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Stormarner Kindertage: Fast 100 Veranstaltungen geplant

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Bargteheide – Kinder sollen behütet und ohne Gewalt aufwachsen können, unabhängig von ihrem sozialen und familiären Umfeld Bildung erhalten und mitbestimmen dürfen.

Es sind grundlegende Rechte, die noch immer nicht allen Kindern zuteil werden. Mit den 19. Stormarner Kindertagen wollen soziale Organisationen ein weiteres Mal auf Ungerechtigkeiten aufmerksam machen.

Zwischen dem 16. und 27. September plant der Kinderschutzbund Stormarn mit Beteiligung von Städten, Gemeinden und unterschiedlichen Institutionen insgesamt 95 Angebote von 45 Veranstaltern.

Es ist aus heutiger Sicht schwer zu glauben: Bis zum Jahr 2000 war es per Gesetz erlaubt, seine Kinder zu schlagen. Erst dann wurde das Züchtigungsrecht gegen Kinder ersatzlos aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) gestrichen. „Dafür haben wir 25 Jahre gekämpft und heute ist das Gebot der gewaltfreien Erziehung in der Gesellschaft verankert“, sagt Ingo Loeding, Geschäftsführer des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) in Stormarn. Das heißt aber nicht, dass Kindern keine Gewalt mehr angetan wird. Schätzungen zufolge gibt es in jeder Schulklasse ein bis zwei Kinder, die regelmäßig körperlicher Gewalt ausgesetzt sind. Noch mehr Heranwachsende leben in Armut. In einigen Stormarner Städten wie Bad Oldesloe sind es laut DKSB-Armutsreport ein Drittel der Minderjährigen, deren Eltern unterhalb der Armutsgrenze leben.

Mit den Stormarner Kindertagen will der Kinderschutzbund sowohl Erwachsene als auch die Betroffenen selbst auf die Kinderrechte aufmerksam machen.

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf dem ländlichen Bereich, in dem es oft nur wenige Angebote für Kinder gibt. „Menschen, die am Rande einer Großstadt oder in einer Kleinstadt leben, können oft nur schwer nachvollziehen, wie sehr sich das Leben auf dem Land von ihrem unterscheidet“, sagt Loeding. Das gelte insbesondere für Kinder, die weniger mobil sind als Erwachsene und häufig keine Ansprechpartner vor Ort haben. Notwendig sei außerdem eine bessere Beteiligung der Kinder im Gemeinwesen, indem sie bewusst bei Entscheidungen, die sie betreffen, aktiv einbezogen werden.

Neu ist in diesem Jahr, dass Radio Hamburg die Stormarner Kindertage unterstützt. Mit Spenden aus der Aktion Hörer helfen Kindern werden die Einsätze des Elefanto-Spielmobils im ländlichen Raum gefördert.

Die Auftaktveranstaltung der Stormarner Kindertage mit Podiumsdiskussion läuft unter dem Titel „Kinder an die Macht?“ (Montag, 16. September, 16.30 Uhr, Marstall in Ahrensburg).

Michael Eggers, Kinderbeauftragter des Kreis Stormarn: „Pädagogik trifft hier auf Politik. Wir haben viele Leute auf dem Podium, die etwas vom Thema verstehen, es dürfte eine interessante Diskussion werden.“

Bei einer Podiumsdiskussion sprechen Kreispräsident Hans-Werner Harmuth, Prof. Dr. Jörg Maywald, Geschäftsführer des Netzwerkes zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention, der SPD-Politiker Sönke Rix, Anette Schmitt von der AWO Stormarn, die stellvertretende Bürgermeisterin der Kinderstadt Stormini Emma und Daniel Götz vom Ahrensburger Kinder- und Jugendbeirat darüber, wie Kinder besser an (politischen) Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Denn der Wille ist da. Das zeigt sich derzeit unter anderem bei den „Fridays for Future“-Demos, die nächste ist am 20. September während der Kindertage. Antje Hundertmark (AWO): „Der Diskurs zwischen Jung und Alt wird immer noch zu selten geführt.“

Einen Tag nach dem Auftakt veranstaltet der Kreisjugendring Stormarn von 10 bis 17 Uhr im Kreissitzungssaal (Mommsenstraße 13, Bad Oldesloe) eine Veranstaltung unter dem Namen „Campen, Looten Droppen“, die sich mit E-Sport beschäftigt.

KjR-Geschäftsführer Uwe Sommer: „E-Sport und Computerspielen ist zu einer Lebenskultur geworden und das als Erwachsener als Unsinn abtun, wird dem nicht gerecht.“ Der Fachtag richtet sich an alle, die einen Einblick in die aktuelle Computerspielwelt erhalten möchten

Am 20. September wird der Kinderschutzbund außerdem erneut 7000 Fähnchen – jedes steht für ein armes Kind in Stormarn – vor dem Ahrensburger Schloss aufstellen. Das komplette Programm der Stormarner Kindertage ist in gebundener Form an bekannten Auslagestellen (Auflage: 8000 Stück) erhältlich. Online sind die Termine auf www.stormarner-kindertage.de zu finden.

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Kinderschutzbund fordert: 16-Jährige sollen wählen dürfen

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Kiel – Der Kinderschutzbund fordert eine Herabsetzung des Wahlalters.

Wahlen (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Anlässlich der Initiative von Familienministerin Dr. Franziska Giffey und der Forderung der SPD zur Senkung des aktiven und passiven Wahlalters auf 16 Jahre für alle Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlen erklärt Irene Johns, Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes:

„Jugendliche und Kinder dürfen unter 18 Jahren bestraft werden, sie dürfen demonstrieren, sie können sich für die Bundeswehr verpflichten. Aber sie sollen nicht wählen dürfen?”

Wahlrecht sei ein Bürgerrecht. Wer eine lebendige Demokratie unterstützen will, sollte Bürgerrechte auch möglichst früh gewähren, so Johns: “Wir halten die Herabsetzung des Wahlalters für einen guten Weg dafür. Die Corona-Zeit hat deutlich gezeigt, dass Jugendliche an politischen Prozessen beteiligt werden wollen – schließlich geht es auch um ihre Gegenwart und Zukunft.” Ein Herabsetzen des Wahlalters könne helfen, Jugendliche nicht weiter von politischen Entscheidungen, die ihre weitere Zukunft bestimmen, auszuschließen und Jugendliche früh in demokratische Abläufe einzubinden.

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Oldesloer Schüler mit eigenem Song auf dem “Classical Beat Festival”

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Bad Oldesloe – Mit dem Projekt Digital Soundscapes setzt Classical Beat neue Impulse für den Einsatz digitaler Medien im Musikunterricht. 

Hans-Wilhelm Hagen (Geschäftsführer der Stiftung Neue Musik-Impulse SH) Anja Lommer (Musiktutorin), Daniela Gebauer (Filialleiterin Volksbank Stormarn) mit den Schülern Tim Funk, Lennart Beck, Leonie Wegener von der Ida-Ehre-Schule Bad Oldesloe

An diesem musikalischen Bildungsformat sind 12 Schulen mit rund 250 SchülerInnen von Hamburg bis Fehmarn beteiligt, unter anderem auch welche aus Bad Oldesloe

Das Ziel ist, junge Menschen für das Crossover von klassischer und elektronischer Musik zu begeistern.

Die Jugendlichen komponieren ihre eigene Musik mittels der Musiksoftware Ableton; und beziehen Teile aus Beethovens Kompositionen sowie Slogans zum Klimaschutz, z.B. als Hip Hop Text und Samples (Naturgeräusche) ein.

Die Workshops begannen im Februar diesen Jahres unter der Leitung von Anja Lommer und Kolja Sonnenrein. Mitte April wurden sie komplett auf Online-Kurse umgestellt.

Leonard Klotz, Pädagogischer Leiter: „Da der Schulunterricht ausfiel, verlegten wir die Workshops zu den Jugendlichen nach Hause. Wir haben damit eine tolle Lösung gefunden“.

Zusammen mit seinem Kollegen, dem Musiker und Pädagogen Kirill Mikhnevich aus den Niederlanden, arbeiteten beide nach Ostern mit den Schülern im Online-Format.

Das Bildungsformat des Classical Beat Festivals wird von der Stiftung Neue Musik-Impulse SH getragen. Sie setzte das Projekt in Bad Oldesloe mit dem Kooperationspartner, der Oldesloer Musikschule für Stadt und Land e.V. um. Es wurde gefördert durch Kultur macht stark!

Drei talentierte Schüler der Ida-Ehre-Schule in Bad Oldesloe haben eine erstaunliche Komposition entworfen. Leonie Wegener, Tim Funk und Lennart Beck vermischten klassische Instrumenten und synthetische Klänge zu einem hochmodernen elektronischen Song.

Da gemeinsame Probentage mit den Musikern des Festivals nicht stattfinden durften, wurden die von den Schülern erarbeiteten Tracks digital und instrumental von zwei Musikern aus dem Prinz Claus-Konservatorium in Groningen begleitet.

Die jungen Musiker aus Bad Oldesloe erhielten Teilnahmezertifikate, bedruckte T-Shirts und den Abschlussfilm auf einem Stick.

Das Ergebnis wurde beim Projektfinale vor 25.000 Endgeräten aufgeführt: auf dem Livestream-Konzert „BRKN mit dem Classical Beat Ensemble“. Unter dem Motto: „ Classical Beat meets Hip-Hop“ trafen das Ensemble, bestehend aus internationalen Profi-Musikern, auf den Berliner Rapper BRKN zusammen und spielten seine neu für diesen Auftritt komponierten Stücke in neuem musikalischem Gewand. Und streamten das Event aus dem Rittersaal des Schloss Eutin.

Die digitale Alternative ermöglichte auch unter den Corona-Bedingungen ein mitreißendes Konzerterlebnis. Die erstellten Samples werden auf Soundcloud (https://m.soundcloud.com/user-328352399) hochgeladen. Eine große Musikbibliothek mit tollen Sounds der jungen Festivalteilnehmer! Der Abschlussfilm ist auf dem Youtube-Channel des Festivals weiterhin anzusehen.

Nach einer dreijährigen Evaluierungsphase wird das Bildungsprojekt „Digital Soundscapes“ grenzüberschreitend erweitert. Dies wird mit dänischen Partnern jetzt im Rahmen einer Interreg Förderung realisiert. Die Oldesloer Musikschule für Stadt und Land e.V. plant einen Soundscapes-Kurs für ihre Musikschüler im zweiten Halbjahr fortzusetzen und anzubieten.

Eine Ausschreibung für das Angebot erfolgt, nachdem die organisatorischen Voraussetzungen hierfür getroffen wurden.
Das digitale Abschlusskonzert wurde im Rahmen des Bundesprogramms ländliche Entwicklung (BULE) und der LAG AktivRegion Schwentine-Holsteinische Schweiz e.V gefördert. Die Volksbanken Raiffeisenbanken in Schleswig-Holstein, darunter die Volksbank Stormarn, sind die Hauptsponsoren des Festivals.

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Schlägerei in Lübeck: Polizei nimmt mehrere Männer fest

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Lübeck – Sechs bis zehn junge Männer haben in Lübeck auf vier Personen eingeschlagen. Drei von ihnen – darunter eine Frau – wurden so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend (20. Juni) auf dem Kücknitzer Kirchplatz. Gegen 23:35 Uhr alarmierten Beteiligte und Zeugen über den Notruf 110 die Polizei.

Nach derzeitigen Ermittlungen war es nach einem Streit zu der Auseinandersetzung gekommen. Dabei sollen sechs bis zehn junge Männer auf vier weitere Personen darunter auch eine Frau eingeschlagen und eingetreten haben. Ein 18- und ein 23-jähriger Lübecker sowie die 23-jährige Lübeckerin wurden nach der Erstversorgung mit einem Rettungswagen in ein Lübecker Krankenhaus gebracht.

Im Zuge der polizeilichen Fahndungsmaßnahmen konnten nach dem Vorfall die Tatverdächtigen gestellt werden.

Gegen die Tatverdächtigen leiteten die Beamten der Polizeistation Kücknitz ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Hintergründe der Auseinandersetzung sind Bestandteil der laufenden Ermittlungen.

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