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Schule und Jugend

Glinde: Anschauungsunterricht direkt im Rathaus

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Foto: Stadt Glinde/hfr

Glinde – Eine besondere Unterrichtsstunde verbrachten zahlreiche Schüler der Glinder Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule im Rathaus sowie dem Bürgerhaus.

Dabei stellte sich Bürgermeister Rainhard Zug eine Stunde lang den vielen Fragen der Neuntklässler. Während der Unterrichtsstunde brachte der Verwaltungschef ihnen im Rahmen des regulären WiPo-Unterrichts (Wirtschaft und Politik) die Grundzüge der kommunalen Selbstverwaltung näher.

Warum gibt es hier in Glinde nicht die richtigen Läden zum Klamottenshopen? Wenn wir mit dem Schwimmunterricht immer erst nach Reinbek fahren müssen, verlieren wir immer so viel Zeit. Warum kann Glinde nicht selbst eine Schwimmhalle bauen und wir damit mehr Zeit zum schwimmen haben? Gibt es eine Konkurrenz unter den umliegenden Städten oder Kommunen und wie sieht die Zusammenarbeit zwischen ihnen aus? Diese und andere Fragen beantwortete Bürgermeister Zug den Schülern und regte sie darüber hinaus auch noch dazu an, sich mehr einzumischen.

„Wenn ihr einen von euch gewünschten Parcours für BMX-Radler und Skater ähnlich wie in Reinbek auch hier in Glinde haben möchtet, macht Fotos, sammelt Unterschriften und fragt in der Stadtverwaltung sowie bei den Parteien und dem Kinder- und Jugendbeirat der Stadt nach. Nur wer sich mit seinen Wünschen und Anliegen einbringt, kann auch etwas verändern“, so der Rat von Rainhard Zug an die Neuntklässler.

Diese planen in den kommenden Wochen und Monaten zusammen mit ihrem WiPO-Lehrer Herrn Rockel noch weitere Politiker-Besuche in Kiel und Berlin.

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Bargteheide

Vom Homeoffice zurück ins Studio: Radio Eckhorst sendet wieder aus der Schule

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Bargteheide – Was zunächst nur als kurze Unterbrechung der Langeweile zuhause gedacht war, hat sich zu einem zehnwöchigen Projekt mit täglichen kleinen Sendungen aus dem Homeoffice entwickelt.

1) Mit Abstand wieder in „ihrem“ Sendestudio im Gymnasium Eckhorst (v.l.) Michael Schwarz, Felix Tamm, Emma Barchanski und Lenny Meier.

Das Projekt „Keine Schule, meine Musik, mein Radio“ hat zahlreiche Fans in den sozialen Medien gewonnen. Mit der Rückkehr zum Präsenzunterricht zieht jetzt auch das Schulradio wieder in sein Studio.

„Die Ausdauer und Begeisterung, mit der die Redaktion ihre fast täglichen Sendungen über so lange Zeit aufrecht erhalten hat, ist wirklich stark“, zieht Michael Schwarz, der das Radio-Team begleitet, stolz Bilanz.

Die Redaktion hatte sich seit der Schulschließung Mitte März zu täglichen Skype-Konferenzen getroffen und ganz ohne persönlichen Kontakt jeden Tag von zuhause aus produziert.

„Herausgekommen ist eine Strecke von Sendungen, die später einmal gut dokumentieren wird, wie Bargteheider Jugendliche die Zeit des Lockdowns erlebt haben“, berichtet Lenny Meier, der im Bundesfreiwilligendienst das Projekt unterstützt und begleitet hat.

Was zunächst nur als kurzfristige Überbrückung geplant war, gewann von Woche zu Woche mehr Dynamik, bis dann auch das NDR-Fernsehen auf die jungen Radiomacher aus Bargteheide aufmerksam wurde und sie gleich in mehreren Sendungen begleitete.

„Der Filmdreh bei uns zuhause unter den strengen Abstandsregeln war schon ganz besonders“, lacht Redaktionsleiterin Emma Barchanski, die wie ihre Redaktionskollegen aber froh ist, nun endlich wieder einmal in ihr geliebtes Radiostudio in der Schule zu dürfen. „Starke Sachen haben wir erlebt: Die chaotischen Koch-Sendungen mit Ricarda, die Gespräche mit dem Bargteheider Pastor, als die Stimmung unter vielen Jugendlichen sehr bedrückt wurde, aber auch die tolle Geste von Schule und Schulverein, uns als Dank Motto-Shirts nach Hause bringen zu lassen.“

Das 10-jährige Jubiläum des Schulradios, das eigentlich Anfang Mai mit einer großen Show gefeiert werden sollte, fiel auch in diese Zeit und war eigentlich das Jahresprojekt von FSJler Meier.

„Das holen wir aber auf jeden Fall nach, sobald es wieder möglich ist“, verspricht er.

„Mit einem großen Best of am Himmelfahrtswochenende verabschieden wir uns jetzt von dem Format und versuchen wieder in den normalen Sendebetrieb zu gehen“, erklärt Felix Tamm, „damit werden dann auch die Ansprüche, die Präsenzschule und Homeschooling an die Gymnasiasten stellen, wieder entspannter erfüllbar sein“. Aber etwas soll auch bleiben vom Projekt: „Wir werden auch zukünftig Instagram und Facebook verstärkt bespielen, denn dort haben wir in den letzten Wochen auch viele neue Zuhörer gewonnen, über die wir uns sehr freuen“, so die Radiomacher.

Die Beiträge sind zu hören auf der Internetseite www.radio-eckhorst.de.

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Bad Oldesloe

Das Eigentor: Oldesloer missbrauchen am Exer den Vertrauensvorschuss

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Bad Oldesloe – Die Stadtverwaltung Bad Oldesloe hatte – anders als andere Städte in Stormarn – Freizeitsportlern und Familien einen Vertrauensvorschuss gewährt.

Man öffnete nicht nur alle Spielplätze wieder, sondern nach einigen Überlegungen und Diskussionen auch den Kunstrasenplatz und das Skateland wieder. Und das – anders als zunächst geplant – ohne fest eingeteiltes Aufsichtspersonal. Man wolle den Mitbürgern einen Vertrauensvorschuss geben. So war die Haltung, die Skeptiker bereits als zu “lasch” bis “fahrlässig” einstuften.

Tatsächlich missbraucht eine Minderheit nun den Vertrauensbeweis der Stadtverwaltung. Zunächst hatten uns Leser darauf aufmerksam gemacht, dass sich auf dem Kunstrasen deutlich mehr als 20 Personen aufhalten würden und diese auch ganz normal Fußball spielen würden – was nicht erlaubt ist.

Erlaubt sind im Skateland gleichzeitig 10 Personen und auf dem Kunstrasen 20 Personen. Es müssen Abstände von 1,50 Meter zu anderen Personen eingehalten werden.

Außerdem bleibt es auch auf Spielplätzen dabei, dass Treffen nur mit Personen aus einem anderen Haushalt erlaubt sind.

Die Regeln sind an Skateland und Kunstrasen deutlich angebracht. Wir haben den Platz seit Einführung der Regeln und der Wiederöffnung sowie der Hinweise von Lesern drei Mal besucht. Jedes Mal wurde auf dem Kunstrasen ganz “normal” Fußball gespielt, jedes Mal waren mehr als 20 Personen auf dem Feld. Auch im Skateland waren teilweise 15 bis 20 Personen, ohne dabei irgendwelche Abstände einzuhalten. Und übrigens: es handelte sich dabei nicht vorrangig um Kinder und Jugendliche, die sich nicht an die wichtigen Regeln hielten.

Die Maximalnutzerzahl ist eines der Hauptprobleme, wie Kicker auf dem Kunstrasen erzählten. Wie sollen sie entscheiden, wer kommt und wer bleiben darf? Was ist, wenn 20 Personen auf dem Platz sind, aber drei neue junge Kicker kommen hinzu? Gehen dann drei von denen, die schon länger da waren oder müssen die “neuen” wieder abziehen?

Fakt ist: Verstöße gegen die Regeln können bei Kontrollen – die stattfinden sollen – mit Bußgeldern oder im härtesten Fall auch mit Strafanzeigen geahndet werden.

Wichtig ist beim Infektionsschutz , dass es gar nicht zu diesen Vorfällen kommt. Normalerweise kann daher alternativlos nur die Sperrung der Plätze ab Montag oder Dienstag erfolgen, wenn sich nicht heute und morgen das Verhalten von Freizeitsportlern und – skatern deutlich ändert. Die Aussage “sie verhalten sich ja besser, wenn man sie ermahnt”, reicht am Ende nicht. Denn es soll und darf eben gar nicht zu den Vergehen kommen.

Die Verwaltung hatte gestern schon klargestellt, dass die Plätze nicht geöffnet wurden, um als Treffpunkt zu dienen, sondern nur, um dort Sport zu betreiben. Und diesen eben absolut kontaktfrei und mit 1,50 Meter zu den anderen Personen.

Weder ist die Corona-Krise vorbei, noch sind Kontakt- und Abstandsbeschränkungen auf diesen Plätzen aufgehoben. Leider scheint es so, dass Hinweisschilder nicht gelesen oder ignoriert werden. Am Ende werden dann auch die darunter leiden, die sich eigentlich an die Regeln halten.

Auch auf Spielplätzen ist leider zum Teil zu erkennen, dass vor allem Eltern, die ihre Kinder begleiten, sich nicht an Abstandsregeln halten. Es ist somit fraglich, ob die Öffnung nicht doch zu früh kam oder ob ein Teil der Spielplätze wieder geschlossen werden muss.

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Polizei und Feuerwehr

Norderstedt: Fünf Jugendliche nach brutalen Übergriffen festgenommen

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Norderstedt – Nachdem eine Polizistin in Norderstedt privat mehrere Tatverdächtige von Körperverletzungsdelikten wiedererkannt hatte, nahm die Polizei insgesamt fünf Jugendliche vorläufig fest. Zusammenhänge zu weiteren Taten werden nun geprüft.

Am Mittwoch, dem 6. Mai, erhielt die Polizei in Norderstedt einen Zeugenhinweis auf mehrere Videosequenzen aus sozialen Medien.

Die Videos zeigten, wie vermutlich im Bereich des ZOB Norderstedt-Mitte Menschen teilweise mit Teleskopschlagstöcken angegriffen oder gegen den Kopf getreten werden. Eine Polizistin, die tagsüber die beschriebenen Videos sichtete, hielt sich am Abend desselben Tages privat im Moorbekpark auf.

Dort sah sie eine Gruppe von acht Jugendlichen, worunter sie mehrere Personen aus den Videos wiedererkannte.

Sie informierte umgehend ihre Kollegen, woraufhin sich eine Vielzahl von Streifenwagen auf den Weg in Richtung Moorbekpark machte. Während dessen teilte sich die Gruppe in mehrere Kleingruppen auf und wollte den Park verlassen.

Hierbei wurden alle acht Personen von den alarmierten Streifenwagen, darunter auch Zivilkräfte der Polizei Norderstedt sowie Beamte des Kriminaldauerdienstes Pinneberg, angetroffen.

Gegen fünf von ihnen wird nun ermittelt, ob sie mit den Taten auf den Videos in Zusammenhang stehen.

Sie wurden zum Polizeirevier Norderstedt verbracht und vom Kriminaldauerdienst erkennungsdienstlich behandelt.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren aus Norderstedt und Quickborn. Anschließend übergaben die Beamten sie an ihre Erziehungsberechtigten.

Die weiteren Ermittlungen führen die Jugendsachbearbeiter der Polizeistationen Norderstedt-Mitte und Quickborn.

Zusammenhänge zu einer seit mehreren Wochen festgestellten Häufung von Körperverletzungsdelikten in Norderstedt-Mitte werden geprüft.

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