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Polizei und Feuerwehr

Motorrad in Carport in Glinde abgebrannt

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Glinde – Ein Motorrad ist in einem Carport in Glinde in Brand geraten. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Feuerwehr im Einsatz Symbolfoto: SL

Anwohner hatten das Feuer am Montagmorgen gegen 0.50 Uhr in der Mühlenstraße gemeldet.

Beim Eintreffen der Polizei hatte die Feuerwehr den Brand des Motorrades Suzuki bereits gelöscht. Der danebenstehende Pkw und das Carport wurden nicht beschädigt. Es entstand ein Sachschaden von ca. 4.000 Euro.

Die Brandursache steht noch nicht fest. Die Kriminalpolizei in Reinbek hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Polizei sucht Zeugen: Wer kann Angaben zu dem Fahrzeugbrand machen? Wem sind im Bereich der Mühlenstraße und der näheren Umgebung verdächtige Personen aufgefallen? Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Reinbek unter der Telefonnummer 040/727 70 7-0.

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Polizei und Feuerwehr

Stellungnahme der Feuerwehr Sülfeld: Engagement gegen rechte Demokratiefeinde ist Einsatz für den Schutz der Demokratie

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Feuerwehr im Einsatz Symbolfoto: SL

Sülfeld – Die Feuwehren im Land müssen politisch neutral sein. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht klare Zeichen für die Demokratie und gegen ihre Gegner setzen können.

Hierzu eine Stellungnahme der Feuerwehr Sülfeld:

“Seit Mitte Oktober 2019 sind mehrere junge in der Gemeinde wohnende Rechtsradikale in Sülfeld in der Öffentlichkeit aufgetreten und haben Einwohnerinnen und Einwohner massiv bedroht und eingeschüchtert, Angst verbreitet, Schülerinnen und Schüler versucht anzuwerben und es ist zu Körperverletzungen und Sachbeschädigungen gekommen.

Dagegen haben sich sehr schnell Sülfelder unter dem Motto Wir sind eins – Wir halten zusammen – Wir sind mehr zusammengetan und sich auf vielfältige Art und Weise gegen diese rechtsradikalen Tendenzen im Ort zur Wehr gesetzt, u.a. mit einer Großveranstaltung unter Beteiligung des Innenministers Grote in der Sülfelder Sporthalle.

Unter Federführung der Gemeindevertretung mit Bürgermeister Karl-Heinz Wegner an der Spitze haben sodann zahlreiche Vereine und Verbände aus Sülfeld diese Resolution öffentlich unterstützt: Wir treten dafür ein, dass in Sülfeld weiter ein offenes, tolerantes und angstfreies Gemeindeleben gewährleistet ist.

Wir stellen uns gemeinsam gegen Gewalt und Einschüchterung. Wir achten aufeinander und bilden so die Grundlage für ein wirksames Einschreiten der zuständigen Behörden. Diese Resolution haben die Wehrführer der Feuerwehren der Gemeinde nicht mitunterzeichnet.

Die Kompetenz des Wehrführers für diese Entscheidung leitet sich ab aus den Brandschutzbestimmungen des Landes Schleswig-Holstein und wird auch vom Bürgermeister als Dienstherr der Wehrführer nicht in Zweifel gezogen. Seinerzeit ist diese Entscheidung bewusst gefallen aufgrund der rechtlichen Vorgabe für die Feuerwehren sich parteipolitisch neutral zu verhalten und auch aufgrund des eklatant in den Tagen vorhandenen Bedrohungspotenzials der rechtsradikalen Szene im Dorf und hier besonders aus Sorge um die Sicherheit der Jugendlichen in der örtlichen Jugendfeuerwehr aber auch aus Sorge um die übrigen Einsatzkräfte.

Das tatkräftige und vielfältige Einschreiten und die Sorge sehr vieler Einwohnerinnen und Einwohner um ihre lebenswerte Gemeinde Sülfeld, aber auch die breite namentlich Unterstützung der Aktivitäten in Sülfeld gegen Rechts durch Ministerpräsident Günther in seiner Presseverlautbarung zum Volkstrauertag sowie die breite wiederholte namentliche Unterstützung Sülfelds durch Innenminister Grote haben zu weiteren Gesprächen der Feuerwehren auf Landes- und Kreisebene geführt, ebenso mit dem Bürgermeister.

Sehr hilfreich in einer Neubewertung der Situation durch die Feuerwehren ist das auch vom Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein getragene klare Statement der Feuerwehren: Wir müssen parteipolitisch neutral sein – aber dennoch ein klares Bekenntnis für unsere Demokratie vertreten, deren Bestandteil und Stütze die Feuerwehren sind. Die Feuerwehren sind eine entscheidende Stütze unserer demokratischen Gesellschaft. Es ist ein großer Verdienst des Landesfeuerwehrverbandes hier deutlich zu wirken. Öffentliche Bekenntnisse gegen Extremismus sind wichtig.

Jedoch: Wir setzen darauf, Extremismus nicht einfach anzuprangern, sondern uns alle inhaltlich stark zu machen gegen Intoleranz, gegen Rassismus, gegen Fremdenhass und für eine bunte Gesellschaft und eine bunte Feuerwehr ohne Diskriminierung.

Wir stehen in einer klaren Tradition, denn die Feuerwehr hilft allen Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Gesinnung. Die Feuerwehren der Gemeinde Sülfeld stehen an der Seite und im Schulterschluss im Kampf gegen jegliche Gefahren für die Demokratie und Gewalttätigkeiten.

unterzeichnet:

Karsten Gloede, Gemeindewehrführer Sülfeld

Stefan Pingel, Ortswehrführer Borstel

Rüdiger Fischer, Ortswehrführer Tönningstedt

John-David von Elm, Ortswehrführer Sülfeld

Jörg Nero, Kreiswehrführer Segeberg

Karl-Heinz Wegner, Bürgermeister der Gemeinde Sülfeld”

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Polizei und Feuerwehr

Trittau: Flucht minderjähriger Raser endet in den Leitplanken

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Polizei im Einsatz Archivfoto: SL

Trittau – Am 05.12. gegen 14:35 Uhr, nahmen Beamte des Polizeiautobahn- und Bezirksrevieres Ratzeburg einen 17-jährigen Autofahrer und seine zwei Mitfahrer nach einer länderübergreifenden Verfolgungsfahrt vorläufig fest.

Zuvor war über die Einsatzleitstelle Rostock mitgeteilt worden, dass ein weißer Mercedes-Benz AMG auf der BAB A 24 in Fahrtrichtung Hamburg mit hoher Geschwindigkeit auf dem Standstreifen fahre. Unter anderem sollte der Mercedes-Fahrer einen Unfall verursacht und sich dann unerlaubt von der Unfallstelle entfernt haben.

Der flüchtige Mercedes konnte von einer Streifenwagenbesatzung des PABR Ratzeburg Höhe Talkau gesichtet und verfolgt werden. Auch hier wurde das Fahrzeug mit sehr hoher Geschwindigkeit geführt.

An der Abfahrt Schwarzenbek-Grande verließ der Mercedes die Autobahn und befuhr die B 404 in Richtung Kiel. Das Fahrzeug wurde weiterhin mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit geführt und überholte mehrfach andere Verkehrsteilnehmer, trotz Überholverbots und Gegenverkehr.

“An der Abfahrt Trittau-Nord verließ der Mercedes die B 404 mit hoher Geschwindigkeit, kam nach links von der Fahrbahn ab und geriet ins Schleudern. Das Fahrzeug schleudert über die dortige Grünfläche, die Auffahrt zur B 404 und kam an der Außenschutzplanke zum Stehen”, so Polizeisprecherin Rena Bretsch.

Die drei Fahrzeuginsassen verließen das Fahrzeug und versuchten zu Fuß zu flüchten, konnten jedoch in unmittelbarer Nähe zum Unfallort durch Beamte des PABR Ratzeburg festgenommen werden.

Der 17-jährige Fahrer aus Hamburg und sein 17-jähriger Mitfahrer (HH), sowie die 16-jährige Beifahrerin (HH) wurden bei dem Unfall leicht verletzt und in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Der Fahrer ist nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Der Sachschaden wird auf ca. 30.000,- EUR geschätzt.

Die Tatverdächtigen wurden nach erfolgter Personalienfeststellung entlassen, da Haftgründe nicht vorlagen.

Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung, des unerlaubten Entfernens vom Umfallort und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis wurde eingeleitet.

An der Verfolgungsfahrt waren insgesamt 4 Streifenwagen eingesetzt.

Zeugen gesucht: Das Polizeiautobahn- und Bezirksrevier Ratzeburg hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung aufgenommen und sucht nun nach Zeugen bzw. Verkehrsteilnehmern, die durch den Mercedesfahrer gefährdet wurden. Zeugen und mögliche Geschädigte melden sich bitte beim Polizei-Autobahnrevier unter der Telefonnummer 04156/295-0.

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Schleswig-Holstein

Cold Case Unit (CCU) rollt Flensburger Mordfall Sylvia D. neu auf

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Flensburg – Es ist ein heißer Sommertag im August 1994, als die 25-jährige Prostituierte Sylvia D. in einem Mehrfamilienhaus am Flensburger Bahnhof ihrem Mörder die Tür öffnet. Viele Nachbarn hören ihren Todeskampf, aber keiner alarmiert die Polizei.

Sylvia D. galt als lebenslustige junge Frau. Die Mutter von zwei kleinen Mädchen wurde nur 25 Jahre alt. Quelle: LKA SH

25 Jahre später ist die Tat trotz intensiver Ermittlungsarbeit noch immer nicht aufgeklärt. Doch Mord verjährt nicht und der Fall Sylvia D. lässt die Ermittler nicht los.

Im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat das Team der Cold Case Unit (CCU) den Altfall in Zusammenarbeit mit der zuständigen Mordkommission Flensburg wieder aufgerollt und neue Ermittlungsansätze gefunden.

Die Ermittler hoffen, den Fall noch lösen zu können, da es DNA-Spuren gibt, die dem Täter zuzuordnen sein dürften.

Am kommenden Mittwoch, 11. Dezember, 20.15 Uhr, stellt die CCU den Fall in der Sendung “Aktenzeichen XY ungelöst” (ZDF) vor und hofft auf neue Hinweise.

Als “Mandy” inserierte Sylvia D. in der Flensburger Wochenschau und in der Hamburger Morgenpost, warb mit dem Hinweis “brandneu”, einem Herzchen und ihrer Telefonnummer um neue Freier. Diese empfing die als lebenslustig und feierfreudig beschriebene Frau und Mutter von zwei kleinen Mädchen in einer Modellwohnung in der Bahnhofstraße 50, direkt gegenüber vom Bahnhof. Außer ihr arbeiteten noch weitere Prostituierte in dem Mehrfamilienhaus.

In diesem Mehrfamilienhaus am Flensburger Bahnhof wurde Sylvia D. am 9. August 1994 von einem unbekannten Täter brutal ermordet. Die Ermittler hoffen, den Fall nach 25 Jahren mithilfe neuer Hinweise doch noch aufzuklären. Quelle: LKA SH

Am 9. August 1994 hörten Anwohner am späten Nachmittag Schreie aus der Wohnung von Sylvia D.

Es war heiß, viele Balkontüren und Fenster waren geöffnet. Trotzdem wählte niemand den Notruf. Einige der Ohrenzeugen erklärten später, man sei daran gewöhnt, aus der Wohnung Lärm und Geräusche zu hören. Die Ermittler gingen aufgrund der Spurenlage davon aus, dass die junge Frau direkt nach dem Öffnen der Wohnungstür gestoßen und geschlagen worden ist.

Anschließend wurde sie mit rund 30 Messerstichen getötet.

Bizarres Detail: Der Täter nahm die blutige Kleidung des Opfers sowie ein Gewebestück aus dem Körper mit. In Deutschland gibt es bis heute keine Tat mit vergleichbarem Muster.

Die Fallanalytiker im LKA gehen davon aus, dass Sylvia D. ein Zufallsopfer war und der Täter zudem gewusst hat, in welchen Wohnungen der Prostitution nachgegangen wurde. Dafür spricht auch die Aussage einer Zeugin, die im selben Haus als Prostituierte gearbeitet hatte und ein Jahr zuvor in der Nachbarwohnung von einem Mann angegriffen worden war, der seine Schuhe auszog, bevor er sie attackierte. Der zufällig anwesende Freund der Frau konnte hier Schlimmeres verhindern. Doch Sylvia D. war allein in ihrer Wohnung. Ihr Mörder entkam unerkannt am helllichten Tag.

Ein Taxifahrer sagte später aus, er habe im Bereich des Bahnhofs einen Fahrgast mit blutiger Kleidung befördert. Auf Nachfrage habe der Mann behauptet, er sei Fleischer.

Gibt es noch weitere Zeugen, die im August 1994 Personen mit auffälligem Verhalten oder blutiger Kleidung in der Nähe des Flensburger Bahnhofs gesehen haben? Kennt jemand die Herkunft der drei Knöpfe, die am Tatort gefunden worden sind? Gibt es ehemalige Bewohner des Hauses in der Bahnhofstr. 50, die damals nicht befragt werden konnten und weitere Hinweise geben können? Diese und andere Fragen hat das Ermittlerduo der CCU im Gepäck, wenn es am 11. Dezember bei Moderator Rudi Cerne in der Fahndungssendung “Aktenzeichen XY ungelöst” zu Gast ist. Für Hinweise, die zum Täter führen, ist eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt.

Sachdienliche Hinweise bitte an: 0461 / 484 5555

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