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Bad Oldesloe

Das kleine Fest der Durschnittlichkeit

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Livemusik war vorhanden Foto: SL

Bad Oldesloe – Zwei Abende auf dem “Bier und Genussfest in Bad Oldesloe”: Irgendwer singt “Sweet Home Alabama” und die Zuschauer singen mit, irgendwer singt “Wonderwall”, der dritte Act, der das heute macht und irgendwer lässt das Publikum raten, von wem die Songs sind, die er gerade covert.

Niemand macht viel falsch, niemand fällt groß auf. Lebende, austauschbare Jukeboxen unterhalten ein Publikum mit Hits, die dieses kennt und das Publikum honoriert das, indem es nicht wegläuft, sondern noch ein Bier bestellt – die Rechnung geht auf.

Man hofft, dass niemand von denen auf der Bühne mal davon träumte, mit eigener Musik Erfolg zu haben und Menschen zu erreichen und nun auf einem Bierfest in der norddeutschen Provinz landete. Denn einige haben durchaus Talent, aber zu viel Eigenständigkeit würde hier nur stören.

Foto: SL

Es stimmte, was angekündigt wurde vor dem “Bier- und Genussfest” in Bad Oldesloe, dass die Musik nicht im Mittelpunkt stehen wird. Namen wurden zunächst von den Veranstaltern gar nicht genannt. Denn die Musik – so ehrlich war man von Anfang an – sei nur Beiwerk.

Dass sie leise sein werden und bei Gesprächen nicht “stören”, war im Vorfeld als Qualität der lebenden “Jukeboxen” hervorgehoben wurde – es stimmte lustigerweise nicht so ganz.

Die Menschen sitzen an Tischen, sie trinken Bier, sie konsumieren an den wenigen Foodständen ein wenig Essen und die Musik ist dazu da, sie ein wenig auf dem Platz zu halten. So ungefähr wie Party-Djs nur dass diese halt live spielen. Das Ganze ist eine Fest des Kommerzes , ansonsten erschließt sich der tiefere Sinn nicht.

Das einzige was an diesem Fest mit Bad Oldesloe zu tun hat, ist , dass am Freitagabend die nachgebuchte Oldesloer Sängerin Gabi Liedtke aufgetreten ist, die sich souverän durch ihr Repertoire spielte und “ablieferte”. Vor der Bühne war zu merken, dass es schlau ist, lokale Bands spielen zu lassen.

Das alles hat den Hauch eines leicht gehobenen Oktoberfests mit seichtem Pop-Rock statt Schlager und Volksmusik und ohne Zelt halt. Und wenn man schon einige Bier intus hat und vergessen, wo man ist, dann könnte man sich auch vorstellen, dass das hier in Wanne-Eickel , Paderborn, Castrop-Brauxel oder einem Dorf bei Bielelfeld stattfindet. “Bier- und Genussfest” – das ist so unverbindlich, das kann überall sein. Alles ist nett, aber unpersönlich.

Dass das Highlight ein Stand ist, der einem mittelalterlichen Handelsschiff nachempfunden ist, sagt schon viel über eine Veranstaltung aus.

Foto: Sl

Selbst bei den Gastronomen vermisst man das Lokalkolorit und auch eine gewisse Auswahl. Vor allem im Essensbereich fällt das Sortiment überschaubar aus. Und unter einem Bierfest hätte man sich dann doch eine größere Auswahl an Brauereien vorgestellt. Aber auch das ist nicht schlimm, es ist halt so. Es ist nett, es ist alles Durchschnitt. Es fühlt sich okay an, man rennt nicht schreiend weg und irgendwie ist es so total belanglos, dass es sogar zu egal ist, um sich darüber aufzuregen.

Im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags öffnen die Stände auf dem Oldesloer Marktplatz übrigens nochmal. Es wird sicherlich niemanden stören.

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Bad Oldesloe

21. Tombola für die Kinderkrebshilfe im Bürgerhaus

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Das Bürgerhaus in Bad Oldesloe. Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Am 15. Dezember findet zum nun schon 21. Mal eine große, ehrenamtlich von ehemaligen Fußballern und Fußballfunktionären aus dem Kreis organisierte Spenden-Tombola für die “Lübeckhilfe für krebskranke Kinder” im Bürgerhaus der Kreisstadt statt.

Die Ziele des Vereins, der die Spenden erhält, liegen:

• in der Verbesserung der psychosozialen
und medizinischen Situation krebskranker
Kinder und ihrer Familien
• im Ankauf von zusätzlichen Geräten für
die Behandlung krebskranker Kinder
• in der Unterstützung patientenbezogener
Forschungsvorhaben im Bereich der
pädiatrischen Onkologie.

Wie jedes Jahr gibt es attraktive Preise zu gewinnen, man kann gemütlich zusammensitzen, Glühwein, Kaffee oder Bier trinken, eine Wurst vom Grill oder einen Kuchen genießen und am Ende dient das alles dem guten Zweck.

In den ersten 20 Jahren konnte stolze 140 000 Euro gesammelt werden. 100 Prozent der Erlöse fließen in die Aktion.

Los geht es um am 15. Dezember um 15 Uhr im Oldesloer Bürgerhaus

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Bad Oldesloe

Heimatmuseum findet vergessenen Fossilien-Schatz auf Dachboden

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Bad Oldesloe – Das Oldesloer Heimatmuseum hat einen Schatz gefunden: Die „Kronjuwelen“ der Fossilien-Sammlung des Ahrensburger Hobby-Paläontologen Richard Wenck.

Versteckt unter Kartons entdeckte ein Mitarbeiter auf dem Dachboden acht Kisten mit seltenen Versteinerungen, darunter ein Tier mit dem Namen „Whitbyceras pingue“. Ein schneckenähnliches Wesen, das vor 180 Millionen Jahren im Urzeitmeer lebte.

Zur Sensation wird der Fund durch den Ort seiner Entdeckung. Richard Wenck stieß bei Ausgrabungen in Stormarn Mitte des 20. Jahrhundert auf die Versteinerung, die anschließend zwischen seinen anderen rund 2000 Artefakten in Vergessenheit geraten sein muss.

Diethelm Schark vom Oldesloer Heimatmuseum zeigt eines der spektakulären Stücke aus der Sammlung des Ahrensburger Hobby-Forschers Richard Wenck

„Es gibt in Deutschland nur vier dokumentierte Funde des Whitbyceras pingue“, sagt Diethelm Schark (Foto) vom Heimatmuseum. Eigentlich sei diese Art in wärmeren Gefilden beheimatet gewesen. So zumindest die bisherige wissenschaftliche Annahme.

Die neue Entdeckung belegt jetzt, dass die Tiere, bei denen es sich um entfernte Vorfahren der Tintenfische handelt, zumindest vereinzelt nach Mitteleuropa gelangten.

Nur vier dokumentierte Funde des schneckenähnlichen Urzeittieres mit dem sperrigen Namen “Whitbyiceras pingue” existieren in Norddeutschland

Neben dem Whitbyceras förderten die Museums-Mitarbeiter noch weitere Stücke aus den Kisten zutage. Unter anderem mehrere gut erhaltene und außerordentlich große Versteinerungen des „Eleganticeras Elegantulum“, ebenfalls ein urzeitlicher Verwandter des Tintenfischs – in Europa allerdings wesentlich häufiger zu finden.

Bemerkenswert sind die Umstände, unter denen das Team des Oldesloer Heimatmuseums auf die „Kronjuwelen“ stieß.

Seit einem halben Jahr zeigt das Museum in der Ausstellung „Lebensspuren im Stein“ den fossilen Nachlass von Wenck und ausgerechnet jetzt tauchten die acht Kisten auf. „Unser Mitarbeiter Andreas Ahne wollte eigentlich ein Werkzeug vom Dachboden holen und kam stattdessen mit einer der Kisten in der Hand wieder“, sagt Diethelm Schark. Ahne hatte sie geöffnet und gleich die Bedeutung seiner Fundes erkannt.

Warum die Kisten nicht zusammen mit der übrigen Sammlung aufbewahrt wurden, lässt sich nur erahnen. Der 2013 verstorbene frühere Museumsleiter Dr. Klaus-Christoph Baumgarten muss sie irgendwann beiseite geschafft haben, vermutet Diethelm Schark: „Vielleicht wollte er daraus irgendwann eine Ausstellung machen und war dann wegen seiner Krankheit nicht mehr dazu gekommen.“ Seit den 90er-Jahren ist das Heimatmuseum im Besitz Wenck-Sammlung. Mitte 2019 startete eine Ausstellung mit 150 der interessantesten Stücke. Für Schark ist es ein glücklicher Zufall, dass gerade jetzt die acht weiteren Fossilien-Kisten gefunden wurden:

„Wir sichten gerade den Inhalt und werden dann die Ausstellung ergänzen.“

In den vergangenen Monaten hatten immer wieder auch Wissenschaftler und Mitarbeiter anderer Museen mit dem Oldesloer Heimatmuseum Kontakt aufgenommen, um einige der Stücke zu begutachten. Bis Neujahr will das Heimatmuseum die „Kronjuwelen“ in die laufende Ausstellung aufnehmen, die noch bis Frühjahr 2020 zu sehen sein wird.

„Lebenspuren in Stein“ im Heimatmuseum, Königstraße 30, Bad Oldesloe. Öffnungszeiten: Freitag 14 bis 16 Uhr und Sonnabend von 10 bis 12 Uhr sowie nach Vereinbarung unter 04531/504180.

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Bad Oldesloe

Oldesloer Musikschule lädt zum Weihnachtskonzert

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Symbolfoto: Peeyarot / shutterstock

Bad Oldesloe – Am Sonnabend, 14.12., lädt die Musikschule für Stadt und Land in Bad Oldesloe unter dem Motto “Fröhliche Weihnacht überall” zum traditionellen Weihnachtskonzert in den KuB-Saal.

Schülerinnen und Schüler der Instrumental-,Gesangs- und Ballettklassen werden ihr Können auf der Bühne präsentieren. Neben Einzelauftritten sollen dieses Mal auch vermehrt Ensemble-Auftritte zu erleben sein.

Am Ende – auch das hat Tradition – werden dann noch gemeinsam bekannte Weihnachtslieder mit dem Publikum angestimmt. Für die Musikschule ist es zusätzlich der Konzertausklang des Jahres.

Los geht es im Saal des KuBs um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. Spenden sind aber herzlich willkommen.

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