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Ahrensburg

Kinderarmut: 7.108 Fähnchen vor dem Ahrensburger Schloss

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Ahrensburg – Immer noch lebt eine große Anzahl von Kindern und Jugendlichen im Kreis Stormarn in Armut und hat daher mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen, ihren Alltag zu meistern.

Aus diesem Grund setzt der Kinderschutzbund am Weltkindertag mit über 7.000 Fähnchen vor dem Ahrensburger Schloss wieder ein deutliches Zeichen gegen Kinderarmut.

Foto: DKSB

Mit der tatkräftigen Unterstützung von Schülerinnen und Schülern der Stormarnschule und der Beruflichen Schulen Ahrensburg werden 7.108 blaue Fähnchen in die Wiese vor das Ahrensburger Schloss gesteckt – stellvertretend für jedes arme Kind im Landkreis ein Fähnchen.

Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Anzahl der Kinder, die Hartz IV oder andere Sozialleistungen beziehen wieder nicht zurückgegangen. Stattdessen ist deren Anteil weiter um fast 1 Prozent gestiegen, legt man den gleitenden Jahresdurchschnittswert zugrunde. Eine Trendwende ist immer noch nicht erkennbar.

Es ist allerdings festzustellen, dass das Thema der armen Kinder langsam zu Veränderungen und Verbesserungen führt. Hier ist das neue Starke-Familien-Gesetz der Bundesregierung zu nennen, dass leichte Verbesserungen für Kinder armer Familien auf den Weg gebracht hat. Von den wichtigsten Änderungen zum Kinderzuschlag profitieren Familien mit kleinem Einkommen, für Haushalte im Hartz IV-Bezug gibt es weniger positive Effekte.

Veränderungen gibt es beim sogenannten Bildungs- und Teilhabepaket (BuT), das allen Familien mit wenig Geld nützt: Schulkinder erhalten zukünftig 150 Euro anstatt 100 Euro jährlich für Schulmaterial, Ranzen, Taschenrechner, Sportzeug etc. Nach eigenen Erhebungen geben Eltern allerdings in der Regel mindestens 400 Euro im Jahr für Schulsachen aus, in Einzelfällen sogar noch deutlich mehr. Ein warmes Mittagessen gibt es ab sofort ohne Zuzahlung und auch die Beförderung zur Schule ist ab sofort für Kinder mit Anspruch kostenfrei. Für die außerschulische Bildung stehen jetzt 15 Euro pro Monat statt bislang 10 Euro zur Verfügung.

„Wir freuen uns, dass sich in der Bundesregierung etwas bewegt und einzelne Maßnahmen, die armen Kindern zugutekommen, bereits umgesetzt wurden,“ so Birgitt Zabel, Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Stormarn, „doch wir müssen auch zur Kenntnis nehmen, das die Leistungen für Schulsachen und die Unterstützung für den Besuch von Musikkursen und Sportvereinen seit 10 Jahren nicht erhöht wurden. Gleichzeitig haben nur 17 % der berechtigten Kinder im Kreis Stormarn z.B. diese Kurse oder Sportvereine genutzt oder nutzen können. Vielerorts stehen die gar nicht zur Verfügung. Das ist viel zu wenig! Hier müssen Lösungen gefunden werden, um möglichst vielen Kindern die Unterstützung zu gewähren, die ihnen zusteht.“

Unter dem Strich können aber auch die aktuellen Erhöhungen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ohnehin breite Schere zwischen den Haushaltseinkommen der ärmsten und reichsten Familien weiter auseinander gehen. Laut einer Studie der Forschungsstelle des Paritätischen Gesamtverbandes haben arme Familien real heute weniger Geld zur Verfügung als noch vor 10 Jahren, um ihren Kindern mehr als das physisch Notwendige zu finanzieren.

Dazu Ingo Loeding, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes: „Kinder aus einkommensschwachen Familien sind von echter sozialer und kultureller Teilhabe weit entfernt. Durch die jahrelange Deckelung und sogar Verringerung ihrer Leistungen sind sie wirtschaftlich noch schlechter gestellt als zuvor. Eine wirkliche Verbesserung ist nur von einer Kindergrundsicherung zu erwarten, welche die Kinder endlich aus dem Hartz-IV-System herausholen würde. Die wenigen Verbesserungen der Bundesregierung sind nur erster Schritt, die Kluft wieder etwas mehr zu schließen.“

„Wir fordern“, so Ingo Loeding, dass „Kindern aus ärmeren Familien die gleichen Chancen auf Teilhabe erhalten wie Kinder aus Familien mit einem höheren Einkommen“.

Auch die Städte und Gemeinden im Kreis Stormarn können etwas gegen Kinderarmut tun und die Teilhabe fördern, z.B. dadurch, dass sie Freizeit-, Sport- oder Musikangebote wirklich kostenfrei zur Verfügung stellen. Auch der Eintritt in ein Schwimmbad und das Ferienprogramm für Kinder, die nicht in den Urlaub fahren, sollte grundsätzlich kostenfrei sein. Der Kinderschutzbund beteiligt sich gern an ernstgemeinten Diskussionsrunden und Sitzungen, um Impulse und Beispiele zu geben, wie Kommunen vor Ort kinderfreundlicher werden können und insbesondere die Bedürfnisse von armen Kindern in ihre Überlegungen einbeziehen können.

„Um Kinder und Jugendliche aus armen Familien wieder stärken ins Zentrum unserer Gesellschaft zu rücken, braucht es die Anstrengung von vielen Stellen und Menschen“, so Birgitt Zabel, „öffentliche Institutionen, Schulen und Kindergärten, Vereine und Privatpersonen. Wir vom Kinderschutzbund werden auch weiterhin mit unserem spendenfinanzierten Familienhilfe-Notfonds bereitstehen, um Kinder und Jugendliche in einer finanziellen Notsituation zu unterstützen. Das waren im letzten Jahr über 56.000 Euro für Einzelhilfen und Patenschaften für Kinder und Familien. Wir haben dadurch mehr als 1.400 Kinder erreichen können.“

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Ahrensburg

Ahrensburg: Radfahrer entreißt Passantin die Einkaufstasche

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Ahrensburg – Ein Radfahrer hat einer Frau in Ahrensburg im Vorbeifahren ihre Einkaufstasche entrissen.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Zu dem Raub kam es am Mittwoch, 4. Dezember, gegen 17.45 Uhr in der Straße Reeshoop.

Eine 63-jährige Frau aus Ahrensburg ging auf dem Gehweg der Straße Reeshoop in Richtung des Schwimmbades Badlantic. Auf Höhe der Hausnummer 30 kam plötzlich ein Radfahrer “von hinten” und entriss fahrender Weise der Frau eine ihrer Einkaufstaschen. Der Täter ist dann nach dem Raub mit seinem Fahrrad unerkannt in Richtung “Am Alten Markt” geflüchtet.

Die Ahrensburgerin beschreibt den Täter wie folgt: männlich, schlanke Figur, dunkel gekleidet, dunkle Pudelmütze. Er fuhr ein dunkles Herrenrad.

Zeugen gesucht. Wer kann Angaben zur Tat oder dem Täter machen? Wem ist ein Fahrradfahrer aufgefallen, auf den die Beschreibung zutrifft? Zeugenhinweise bitte an die Kriminalpolizei in Ahrensburg unter der Telefonnummer 04102/809-0.

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Bad Oldesloe

Kinderschutzbund: Mit Weihnachtskarten Gutes tun

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Foto: Junker/DKSB Stormarn/hfr

Bad Oldesloe/Ahrensburg/Bargteheide – Auch in diesem Jahr bietet der Kinderschutzbund in Stormarn wieder zwei Weihnachtskarten-Motive an, mit denen Käufer gleichzeitig Gutes tun können.

Jedes verkaufte Exemplar unterstützt den Familienhilfe-Notfonds, mit dem der Kinderschutzbund armen Familien im Kreis in finanziellen Notsituationen beisteht.

Es gibt viele Anlässe, die das Budget einer Familie sprengen können: die Waschmaschine gibt den Geist auf, ein Kindergeburtstag muss ausgerichtet oder in der Schule muss ein Buch gekauft werden. Der Erlös der Karten ermöglicht es dem Kinderschutzbund, diese Familien unbürokratisch und schnell zu unterstützen.

Die Karten kosten pro Stück 1,50 Euro inklusive Briefumschlag, davon geht 1 Euro direkt an den Familienhilfe-Notfonds. Beide Karten sind von Kindern in den Kinderhäusern Blauer Elefant gestaltet worden.

In folgenden Geschäften sind die Karten ab sofort exklusiv erhältlich:

Ahrensburg

  • Buchhandlung Stojan, Hagener Allee 3a
  • Schloss-Apotheke, Große Straße 2

Bad Oldesloe

  • Spitzweg Apotheke, Schützenstraße 4
  • Buchhandlung Willfang, Hude 5

Bargteheide

  • Adler Apotheke, Rathausstraße 33
  • Coffee Lounge, Rathausstraße 24-26
  • Rathaus-Apotheke, Rathausstraße 11
  • Stadt-Apotheke, Jersbeker Straße 12

Geschäftliche und größere Bestellungen nimmt die Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes gerne entgegen, Telefon 04532-28 06 80.

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Schleswig-Holstein

Betrug und Diebstahl durch falsche Polizisten: Festnahme-Erfolg für das LKA

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Mannin Handschellen (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

Ahrensburg/Kiel/Bremen – Beamte der Ermittlungsgruppe “Recall” des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein (LKA) vollstreckten zwei Haftbefehle der Amtsgerichte Kiel und Ahrensburg und nahmen zwei 28 und 22-jährige Männer in Bremen fest.

Insgesamt wurden bei dem Einsatz, an dem insgesamt 44 Beamte des LKA Schleswig-Holstein und des Polizeipräsidiums Bremen beteiligt waren, die Wohnungen der beiden Männer sowie weiterer vier Tatverdächtiger durchsucht.

Den beiden Festgenommenen wird vorgeworfen, als Mitglieder einer Bande drei Geldabholungen bei lebensälteren Geschädigten in Kiel und Ahrensburg durch falsche Polizeibeamte organisiert und durchgeführt zu haben.

Die Täter erlangten dabei insgesamt 61.000 Euro. Den Geschädigten wurden in Telefonanrufen aus Callcentern in der Türkei Gefahren-Szenarien vorgetäuscht, wonach ihr Erspartes durch bevorstehende Einbrüche bzw. untreue Mitarbeiter von Geldinstituten bedroht sei.

Durch diese seit 2015 bekannte Masche werden vorwiegend ältere Menschen dazu gebracht, höhere Geldbeträge bei ihrer Bank abzuheben und es anschließend an der Haustür oder in der Nähe des Wohnortes einem vermeintlichen verdeckten Ermittler zu überlassen.

Einer der festgenommenen Männer soll die Abholungen auf Weisung anderer Bandenmitgliedern organisiert und das erbeutete Bargeld von den beauftragten Geldabholern in Empfang genommen zu haben.

Der Löwenanteil ist an die Hintermänner in der Türkei geflossen. Der zweite Festgenommene steht im Verdacht, in den Fällen als Geldabholer vor Ort agiert zu haben.

Den vier weiteren Tatverdächtigen wird vorgeworfen, u.a. als Fahrer bei den Geldabholungen beteiligt gewesen zu sein. Die beiden Festgenommenen wurden dem Amtsgericht Bremen vorgeführt. Dort wurden die Haftbefehle verkündet. Beide befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Bei den Durchsuchungen wurden diverse Beweismittel sichergestellt, die nunmehr kriminaltechnisch ausgewertet werden. Die größtenteils sehr aufwändigen Ermittlungen führten in jüngster Vergangenheit immer wieder zu Festnahmen von Logistikern und Abholern.

Teilweise konnten sogar hohe Bargeldbeträge sichergestellt werden, die bestimmen Geschädigten zuzuordnen waren. Es handelt sich überwiegend um Organisierte Kriminalität, die im deutschsprachigen Raum verübt wird.

Gegen eine Reihe von Tatverdächtigen in der Türkei bestehen internationale Haftbefehle diverser Justizbehörden.

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