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Kreis Segeberg

Schon wieder: Autofahrer melden Geisterfahrt auf der A21 bei Trappenkamp

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Trappenkamp – Einen Tag nachdem ein Autofahrer 40 Kilometer auf der falschen Seite vom Kreuz Bargteheide bis nach Trappenkamp gefahren ist und dort schließlich von der Polizei gestoppt wurde, kam es in dem Bereich erneut zu einer Geisterfahrt.

Autobahn. Bild von Hans Linde auf Pixabay

Mehrere Autofahrer hatten am Montagmorgen (11. November) gegen 9 Uhr einen Kleinwagen gemeldet, der entgegen der Fahrtrichtung zwischen den Anschlussstellen Trappenkamp und Daldorf Richtung Norden unterwegs war.

„Nur der blitzschnellen Reaktion mehrerer Autofahrer ist es zu verdanken, dass es nicht zu einem Unfall gekommen ist“, sagt Polizeisprecher Michael Franke.

Am Steuer des Autos, an dem sich vermutlich ein Segeberger Kennzeichen befand, soll sich nach Angaben eines Zeugen eine ältere Dame befunden haben.

Da sich das Fahrzeug noch vor dem Eintreffen der alarmierten Beamten in unbekannte Richtung entfernte, bittet die Polizei nun um Hinweise, die zur Ermittlung des Fahrers bzw. der Fahrerin führen. Diese nimmt das Polizei- Autobahn- und Bezirksrevier Bad Segeberg unter der Telefonnummer 04551 / 8843444 entgegen.

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Polizei und Feuerwehr

Stellungnahme der Feuerwehr Sülfeld: Engagement gegen rechte Demokratiefeinde ist Einsatz für den Schutz der Demokratie

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Feuerwehr im Einsatz Symbolfoto: SL

Sülfeld – Die Feuwehren im Land müssen politisch neutral sein. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht klare Zeichen für die Demokratie und gegen ihre Gegner setzen können.

Hierzu eine Stellungnahme der Feuerwehr Sülfeld:

“Seit Mitte Oktober 2019 sind mehrere junge in der Gemeinde wohnende Rechtsradikale in Sülfeld in der Öffentlichkeit aufgetreten und haben Einwohnerinnen und Einwohner massiv bedroht und eingeschüchtert, Angst verbreitet, Schülerinnen und Schüler versucht anzuwerben und es ist zu Körperverletzungen und Sachbeschädigungen gekommen.

Dagegen haben sich sehr schnell Sülfelder unter dem Motto Wir sind eins – Wir halten zusammen – Wir sind mehr zusammengetan und sich auf vielfältige Art und Weise gegen diese rechtsradikalen Tendenzen im Ort zur Wehr gesetzt, u.a. mit einer Großveranstaltung unter Beteiligung des Innenministers Grote in der Sülfelder Sporthalle.

Unter Federführung der Gemeindevertretung mit Bürgermeister Karl-Heinz Wegner an der Spitze haben sodann zahlreiche Vereine und Verbände aus Sülfeld diese Resolution öffentlich unterstützt: Wir treten dafür ein, dass in Sülfeld weiter ein offenes, tolerantes und angstfreies Gemeindeleben gewährleistet ist.

Wir stellen uns gemeinsam gegen Gewalt und Einschüchterung. Wir achten aufeinander und bilden so die Grundlage für ein wirksames Einschreiten der zuständigen Behörden. Diese Resolution haben die Wehrführer der Feuerwehren der Gemeinde nicht mitunterzeichnet.

Die Kompetenz des Wehrführers für diese Entscheidung leitet sich ab aus den Brandschutzbestimmungen des Landes Schleswig-Holstein und wird auch vom Bürgermeister als Dienstherr der Wehrführer nicht in Zweifel gezogen. Seinerzeit ist diese Entscheidung bewusst gefallen aufgrund der rechtlichen Vorgabe für die Feuerwehren sich parteipolitisch neutral zu verhalten und auch aufgrund des eklatant in den Tagen vorhandenen Bedrohungspotenzials der rechtsradikalen Szene im Dorf und hier besonders aus Sorge um die Sicherheit der Jugendlichen in der örtlichen Jugendfeuerwehr aber auch aus Sorge um die übrigen Einsatzkräfte.

Das tatkräftige und vielfältige Einschreiten und die Sorge sehr vieler Einwohnerinnen und Einwohner um ihre lebenswerte Gemeinde Sülfeld, aber auch die breite namentlich Unterstützung der Aktivitäten in Sülfeld gegen Rechts durch Ministerpräsident Günther in seiner Presseverlautbarung zum Volkstrauertag sowie die breite wiederholte namentliche Unterstützung Sülfelds durch Innenminister Grote haben zu weiteren Gesprächen der Feuerwehren auf Landes- und Kreisebene geführt, ebenso mit dem Bürgermeister.

Sehr hilfreich in einer Neubewertung der Situation durch die Feuerwehren ist das auch vom Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein getragene klare Statement der Feuerwehren: Wir müssen parteipolitisch neutral sein – aber dennoch ein klares Bekenntnis für unsere Demokratie vertreten, deren Bestandteil und Stütze die Feuerwehren sind. Die Feuerwehren sind eine entscheidende Stütze unserer demokratischen Gesellschaft. Es ist ein großer Verdienst des Landesfeuerwehrverbandes hier deutlich zu wirken. Öffentliche Bekenntnisse gegen Extremismus sind wichtig.

Jedoch: Wir setzen darauf, Extremismus nicht einfach anzuprangern, sondern uns alle inhaltlich stark zu machen gegen Intoleranz, gegen Rassismus, gegen Fremdenhass und für eine bunte Gesellschaft und eine bunte Feuerwehr ohne Diskriminierung.

Wir stehen in einer klaren Tradition, denn die Feuerwehr hilft allen Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Gesinnung. Die Feuerwehren der Gemeinde Sülfeld stehen an der Seite und im Schulterschluss im Kampf gegen jegliche Gefahren für die Demokratie und Gewalttätigkeiten.

unterzeichnet:

Karsten Gloede, Gemeindewehrführer Sülfeld

Stefan Pingel, Ortswehrführer Borstel

Rüdiger Fischer, Ortswehrführer Tönningstedt

John-David von Elm, Ortswehrführer Sülfeld

Jörg Nero, Kreiswehrführer Segeberg

Karl-Heinz Wegner, Bürgermeister der Gemeinde Sülfeld”

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Polizei und Feuerwehr

Norderstedt: Hundehalterstreit eskaliert – Zeugen gesucht

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Norderstedt – Am Sonntag, den 17. November, ist es in Norderstedt zu einer Körperverletzung unter Hundehaltern gekommen.

Die Polizei sucht einen der Beteiligten sowie Zeugen, die in die Situation eingegriffen haben.

Gegen 13 Uhr befanden sich ein 47-jähriger Norderstedter und seine 41-jährige Ehefrau in der Straße Am Tangstedter Forst und gingen fußläufig mit ihrem Hund in Richtung des Waldes.

Im Straßenverlauf näherte sich ein bislang unbekannter Mann auf seinem Fahrrad, welcher ebenfalls einen Hund bei sich hatte. Nachdem sich die beiden Hunde angeknurrt haben, gerieten die drei Personen in Streit.

Im weiteren Verlauf soll der Radfahrer auf den 47-jährigen und seine Ehefrau eingeschlagen und diese dadurch leicht verletzt haben. Passanten trennten die Personen voneinander. Der Radfahrer entfernte sich unerkannt.

Das Ehepaar erstattete anschließend Strafanzeige wegen Körperverletzung. Der Radfahrer wird beschrieben als etwa 175 bis 178 cm groß und schlank, zirka 35 Jahre alt, kurze dunkle Haare, glatt rasiert und dunkel bekleidet. Nach der Tat hatte er sichtbare Kratzer in der Gesichtshaut. Er führte einen kniehohen, kurzhaarigen, schwarzen Hund bei sich.

Die Kriminalpolizei Norderstedt bittet um Hinweise zu dem unbekannten Hundehalter. Auch die Passanten, die in die Situation eingegriffen haben, werden gebeten, sich als Zeugen bei der Polizei zu melden.

Hinweise werden unter der Telefonnummer 040-528060 entgegengenommen.

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Politik und Gesellschaft

“Segeberg bleibt bunt”-Demo: 1500 Menschen erteilen Neonazis Platzverweis

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Bad Segeberg – Rund 1500 Menschen haben in Bad Segeberg am Sonnabend gegen Rechtsextreme demonstriert, die sich in der Stadt niederlassen.

Die Polizei ging dabei gegen Personen aus dem rechten Spektrum vor, die die Veranstaltung offenbar stören wollten.

Elf Platzverweise wurden erteilt und eine Person festgenommen.

Grund für die Demonstration waren Zwischenfälle mit Rechtsextremen in Bad Segeberg und auch in Sülfeld, wo vor einigen Wochen zwei Bürger von Neonazis angegriffen wurden, weil sie rassistische Aufkleber entfernen wollten. Mit der „Bad Segeberg bleibt bund“-Demo setzten die Segeberger jetzt ein deutliches Zeichen, dass sie Fremdenfeindlichkeit in ihrer Stadt nicht tolerieren werden.

An der Demonstration beteiligte sich unter anderem auch der Sülfelder Pastor Steffen Paar, der schon nach den Zwischenfällen in seinem Ort deutlich die rechte Gewalt kritisierte. Auch weitere Menschen und Initiativen aus verschiedensten Kreisen beteiligten sich an der Demo, unter anderem „Omas gegen Rechts“ aus Lübeck, das Kampnagel-Theater in Hamburg oder die Partei “Die Partei”.

In Bad Segeberg spitzt sich die Situation weiter zu: „Vor allem Migrantinnen und Migranten fühlen sich zunehmend bedroht. Neonazis markieren hier gezielt Häuser, in denen Migrantinnen und Migranten wohnen“, sagt eine Sprecherin der Initiative „Segeberg bleibt bunt“. Ihr sei berichtet worden, dass Kinder von Migranten Angst vor ihrem Schulweg haben und sich kaum mehr aus dem Haus trauen.

Die Initiative ‚Segeberg bleibt bunt‘ möchte die Stadt Segeberg dazu anregen, Verantwortung zu übernehmen und Hilfe zu organisieren

Zum Beispiel durch die Einrichtung einer Telefon-Hotline. Auch bei dem Thema ‚angstfreier Schulweg‘ hofft die Initiative auf Engagement von Seiten der Stadt Bad Segeberg.

Seit Anfang des Jahres ist ein bundesweit bekannter und unter anderem wegen Totschlag verurteilter Neonazi in der Stadt aktiv. Sein Name fällt auch im Zusammenhang mit dem Mord an Walter Lübcke und war beim NSU-Prozess als Zeuge geladen. Er versucht in Bad Segeberg das rechtsextreme Netzwerk „Aryan Circle“ aufzubauen. Dort sind unter anderem Mitglieder der Organisation „Nordic Division“ aktiv, gegen die der Verfassungsschutz ermittelt.

Jugendliche werden gezielt auf ihrem Schulweg oder an öffentlichen Plätzen in Bad Segeberg angesprochen und für das Netzwerk rekrutiert.

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