Folge uns!

Kiel

Kinderrechte: Schleswig-Holstein und Kinderschutzbund setzen klare Zeichen

Veröffentlicht

am

Annabell Krämer, Heiner Gard und Irene Johns

Kiel – Im Beisein von Gastgeberin und Landtagsvizepräsidentin Annabell Krämer unterzeichnen am heutigen Weltkindertag (20.09.19), Irene Johns, Landesvorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes und Familienminister Heiner Garg die gemeinsame öffentliche Erklärung „Zeit für Kinderrechte“ im Kieler Landeshaus. Landtagspräsident Klaus Schlie hatte die Erklärung bereits im Vorfeld unterzeichnet.

Der Termin findet im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30jährigen Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention im Landeshaus statt.

„Kinderrechte sind endgültig im Herzen der Demokratie angekommen“, erklärt Landtagspräsident Klaus Schlie zur Unterzeichnung der Proklamation. Die Vizepräsidentin des Landtages Annabell Krämer betont, dass das Übereinkommen fast aller Staaten der Erde über die Rechte des Kindes, die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, ein Meilenstein in der Geschichte der Grundrechte gewesen sei. „Sie lebt heute aber davon, dass sie auch umgesetzt und mit Leben gefüllt wird. Genau das, Kinder zu fördern, zu schützen und zu beteiligen, haben wir uns hier in Schleswig-Holstein zum Ziel gesetzt.“

Familienminister Heiner Garg hebt hervor: „Wir nehmen in Schleswig-Holstein Kinderrechte ernst. Schon seit 2010 sind Kinderrechte in unserer Landesverfassung verankert. Ich setze mich dafür ein, dass Kinderrechte auch ins Grundgesetz kommen. Mit dem heutigen Bekenntnis stärken wir die Kinder im Land erneut. Dabei geht es mir auch darum, das Bewusstsein vieler Menschen für das Wohl von Kindern zu schärfen und das eigene Handeln daran auszurichten“. 

Der Deutsche Kinderschutzbund setzt sich als Mitglied des Aktionsbündnisses für Kinderrechte bereits seit 2007 für die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ein.

„Der heutige Tag hat Signalwirkung für die Kinderrechte im Norden mit einer Strahlkraft in die ganze Republik“, freut sich die Landesvorsitzende Irene Johns über die gemeinsame Unterzeichnung der Erklärung. „Schleswig-Holstein und Kinderschutzbund machen sich gemeinsam stark für die Rechte von Kindern. Die Kinderrechte müssen mit allen Beteiligungs-, Förder-, Schutzrechten und dem Vorrang des Kindeswohl dringend Verfassungsrealität werden“, fasst Johns die Forderungen zusammen.

Das klare Bekenntnis zu Kinderrechten findet auch bei den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen Kinder- und Jugendbeiräten der Kommunen sehr großen Zuspruch. „In Schleswig-Holstein ist es im Trend nicht über, sondern mit den jungen Menschen zu reden. Wir, die Initiative #LaWa_SH, begrüßen es sehr, dass sich unser Bundesland für die Rechte von Kindern einsetzt“, freut sich Gunnar Jensen als ein Vertreter der Kinder- und Jugendvertretungen über die Unterzeichnung.
Professor Jörg Maywald begrüßt als Sprecher der National Coalition Deutschland die Entwicklung in Schleswig-Holstein.

Im Anschluss an die Unterzeichnung der gemeinsamen öffentlichen Erklärung wird im Foyer des Kieler Landeshauses der Mobile Platz der Kinderrechte des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein enthüllt.

Schirmherren der DKSB SH – Aktion sind Landtagspräsident Klaus Schlie und Familienminister Heiner Garg. „Dies ist ein starkes Zeichen für die Rechte von Kindern. Nicht nur im Landeshaus, sondern zukünftig an weiteren Orten in Schleswig-Holstein“, so Minister Garg zur Enthüllung der transportablen Litfaßsäule.

Der mobile Platz der Kinderrechte wandert, unterstützt durch die Orts- und Kreisverbände des Kinderschutzbundes, ab Ende November vom Landtag aus durch die schleswig-holsteinischen Kommunen, um als temporäre Aktion z.B. in den Rathäusern zu wirken. Diese Aktion wird gefördert vom Sparkassen- und Giroverband Schleswig-Holstein.

Auch fest im Stadtbild verankerte Plätze der Kinderrechte gibt es auf Initiative des Kinderschutzbundes schon bundesweit. In Schleswig-Holstein wurde heute in Ratzeburg der dritte eröffnet. „Es ist nicht mehr zu übersehen: Wir in Schleswig-Holstein beziehen klar Position – Gemeinsam machen wir uns stark für die Rechte von Kindern!“, freut sich DKSB SH Landesvorsitzende Irene Johns.

Informiert bleiben und folgen! Facebook und Twitter

Schleswig-Holstein

Landesregierung: Freizeitparks, Freibäder und Co. können mit Auflagen öffnen. Gastro bis 23 Uhr

Veröffentlicht

am

Symbolfoto: Jill Wellington/Pixabay/hfr

Kiel – Die Landesregierung hat sich heute, 2.Juni, in Kiel auf weitere Lockerungen der Coronamaßnahmen verständigt. Das gültige, überarbeitete Regelwerk soll ab dem 8. Juni gelten. Manche Mitbürger freuen sich über die Lockerungen, andere sehen sie sehr skeptisch und hätten lieber noch ein wenig Vorsicht walten lassen.

“Mit der heutigen Einigung gehen wir einen weiteren Schritt auf dem Weg hin zu einer Logik, die jeden Einzelnen von uns weiter in die Pflicht nimmt. Jede und jeder von uns übernimmt durch die Einhaltung von Hygieneregeln Verantwortung für andere und sich selbst”, sagte Ministerpräsident Daniel Günther.

Zu den Lockerungen gehört die Erlaubnis zum Öffnen der Freizeitparks in Schleswig-Holstein sowie der Freibäder im Norden mit entsprechenden Konzepten der Betreiber über Abstandsgebote und Hygieneregeln. Auch Hallenbäder sollen grundsätzlich mit entsprechenden Konzepten und Auflagen wieder öffnen dürfen.

Auch Wellnessbereiche etwa in Hotels dürfen ihren Betrieb grundsätzlich mit entsprechenden Maßnahmen oder Einschränkungen, die bis Freitag erarbeitet werden, wiederaufnehmen.

Gastronomischen Betrieben, deren Öffnungszeiten bisher auf 22 Uhr beschränkt sind, dürfen von kommenden Woche an bis 23 Uhr geöffnet haben.

Weitere Erleichterungen werde es auch bei den Bestimmungen zu den Kontaktverboten geben. So seien Zusammenkünfte von bis zu zehn Personen sowohl im privaten wie im öffentlichen Raum wieder zulässig. Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum, die vor allem den ÖPNV sowie Einkäufe betrifft, bleibe bestehen.

“Die heute vereinbarten Lockerungsschritte betreffen Bereiche unseres Lebens, die uns in dieser Zeit ein Stück Normalität zurückbringen können”, sagte Günther. Die Landesregierung trage damit der Tatsache Rechnung, dass Schleswig-Holstein im Moment ein geringes Infektionsgeschehen erlebe. “Damit das so bleibt, appelliere ich an jeden Einzelnen, weiterhin wo immer möglich Abstand zu halten und Hygieneregeln trotz Lockerungen weiter einzuhalten.”

Weiterlesen

Kiel

FDP fordert schnellere Öffnung der deutsch-dänischen Grenze

Veröffentlicht

am

Kiel – Die Entscheidung der dänischen Regierung, die Grenze nach Deutschland ab dem 15. Juni für den Tourismus zu öffnen, bezeichnet die Landes-FDP als „positive Nachricht“ aber „ausbaufähig“.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

„Wir würden uns bei der Öffnung der EU-Binnengrenzen weiterhin mehr Tempo wünschen“, sagt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt. Da sei auch die Bundesregierung gefragt, deren Einsatz für das Schengen-Abkommen schon einmal deutlich leidenschaftlicher gewesen sei.

Der FDP geht es dabei nicht nur um den Sommerurlaub, sondern auch um den europäischen Gedanken, um das Zusammenleben in der Grenzregion und auch um die Erholung der europäischen Wirtschaft. Christopher Vogt: „Deutschland muss seine Grenzen zügig überall dort öffnen, wo das Infektionsgeschehen überschaubar ist. Was Richtung Westeuropa möglich ist, muss auch schnellstmöglich Richtung Nordeuropa umgesetzt werden.“

Weiterlesen

Polizei und Feuerwehr

Notorischer Schwarzfahrer erneut ohne Fahrkarte festgenommen: 40 Tage Haft

Veröffentlicht

am

Kiel – Nachdem ein Reisender auf der Fahrt von Flensburg nach Kiel einer Zugbegleiterin keine Fahrkarte vorlegen konnte, bat sie die Bundespolizei um Unterstützung.

Foto: Bundespolizei Hamburg/hfr

Bei der durchgeführten Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Mann schon mehrfach ohne Fahrschein mit der Bahn unterwegs war, da ein Haftbefehl gegen ihn vorlag.

Er wurde durch die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wegen Erschleichen von Leistungen zu einer Geldstrafe von 400 Euro oder ersatzweise 40 Tage Freiheitsstrafe verurteilt.

In den Diensträumen der Bundespolizei, am Kieler Hauptbahnhof, wurde ihm der Haftbefehl mit anschließender Belehrung eröffnet.

Da er die Geldstrafe nicht bezahlen wollte oder konnte, verbrachten Bundespolizisten ihn nun in die Justizvollzugsanstalt Neumünster – ganz umsonst.

Weiterlesen
Werbung

Unterstütze unsere Arbeit

Stormarlive.de lesen ist kostenlos. Aber ihr könnt uns freiwillig über Paypal unterstützen.

 

Werbung