” beheimatet, das einige Häuser weiter in moderne Büroräume umgezogen ist. Die historische Immobilie in der Mühlenstraße 21 stand seitdem leer.

Die Stadt reagiert damit auf den Mangel an Büroräumen für die Verwaltung, der immer wieder erwähnt wird. Im vergangenen Jahr wollte Bürgermeister Jörg Lembke bereits die Räume im Obergeschoss des Bürgerhaus in Büros umwandeln lassen. Die Politik entsprach diesem Wunsch aber nicht, weil dort Vereine und andere Ehrenamtler ihre Arbeit machen.

Welche Abteilungen in die neue Immobilie umziehen, steht derweil noch nicht fest.

Im aktuellen Haushalt sind insgesamt über 6,5 Millionen Euro für den Ankauf von Immobilien und Grundstücken eingestellt. Ob auch das leerstehende ehemalige Nickel-Gebäude in der Lübecker Straße dabei sein wird, wie es schon länger ebenfalls in Gerüchten heißt, wollte die Stadtverwaltung nicht kommentieren.

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