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Polizei und Feuerwehr

So hilft eine neue Schuh-Datenbank der Polizei bei der Verbrecherjagd

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Kiel – Schuhspuren sind für die Aufklärung von Straftaten enorm wichtig, sind sie doch oftmals der einzige Beweis dafür, dass zumindest der Schuh eines Verdächtigen am Tatort war.

Ermittler an einem Tatort Symbolfoto: Presslab/shutterstock

Der deutlich sichtbare und vollständige Abdruck im Blumenbeet ist allerdings eher die Seltenheit. Oft sind es nur Fragmente mit Kringeln, Quadraten oder Zickzacklinien, hinterlassen auf Böden unterschiedlichster Beschaffenheit und durch häufiges Tragen abgenutzt. Dann ist der Sachverstand der Spurensicherer am Tatort und der Experten des Kriminaltechnischen Instituts (KTI) im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein gefragt. Für den Sohlenvergleich greifen diese seit kurzem auf eine neue, deutlich erweiterte Referenzdatenbank zurück.

Die vom KTI erworbene Datenbank ist mit rund 28.000 Schuhmodellen eine der bundesweit größten Sammlungen dieser Art.

Sie wird vom LKA Niedersachsen, das die Datenbank ebenfalls nutzt, ständig erweitert.

Es gibt verschiedene Methoden, Schuhspuren zu sichern – vom Folienabzug über Abformung bis hin zur Fotografie. Da die späteren Untersuchungsergebnisse abhängig sind von der Qualität und Quantität der Spuren, ist eine professionelle Sicherung besonders wichtig.

In Schleswig-Holstein landen anschließend viele dieser gesicherten Spuren bei den Kriminaltechnikern des LKA 422.

Pro Jahr bearbeiten sie zwischen 1200 und 1500 Untersuchungsanträge mit bis zu 4500 Asservaten. Etwa drei Viertel davon sind Schuhspuren.

Die restlichen Asservate sind in der Regel Schuhe, die bei tatverdächtigen Personen sichergestellt wurden und zu Vergleichsuntersuchungen ins LKA geschickt werden.

Die Sachverständigen vergleichen zunächst die Musterelemente der am Tatort gesicherten Schuhspuren mit der Referenzmustersammlung, indem sie verschiedene wählbare Grundmuster und eventuelle Besonderheiten eingeben – eine kniffelige Detailarbeit, für die sie die Sohle richtig “lesen” müssen. Es gilt, Marke, Modell oder Plagiate zu identifizieren.

Die Fotos in der Datenbank zeigen jeweils eine Abbildung der Sohle und des kompletten Schuhs. Vom Laufschuh über Gummistiefel bis zum Arbeitsschuh ist alles dabei – 28.000 handelsübliche Schuhmodelle.

Die Sohle von Schuhen kann Ermittler auf die Spur des Täters bringen. Bild von Free-Photos auf Pixabay

Gibt es einen Treffer, also ein passendes Referenzmuster, informieren die Schuhspur-Forensiker die Dienstelle, die den Fall bearbeitet. Sie erstellen außerdem eine Tatortliste, die alle Tatorte in Schleswig-Holstein auflistet, an denen das gleiche Grundmuster gesichert worden ist.

Im Idealfall finden sie sogar Besonderheiten, die nur zum Schuh des Täters passen. Und auch bei Durchsuchungen kann das Referenzmuster hilfreich sein, indem es die Ermittler vor Ort auf die richtige Fährte führt.

Wie zum Beispiel 2013 bei der Aufklärung eines Mordes an einem älteren Herrn.

Der Täter hatte das Opfer, einen Pflegefall, in dessen Wohnung getötet und anschließend den Leichnam vom Tatort entfernt und am Kanal abgelegt. Dort wurde der Leichnam erst Tage später zufällig gefunden.

Der Täter hatte den Tatort gründlich gereinigt, aber nicht gründlich genug: Mit besonderen Chemikalien konnten durch die Kriminaltechniker Blutspurenreste sichtbar gemacht werden.

In einer dieser Blutspuren waren besondere Fragmente eines Schuhabdruckes erkennbar.

Diese besonderen Fragmente konnten schnell einem Referenzmuster zugeordnet werden. Es handelte sich dabei um einen seltenen und nicht häufig verkauften Schuh. Die Mordkommission ermittelte anschließend, dass der Lebensgefährte der Pflegekraft im Besitz solcher Schuhe war. Am Ende führte die Schuhspur auf die entscheidende Fährte zur Aufklärung der Tat.

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Ahrensburg

Ahrensburg: Zeugen nach Raubüberfall auf 90-Jährige gesucht

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Ahrensburg – Bereits am Mittwoch, 14. August, gegen 19.20 Uhr, kam es in der Bahnhofstraße in Ahrensburg zu einem Straßenraub.

Eine 90-jährige Ahrensburgerin war zu Fuß auf dem Weg nach Hause, als von hinten eine männliche Person mit einem Fahrrad an sie heranfuhr und ihr die Handtasche von der Schulter riss. Die Geschädigte hielt die Handtasche noch instinktiv fest, wurde dabei jedoch umgerissen und stürzte zu Boden.

Hierbei zog sie sich Verletzungen an einer Hand und einem Bein zu.

Der Täter flüchtete in Richtung Woldenhorn und Hamburger Straße. In der Handtasche befand sich noch das Portemonnaie der Geschädigten mit einer geringen Menge Bargeld.

Eine Anwohnerin hörte die Schreie der Geschädigten und verständigte daraufhin die Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief ohne Erfolg.

Die 90-jährige wurde vor Ort von einem RTW behandelt.

Sie konnte den Täter nur vage wie folgt beschreiben.

– ca. 1,80 m groß – schwarze Mütze – schwarze Jacke -schwarzes älteres Fahrrad

Zeugen gesucht. Wer kann Angaben zu der Tat oder dem Täter machen? Wer hat eine Person gesehen, auf die die Beschreibung zutrifft? Zeugenhinweise bitte an die Krimipolizei in Ahrensburg unter der Telefonnummer 04102/809-0

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Polizei und Feuerwehr

Großhansdorf: 105 Katzen und Unmengen an Müll in Messie-Haus

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Großhansdorf – Es ist kaum vorstellbar, doch wurde es in Großhansdorf Realität. Zwei Frauen (50 und 70 Jahre alt ) lebten offenbar mit 105 Katzen in einem total verdreckten Haus.

Anwohner war aufgefallen, dass eine große Anzahl Katzen sich rund und offenbar auch in den Haus aufhielt. Daher waren die Behörden alarmiert worden, die bei ihrem Eintreffen auf sehr viel Unrat und Müll rund um und in dem Gebäude trafen.

Die hohe Anzahl an Vierbeiner stellte die Gemeinde bei einem gemeinsamen Einsatz mit der Polizei, der Feuerwehr, dem Tierheim sowie dem Kreisveterinäramt und weiteren Ordnungsamtsmitarbeitern vor Ort fest. Die Polizei verschaffte sich Zugang zu dem Haus. Den beiden Bewohnerinnen wurde die Rückkehr in das Gebäude aus Sicherheitsgründen untersagt.

Die Feuerwehr Großhansdorf sicherte freiliegende Leitungen in dem heruntergekommenen Haus in dem ein bestialischer Gestank geherrscht haben soll. Die Einsatzkräfte legten vorsichtshalber Schutzanzüge an.

Das Haus soll komplett vermüllt gewesen sein. Der Bürgermeister Janhinnerk Voß wurde bei einer Begehung des Ortes selbst von einer der zahllosen Katzen gebissen worden. Er unterzog sich einer kurzen Untersuchung in der Park-Klinik.

Gegem die beiden Bewohnerinnen, die zunächst wohl nur angegeben hatten, fünf Katzen zu halten, wurde ein „Tierhaltungsverbot“ erlassen. Sie sollen zunächst bei Verwandten untergekommen sein. Die Tiere kamen in umliegende Tierheime.

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Polizei und Feuerwehr

Polizei mit Pride-Streifenwagen und Infostand beim CSD in Lübeck

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Landespolizei beim Lübeck Pride -Streifenwagen Foto: Polizei/hfr

Lübeck – Am Freitag (16.08.) und Samstag ist Christopher-Street-Day #CSD in Lübeck.

“Eine gute Gelegenheit für uns, deutlich zu machen, dass wir für die Sicherheit aller sorgen – unabhängig von sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität. Unsere Kollegen von der Zentralen Ansprechstelle LSBTIQ* sind mit einem Informations- und Beratungsstand an beiden Tage auf dem Lübecker Markt vor Ort”, sagt Polizeisprecher Stefan Muhtz.

Infos zu diesen speziellen Ansprechpersonen bei der Polizei gibt es unter: www.schleswig-holstein.de/LSBTIQ

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