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Kiel

Oststeinbeker Feuerwehr rudert beim Drachenboot-Rennen in Kiel

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Oststeinbek/Kiel – Sie wissen, wie sie mit Wasser umzugehen haben, um Brände zu löschen. Doch ob die Freiwillige Feuerwehr Oststeinbek aus dem Kreis Stormarn auch beim Feuerdrachen-Cup in ihrem Element ist, wird sich am 7. September zeigen.

Foto: SH Netz

Im Rahmen des Schleswig-Holstein Netz Cups kämpft sie zuerst um den Sieg beim Vorentscheid in Zehner-Drachenbooten. Die besten Mannschaften qualifizieren sich für den Ausscheidungswettkampf in 50er-Drachenbooten, die in Europa einmalig sind.

Doch damit nicht genug – für besonders trainierte Kameradinnen und Kameraden gibt es einen neuen Demowettbewerb: Ergometerrudern unter Vollschutz, also während ein Atemschutzgerät getragen wird. Hier kommen nur die Härtesten durch. Der neue Wettbewerb ist besonders anspruchsvoll für die teilnehmenden Kameraden. Ziel des Wettkampfes ist es, unter Vollschutz eine möglichst weite Strecke zurückzulegen. Denn für jeden zurückgelegten Kilometer geht eine Spende als „Kilometergeld“ an eine Organisation für einen guten Zweck.

Erneut ist in diesem Jahr die Nachfrage höher als erwartet. „Wir freuen uns über das sehr große Interesse und die hohe Anzahl der Teilnehmer“, sagt Matthias Boxberger, Aufsichtsratsvorsitzender bei SH Netz. „Mit der Einladung zu diesem Wettbewerb wollen wir den Feuerwehren eine kleine Anerkennung für ihre tägliche Leistung aussprechen. Denn die Feuerwehren sind zusätzlich zu ihrer gesellschaftlichen Bedeutung ein sehr wichtiger Partner für Schleswig-Holstein Netz.“

Erholen können sich die Kameraden der teilnehmenden Wehren dann unter anderem bei einer kostenlosen Besichtigung des größten betriebsfähigen Museumsfrachtschiffs der Welt – der Cap San Diego. Das schwimmende Schmuckstück ist nicht nur für die technikinteressierten Kameraden ein echter Hingucker und wird während des SH Netz Cups von Freitag bis Sonntag im Rendsburger Kreishafen zu Gast sein.

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Schleswig-Holstein

Betrug und Diebstahl durch falsche Polizisten: Festnahme-Erfolg für das LKA

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Mannin Handschellen (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

Ahrensburg/Kiel/Bremen – Beamte der Ermittlungsgruppe “Recall” des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein (LKA) vollstreckten zwei Haftbefehle der Amtsgerichte Kiel und Ahrensburg und nahmen zwei 28 und 22-jährige Männer in Bremen fest.

Insgesamt wurden bei dem Einsatz, an dem insgesamt 44 Beamte des LKA Schleswig-Holstein und des Polizeipräsidiums Bremen beteiligt waren, die Wohnungen der beiden Männer sowie weiterer vier Tatverdächtiger durchsucht.

Den beiden Festgenommenen wird vorgeworfen, als Mitglieder einer Bande drei Geldabholungen bei lebensälteren Geschädigten in Kiel und Ahrensburg durch falsche Polizeibeamte organisiert und durchgeführt zu haben.

Die Täter erlangten dabei insgesamt 61.000 Euro. Den Geschädigten wurden in Telefonanrufen aus Callcentern in der Türkei Gefahren-Szenarien vorgetäuscht, wonach ihr Erspartes durch bevorstehende Einbrüche bzw. untreue Mitarbeiter von Geldinstituten bedroht sei.

Durch diese seit 2015 bekannte Masche werden vorwiegend ältere Menschen dazu gebracht, höhere Geldbeträge bei ihrer Bank abzuheben und es anschließend an der Haustür oder in der Nähe des Wohnortes einem vermeintlichen verdeckten Ermittler zu überlassen.

Einer der festgenommenen Männer soll die Abholungen auf Weisung anderer Bandenmitgliedern organisiert und das erbeutete Bargeld von den beauftragten Geldabholern in Empfang genommen zu haben.

Der Löwenanteil ist an die Hintermänner in der Türkei geflossen. Der zweite Festgenommene steht im Verdacht, in den Fällen als Geldabholer vor Ort agiert zu haben.

Den vier weiteren Tatverdächtigen wird vorgeworfen, u.a. als Fahrer bei den Geldabholungen beteiligt gewesen zu sein. Die beiden Festgenommenen wurden dem Amtsgericht Bremen vorgeführt. Dort wurden die Haftbefehle verkündet. Beide befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Bei den Durchsuchungen wurden diverse Beweismittel sichergestellt, die nunmehr kriminaltechnisch ausgewertet werden. Die größtenteils sehr aufwändigen Ermittlungen führten in jüngster Vergangenheit immer wieder zu Festnahmen von Logistikern und Abholern.

Teilweise konnten sogar hohe Bargeldbeträge sichergestellt werden, die bestimmen Geschädigten zuzuordnen waren. Es handelt sich überwiegend um Organisierte Kriminalität, die im deutschsprachigen Raum verübt wird.

Gegen eine Reihe von Tatverdächtigen in der Türkei bestehen internationale Haftbefehle diverser Justizbehörden.

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Schleswig-Holstein

Landespolizei gibt Sicherheitshinweise für den Weihnachtsmarktbesuch

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Polizeiabsicherung am Lübecker Weihnachtsmarkt. Foto: SL

Schleswig-Holstein – Die Weihnachtsmärkte in Schleswig-Holstein stehen kurz vor der Eröffnung. Neben dem Schutz der Veranstaltungen gegen Gefahren von außen betrifft das Thema “Sicherheit auf den Weihnachtsmärkten” noch weitere Aspekte wie den Schutz vor Taschendiebstählen und auch das Thema Alkohol am Steuer.

“Der Landespolizei liegen aktuell keine Erkenntnisse vor, aus denen sich eine konkrete Gefährdung speziell für Weihnachtsmärkte ableiten lassen könnte. Aufgrund der aktuellen Gefährdungseinschätzung besteht also keine Veranlassung, auf die Durchführung von Weihnachtsmärkten oder sonstigen Veranstaltungen mit Weihnachtsbezug beziehungsweise deren Besuch zu verzichten”, stellt die Polizei klar, dass es kein Grund zur Panikmache gibt.

Diese Maßnahmen ergreift die Polizei:

Für die Landespolizei ist der beständige Austausch mit den Veranstaltern, den zuständigen Ordnungsbehörden, Feuerwehr und Rettungsdienst sowie auch benachbarten Sicherheitsbehörden ein wichtiger Bestandteil für eine aktuelle Gefahrenprognose und darauf beruhenden konkreten Maßnahmen, zum Beispiel der Aufstellung von Barrieren.

Polizisten bewachen einen Weihnachtsmarkt Symbolfoto: SL

Eine Überprüfung der Sicherheit auf Weihnachtsmärkten ist und wird durch die Landespolizei in engem Austausch mit den Sicherheitspartnern auf Landes- und Bundesebene durchgeführt. Die Landespolizei Schleswig-Holstein wird eine sichtbare polizeiliche Präsenz auf den Weihnachtsmärkten in der Vorweihnachtszeit gewährleisten. Über taktische Details berichten wir nicht, da die Wirkung der polizeilichen Maßnahmen damit gemindert werden würde.

Diese Verhaltenshinweise sollten Weihnachtsmarktbesucher beachten

Alkoholkonsum und die Verkehrsteilnahme als Fahrzeugführer schließen einander aus. Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel für die An- und Abreise vom Weihnachtsmarkt, wenn Sie Alkohol trinken.

“Auch ein Glühwein kann schon zu viel sein”, so die Landespolizei. Wer sich ans Steuer setzt, sollte gar keinen Alkohol zu sich genommen haben.

Die Polizei wird verstärkt kontrollieren, es wird auch wieder eine einwöchige TISPOL-Kontrollaktion geben (09. – 15.12.2019).

Taschendiebstahl: “Augen auf und Tasche zu!”

Taschendiebe gehen meistens in Teams mit mehreren Tätern vor und nutzen Gedränge, Unaufmerksamkeit und Alkoholisierung ihrer Opfer aus.

“Bleiben Sie aufmerksam, halten Sie Ihre Taschen und Rucksäcke verschlossen und eng bei sich. Smartphone, Portemonnaie und andere Wertgegenstände gehören nicht in den Rucksack, sondern in die Innentaschen der Kleidung”so der Tipp der Polizei.

Zivilcourage:

Hinsehen statt wegschauen!

Sind andere in Not ist kein Heldentum gefordert. Handeln Sie umsichtig und organisieren Hilfe über den Polizeiruf 110.

“Gleiches gilt, wenn Sie sich selbst bedroht fühlen. Wir kommen lieber einmal zu oft als einmal zu wenig”, so die Landespolizei.

– Grundsätzlich gilt: Wir sind auf Ihre Hinweise angewiesen.

Wenn Sie verdächtige Beobachtungen machen, Taschendiebe erkannt oder herrenlose Taschen/Rucksäcke oder ähnliches gefunden haben, wenden Sie sich bitte unverzüglich an den Sicherheitsdienst oder die Polizeikräfte vor Ort beziehungsweise über 110 an die Polizei.

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Kiel

Schusswaffengebrauch gegen Kinder: Kinderschutzbund lehnt Verankerung im Polizeirecht ab

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Polizist auf Streife. Archivfoto: Stormarnlive.de

Kiel – Der vorgelegte Gesetzentwurf der Landesregierung Schleswig-Holstein für ein neues Polizeirecht, demnach der sogenannte Rettungsschuss ausdrücklich im Landesrecht verankert werden und auch auf unter 14-Jährige anzuwenden sein soll, stößt beim Kinderschutzbund Schleswig-Holstein auf vehementen Widerspruch.

„Wir lehnen eine zusätzliche Regelung ausdrücklich ab. Bereits heute ist durch das Strafrecht festgelegt, dass Notwehr oder Nothilfe im Einzelfall schwere Verletzungen und sogar die Tötung eines Angreifers rechtfertigen. Die Ausdehnung des Polizeirechts in angekündigter Form geht eindeutig zu Lasten der Kinder“, kritisiert Landesvorsitzende Irene Johns.

Der Kinderschutzbund Schleswig-Holstein bezieht sich hierbei auch auf den von Landespolizeidirektor Michael Wilksen als Argumentationsgrundlage angeführten Fall, in dem Kinder (unter 14-Jährige) für terroristische Selbstmordattentate instrumentalisiert werden.

„Hierbei handelt es sich um eine sehr spezielle, bisher nicht dagewesene Ausnahmesituation, die natürlich überaus ernst zu nehmen ist – aber die polizeirechtliche Reform beinhaltet darüber hinaus, soweit uns bekannt ist, deutlich weitreichendere Handlungsbefugnisse. Unsere Sorge ist, dass hier gesellschaftlich gesetzte Grenzen verschoben werden. Das Kindeswohl muss immer an erster Stelle stehen. Wir sollten nicht vergessen, dass diese Kinder Opfer sind und nicht Täter,“ mahnt Irene Johns.

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