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Kultur

Schluss mit kuscheln: Junge Kabarettisten reden Klartext im Kleinen Theater

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Bargteheide – Das Satiriker-Duo Ruwe und Valenske frisch aus dem Kabarett-Theater „Die Distel“ aus Berlin fordert im Kleinen Theater Bargteheide: Deutschland braucht neue Diskussionen

Foto: Charlotte Janus

Wo sind unsere Streitthemen geblieben? Welche Debatten reißen uns heute noch vom Stuhl? Deutschland hat genug – Steuereinnahmen, Arbeitsplätze, Körperfett – und steht auf Kuschelkurs. Und den wollen Henning Ruwe und Martin Valenske auf gar keinen Fall mitmachen. Am Donnerstag, dem 14. November 2019, zeigen die beiden jungen Satiriker im Kleinen Theater Bargteheide ihr Kabarett zur Lage der Nation.

Amerika dreht am Rad, die Türken drehen das Rad zurück, Nordkoreas Besitzer Kim hat eins ab – und wir? Leben im “besten Deutschland aller Zeiten” (Stiftung Warentest: Es waren 48 Deutschländer im Test). Finanzkrise? Längst vergessen! Flüchtlinge? Alles Ärzte! Neue Schulden? Die schwarze Null steht wie ‘ne Eins! 

Die beiden Kabarettisten begeben sich auf eine etwas andere Reise durch Deutschland. Dabei entdecken sie die 30 schönsten Wanderwege durchs Hartz IV, spielen russisch Roulette in deutschen Altenheimen und genießen im sächsischen Freital zur Happy Hour einen Molotowcocktail. 

Ruwe und Valenske, seit 2015 ein Bühnen-Paar, legen den Finger in Wunden und salzen bei Bedarf ordentlich nach. Klassisches Kabarett trifft auf moderne Standup-Comedy. Mit Witz und Selbstironie gelingt es den beiden, scheinbar mühelos auch schwierige Themen auf die Bühne zu heben, wobei ihnen nichts heilig ist. Genug Übung hat das Duo, es gehört zu den jungen Ko-Autoren der Berliner „Distel“, dem vielleicht renommiertesten politischen Kabarett im Land. Für 2020 sind sie für den Reinheimer Satirelöwen 2020 nominiert.

RUWE & VALENSKE “Wir haben genug”, Donnerstag, 14. November, 20 Uhr, im Kleinen Theater in Bargteheide. Eintritt 22 Euro (ermäßigt 20 Euro). Tickets können online gebucht werden: www.kleines-theater-bargteheide.de.

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Bad Oldesloe

Oper im KuB: So komisch ist „Die schöne Helena“

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Bad Oldesloe – Bei der Generalprobe müssen sich auch die Darsteller und Mitglieder des Musikensembles zusammenreißen, um nicht laut loszulachen: Mit der Oper „Die schöne Helena“ bringt die Musikhochschule Lübeck ein urkomisches Stück auf die Bühne ins Oldesloer KuB.

Schüler der Musikhochschule Lübeck zeigen im KuB “Die schöne Helena”

Im alten Griechenland geht es drunter und drüber. Der Prinz von Troja will Helena, die schönste Frau der Welt, zur Frau nehmen. Die Liebes-Göttin Venus hat sie ihm als Belohnung für eine Gefälligkeit versprochen – freilich ohne das vorher mit der verheirateten Helena abzusprechen. So beschwert sie sich bei Kalchas, dem trojanischen Seher und Überbringer der zunächst betrüblichen Nachricht, bei einer Flasche Uzo. Schließlich ergibt sich Helena ihrem Schicksal – denn so schlecht sieht Prinz Paris, der zunächst in Hirtenkostüm und in Begleitung seiner buckelnden Mutter in Erscheinung tritt, dann auch nicht aus.

Regisseur Dominik Wilgenbus, der das Stück nach dem französischen Original von Jacques Offenbach geschrieben hat, ist eine kurzweilige Umsetzung der Parodie auf die griechischen Mythen gelungen. Lachen ist hier ausdrücklich erlaubt und erwünscht. Schon im Offenbach’schen Original sind die sonst so heroischen Vorbilder der großen Oper brillant überzeichnet. Die großen Helden der Mythologie werden fast ausschließlich als dümmliche Idioten dargestellt. Eine Oper wie ein Monty Python-Film.

„Unterhaltung wird allzu oft mit Anspruchslosigkeit in Verbindung gebracht aber das, was wir hier machen, ist keineswegs leicht und seicht“, sagt der freischaffende Musiktheater- und Schauspielregisseur. Das ist eine der ersten Lektionen, die er seinen Schülern beibringt.

Seine Schüler, das sind 14 Gesangssolistinnen und -solisten der Musikhochschule Lübeck. Alle werden bei den drei Aufführungen in Bad Oldesloe zu sehen sein.

„Das Stück beinhaltet für das gesamte Ensemble Gesang, Dialog und Choreographie in enger Abfolge“, sagt Wilgenbus. Daran lasse sich das darstellerische Handwerk vielfältig trainieren.

Denn Komik lässt sich lernen, wie der Regisseur sagt – und das Spiel im KuB belegt: „Rhythmus, Tempo und das Setzen der richtigen Pausen ist für glaubhafte Komik sehr wichtig. Das müssen meine Schüler lernen.“

Dominik Wilgenbus arbeitet daher mit möglichst wenig Ablenkung und verzichtet auf ein opulentes Bühnenbild, die Kostüme wirken improvisiert, der Parodie aber durchaus angemessen. Auf nahezu leerer Bühne lässt der Regisseur die Studierenden durch ihr vokales und körperliches Spiel alle für die Handlung erforderlichen Räume und Stimmungen gemeinsam erschaffen. Wie das bei Satire so ist, geht es dabei nicht nur um den kurzen Lacher. Mit scharfem Witz entlarvt Wilgenbus und seine Opern-Truppe die Doppelbödigkeit sexueller und politischer Macht in einer Welt der Schieflage. Eine Kritik, die wohl auch 3000 Jahre nach Troja nichts von ihrer Relevanz verloren hat.

„Sonst steht die griechische Mythologie eher auf einem hohen Podest, die schöne Helena entzaubert das alles. Es ist eine Hallodri-Geschichte“, sagt KuB-Managerin Inken Kautter. Sie freue sich sehr darüber, dass die Musikhochschule diese Oper gewählt habe: „Es ist ein populäres Stück, kurzweilig und eingängig für das Publikum.“

Das Stück dauert zweieinhalb Stunden, die Aufführung ist Teil der Kooperation zwischen Kultur- und Bildungszentrum und der Musikhochschule. In der Reihe „Junges Musiktheater“ stellen Studierende aus Lübeck regelmäßig Opern-Produktionen und Musiktheater in unterschiedlichen Besetzungen vor.

Die Schöne Helena, Premiere am Freitag, 21. Februar, 20 Uhr im KuB (Beer-Yaacov-Weg 1). Weitere Aufführungen: Sonnabend, 22.2., 20 Uhr, und Sonntag, 23.2., 17 Uhr. Eintritt: 20,50 Euro (Abendkasse) und 18,50 Euro im Vorverkauf. Tickets unter www.kub-badoldesloe.de und in der KuB-Stadtinfo.

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Kultur

Gong-Konzert in der Kirche in Eichede

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Eichede – Die Klänge wie aus einer anderen Welt – überirdisch und dennoch so berührend. Die Klänge eines Gongs sind anders – und erfüllen bei einem besonderen Konzert die Kirche in Eichede.

Gongmeister Peter Heeren. Foto: HJWeiss – Brelingen

Sie erfüllen nicht nur den Raum, in dem der Gong gespielt wird. Sie erfüllen die Menschen, die ihnen lauschen, denn Gongvibrationen im Besonderen lassen uns den Klang nicht nur hören, sondern auch taktil wahrnehmen. Der Klang ist auf der Hautoberfläche zu spüren, wir hören sozusagen auch mit den Poren. Der Gong kann als einziges Instrument das gesamte Frequenzspektrum entfalten und damit eine ebenso große Fülle an Obertönen. Als Idiophon (Selbstklinger) hat er einen sehr langen Nachhall. Seine Resonanzen überlagern sich in wechselnden Klanggebilden und Klangräumen laufend neu. Klang wird so als Form und Raumgebilde fühl- und spürbar. Er gestaltet sich über die Klangfarbe wie ein skulpturales Material – es ist formbar. In den Gongkompositionen von Lisa Bazelaire entfalten und verbinden sich die reichen klanglichen Facetten des Gongs zu Übergeordnetem.

Peter Heeren beschäftigt sich seit 2000 mit Gongs und ihren Klangwirkungen. Für ihn war die Begegnung mit Gongs in einem Oratorium von Elgar ein Schlüsselerlebnis. Er hat Kirchenmusik, Konzertreife und Komposition in Lübeck und Hamburg studiert und ist mehrfacher Preisträger für sein Orgelspiel und seine Kompositionen. Das im Kompositionsstudium erworbene Wissen um Struktur und Dramaturgie macht er sich bei der Interpretation der Werke zunutze und vermittelt es unmittelbar an das Publikum. Von seinen Kompositionen ragt das Ballett „Der Kredit“ für Tonband hervor, das auf der EXPO 2000 mehrere Male im Christus-Pavillon mit Giora Feidmann aufgeführt worden ist. Er ist Kirchenmusiker der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Marne.

Peter Heeren hat Gongkonzerte im In- und Ausland, darunter in vielen Kirchen, gespielt. Die meisten seiner 20 Gongs sind von dem renommierten Gongbauer Rolf Nitsch in höchster Qualität handgearbeitet worden. Zudem besitzt er Gongs von der Firma Paiste, Olli Hess und von Broder Oetken. Von Gongbauer Martin Bläse erklingt ein Gong aus Titan.

Eintritt, Vorverkauf 10 Euro, Abendkasse 12 Euro. Tickets im Kirchenbüro Eichede, Kirchenstrasse 10, Tel. 045346-11

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Kultur

Rosenmontag im Kleinen Theater: Die Schmidtparade kommt

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Bargteheide – Das Schmidt Theater von der Reeperbahn rockt am Rosenmontag das Kleine Theater Bargteheide – mit Corny Littmann persönlich!

Gern kostümiert kommen: Die Schmidtparade im Kleinen Theater am Rosenmontag. Foto: Oliver Fantitisch

Schlaghosen rauslegen, Blümchen-Minis aufbügeln, Vokuhila-Perücken auftoupieren: Am Rosenmontag, dem 24. Februar, geht’s im Kleinen Theater Bargteheide mit einer rasanten Schlagersause ab in die 70er und 80 Jahre. Und wer könnte diese Hits besser präsentieren als der Chef des Hamburger Schmidt Theaters.

Mit augenzwinkerndem Charme und viel Ironie kitzelt das von Corny Littmann lustvoll in Szene gesetzte Stimmungsbild das Lebensgefühl jener Jahre wach.

Auf den Plätzen im Kleinen Theater wird es wie im vorigen Jahr sicher niemand halten, wenn zu den Super-Sahneschlagern aus den Schmidt-Erfolgsproduktionen „Sixty Sixty“, „Karamba!“ und „Das Beste aus den 80ern!“ die Party-Stimmung hochkocht.

Das Vergnügen der fetzigen Revue ist neben dem Kreativteam um Mirko Bott und Martin Lingnau auch dem tänzerisch und musikalisch perfekt aufeinander eingespielten Ensemble zu verdanken. Es wird in herrlich schrägen Nummern die Schlagersternchen und Showmaster von einst auf die Bargteheider Bühne zurückholen.

Schmidtparade, Rosenmontag, 24. Februar, 20 Uhr. Karten im Vorverkauf 31 Euro, ermäßigt 29 Euro. Tickets können online gebucht und selbst ausgedruckt werden unter www.kleines-theater-bargteheide.de.

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