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Bad Oldesloe

Vortrag: So gefährlich ist das Netzwerk der neuen Rechten

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Bad Oldesloe – Bei jahrelangen Recherchen ist der Investigativjournalist Christian Fuchs in Deutschland auf ein Netzwerk aus fast 150 neurechten Organisationen gestoßen. Fuchs stellt die Ergebnisse seiner Untersuchungen jetzt auch in Bad Oldesloe vor.

Foto: Stephan Pramme

Präsentiert wird der Vortrag vom Bündnis gegen Rechts und dem KuB, moderiert wird er vom regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein.

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ist ein neues und einflussreiches rechtes Netzwerk aus Stiftungen, Vereinen, Medien und Kampagnen in Deutschland herangewachsen. Seit Jahren spüren Christian Fuchs und Paul Middelhoff ihm nach: seinen öffentlichen Seiten und denen, die im Dunkeln liegen.

Sie sind durch Deutschland und Europa gereist und haben die wichtigsten Protagonisten der Szene getroffen.

Sie waren geheimen Spendern in der Schweiz auf der Spur und mit einem AfD-Politiker in Serbien unterwegs. Sie hatten Zutritt zum Haus der Identitären Bewegung, waren auf einem Festival der Guerilla-Aktivisten und trafen den Chef von Deutschlands erfolgreichster Hetzseite zum Gespräch in dessen Küche.

Während der Recherchen wurden sie bedroht, angelogen und gerieten in den Shitstorms einer rechten Trollarmee.

Der Report enthüllt das ganze Ausmaß des Milieus – seine ideologischen Grundlagen, seine führenden Köpfe, seine wichtigsten Publikationen und die geheimen Finanziers. Viele Verbindungen führen zur AfD, die zum Gravitationszentrum der Strömung geworden ist.

Die Autoren legen minutiös die Verbindungen zwischen alten und neuen Rechten, zwischen Rechtsextremen, ehemaligen Neonazis und AfD-Funktionären dar. Ihre Erkenntnisse sind alarmierend.

Das Buch zeigt das Netzwerk der Neuen Rechten als das, was es ist: gefährlich, engmaschig, dynamisch.

Eine kleine, grölende Parallelgesellschaft. Und von dieser Parallelgesellschaft aus wird versucht, die gesellschaftliche Mitte zu beeinflussen und den gesellschaftlichen Diskurs zu verschieben. “Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit Rechtsextremismus in Deutschland”, sagt Fuchs. “Aber die Angriffe, die ich als Journalist persönlich erhalte, waren noch nie so groß wie in den letzten zwei, drei Jahren, in denen ich mich intensiv mit der neuen Rechten beschäftigt habe. Dass versucht wird, mich als Person zu diskreditieren, diese Einschüchterungsversuche, das sind psychologische Mechanismen, um kritische Journalisten mundtot zu machen.”

“Netzwerk der neuen Rechten” am Freitag, 27. September, um 19 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) in Bad Oldesloe.

Tickets sind online auf www.kub-badoldesloe.de und in der Stadtinfo (04531/504-199) in Bad Oldesloe für 8,50 Euro (ermäßigt 6,50 Euro) erhältlich. Kurzentschlossene können auch an der Abendkasse im KuB ab einer Stunde vor Veranstaltungsbeginn Tickets erwerben.

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Bad Oldesloe

Polizei warnt vor Anrufen falscher Polizeibeamter in Stormarn

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Seniorenbetrug am Telefon Symbolfoto: Andrey_Popov / Shutterstock

Stormarn – Heute, am 14. November, erreichten die Polizei in Stormarn wieder diverse Meldungen von Personen, bei denen sich Anrufer als Polizeibeamte ausgegeben haben, um ihnen ihr Geld auf betrügerische Art und Weise abspenstig zu machen.

“Die Betrüger versuchen überwiegend älteren Menschen einzureden, dass ihr Vermögen durch festgenommene Einbrecher, bei denen ein Zettel mit ihrer Anschrift gefunden wurde, in Gefahr sei. Geschickt erfragen sie die Vermögensverhältnisse”, so Polizeisprecherin Rena Bretsch.

“Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an. Sind Sie sich unsicher, wählen Sie die Nummer 110. Benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, da Sie sonst möglicherweise wieder bei den Betrügern landen, sondern wählen Sie die Nummer selber. Des Weiteren finden Abfragen zu persönlichen Daten und/oder Vermögensangaben in der Regel nicht telefonisch statt”, so Bretsch weiter.

“Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse”, warnt die Polizeisprecherin.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang insbesondere Senioren darauf hin, sich nicht auf die Geschichten von vermeintlichen Polizeibeamten einzulassen”: Geben Sie kein Bargeld oder sonstige Wertgegenstände heraus. Informieren Sie außerdem Partner oder Verwandte über den Anruf. “Echte” Beamte verlangen keine persönliche Aushändigung.”

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: “Machbar” öffnet ihre Türen im städtischen Ladengeschäft

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Daniela Frackmann in ihrer neuen “Machbar” Foto: SL

Bad Oldesloe – Am Freitag, 15. November, öffnet in der Oldesloer Hindenburgstraße ein neues Geschäft. Nun mag man sagen, dass das alleine nicht unbedingt eine Nachricht ist, doch in diesem Fall ist es aus zwei Gründen anders. 1. Es ist ein Laden in einem Geschäft, das die Stadt direkt vermietet und das subventioniert wird 2. Das Angebot ist besonders und setzt auf Interaktivität und Selbermachen.

Eröffnet wird die “Machbar” als Ort für “Selbermacher” von Daniela Frackmann, die vielen Stormarnern als eine der beiden Mitarbeiterinnen der Kreiskulturabteilung bekannt ist. Doch diesen Job wird sie nicht weiterverfolgen und sich nun auf ihr kreatives “Do it yourself” Angebot konzentrieren. Vor genau einem Jahr eröffnete sie bereits in Ratzeburg eine “Machbar” und die lief sehr gut an. Jetzt folgt der Schritt in die Stormarner Kreisstadt.

Foto: SL

Das Geheimnis hinter dem Konzept: es gibt besondere, individuelle , handgemachte Dinge zu kaufen, von der Postkarte über Deko, Röcke bis hin zu Tüchern oder Tonprodukten. Kreative können Fächer anmieten und ihr Produkte anbieten. Doch das Angebot beinhaltet vor allem auch Workshops und Möglichkeiten, selbst aktiv mitzumachen. So kann man die “Machbar” in Zukunft für Weihnachtsfeiern oder Jungesellinnen-Abschiede buchen und an künstlerischen Workshops teilnehmen.

Foto: SL

Zwei Jahre lang wird die Miete durch die Stadt subventioniert. Frackmann will sich in dieser Zeit in der Fußgängerzone etablieren. Sie selbst glaubt an das Potenzial der Innenstadt und lobt auch das Engagement der Stadtverwaltung, die ihr sehr hilfreich unter die Arme gegriffen habe. “Ich kann über den Einsatz der Verwaltung für die Innenstadt und dieses Geschäft wirklich nur Gutes berichten”, sagt sie.

Foto: SL

In Gesprächen mit dem Wir-Verein und der Musikergemeinschaft Klngstdt versicherte sie sich Anfang des Jahres nochmal rück, bevor sie sich für die Bewerbung entschied. Im Endeffekt setzte sie sich gegen andere Bewerber durch und bekam den Zuschlag. Nun kann sie ihre zweite “Machbar” eröffnen.

“Ich finde Bad Oldesloe hat eine schöne Innenstadt und neue Ideen, ein wenig frischer Wind tun sicherlich gut. Schon bevor ich eröffnet habe, haben sich sehr viel neugierige Besucher angekündigt. Ich bin aufgeregt und gespannt, was kommt. Ich möchte das Angebot natürlich langfristig hier vor Ort etablieren”, so Frackmann.

Die Eröffnung findet am 15.11 um 12 Uhr statt.

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Bad Oldesloe

Versorgung von Herzkranken: Oldesloer Klinik baut Kooperation aus

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Bad Oldesloe – Die Asklepios Klinik Bad Oldesloe baut ihre Kooperationen bei der Behandlung von herzkranken Patienten weiter aus.

Ärztin bei der Arbeit im Krankenhaus Symbolfoto: Have a nice day photo/shutterstock

Neben der strategischen Partnerschaft mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, wird das Oldesloer Krankenhaus ab Januar nächsten Jahres eine Kooperation mit der Asklepios Klinik Nord – Heidberg starten.

Ziel ist, die Qualität im Bereich der Bad Oldesloer Kardiologie weiter auszubauen und die medizinische Versorgung von schwerstkranken Herzpatienten zu verbessern.

Die Kooperation ist eine Erweiterung zu der sogenannten 24/7-Herzkatheter-Bereitschaft, mit der in der Asklepios Klinik Bad Oldesloe eine Versorgung von Patienten mit Herzinfarkt rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche möglich ist. 

„Über 100.000 Menschen erleiden in Deutschland jährlich einen plötzlichen Herstillstand. Trotz aller notfall- und intensivmedizinischen Bemühungen überleben nur wenige Menschen dieses akute Ereignis. Ein großer Anteil derer, die es schaffen den plötzlichen Herztod zu überleben, haben jedoch leider bleibende Hirnschäden“, erklärt Professor Dr. Alexander Ghanem, Chefarzt der Kardiologie und internistischen Intensivmedizin in der Asklepios Klinik Nord – Heidberg, der bereits in zwei Kliniken ein sogenanntes Cardiac Arrest Center etabliert hat, um reanimierte Notfallpatienten mit einem interdisziplinären Netzwerk so schnell wie möglich optimal zu versorgen. Dabei ist auch eine mobile Herz-Lungen-Maschine Teil des umfassenden Versorgungskonzepts, die nur wenige Kliniken vorhalten.

Zum Start der Kooperation wird Professor Dr. Alexander Ghanem die verantwortliche Leitung der Kardiologie in Bad Oldesloe übernehmen und die erforderlichen Strukturen für die Kooperation aufbauen.

Im Sommer nächsten Jahres wird er die Leitung an einen neuen Chefarzt für Kardiologie übergeben wird. Der bisherige Chefarzt der Oldesloer Kardiologie, Dr. Frank Hennersdorf, wechselt zum Jahresbeginn an eine Hamburger Klinik.

„Ich freue mich über die neue Kooperation, durch die die Qualitätsstandards der Asklepios Klinik Nord auch den Herzpatienten in Bad Oldesloe zugutekommen. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Behandlung eines Herzstillstands und die Betreuung nach einem Herzstillstand in einem Cardiac Arrest Center die Prognose von wiederbelebten Patienten verbessern kann. Das Angebot ist eine optimale Ergänzung zu unserer 24-Stunden-Interventionsbereitschaft, die an 365 Tagen im Jahr in unserem eigenen Herzkatheterlabor zur Verfügung steht, um Patienten mit Herzinfarkten oder Infarktsymptomen durchgehend zeit- und ortsnah zu behandeln“, sagt Dr. Klaus Schmolling, Geschäftsführer der Asklepios Klinik Bad Oldesloe.

Im Rahmen der Kooperation ist auch ein Personalaustausch unter den beteiligten Kliniken angedacht, um die Versorgungsqualität nachhaltig zu optimieren. So können ärztliche Mitarbeiter zu Weiterbildungszwecken am jeweils anderen Haus eingesetzt werden.

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