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Bad Oldesloe

Hobbyforscher können ab sofort Stormarner Geschichte schreiben

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Bad Oldesloe – Mehr als 200.000 digitalisierte Unterlagen stellt das Kreisarchiv Stormarn online zur Verfügung. Doch vor allem viele der Fotos lassen sich schwer zuordnen. Jetzt hoffen die Archivmitarbeiter auf Hilfe aus der Bevölkerung.

Sarah Walter zeigt wo Sie das Formular zum Einreichen Ihrer Informationen finden.

Unter den Daten sind klassische Verwaltungsunterlagen, wie Urkunden, Akten, Bände und Karten. Den Großteil des digitalisierten Archivguts nehmen aber die Fotosammlungen ein, denn im Kreisarchiv liegen viele Nachlässe von Journalisten und Hobbyfotografen.

Diese Fotosammlungen bereiten den Archivaren sowie den Historikern manchmal Kopfzerbrechen, da sehr viel Zeit in die Recherche nach den Informationen, wer, wann was gemacht hat, gesteckt wird und die Recherche nicht immer erfolgreich ist. Doch ohne dieses Wissen kann keine Erschließung stattfinden und ohne Erschließung sind die Fotos bei einer Suche in so einer großen Menge nicht auffindbar.

Zurzeit fehlen für mehr 46.000 Fotos die Infos.

Das Team des Kreisarchivs möchte dies gerne ändern und ruft daher alle Interessierten zur Mitarbeit auf.

Das Archiv ist auch online einsehbar. Wer dort stöbert und ein Gebäude, eine Straße, ein Fest, Veranstaltung oder Person wiedererkennt, kann den Link „Wissen teilen“ unter dem jeweiligen Foto nutzen und etwas zu dem Bild schreiben. Dabei müssen die Informationen nicht vollständig sein.

Auf der Webseite www.kreisarchiv-stormarn.de/wissenteilenwird das Projekt beschrieben und von dort gelangen Besucher direkt zu den unerschlossenen Archivalien.

Fragen zum Projekt beantwortet Sarah Walter (per Mail: wissen@kreisarchiv-stormarn.de oder telefonisch 04531/160-1825).

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Bad Oldesloe

Gewerbegebiet Süd-Ost: Zweites Zentrallager sorgt für Kritik

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Bad Oldesloe – Die Asklepios Klinken bauen in Bad Oldesloe ihr bundesweit größtes Zentrallager. Das sorgt nicht nur für “Jubelstürme”.

Bürgermeister Jörg Lembke zeigt den Standort auf der Karte. Foto: Fischer

Die Stadt hätte auf der Fläche lieber anderes Gewerbe gesehen.

Stadtvertreter und auch Bürgermeister Jörg Lembke hätten sich für das neue Gewerbegebiet Süd-Ost eine kompaktere Aufteilung gewünscht.

„Grundsätzlich ist es ja erst mal positiv zu sehen, dass Bad Oldesloe als Gewerbestandort so gefragt ist und auch die Tatsache, dass wir mit der Asklepios-Ansiedlung Hamburg ausgestochen haben, spricht für sich“, sagt Bürgermeister Jörg Lembke. Trotzdem löse der Bau eines zweiten Logistikers neben Amazon keine Jubelstürme aus.

Grund dafür ist die Sorge vor einem steigenden Verkehrsaufkommen und auch die Tatsache, dass im Verhältnis zur Grundfläche relativ wenig neue Jobs geschaffen werden.

Auch politisch wird das Projekt kritisch gesehen. Nur die FDP äußerte sich durchweg positiv zu der Ansiedlung. Die SPD sieht darin keinen Gewinn für Oldesloe, auch die CDU befürchtet mehr Verkehr durch die Logistiker und die FBO ist über “einen weiteren Schuhkarton”, der da im Gewerbegebiet entsteht, genervt.

Jörg Lembke hat bereits am Donnerstag angekündigt, bei künftigen Gewerbegebieten ausschließlich mit der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft zusammenarbeiten zu wollen. Dadurch verspricht sich die Stadt mehr Einflussmöglichkeiten.

Das im Gewerbegebiet Süd-Ost geplante Lager wird eine Grundfläche von 65.000 Quadratmetern haben.

Der Konzern will von Bad Oldesloe aus seine Kliniken im norddeutschen Raum versorgen. 130.000 Medizinprodukte und Büroartikel werden in den Hochregalen auf Abruf gelagert und an die Kliniken geliefert. 30 bis 40 Lastwagen werden das vollautomatisierte Lager ab 2021 Tag für Tag anfahren.

Laut Unternehmensangaben werden an dem neuen Standort rund 70 Menschen arbeiten, 50 der Stellen sollen neu besetzt werden, die 20 restlichen voraussichtlich mit bereits im Unternehmen tätigen Angestellten besetzt.

Zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen, wie durch der Amazon-Ansiedlung befürchtet, soll es durch das Asklepios-Lager nicht kommen.

Die Lastwagen werden laut Unternehmensangaben das Gewerbegebiet überwiegend über die anliegende Autobahn anfahren.

Das entsprechende Grundstück wurde von Asklepios gekauft, voraussichtlicher Baubeginn wird in der zweiten Jahreshälfte 2020 sein. Das Zentrallager wird vollautomatisiert und eines der modernsten seiner Art überhaupt werden. Die voraussichtliche Inbetriebnahme wird im zweiten Halbjahr 2021 erfolgen.

Asklepios investiert rund 50 Millionen Euro.

„Ich freue mich, dass wir hier einen hervorragenden Standort gefunden haben“, sagt Kai Hankeln, CEO der Asklepios Kliniken. „Lediglich die Abkopplung der Hamburger Kliniken ist ökonomisch nicht sinnvoll.

Der Konzern hätte gern die komplette Logistik inklusive der Belieferung der Hamburger Kliniken über Bad Oldesloe geregelt. Doch das will die Stadt Hamburg nicht, der 25,1 Prozent der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH gehören. Daher soll ein Teil des Lagers in der Hansestadt bleiben.

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Bad Oldesloe

“Tornado”: Polit-Kabarett mit Arnulf Rating im KuB

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Bad Oldesloe – Der Schnee von gestern kann die Lawine von morgen sein: Arnulf Rating fegt mit seinem aktuellen Kabarettprogramm „Tornado“ über die KuB-Bühne.

Foto: Popeye Ben Kriemann

Zum Lachen. Zum Weinen. Beklemmend. Befreiend. Arnulf Rating gilt als einer der wortgewaltigsten, originellsten und schlagfertigsten Politkabarettisten Deutschlands, der mit den wichtigsten Kabarettpreisen ausgezeichnet wurde. Mit seinem aktuellen Programm „Tornado“ gastiert er am Samstag, den 15. Februar um 20 Uhr im KuB. Arnulf Ratings aktuelles Kabarettprogramm „Tornado“ ist eine Reise in die Welt der Manipulation. Rating führt sein Publikum auf eine Exkursion in die digitalen und andere Welten. Er zeigt auf, welche Spinner an welchen Stellen unseres Weltbildes drehen. Mit guter Beobachtungsgabe, Scharfsinn und Sprachwitz filtert er aus dem Sprachmüll der Nachrichten-Meldungen die Rohstoffe heraus.

Rating ist ein Dinosaurier im positiven Sinne. Kein Quatschkopp, der irgendwie ein Abendprogramm zu füllen versucht. Die Worte sind sorgfältig gesetzt, jede Geste ist eingepasst, die Dramaturgie perfektioniert. Kritisch, bissig, wortgewaltig und schlagfertig – so kennt ihn das Publikum seit Jahrzehnten.

Arnulf Rating war Teil des 1977 gegründeten legendären Anarcho-Spaßguerilla-Theaters „Die 3 Tornados“ in Westberlin. Seither spielt er seine Solonummern oft im Kreise namhafter Kollegen. Rating wurde mit den wichtigsten Kabarettpreisen ausgezeichnet, zuletzt 2019 mit dem Bayrischen Kabarettpreis für sein Lebenswerk. Er ist aktuell wieder im ZDF-Format „Die Anstalt“ zu sehen. Aber vor Publikum aufzutreten, ist seine Leidenschaft. Die Gäste dürfen sich auf einen politisch unkorrekten Abend freuen.

Termin: Samstag, 15. Februar 2020, 20 Uhr Ort: KuB – Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe, KuB-Saal, Beer-Yaacov-Weg 1, 23843 Bad Oldesloe Eintritt: VVK: 23,50 € / 17,50 € (erm.), AK: 25,50 € / 19,50 € (erm.)

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Bad Oldesloe

Das nächste Großlager in Bad Oldesloe: Asklepios baut für 50 Millionen auf 65 000 Quadratmetern

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Ärztin bei der Arbeit im Krankenhaus Symbolfoto: Have a nice day photo/shutterstock

Bad Oldesloe – Eigentlich waren die Hoffnungen für das neue Gewerbegebiet an der A1 anders – große Lager mit starkem Verkehrsaufkommen waren es nicht, was der Lokalpolitik und der Verwaltung vorschwebten. Doch nach dem bereits bekannten großen Lager des Versandriesen Amazon bauen nun auch die Asklepios-Kliniken ein Zentrallager in der Kreisstadt.

“Die Asklepios Kliniken bauen in Bad Oldesloe ein neues, hochmodernes Zentrallager auf einer Fläche von 65.000 qm, die eigens dazu erworben wurde”, heißt es in einem Statement von Akslepios.

Das Lager soll vollautomatisiert alle Asklepios Kliniken außerhalb Hamburgs sowie andere Krankenhausketten, Einkaufgemeinschaften und einzelne Krankenhäuser und Rehakliniken versorgen.

“Zusätzlich werden von dort aus Heil- und Hilfsmittel rund um die Uhr für Patienten deutschlandweit für die Zeit nach ihren Krankenhausaufenthalten abrufbar sein”, heißt es.

Mit dem neuen Zentrallager wird Asklepios nach eigener Aussage die Versorgungssicherheit der angeschlossenen Kliniken und Einrichtungen stabil und auf hohem Niveau nachhaltig sicherstellen können.

“Bereits seit Jahren sucht Asklepios einen Standort für ein neues Zentrallager, da das bisherige in Hamburg viel zu klein für die Versorgung von Kliniken außerhalb Hamburgs ist und die Versorgung der Kliniken im Rest Deutschlands meist von Dienstleistern übernommen wird”, heißt es von offizieller Asklepios-Seite.

Die Hansestadt selbst konnte kein Grundstück zur Verfügung stellen, das der erforderlichen Größe für die Belieferung des Asklepios-Gesamtkonzerns entsprochen hätte.

Ein solches wollte Bad Bramstedt anbieten, aber dort erwies sich der von der Stadt vorgesehene Boden als nicht tragfähig, so dass der Klinikbetreiber davon Abstand nehmen musste.

Jetzt ist Bad Oldesloe als Standort gefunden, wo sich bereits eine Asklepios Klinik befindet. Das entsprechende Grundstück wurde von Asklepios gekauft, voraussichtlicher Baubeginn wird in der zweiten Jahreshälfte 2020 sein.

“Das Zentrallager wird vollautomatisiert und eines der modernsten seiner Art überhaupt werden. Die voraussichtliche Inbetriebnahme wird im zweiten Halbjahr 2021 erfolgen. Asklepios investiert rund 50 Mio. Euro in das neue Zentrallager”, so die Kliniken.
 
„Ich freue mich, dass wir hier einen hervorragenden Standort gefunden haben“, sagt Kai Hankeln, CEO der Asklepios Kliniken.

„Lediglich die Abkopplung der Hamburger Kliniken ist ökonomisch nicht sinnvoll. Wenn der Minderheitsgesellschafter in Hamburg aber eine eigenständige Hamburger Lösung für die Hamburger Asklepios Kliniken wünscht und die Mehraufwände dafür trägt, ist das auch ein Weg“, so Hankeln weiter.

Für den Mehraufwand, der den Hamburger Kliniken durch die Wirtschaftlichkeitsverluste im Vergleich zur Anbindung an das Großlager in Bad Oldesloe anfällt, ist ein Mehrkostenausgleich von drei Millionen Euro jährlich in der Diskussion. Hinzu kommen die Kosten für ein Grundstück und Fördermittel für den Neubau.
 
Das Zentrallager in Bad Oldesloe befindet sich in unmittelbarer Nähe der Autobahn und trägt zur Reduzierung von CO2-Emissionen und Lärmbelästigungen bei. „Wir wollen das Zentrallager besonders unter Nachhaltigkeitsaspekten errichten“, so Kai Hankeln.
 
Ab Mai 2020 gilt die Europäische Medizinprodukteverordnung (MDR – medical device regulation). Sie betrifft ca. 500.000 Medizinprodukte und wird alle Kliniken in Deutschland und Europa vor große Herausforderungen stellen, es drohen ein starker Kostenanstieg durch knappe Ressourcen und große Versorgungslücken.

“Asklepios wirkt dem mit dem neuen Zentrallager entgegen und versetzt das Unternehmen in die Lage, durch Internationalisierung des Einkaufs neue und bisher nicht verfügbare Beschaffungsmärkte zu erschließen. So können auch langfristig wichtige Wettbewerbsvorteile auf Grundlage der globalisierten Beschaffungen für die angeschlossenen Kliniken generiert werden”, heißt es in dem Statement.

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