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Bad Oldesloe

Internet-Hysterie: Keine Hinweise auf “Norwegische Hundeseuche” in Stormarn

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Kranker Hund beim Tierarzt Symbolfoto: Roger Costa Morera/shutterstock

Bad Oldesloe – Hundebesitzer in Stormarn sind in Aufregung und das offenbar nach aktueller Faktenlage ohne Grund. Das Internet hat viele Vorteile, bringt aber auch viele Nachteile mit sich, weil oft ungeprüft Nachrichten verbreitet werden. In vielen Fällen führen sie durch ungenaue Angaben, durch subjektive Deutungen oder einfach durch falsche Angaben vor allem zu Panik und Angst.

Aktuell ist das in Bad Oldesloe und Stormarn das Thema „norwegische Hundeseuche“. Fakt ist, dass in Norwegen Hunde bisher 30 Tiere an einem noch nicht näher erklärbaren Virus verstarben in letzter Zeit. Fakt ist auch: In Stormarn ist kein solcher Fall nachgewiesen.

Trotzdem kursiert eine Meldung im sozialen Netzwerk Facebook, dass auch ein Hund aus Bad Oldesloe an dieser Krankheit gestorben sein soll. Nachgewiesen und dem Veterinäramt bekannt ist das nicht.

Außer emotionaler Worte einer Frau in einem nicht verifizierten Posting, in dem jemand beschreibt, dass sie offenbar ihren geliebten Vierbeiner tragisch verloren hat ( was schlimm genug ist ) , gibt es aber keine Hinweise. So ganz genau weiß man auch gar nicht, ob sich das alles so zugetragen hat.

Bei dem verstorbenen Hund soll ein Bakterium gefunden worden sein, dass auch bei mehreren der verstorbenen Hunden in Norwegen gefunden wurde. Vollkommen unklar ist aber sowieso noch, was überhaupt genau zu den Todesfällen in Norwegen führt und ob diese Bakterium eine wichtige Rolle spielt. Es handelt sich bei diesem Bakterium vor allem keineswegs um etwas, das bisher in der Tiermedizin unbekannt war.

Geteilt wird aber trotzdem fleißig und panisch diskutiert bis die Angstmaschinerie anläuft. Aus Gerüchten werden Fakten und wie bei der “Stillen Post” wird alles immer schlimmer inklusive hochemotionaler Diskussionen ohne nachweisebare faktische Grundlage. Kommentatoren, die auf Fakten verweisen, kritisch nachfragen oder sachlich bleiben wollen, werden von verängstigten Hundebesitzern sogar beschimpft.

Das Veterinäramt in Stormarn weiß nichts von nachgewiesenen Vorfällen und auch die Tierarztpraxis am Sandkamp in Bad Oldesloe weist auf ihrer Homepage darauf hin, dass es bei ihnen keine nachgewiesen  Fall der Seuche gab, wie mehrfach in Kommentaren als “Beweis” behauptet wurde. Man widerspricht anderslautenden Meldungen im Internet. Außerhalb von Norwegen ist nach aktuellem Stand noch gar kein Fall nachgewiesen.

Fakt ist, dass die Panik also komplett aus dem Nichts zu kommen scheint und offenbar Angst geschürt wird, weil diese nicht auf Fakten basierenden Nachrichten munter geteilt werden.

Wer Sorge hat, dass sein oder ihr Hund erkrankt ist, sollte natürlich immer trotzdem immer zum Tierarzt oder in die Klinik gehen, aber nicht wilde Gerüchte auf Facebook streuen.

Damit ist am Ende dann niemandem geholfen. Wer sich fragt, ob die Seuche in Stormarn vorkommt, sollte beim Veterinäramt nachfragen oder in der Tierarztpraxis. Stand jetzt (12. September) gibt es keinen Nachweis der Seuche im Kreis.

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Bad Oldesloe

11. Timo-Heller-Cup: Ein Turniermarathon des Mädchenfußballs

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Foto: v.Hausen/hfr

Bad Oldesloe – Fußball gehört zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Und seit mittlerweile schon vielen Jahren steht der Sport auch beim weiblichen Geschlecht hoch im Kurs. Tendenz bei den Mädchen: steigend.

Die SG Oldesloe/Reinfeld, eine der Mädchenfußball-Hochburgen in Schleswig-Holstein, veranstaltete im Februar das traditionelle Hallenturnier für Mädchenfußball: den 11. Timo-Heller-Cup.

Es traten Insgesamt 42 Teams mit rund 400 Spielerinnen an. Sie schossen stolze 216 Tore.

Die extra nach Bad Oldesloe gereisten Mannschaften kamen beispielsweise aus Oldenburg, Heide und Lüneburg angereist. Am meisten freuten sich die Veranstalter aber, “das für jede Altersklasse ein Turnier angeboten werden konnte”, so VfL-Pressewart Nico v. Hausen.

Den Anfang des Turniermarathons machten die Kleinsten: die G- und F-Juniorinnen. Die F-Juniorinnen (U9) spielten auf 2m-Tore, während parallel in der zweiten Hallenhälfte bei den G-Mädchen (U7) auf vier Minitore (FUNino) gespielt wurde. Am Ende gab es neun Siegermannschaften. Alle Kids erhielten einen Pokal.

Bei den G-Mädchen wurden keine Tore gezählt, hier zählte nur der Spaß. Die F-Mädchen hatten derweil aber natürlich auch ihren Spaß. 20 Tore in 10 Spielen konnten hier gezählt werden.   

Foto: V.Hausen/hfr

Anschließend kamen die größeren Mädels an die Reihe – die C-Mädchen (U15). In ihrem Turnier wurden 51 Tore in 20 Spielen geschossen. Der Turniersieger konnte im Finale erst durch ein Elfmeterschießen ermittelt werden: TuS Felde setzte sich gegen den Bramfelder SV durch. Die SG Oldesloe/Reinfeld wurde als Gastgeberinnen Dritter.

Abends traten dann die größten, die B-Mädchen (U17) an.  In diesem Tunier wurden in 20 Spielen insgesamt 62 Tore erzielt. Es wurde mit Bande gespielt, so dass es weniger Unterbrechungen gab.

Im Finale gewann die MSG Steinhorst/Krummesse mit 1:0 gegen die Gastgeberinnen der SG Oldesloe/Reinfeld.

In der Halle herrschte eine sehr gute Stimmung, und die Preise der großen Tombola waren nach dem ersten Turniertag schon zu mehr als 2/3 verlost. So wurde kurzerhand entschieden, am Sonntag als Rahmenprogramm neben der Tombola ein Würfelspiel anzubieten, bei dem hochwertige Preise wie Trainingsanzüge, T-Shirts und ein original signierter BVB-Fußball verloste wurde.

Den Beginn des zweiten Turnier-Tages in der Stormarnhalle machten die E-Mädchen (U11). ES wurden zwei Turniere gespielt: der Princess-Cup und der Queens-Cup.

Im Princess-Cup wurden 17 Tore in 10 Spielen geschossen. Sieger wurde SV Steinhorst/Labenz. Im Queens-Cup wurden 26 Tore in 10 Spielen geschossen. Den Turniersieg ließ sich die SG Oldesloe/Reinfeld in diesem Fall nicht nehmen. 

Den Abschluss machten dann schließlich die D-Mädchen (U13). 40 Tore in 20 Spielen begeisterten die Zuschauer.

Der TSV Bargteheide stellte in dieser Jahrgangsklasse die stärkste Mannschaft und holte sich verdient den Turniersieg.

Die D-Mädchen der SG Oldesloe/Reinfeld stellten zwei Teams, die im Spiel um Platz 3 aufeinander trafen und somit 3. und 4. wurden.

Der Timo-Heller-Cup 2020 war ein erfolgreiches Wochenende für den Mädchenfußball in der Region. “11 Jahre Timo Heller Cup sind eine lange Zeit. Wir bedanken uns herzlich im Namen der fußballbegeisterten Mädchen bei Timo Heller für seine jahrelange Treue”, stellt Pressewart Nico v. Hausen die Unterstützung durch die Westerauer Firma heraus. 

Als nächstes Highlight freuen sich die Mädchen auf das gemeinsame Trainingslager. Im April fahren die Teams der E-, D-, C- und B-Juniorinnen gemeinsam nach Schönhagen an die Ostsee.

Die SG Oldesloe/Reinfeld hofft mit ihren Turnieren und Aktionen auch auf einen Werbeeffekt. Denn trotz der wachsenden Beliebtheit des Mädchen- und Frauenfußballs werden weiterhin neue Spielerinnen gesucht.

Interessierte Mädchen sind jederzeit bei einem Probetraining willkommen. Trainingszeiten und weitere Informationen sind auf der Homepage www.sg-oldesloe-reinfeld.de zu sehen.

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Bad Oldesloe

A21: Unfall bei Bad Oldesloe – Fahrer schwer verletzt

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Rettungsdienst im Einsatz Symbolfoto: SL

Bad Oldesloe – 1000 Meter vor der Ausfahrt Bad Oldesloe Süd auf der A21 ist gestern ein PKW-Fahrer mit seinem Honda verunfallt.

Aus bisher noch unbekannter Ursache kam der Hondafahrer von der Autobahn ab. Er durchbrach mit seinem Fahrzeug einen Wildzaun. Der PKW überschlug sich auf einem angrenzenden Feld.

Der Fahrer wurde schwer verletzt durch die alarmierten Rettungskräfte in ein Krankenhaus eingeliefert.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Bäume werden nach Einspruch der Lokalpolitik doch nicht gefällt

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Foto: SL

Bad Oldesloe – Elf Bäume, die aus Sicherheitsgründen im Wolkenweher Weg gefällt werden sollten, dürfen nun doch vorerst bleiben.

Nachdem Bürgermeister Jörg Lembke verkündet hatte, dass noch bis Ende Februar elf bis zwölf Bäume gefällt werden sollen, weil diese zu gefährlichen Stolperfallen geworden seien und der Fußweg nicht breit genug, hat der Umwelt- Energie- und Verkehrsausschuss der Kreisstadt eine andere Meinung vertreten.

Die Lokalpolitiker fordern den Erhalt der Bäume. Das Fällen der Bäume sei übereilt. Die Situation sei seit Jahren gleich, warum also sollte man ausgerechnet jetzt fällen? Die Politiker waren auch der Auffassung, dass es nicht sein könne, dass gesunde Bäume, die noch mehrere Jahrzehnte stehen könnten, weichen müssen. Denn schließlich gebe es eine Baumschutzsatzung in der Stadt.

Es sei – so die Ausschussmitglieder – noch zu keinen ernsthaften Stolperunfällen gekommen, die ihnen bekannt seien. Sollte der Fußweg tatsächlich erweitert werden müssen, sei es auch eine Möglichkeit, Teile von Vorgärten von Anwohnern aufzukaufen oder diese im Notfall auch zu enteignen, um den Fußweg breiter zu machen.

Die Verwaltung stimmte zu, zunächst nach anderen Lösungen als Fällungen zu suchen. In absehbarer Zeit werden sowieso die Straße komplett saniert. Dann müsse erneut über die Gestaltung der Gehwege und die Zukunft der Bäume diskutiert werden.

Sollte sich bei einem Ortstermin nun doch herausstellen, dass die Verkehrssicherheit ohne Fällung nicht gegeben sei, ist es auch eine Möglichkeit, dass der Gehweg komplett gesperrt wird.

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