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Bad Oldesloe

Erstes Stormarner Hospiz: Nur noch ein paar Monate bis zur Eröffnung

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Bad Oldesloe – Noch dominiert im Oldesloer Hospiz der Beton, die Fenster sind vernagelt, Arbeiter verlegen die letzten Stromkabel und Wasserleitungen.

Bis Frühjahr 2020 soll aus dem Rohbau ein Ort der Einkehr und Begegnung entstanden sein. Für Menschen, die dem Tode nahe sind. Und für deren Angehörige. Viele Menschen werden auf dem Gelände am Sandkamp sterben. Doch es soll kein trauriger Ort werden.

Bauherrin Sabine Tiedtke (rechts) mit Enkelin Zoe und Katja Balkenhol vom Vorstand des Förderverein Lebensweg in der Eingangshalle des Oldesloer Hospiz

Auf dem Außengelände will der Lebensweg-Verein Therapie-Alpakas halten und einen ausgemusterten S-Bahn-Waggon für Projekte mit Jugendlichen aufstellen.

Sabine Tiedtke vom Lebensweg-Verein steht in einem der kahlen Flure: „Es ist für mich noch immer total unwirklich“, sagt sie, während ihre Vision durch die Hände der Mitarbeiter der beauftragten Baufirmen Schritt für Schritt Wirklichkeit wird.

Zum ersten Mal führt sie Journalisten über die Baustelle. Über das großzügige Außengelände, durch die etwa fünf Meter hohe Eingangshalle und den ebenso ausladenden Ess- und Aufenthaltsbereich.

„Das Herzstück des Hospiz“, wie sie sagt. Es geht weiter durch die Küche, die Büros, die zwölf Zimmer der künftigen Bewohner. Noch liegen überall freie Kabel, an vielen Wänden fehlt der Putz. Eine Heizung gibt es noch nicht. Baustrahler beleuchten die Gänge, die einem Labyrinth gleichen. Eine Treppe führt hinauf in den Gruppenraum und aufs Dach, von dem aus man einen Blick über das Gewerbegebiet und ins Grüne hat. Eine Dachterrasse soll hier gebaut werden. 3,5 Millionen Euro wird das Anwesen wert sein.

Sabine Tiedtke ist die Erschafferin des stationären Stormarner Hospiz, das gerade am Stadtrand von Bad Oldesloe gebaut wird.

„Ich kann mich noch immer an den Zeitpunkt der ersten Idee erinnern“, sagt sie. Das war vor sechs Jahren. Damals gründete die Oldesloerin den Lebensweg-Verein, scharte Mitstreiter um sich, warb um Spenden. Aus der anfangs 26 Mitglieder kleinen Gruppe sind mittlerweile 320 Menschen geworden, die sich für das Projekt einsetzen. Ein Wunder sei es, sagt Tiedtke, dass sie so weit gekommen seien.

So richtig real wird es wohl erst werden, wenn in ein paar Monaten die letzten Wände verputzt und die großen Fenster in der Eingangshalle eingesetzt sind, das eigene Blockheizkraftwerk Wärme liefert und die 40 Angestellten anfangen, die Bewohner des neuen Hauses zu versorgen. Im März soll das Hospiz schlüsselfertig übergeben werden und einen Monat später in Betrieb gehen.

Bauherrin Sabine Tiedtke zeigt ihrer Enkelin Zoe den Gemeinschaftsraum des Oldesloer Hospiz

Sabine Tiedtke hat ihre Enkelin Zoe mitgebracht. Sie zeigt der 8-Jährigen, womit sich ihre Großmutter in ihrer Freizeit beschäftigt: Welche Fußböden sollen in welchen Räumen verlegt werden? Was für ein Baum wird einmal den Vorplatz zieren? Bald wird sie Gespräche mit potenziellen Mitarbeitern führen. Pflegekräfte, Hausmeister, sozialer Dienst.

Erste Bewerbungen sind schon eingegangen. Sogar Anfragen für Praktikumsplätze gibt es schon. Die kommen aus dem ganzen Bundesgebiet.

Während es vor einigen Monaten noch um das große Ganze ging, beschäftigen sich die Gedanken von Sabine Tiedtke mittlerweile mit den Details.

Einer dieser Akzente ist ein S-Bahn-Waggon, der künftig etwas abseits auf einem der stillgelegten Bahngleise stehen wird. Anfang der Woche ist das Gestell geliefert worden. Der Waggon wird in der voraussichtlich in der zweiten Novemberhälfte mit einem Schwertransport folgen. Der Lebensweg-Verein wird für das ungewöhnliche Nebengebäude aus Blech und Stahl nichts bezahlen müssen.

„Es ist eine Spende der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft“, sagt Thomas Hemsing. Der Ehrenamtler kam auf die Idee mit dem Eisenbahnwagen und fragte bei den Eisenbahnfreunden in Neumünster nach. „Die haben mir den Kontakt vermittelt und bei der NEG hatten sie gleich diesen Wagen für uns.“

Nur für den Transport wird der Lebensweg-Verein rund 5000 Euro zahlen müssen. Wie alles andere, das auf dem Gelände am Sandkamp zu finden ist, wird auch dieses Teilprojekt mit Spenden finanziert. 160.000 Euro benötigt der Lebensweg-Verein pro Jahr, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Die Bewohner sollen nichts zahlen müssen. Für sie ist die letzte Station auf Erden kostenlos. 95 Prozent der Kosten übernehmen die Kranken- und Pflegekassen. Die restlichen fünf Prozent trägt der Verein.

Die ersten drei Bewohner des Hospiz werden Cremchen, Enno und Bernd sein. Nicht, weil sie krank wären oder sterben müssten. Es sind drei Alpakas. Sie sind zwischen zwei und drei Jahren alt, wie Katja Balkenhol vom Vorstand des Lebensweg-Fördervereins sagt:

„Das ist ein therapeutischer Ansatz. Bewohner oder Angehörige können mit den Tieren spazieren gehen.“

Das Stormarner Hospiz ist Teil eines Netzes, das gerade in Norddeutschland entsteht. In Schleswig-Holstein befinden sich derzeit sechs Hospize im Bau. In zwei Jahren, so glaubt Sabine Tiedtke, wird sich ihre Zahl mehr als verdoppelt haben. In Bad Oldesloe will der Lebensweg-Verein mit dem Haus auch einen Ort für eine Vernetzung der verschiedenen Palliativ-Organisationen schaffen. Sowohl in der Kreisstadt als auch in Ahrensburg gibt es bereits ambulante Freiwilligendienste, die Sterbende zu Hause begleiten. Im Gruppenraum des Oldesloer Hospiz könnten beispielsweise Fortbildungen oder andere Veranstaltungen organisiert werden. Das Ziel: Eine lebendige Gemeinschaft bilden.

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Bad Oldesloe

Autofahrer will sich auf A1 Zollkontrolle entziehen: Festnahme

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Bad Oldesloe – Ein Autofahrer hat sich auf der A1 einer Polizeikontrolle entzogen. Ein Streifenwagen konnte das Fahrzeug jedoch stoppen. Während der Flucht gefährdete der Mercedesfahrer mehrere Verkehrsteilnehmer.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Der Vorfall ereignete sich am 19. November gegen 16.40 Uhr auf der A1 in Höhe des Rastplatzes Buddikate.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand sollte ein grauer Mercedes A-Klasse auf dem Rastplatz Buddikate durch Zollbeamte kontrolliert werden.

Der Fahrer beschleunigte kurz vor Buddikate jedoch stark und versuchte sich so der Kontrolle zu entziehen.

Bei der anschließenden Verfolgung, die bis auf die BAB 21 ging, soll er dabei mehrfach unvorhersehbar und unangekündigt die Fahrstreifen gewechselt haben und mindestens ein Verkehrsteilnehmer konnte einen Unfall nur mit einer Gefahrbremsung verhindern. Der Fahrzeugführer konnte dann auf dem Parkplatz Rehbrook durch die eingesetzten Beamten festgenommen werden.

Das Polizei-Autobahnrevier Bad Oldesloe hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung aufgenommen und sucht nun nach Zeugen bzw. Verkehrsteilnehmern, die durch den Mercedesfahrer gefährdet wurden.

Zeugen und mögliche Geschädigte melden sich bitte beim Polizei-Autobahnrevier in Bad Oldesloe unter der Telefonnummer 04531/17060.

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Bad Oldesloe

Abgeordneter Claussen (CDU) spricht in Bad Oldesloe über zwei Jahre Jamaika

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Bad Oldesloe – Am Donnerstagabend wird der Landtagsabgeordnete Claus-Christian Claussen (CDU) die Weinwelt in Bad Oldesloe besuchen und dort eine Zwei-Jahres-Bilanz der Jamaika-Koalition ziehen.

Foto: Finn Fischer

Dabei spricht Claussen mit Fraktionsmitgliedern der CDU in Bad Oldesloe auch über den „Fahrplan der nächsten Jahre“. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt die stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Dr. Janine Rausch.

Das Treffen (Donnerstag, 19 Uhr, Weinwelt 27, Hindenburgstraße 27, Bad Oldesloe) ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.

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Bad Oldesloe

Seefeld: Seegemeinschaft fischt erfolgreich ab

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Der See der Seefelder Seegemeinschaft Foto: SL

Bad Oldesloe/Seefeld – Nachdem im Vorjahr das traditionelle Abfischen der Seegemeinschaft im Bad Oldesloer Ortsteil Seefeld ausfallen musste, konnte es am vergangenen Wochenende stattfinden.

Trotz kühler Spätherbsttemperaturen und Regengüssen wurde aus dem Abfischen wieder ein kleines Dorffest.

Abfischen in Seefeld Foto: SL

Neben dem direkten Verkauf der frisch abgefischten Karpfen konnte auch frisch gebackenes Brot gekauft werden. Dieses ist eine weitere Besonderheit dieses Tages. Denn dieses gibt es nur am Tag des Karpfenabfischens.

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