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Politik und Gesellschaft

Stormarner CDU fordert klare Regelung für kombinierte Rad- und Gehwege

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Symbolfoto: Monticello/Shutterstock

Großhansdorf – Auf ihrem Kreisparteitag 2019 in Großhansdorf hat die CDU Stormarn einstimmig beschlossen, sich dafür einzusetzen, dass die gesetzlichen Regelungen für die Benutzung von kombinierten Geh- und Radwegen künftig nicht mehr ausschließlich an starren Mindestmaßen ausgerichtet werden sollten.

Die Mitglieder fordern die CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie die Bundesregierung dazu auf, einen flexibleren Umgang mit der zurzeit geltenden Regelung zu ermöglichen. So solle Straßenverkehrsbehörden vereinfacht ermöglicht werden, Fußwege auch für Radfahrer freizugeben.

Hintergrund dieser Initiative ist ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, infolgedessen insbesondere in Stormarn zahlreiche Kennzeichen zur Benutzungspflicht auf Sonderwegen (wie zum Beispiel Radwegen) entfernt wurden.

Aktuell dürfe demzufolge eine Benutzungspflicht für Radwege nur dann angeordnet werden, wenn ein Radweg ausreichend breit, befestigt und in einem Sicherheitsraum frei von Hindernissen angelegt werden könne. Die Freigabe eines Fußwegs für Radfahrer komme nur dann in Betracht, wenn dieses mit Rücksicht auf Fußgänger vertretbar sei.

Im Kreis Stormarn hätten laut Berichten diese Regelungen dazu geführt, dass Radfahrer vielerorts auf die Straße hätten ausweichen müssen, weil die gesetzlichen Vorgaben nicht hätten erfüllt werden können. Das habe insbesondere bei jungen und älteren Verkehrsteilnehmern Unsicherheiten erzeugt und für ein erhöhtes Unfallrisiko gesorgt“, so CDU Kreisgeschäftsführer Patrick Ziebke

Die aktuelle Situation habe dazu geführt, dass Radfahrer oft nicht wüssten, wo sie fahren dürften. Die CDU Stormarn fordert deshalb einen Ermessensspielraum in der Straßenverkehrsordnung für die kommunalen Straßenverkehrsbehörden.

Um dem Antrag des Landtagsabgeordneten Lukas Kilian (Wahlkreis Stormarn-Süd) und des Kreistagsabgeordneten Dennis Möck (Wahlkreis Nordstormarn) Nachdruck zu verleihen, wird der Kreisverband Stormarn ihn auch auf dem Landesparteitag der CDU Schleswig-Holstein am 16. November in Neumünster stellen.

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Politik und Gesellschaft

Infoabend über den Umgang mit Depression: Stiftung klärt Angehörige auf

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Ahrensburg/Bad Oldesloe – Lass doch den Kopf nicht hängen, wird schon wieder. Floskeln wie diese bekommen an Depression leidende Menschen immer wieder zu hören. Freilich sind solche Ratschläge wenig hilfreich – im Gegenteil.

shutterstock.com (Symbolbild)

Wie Angehörige an Depression leidender Menschen mit richtig mit der Situation umgehen, ist Thema eines Infoabends der Eheleute-Schmöger-Stiftung am Freitag, 22. November, um 19 Uhr im Peter-Ranzau-Haus in Ahrensburg.

Sind Angehörige plötzlich mit der Frage konfrontiert, wie sie am besten mit der Erkrankung eines Angehörigen umgehen sollen, fühlen sie sich vielfach überfordert.

Sie wollen helfen, doch Liebe und Verständnis allein sind in vielen Fällen nicht genug.

Die Eheleute-Schmöger-Stiftung, die unter dem Dach der Bürger-Stiftung Stormarn mit Sitz in Bad Oldesloe aktiv ist, hat den Zweck, sich um depressiv erkrankte Menschen und ihre Angehörigen zu kümmern.

Das geschieht u.a. durch Aufklärung und Information über die oft unterschätzte Krankheit, an der jährlich in Deutschland vier Millionen Menschen erkranken. Es ist bereits die fünfte Veranstaltung dieser Art im Kreis Stormarn.

Eine psychische Erkrankung trifft selten einen Menschen allein, sondern immer auch das soziale Umfeld, also die Familie und den engen Freundeskreis.

Der Umgang mit einem psychisch erkrankten Menschen, den man ständig um sich hat, kann sehr schwierig sein, zumal Angehörige sich mit einer Situation konfrontiert sehen , die sie sich nicht ausgesucht haben und der sie sich möglicherweise auf Dauer nicht gewachsen fühlen.

Wie Angehörige ihre Situation erleben, was sich Betroffene von ihnen wünschen und wie Fachleute die Rolle der Angehörigen in der Therapie sehen, ist Thema des Trialogs:

„Depression- Angehörige im Zwiespalt zwischen Liebe und Abgrenzung“ . Ort der Veranstaltung ist der Große Saal des Peter-Rantzau –Hauses, Manfred-Samusch-Straße 9 in Ahrensburg.

Im Trialog geht es darum, dass Betroffene, Angehörige und professionelle Helfer sich auf Augenhöhe begegnen und dem jeweils anderen Raum geben, seine Perspektive zu erläutern.

Als Gesprächspartner sind dabei: Bettina Rohwer, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Oberärztin der Abteilung für Affektive Erkrankungen im Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus, Bargfeld-Stegen sowie Simon Steinwachs, Bezirksleiter bei Op de Wisch e.V. – Projekte Psychosozialer Begleitung. Sven Carstens arbeitet als Diplom-Sozialarbeiter bei der AWO Sozialpsychiatrische Dienste GmbH Ahrensburg. Dr. Rüdiger Hannig ist Vorsitzender des Landesverbandes Schleswig-Holstein der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V. , und Bärbel Wagner berichtet aus der Sicht als Mutter einer depressiv Erkrankten.

Susanne Manavi und Christin Schwarz vertreten das Stormarner Präventionsprojekt BEHERZT für Kinder psychisch kranker Eltern und ihre Familien. Es moderiert Ursula Pepper, stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende der Bürger-Stiftung-Stormarn.

Alle Gäste sind herzlich eingeladen, sich an der Gesprächsrunde zu beteiligen. Der Eintritt ist frei. Informationen zur Eheleute-Schmöger-Stiftung unter www.buerger-stiftung-stormarn.de

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Politik und Gesellschaft

Hilfsangebote auf Brötchentüten: Aktionstag gegen häusliche Gewalt

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Glinde – Erst war es nur eine Drohung, dann schlug der eigene Ehemann zu: Gewalt in der Familie ist ein Thema, das für viele Menschen immer noch Tabu ist und über das man sich nicht traut zu sprechen, denn zu tief sitzt die Scham über die eigenen Probleme gerade dort, wo viele auf eine heile Welt hoffen.

Anlässlich des weltweiten Aktionstages „Nein zu Gewalt an Frauen“ findet in diesem Jahr schon zum 15. Mal in Stormarn die Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ statt.

„Immer wieder werden Frauen in ihrer eigenen Wohnung das Opfer von häuslicher Gewalt. Viele von ihnen entscheiden sich oft erst nach einem langjährigen Leidensweg dafür, Hilfe von außen zu holen“, erklärt Kerstin Schoneboom, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Glinde.

Viele der Opfer wüssten nicht, mit welchen Mitteln sie ihre Peiniger in die Schranken weisen können.

Aufklärung will nun ein Netzwerk verschiedener Einrichtungen geben.

Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Stormarn, die Frauenfacheinrichtungen und das Projekt „KIK Stormarn – Netzwerk bei häuslicher Gewalt“ konnten auch in diesem Jahr die „Bäcker-lnnung Holstein Stormarn als Kooperationspartnerinnen für Veranstaltungen rund um den 25. November, dem Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ gewinnen.

Insgesamt beteiligen sich in Schleswig-Holstein in diesem Jahr 50 Bäckereibetriebe, die Mitglied im Landesinnungsverband Schleswig-Holstein sind.

In ihren zahlreichen Filialen setzen die Betriebe gut 320.000 Brötchentüten zum Einpacken der Backwaren ein, auf denen sich die Telefonnummer vom Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ befindet.

Rund um den 25. November planen die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Stormarn mit ihren Kooperationspartnern in zahlreichen Städten und Gemeinden Informationsstände und Veranstaltungen.

So gibt es am Montag, 25. November, unter anderem im Glinder BrAWO-Center, Mühlenstraße 3, ein gemeinsames Event der Glinder Gleichstellungsbeauftragten, der Koordinatorin des StoP-Projektes, des Frauenforums Glinde sowie der Frauenberatungsstelle der SVS. Von 11 bis 13 Uhr gibt es dabei neben den kostenlosen Brötchentüten auch einen Informationsstand der Frauenberatungsstelle und des StoP-Projektes.

„Darüber hinaus wird das Sozialkaufhaus BrAWO-Center an diesem Tag dann auch für alle interessierten Besucher*innen für einen Einkauf geöffnet, egal ob bedürftig oder nicht. Die AWO möchte dann die Einnahmen, die an diesem Tag gemacht werden, für das Glinder StoP-Projekt spenden“, freut sich Kerstin Schoneboom.

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist unter der kostenlosen Nummer 0800/116 016 an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr besetzt.

Es bietet Betroffenen die Möglichkeit, sich zu jeder Zeit anonym, kompetent und sicher beraten zu lassen. Ob Gewalt in Ehe oder Partnerschaft, sexuelle Übergriffe oder Vergewaltigung sowie Stalking,. Zwangsprostitution oder Genitalverstümmelung Beraterinnen stehen hilfesuchenden Frauen zu allen Formen der Gewalt vertraulich zur Seite und leiten sie auf Wunsch an die passende Unterstützungseinrichtung vor Ort weiter.

Die Notwendigkeit von Hilfsangeboten für von Gewalt betroffenen Frauen und deren Kindern belegen aktuelle Zahlen.

Im Jahr 2018 sprach im Kreis Stormarn in 25 Fällen die Polizei eine Wegweisung des Täters aus der gemeinsamen Wohnung aus.

Bei 65 Einsätzen übermittelte die Polizei die Daten des Opfers für eine erste Kontaktaufnahme an die Beratungsstelle „Frauen helfen Frauen Stormarn“. Weitere 59 Frauen meldeten sich selbständig wegen häuslicher Gewalt in den Frauenberatungsstellen im Kreis Stormarn. Das Frauenhaus Stormarn bot 2018 insgesamt 46 Frauen und 52 Kindern Schutz vor Gewalt. 99 Frauen mit 110 Kindern mussten an andere Frauenhäuser im Land vermittelt oder wegen Platzmangel abgewiesen werden. Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Betroffenen deutlich höher ist, denn nur Wenige rufen die Polizei bzw. suchen von sich aus Hilfe.

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Berlin

Bundeskriminalamt warnt vor zunehmender Cyber-Kriminalität

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Onlinekriminalität im Internet Symbolfoto: Sergey Nivens / Shutterstock

Berlin – Das BKA stellte eine Zunahme der Cyberkriminalität in Deutschland fest. Die steigende Anzahl digitaler Geräte biete Cyberkriminellen immer neue potenzielle Ziele. Dementsprechend stieg die Anzahl der Cyberangriffe in Deutschland auch im Jahr 2018 weiter an.

Rund 87.000 Fälle von Cybercrime wurden von der Polizei erfasst, ein Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ein Anstieg von rund fünf Prozent (271.864 Fälle) war auch bei der Zahl der Straftaten zu verzeichnen, bei denen 2018 das Internet als Tatmittel genutzt wurde.

Das geht aus dem am 11. November veröffentlichten Lagebild “Cybercrime” des Bundeskriminalamts (BKA) hervor. Die Vielfalt der digitalen Angriffsziele sorgt dafür, dass auch das Gesamtaufkommen der festgestellten Schadsoftware immer weiter steigt.

Cyberkriminelle müssen diese Schadsoftware nicht zwangsläufig selbst erstellen. Auf Marktplätzen im Clearnet, Deepweb und im Darknet werden gegen Bezahlung eine Vielzahl illegaler Angebote gemacht, um beispielsweise Angriffe auf Firmennetzwerke und Webseiten durchzuführen oder Viren programmieren zu lassen.

“Crime-as-a-Service” nennt sich dieses Geschäftsmodell, bei dem neben Schadsoftware auch gestohlene Daten oder Anonymisierungsdienste verkauft werden.

Anonymer Anrufer Symbolfoto: Marko Aliaksandr / Shutterstock

Einer dieser Marktplätze war “Webstresser”, eine Plattform, die sich darauf spezialisiert hatte, im Auftrag ihrer Kunden so genannte DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) auf Webseiten durchzuführen. DDoS-Attacken zielen darauf ab, Webpräsenzen, Server und Netzwerke so zu überlasten, das sie nicht mehr erreichbar sind. Mithilfe von “Webstresser” konnten auch Laien diese Angriffe ausführen.

Im April 2018 wurde die Seite, die unter anderem in Frankfurt am Main gehostet worden war, im Rahmen einer international koordinierten Maßnahme mehrerer Strafverfolgungsbehörden, an der auch das BKA beteiligt war, vom Netz genommen. Bis zu diesem Zeitpunkt war “Webstresser” für über vier Millionen DDoS-Attacken weltweit eingesetzt worden.

Der Administrator der Seite wurde festgenommen und Ermittlungen gegen 250 Nutzer der Plattform aufgenommen.

Cybercrime verursachte 2018 einen Schaden in Höhe von über 60 Millionen Euro, ein Rückgang um rund 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2017: 71,4 Millionen Euro). Die Zahl bildet jedoch nur ab, was der Polizei bekannt geworden ist. Tatsächlich dürfte sich der Schaden für Unternehmen auf über 100 Milliarden Euro belaufen, wie Schätzungen aus der Wirtschaft im Betrachtungszeitraum 2018/2019 zeigen.

Die enorme Differenz erklärt sich auch durch das hohe Dunkelfeld in diesem Phänomenbereich. Insbesondere Unternehmen zeigen Fälle von Cybercrime und damit verbundene materielle Schäden nach wie vor vergleichsweise selten an. Die Furcht vor einem Vertrauensverlust bei Partnern und Kunden steht dabei dem Interesse, die Tat strafrechtlich verfolgen zu lassen, entgegen.

Dabei sind Firmen ein bevorzugtes Angriffsziel für Hacker, wobei Kriminelle nicht nur daran interessiert sind, an das Geld der Unternehmen zu gelangen. Auch das Ausspähen technologischen Wissens ist für sie von Bedeutung.

Kriminalität im Internet Symbolfoto: JTbookcovers/Shutterstock

Das BKA rät sowohl Firmen als auch Privatpersonen, jeden Fall von Cybercrime zur Anzeige zu bringen. Zudem sollten präventive Sicherheitsmaßnahmen für Geräte und Prozesse ergriffen werden. Dass dies einen positiven Effekt hat, zeigt sich am Beispiel des Phishings im Online-Banking: 2018 wurden 723 Fälle zum Phänomen Phishing gemeldet, was einem Rückgang von nahezu 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die rückläufigen Zahlen sind darauf zurückzuführen, dass die Banken ihre TAN-Verfahren weiterentwickelt und Sicherheitslücken geschlossen haben. Insgesamt geht das BKA jedoch auch für die kommenden Jahre von weiter steigenden Fallzahlen im Bereich Cybercrime aus. Um dieser Herausforderung adäquat zu begegnen, arbeitet das BKA derzeit am Aufbau einer Abteilung “Cybercrime”. Damit sollen komplexe Ermittlungen und die Bearbeitung herausragender Cybervorfälle gestärkt werden.

Peter Henzler, Vizepräsident beim Bundeskriminalamt: “Cybercrime ist ein Massenphänomen, das nicht nur Privatpersonen, sondern auch die Wirtschaft immer stärker trifft. Cyberangriffe sind für Kriminelle ein lohnendes Geschäftsfeld, bei dem sie auch nicht davor zurückschrecken, im Sinne der Profitmaximierung Kritische Infrastrukturen, wie beispielsweise Krankenhäuser, zu attackieren. Dem stellt sich das Bundeskriminalamt mit Entschlossenheit entgegen. Unsere Erfolge gegen Plattformen wie “Webstresser” oder “Wall Street Market” belegen das. Darauf ruhen wir uns aber nicht aus. Künftig wollen wir IT-Spezialisten noch stärker in die kriminalpolizeiliche Arbeit einbinden. Dafür werden im Bundeskriminalamt neue Stellen geschaffen, die wir im Zuge des Aufbaus der Abteilung Cybercrime zeitnah besetzen werden. Unser Ziel ist klar: Wir wollen mit den Tätern nicht nur auf Augenhöhe sein. Wir müssen ihnen voraus sein, um sie für ihre Taten zur Rechenschaft zu ziehen.”

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