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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: “Machbar” öffnet ihre Türen im städtischen Ladengeschäft

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Daniela Frackmann in ihrer neuen “Machbar” Foto: SL

Bad Oldesloe – Am Freitag, 15. November, öffnet in der Oldesloer Hindenburgstraße ein neues Geschäft. Nun mag man sagen, dass das alleine nicht unbedingt eine Nachricht ist, doch in diesem Fall ist es aus zwei Gründen anders. 1. Es ist ein Laden in einem Geschäft, das die Stadt direkt vermietet und das subventioniert wird 2. Das Angebot ist besonders und setzt auf Interaktivität und Selbermachen.

Eröffnet wird die “Machbar” als Ort für “Selbermacher” von Daniela Frackmann, die vielen Stormarnern als eine der beiden Mitarbeiterinnen der Kreiskulturabteilung bekannt ist. Doch diesen Job wird sie nicht weiterverfolgen und sich nun auf ihr kreatives “Do it yourself” Angebot konzentrieren. Vor genau einem Jahr eröffnete sie bereits in Ratzeburg eine “Machbar” und die lief sehr gut an. Jetzt folgt der Schritt in die Stormarner Kreisstadt.

Foto: SL

Das Geheimnis hinter dem Konzept: es gibt besondere, individuelle , handgemachte Dinge zu kaufen, von der Postkarte über Deko, Röcke bis hin zu Tüchern oder Tonprodukten. Kreative können Fächer anmieten und ihr Produkte anbieten. Doch das Angebot beinhaltet vor allem auch Workshops und Möglichkeiten, selbst aktiv mitzumachen. So kann man die “Machbar” in Zukunft für Weihnachtsfeiern oder Jungesellinnen-Abschiede buchen und an künstlerischen Workshops teilnehmen.

Foto: SL

Zwei Jahre lang wird die Miete durch die Stadt subventioniert. Frackmann will sich in dieser Zeit in der Fußgängerzone etablieren. Sie selbst glaubt an das Potenzial der Innenstadt und lobt auch das Engagement der Stadtverwaltung, die ihr sehr hilfreich unter die Arme gegriffen habe. “Ich kann über den Einsatz der Verwaltung für die Innenstadt und dieses Geschäft wirklich nur Gutes berichten”, sagt sie.

Foto: SL

In Gesprächen mit dem Wir-Verein und der Musikergemeinschaft Klngstdt versicherte sie sich Anfang des Jahres nochmal rück, bevor sie sich für die Bewerbung entschied. Im Endeffekt setzte sie sich gegen andere Bewerber durch und bekam den Zuschlag. Nun kann sie ihre zweite “Machbar” eröffnen.

“Ich finde Bad Oldesloe hat eine schöne Innenstadt und neue Ideen, ein wenig frischer Wind tun sicherlich gut. Schon bevor ich eröffnet habe, haben sich sehr viel neugierige Besucher angekündigt. Ich bin aufgeregt und gespannt, was kommt. Ich möchte das Angebot natürlich langfristig hier vor Ort etablieren”, so Frackmann.

Die Eröffnung findet am 15.11 um 12 Uhr statt.

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Bad Oldesloe

Bevor das Virus kam: So schön war der Arbeitsmarkt vor der Krise

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Bad Oldesloe – Die Agenturen für Arbeit veröffentlichen monatlich zu festgelegten Terminen die Daten zum Arbeitsmarkt. In diesem Monat hat die Corona-Krise aber nicht nur den Alltag bei Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern kurzfristig und gravierend verändert.

shutterstock.com (Symbolbild)

„Wir durchleben alle gerade bewegte Zeiten. Die Corona-Krise hat unser Leben und unseren Alltag in einer Art verändert, wie wir es uns vor kurzem nicht vorstellen konnten. Welche Auswirkungen das auf unseren lokalen Arbeitsmarkt hat, können wir jedoch erst ab dem nächsten Monat bilanzieren“, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, zum Arbeitsmarkt im Kreis Stormarn.

„Die vorliegenden Zahlen bilden nicht die Entwicklung seit Beginn der Corona-Krise ab. Denn die Daten wurden am 12. März erhoben, bevor die politischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Kraft getreten sind und die wirtschaftlichen Aktivitäten stark eingeschränkt haben.“

Insgesamt 4.136 arbeitslose Menschen, 180 weniger als im Vormonat und die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkt auf 3,2 Prozent gesunken – so die am 12. März erhobenen statistischen Daten zum Arbeitsmarkt für den März im Kreis Stormarn.

„Bis zum Stichtag hatten wir im Zuge der saisonal üblichen Frühjahrsbelebung einen Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Vormonat zu verzeichnen. Ich gehe nicht davon aus, dass sich der Abwärtstrend fortsetzt. Angesichts der in weiten Teilen ruhenden Wirtschaft bleiben Neu- und Wiedereinstellungen, die sonst den Arbeitsmarkt entlastet hätten, vorerst aus“, erklärt die Agenturchefin.

Große Nachfrage nach Kurzarbeit

Derzeit versuchen sehr viele Unternehmen im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe – wie bereits in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 / 2009 – ihre Beschäftigten mit Kurzarbeit im Unternehmen zu halten.

„Die einzige Größe, die wir momentan haben, ist die Zahl der Anzeigen, die bei uns eingehen. Aktuell gehen wir von 1.559 Anzeigen zur Kurzarbeit aus den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg aus“, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe und führt weiter aus: „Die Zahl ist derzeit nur ein erster Anhaltspunkt. Aufgrund der momentanen starken Arbeitsbelastung bilden sich derzeit noch nicht alle Anzeigen in unserem System ab. Auf der anderen Seite kann es aber auch Doppelerfassungen geben, zum Beispiel, weil ein Unternehmen mehrere Kanäle wie Mail, Telefon oder online genutzt hat, uns Kurzarbeit anzuzeigen. Dies wird natürlich über einen Abgleich bereinigt. Beides führt aktuell zu Unschärfen in den Zahlen.“

Es sei aber gut, wenn viele Unternehmen jetzt das Mittel der Kurzarbeit nutzen, so die Agenturchefin.

„Kurzarbeit und die Gewährung von Kurzarbeitergeld ist genau dafür da, Arbeitslosigkeit zu vermeiden und die Beschäftigten im Unternehmen zu halten.“

In der Hochzeit der Finanzkrise 2009 wurde in gut 90 Unternehmen im Kreis Herzogtum Lauenburg kurzgearbeitet, betroffen waren dort damals bis zu 1.800 Beschäftigte. Im Kreis Stormarn waren dies sogar bis zu 180 Unternehmen und bis zu 4.800 Kurzarbeitende. „Die Kurzarbeit hat seinerzeit vielen Menschen ihren Arbeitsplatz und den Betrieben ihre bewährten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten“, erklärt Grote-Seifert. Damals sei allerdings vor allem die Industrie von der krisenhaften Entwicklung betroffen gewesen.

Aktuell stände man vor ganz anderen Herausforderungen, erklärt die Agenturchefin.

„Wir erleben derzeit eine Mischung aus Virus, Strukturwandel und Krise. Seit Einführung der weitgehenden Einschränkungen in Alltag und Wirtschaft steht nicht nur ein Teil der Produktion still. Auch haben Läden, Cafe`s und Geschäfte im Dienstleitungsbereich geschlossen. Viele und gerade kleinere Betriebe sind zum ersten Mal mit Kurzarbeit konfrontiert und uns erreichen entsprechend viele Anfragen. Es ist zu erwarten, dass die Zahl der Kurzarbeiter in der Spitze sehr viel höher ausfallen wird als vor zwölf Jahren“, erklärt Grote-Seifert und ergänzt:

„Wir tun alles dafür, Anzeigen und Anträge auf Kurzarbeitergeld schnell und unbürokratisch aufzunehmen und abzuarbeiten.”

Dazu hat die Agentur für Arbeit zusätzliche Hotlines eingerichtet, Mitarbeiter geschult und an entscheidenden Stellen die Teams personell verstärkt, um dem erhöhten Beratungsbedarf gerecht zu werden und eine zügige Bearbeitung der Abrechnungen zur Kurzarbeit zu gewährleisten.

Allgemeine Informationen und Antworten zu den häufigsten Fragen zum Thema Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld finden Unternehmen unter online.

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Bad Oldesloe

DRK Stormarn ruft auf: Schutzmasken nähen gegen den Lieferengpass!

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Bad Oldesloe – Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken werden derzeit in großen Mengen in Kliniken, Corona-Testzentren und in Arztpraxen benötigt. Leider kommt es für Pflegeeinrichtungen vielerorts zu Lieferengpässen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Stormarn fragt deshalb: Wer näht ehrenamtlich Mund-Nasen Masken?

Das DRK Stormarn benötigt für die Pflegenden in seinen vier Pflegediensten und einem Pflegeheim dringend entsprechende Masken.

Sie sollen in den DRK Pflegeeinrichtungen in Großhansdorf, Trittau, Glinde, Bargteheide, Reinfeld und Bad Oldesloe ausgegeben werden.

Eventuelle Überbestände wird das DRK Stormarn an andere Einrichtungen weitergeben.

Auch wenn selbstgenähte Mund-Nasen Maske nicht dem Standard der zertifizierten Masken entspricht, ist er dennoch sehr sinnvoll, denn die Menge an infektiösen Tröpfchen, die durch Sprechen oder Husten durch die Luft geschleudert werden, kann so zumindest reduziert werden.

Die Mund-Nasen Maske wird primär zum Schutz der Pflegebedürftigen getragen. Selbst genähter Mund-Nasen Masken sind zwar keine perfekte Lösung, aber immerhin eine gute.

Abgabestellen unter www.drk-stormarn.de.

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Bad Oldesloe: Aus dem Tauschhaus wird in Coronazeiten ein “Gabenhaus”

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Das Tauschhaus in Bad Oldesloe wird übergangsweise zum “Gabenhaus”. Foto: SL

Bad Oldesloe Obdachlose und besonders finanziell Bedürftige haben es in Coronazeiten auch noch schwerer als sonst. In den leeren Städten werden die Spenden knapper. Begegnungen fallen durch die Kontaktbeschränkungen spärlicher aus.

In der Facebookgruppe “Oldesloe hilft sich” kam daher die Idee auf eine Art Gabenzaun einzurichten, wie es ihn bereits in anderen Städten gibt. Dort können Menschen abgepackte Pakete für Obdachlos oder besonders finanziell Bedürftige anhängen, die sich diese “Gaben” dann abholen.

In der Diskussion kam dann die Idee auf, dass man doch dafür das kleine “Tauschhaus” in der Mühlenstraße nutzen könnte, das die Oldesloerin Karin Hoffmann einst initiiert und aktuell auch betreut hatte.

Das Haus selbst schenkte sie der Stadt, die Pflege übernahm sie immer noch. Hoffmann erklärte sich bereit, das Haus für Gaben zur Verfügung zu stellen, wenn sich ein Team fände, dass es pflegt.

Dieses besteht nun aktuell aus Sophie Sommerfeld und Florian Kautter, die sich bereiterklärt haben, ein Auge darauf zu haben, dass das alles funktioniert. In der Gruppe haben sich bereits weitere Helfende gemeldet.

Ab heute Abend, 28. März, soll das “Gabenhaus” geöffnet sein. Foto: SL

Die Aktion ist mit dem Ordnungsamt abgestimmt worden. Abgelegt werden dürfen abgepackt Lebensmittel die nicht in der Küche zubereitet werden müssen, Kleidung, Schlafsäcke, Hygieneartikel und andere Dinge, die Obdachlosen und Menschen in Not helfen können.

Die Gegenstände sollen in Tüten verpackt werden, an diesen soll ein Zettel befestigt sein, der den Inhalt beschreibt. Das Haus dient explizit nicht, um dort jetzt Dinge abzulegen, die man nicht mehr braucht. Es fungiert aktuell auch nicht als Tauschhaus.

“Es geht darum Notstände zu lindern, nicht seinen Müll aus dem Haushalt loszuwerden”, betont Sommerfeld.

Das “Gabenhaus” wird am Sonnabendabend, 28. März, soweit hergestellt sein, dass das Einstellen von “Gaben” möglich ist. Es soll dann täglich kontrolliert werden.

Die Organisatoren hoffen auf die Mitbürger und haben Vertrauen, dass nur wirklich Bedürftige sich dann auch Gaben entnehmen werden. Dieses Vertrauen sei natürlich wichtig, damit das Projekt funktioniere.

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