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Bad Oldesloe

Kommentiert: Oldesloer Linke kritisiert geplantes Amazon-Logistikzentrum

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Schreiben analog und virtuell Symbolfoto: Mrmohock/shutterstock

“Die Linke” Bad Oldesloe kritisiert die geplante Ansiedlung von Amazon in der Kreisstadt in einem Statement:

“Die angekündigte Ansiedlung eines großen Logistikzentrums des Großkonzerns Amazon in Bad Oldesloe ist alles andere als eine gute Nachricht. Amazon ist dafür bekannt Niedriglöhne zu zahlen und die Verantwortung für schlechte Arbeitsbedingungen an Subunternehmen auszulagern.

„Statt mehr guter Arbeit wird es einen weiteren Ort prekärer Beschäftigung in dieser Stadt geben. Davon gibt es aber schon mehr als genug und unser Bundesland ist bereits auf den Spitzenplätzen beim Anteil prekärer Beschäftigung.“, so Hendrik Holtz, Ortssprecher und Fraktionsvorsitzender der LINKEN in der Stadtverordnetenversammlung.

„Die Stadt wird größtenteils Kosten von dieser Ansiedlung haben. Infrastruktur, Wohnraum, nichts davon wird von dem bisschen Steueraufkommen gedeckt werden, dass der Konzern hier erbringen wird, der ja notorisch dafür bekannt ist, Steuern zu sparen, wo nur irgendwie möglich.“, so Anna Kromm, die für die LINKE im Finanzausschuss der Stadt sitzt”

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Bad Oldesloe

Mit Cosplay und E-Sport: Medienfestival soll „Jung und Alt“ zuammenbringen

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Bad Oldesloe – Mit dem „Festival für digitale Medien“ will der Kreisjugendring Stormarn (KjR) Jugendlichen eine Plattform bieten aber auch Eltern zeigen, was ihre Kinder so im Internet treiben – und dass das nicht immer Zeitverschwendung sein muss.

Das Festival im Kultur- und Bildungszentrum beschäftigt sich in diesem Jahr mit Themen wie E-Sport, Gaming und Cosplay, aber auch Cyber-Mobbing und den Folgen übermäßigem Social-Media-Konsums.

Der Umstand, dass Eltern mit neuen Jugendkulturen und zunächst einmal merkwürdig wirkenden Hobbys ihrer Kinder nichts anfangen können, ist wohl so alt wie die Menschheit selbst.

Brücken zwischen den Generationen will der Kreisjugendring Stormarn mit einem Festival bauen, das digitale Medien erklärt. Für Martin Oberwetter, Medienpädagoge beim KjR, ist es zunächst einmal wichtig, dass Erwachsene begreifen, womit sich Jugendliche beschäftigen: „Wir haben in diesem Jahr einen Fokus auf das Thema Gaming und E-Sport gelegt und wollen zeigen, worin die Faszination besteht.“

Auf dem Festival im Oldesloer KuB sollen sich Erwachsene selbst ein Bild machen können.

KjR-Medienpädagogin Lina Samoske: „Wir bauen mehrere Gaming-Stationen auf, an denen ‘Jung’ und ‘Alt’ gegeneinander antreten können.“

Auch eine andere Jugendkultur steht an dem Wochenende im Fokus; die der Cosplayer. Die Szene wird in Deutschland immer größer, wie Mareike Heins sagt. Sie muss es wissen. Regelmäßig verkleidet sich die 30-Jährige und mimt auf Messen Charaktere aus Filmen Videospielen wie Final Fantasy. „Ich mache das schon seit zehn Jahren und mittlerweile habe ich ungefähr 50 Kostüme im Schrank hängen“, sagt Heins, die sich sich zum Medienfestival in einen Hobbit verwandeln wird. Jedes ihrer Kostüme nähe sie selbst, sagt die Mutter einer vierjährigen Tochter: „Die Sachen dafür zusammenzusuchen, macht mir am meisten Spaß.“

Mit ihren 30 Jahren gehört Mareike Heins zu „zu den alten Hasen in der Szene“, wie sie sagt. Viele seien wesentlich jünger.

Im KuB wird sie zusammen mit anderen Cosplayern informieren, worin der Reiz besteht, ein paar Stunden lang jemand anderes zu sein.

Auch sonst hat sich das KjR-Team einiges einfallen lassen. Neben einer Game-Area wird es einen Poetry-Slam-Beitrag geben, ein 3D-Drucker kann getestet und in einem Workshop Virtual-Reality-Brillen selbstgebastelt werden. Auch über Mediensucht wird informiert. Teil des Festivals ist auch die Verleihung des Medienpreises „GemEinsam“, bei dem 15 Beiträge von Kindern und Jugendlichen aus dem Kreis Stormarn eingereicht wurden. Die drei Gewinnerfilme werden nach der Eröffnung des Festivals im großen KuB-Saal gezeigt. Kooperationpartner sind der Offene Kanal Kiel/Schleswig-Holstein, der Kreis, Bad Oldesloe und seine Kulturabteilung, das KuB und die Therapiehilfe.

„Festival für digitale Medien“ des Kreisjugendring Stormarn (KjR), Sonnabend, 23. November, 15.45 bis 20 Uhr, im Kultur- und Bildungszentrum (KuB), Beer-Yaacov-Weg 1, Bad Oldesloe. Eintritt frei.

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Bad Oldesloe

Der Tannenbaum steht

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Bad Oldesloe – Die Weihnachtszeit kündigt sich an. Am Sonntagvormittag ist der 12 Meter hohe Weihnachtsbaum auf dem Oldesloer Marktplatz aufgestellt worden.

Die prächtige Nordmanntanne wird in diesem Jahr vom Hof Reiners geliefert. Mit Hilfe der Mitarbeiter des Baubetriebshofes und Unterstützung durch den Elektrofachbetrieb ESO Elektro Service Oldesloe GmbH wird der Weihnachtsbaum in diesem Jahr am Donnerstagmorgen, dem 21. November ab ca. 13 Uhr mit Lichterketten und Weihnachtskugeln geschmückt.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie Kinder sind dazu herzlich eingeladen. Die Weihnachtsbeleuchtung wird in diesem Jahr am 25. November eingeschaltet.

Die Beleuchtung des Baumes erfolgt gemeinsam mit Bad Oldesloer Kindern im Rahmen des Weihnachtsmannweckens am 29. November ab 16.30 Uhr.

Nicht nur der Tannenbaum auf dem Oldesloer Marktplatz wird in der Vorweihnachtszeit hell erleuchtet sein. Auch in der restlichen Innenstadt hat der Baubetriebshof jetzt die klassische Weihnachtbeleuchtung angebracht.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Veranstalterauswahl sorgt für Weihnachtsmarkt-Zoff

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Symbolfoto: Bernd Leitner Fotodesign/Shutterstock.com

Bad Oldesloe Viele Jahre lang wünschten sich die Oldesloer einen kleinen Weihnachtsmarkt über mehrere Wochen in ihrer Innenstadt. Zwei Jahre lang war es zunächst Sebastian Hagen, der diesen Wunsch wahr werden ließ, der aber nach einem für ihn enttäuschenden Verlauf des Marktes 2018 in der Mühlenstraße feststellen musste, dass er 2019 nicht weitermachen werde.

Weil sein Markt im Vorjahr nicht so angenommen wurde, wie erwartet, änderte die Stadt in ihrer Neuausschreibung den Veranstaltungsort und verlegt ihn vor das KuB.

An der Anzahl der Buden wollte man allerdings zunächst nicht rütteln: Neun Buden sollten es sein und mindestens vier Wochen sollte der Markt stattfinden. Zunächst fand sich eine Veranstalterin, die diese Bedingungen erfüllen wollte. Ihre Grundidee war allerdings sehr streng lokal geprägt. Schnell war festzustellen, dass dafür nicht genug Bereitschaft und Kapazitäten bei lokalen Vereinen und vor allem bei lokalen Gastronomen bestand, um in der Vorweihnachtszeit diesen Markt mit einem solchen Konzept und neun Buden erfolgreich und kostendeckend durchzuziehen. Und somit sagte die Veranstalterin der Stadt ab.

Die Stadt schrieb neu aus. Dieses Mal mit dem Zusatz , dass 5000 Euro Fördergelder an den Gewinner der Ausschreibung fließen werden. Es fand sich allerdings kein Bewerber, der die Kriterien der Ausschreibung so erfüllte, dass er diese hätte gewinnen können.

Damit es überhaupt einen Markt geben wird, entschied man sich, auf eine der Firmen zu setzen, die ihr Interesse bekundet hatte und auch schon ein Konzept einreichte: Die “Eventgestalter” aus Hamburg.

Diese werden nun vom 28. November bis zum 24. Dezember vor dem Kub vier bis fünf Pagodenzelte und einen Weihnachts-Biergarten aufbauen. Außerdem soll auf einer kleinen Bühne täglich ab 17 Uhr für Livemusik gesorgt sein. Sie erhalten dafür die ausgelobten 5000 Euro Fördergeld aus dem Stadtbudget.

Die Begründung seitens der Stadtverwaltung, dass man sich nun für die Eventgestalter entschied, lautete, dass diese mit ihrem Konzept am dichtesten an der Ausschreibung waren. Dichter als ein lokales Unternehmen, das Interesse bekundet hatte.

Ob der Anbieter aus der Stadt oder dem Kreis stamme, dürfe bei einer Ausschreibung nebenbei keine Rolle spielen, erklärt das Veranstaltungsmanagement der Stadt. Der Faktor “Regionalität” der Interessenten sei also im Prinzip gar kein Faktor. Ein bevorteilen lokaler Anbieter sei sogar juristisch nicht möglich.

Diese Aussagen und die Art der Vergabe rufen Benjamin Rodloff (BR-Management/LED Events) aus Bad Oldesloe auf den Plan. Und er ist sauer. Rodloff, der vielen von diversen Events in der Kreisstadt sowie vor allem in Hamburg und Umland bekannt ist, kann die Entscheidung und erstrecht die Begründung nicht verstehen.

Denn auch er hatte sein Interesse signalisiert, den Markt durchzuführen. In der vergangenen Jahren stand er immer mit seiner Punschbude in der Mühlenstraße. 2017 und 2018 auf dem Markt von Sebastian Hagen, davor an anderen Stellen.

“Ich habe immer gesagt, dass ich durchaus Interesse hätte, wenn es nur vier oder fünf Buden werden sollen. Mit mir hat aber niemand mehr gesprochen, als entschieden wurde, dass das Ganze eingedampft wird. Niemand hat uns gefragt, was wir uns vorstellen könnten. Dabei hatten wir signalisiert, dass wir Interesse haben”, so Rodloff. “Uns jetzt darauf zu reduzieren, dass man uns angeblich nehmen sollte, weil wir von hier kommen, ist vollkommen unverständlich und hat mit der Wahrheit nichts zu tun”

“Es steht doch fest: Niemand, der Interesse hatte, hat die Kriterien der Ausschreibung erfüllt. Auch das Unternehmen nicht, das jetzt den Zuschlag bekommen hat. Es ist ein Unding, dass es jetzt so klingt, als wenn sich jemand gegen unser Angebot durchgesetzt hätte und wir unterlegen sind. Wenn jemand sich durchsetzt, heißt das ja, man hat verschiedene Angebote verglichen “, legt er nach.

Dass man behaupte, das Konzept der Eventgestalter sei besser oder dichter an der Ausschreibung dran, sei “daher einfach nur Blödsinn”.

“Entweder du erfüllst die Kriterien einer Ausschreibung oder nicht. Wir haben kein Konzept für neun Buden eingereicht, weil wir genau das seit Jahren nicht wollen. Ich bin seit Jahren mit der Stadt in Kontakt. Man kann aber unser Konzept für vier oder fünf Buden gar nicht mit den Eventgestaltern verglichen haben, denn so ein Konzept liegt gar nicht vor. Soll ich bei einer Ausschreibung für neun Buden wieder ein Konzept für fünf abgeben? Das hat in den Vorjahren nichts gebracht. Obwohl wir ständig Interesse bekundet haben, das ganze Jahr über, hat man uns als lokalen Anbieter jetzt ignoriert. Man hat micht und unsere Partner aus Bad Oldesloe nicht ansatzweise gefragt, was wir anbieten wollten. Wir hatten nichmal die Chance, ein Konzept einzureichen”, so Rodloff weiter.

“Es dann noch so hinzustellen, als sei ein anderes Konzept besser gewesen oder habe sich gegen uns durchgesetzt – das ist einfach nur tierisch enttäuschend”, sagt er.

Benjamin Rodloff und Kyra Hilmer von LED Events im Jahr 2017 vor dem “Glühweinfinale” am Stand von LED Events Foto: SL

Seit Jahren bringt der Oldesloer sich in die Kreisstadt ein. Unter anderem ist er seit drei Jahren Veranstalter des erfolgreichen Jahresabschlusskonzerts von “Jeden Tag Silvester” in der Stormarnhalle, das er auch dieses Jahr wieder durchführt und das in den beiden vergangenen Jahren restlos ausverkauft war.

“Ich mache solche Dinge vor allem, weil wir als Firma hier in Bad Oldesloe sitzen und ich etwas für meine Stadt machen will, etwas anbieten und auf die Beine stellen”, so Rodloff weiter. “Wer uns kennt, weiß: Wir wollen hier Dinge in Bewegung bringen”, fügt er weiter an.

“Seit Jahren sage wir – und auch andere Organisatoren – dass ein Weihnachtsmarkt mit neun Buden über vier Wochen in Bad Oldesloe nicht realistisch ist. Doch die Stadtverwaltung wollte es nicht einsehen. Immer wieder habe ich andere Vorschläge und Ideen eingebracht. Und dann dampft man das jetzt ein – so wie wir es gefordert und gewünscht haben – und gibt dann lieber einem externen Veranstalter aus einer anderen Stadt 5000 Euro Fördergeld? Mir fällt nichts mehr dazu ein”, ist der Event-Profi, der in der Veranstaltungsszene in Norddeutschland einen guten Ruf besitzt, fassungslos.

Nachdem er von dieser Entwicklung hörte, habe er die Idee vorgelegt, in der Stadt weitere vereinzelte Buden aufzustellen. Vor allem wollte er seine traditionelle Punschbude wieder in der Fußgängerzone aufbauen. Er erhielt keine Genehmigung hierfür.

“Man zieht seine Rückschlüsse für die Zukunft daraus. Ich habe nicht mehr answatzweise Lust in der Zukunft etwas für die Stadt Bad Oldesloe zu tun”, so Rodloff. “Es ist ein Unding, was da gelaufen ist und wie man mit uns umgeht.”

“Eine zusätzliche Punschbude kannibalisiert dann doch nur den Markt der Eventgestalter vor dem Kub”, sagt Bürgermeister Jörg Lembke. “Wir wollen einen geschlossenen Markt und keine vereinzelten Buden”, so Lembke weiter.

“Das eingedampfte Konzept vor dem KuB ist besser als gar kein Weihnachtsmarkt in den Adventswochen”, findet er.

Aus der Stadtverwaltung heißt es weiter, dass bei der Ausschreibung und der Auswahl des Veranstalter juristisch keine Fehler gemacht worden seien. Alles sei ordnungsgemäß abgelaufen. Rodloff könne sich bei Interesse ja im nächsten Jahr für die Ausrichtung des Marktes bewerben. Dass zumindest seine traditionelle Punschbude in der Weihnachtszeit in der Fußgängerzone doch noch nachträglich als “good will” oder Entgegenkommen genehmigt werde, schloss die Stadtverwaltung aus.

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