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“Fragmente”: Neue Ausstellung im KunstHaus am Schüberg

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Ammersbek – Das KunstHaus am Schüberg in Ammersbek lädt zur Kunstausstellungseröffnung „Fragmente“ von Doris Waschk-Balz und Ricarda Wyrwol am Sonntag, 18. August um 11.30 Uhr mit Einführung von Dr. Maike Bruhns ein.

Wie entstehen Skulpturen, wie korrespondieren Skulptur und Raum? Wie stehen unterschiedliche Skulpturen im Dialog miteinander, wie mit der Architektur des Raumes? Solche Fragen können sich ergeben, wenn man in diesen Spätsommertagen die Ausstellung der Künstlerinnen Doris Waschk-Balz und Ricarda Wyrwol im KunstHaus und dem angrenzenden Skulpturenpark besucht.

Doris Waschk-Balz arbeitet seit 50 Jahren in Hamburg als freischaffende Bildhauerin.

An vielen Plätzen der Hansestadt, darüber hinaus in ganz Norddeutschland — Lüneburg, Rendsburg, Uelzen, Ahrensburg, Kiel und zuletzt am Altar der Nikolaikirche Stralsund — hat sie öffentliche Räume markant belebt.

Den Hamburgern ist sie durch Skulpturen wie etwa dem Brunnen auf dem Großneumarkt, dem ‚Ottenser Torbogen’, dem Mahnmal am Tempelgebäude der ehemaligen Synagoge Oberstraße, der künstlerischen Gestaltung einer Figurengruppe vor dem Amtsgericht in Ahrensburg gut bekannt.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der Mensch. Dabei gilt ihr Interesse weniger der individuellen Gestalt, dem Ausdruck der Einzelfigur, als vielmehr dem Verhältnis des Einzelnen zu seinem Umfeld, zum Gegenüber, zum gebauten oder gewachsenen Raum.

In der Kombination von Figuren mit architektonischen und landschaftlichen Elementen versucht sie, den Bezügen nachzuspüren und dabei dem Betrachter Raum zu lassen für eigene Interpretationen.

Ricarda Wyrwol ist seit über 30 Jahren freiberufliche Bildhauerin.

Vor allem im kirchlichen Raum hat sie mit figurativen, vereinfachten Formen gewichtige Zeichen gesetzt, in Hamburg u.a.: den Taufstein und den Ambo im Altarraum in St. Ansgar in Niendorf, Mitgestaltung des Kolumbariums in St.Thomas Morus in Stellingen, eine Grabplatte für die Bischofsgräber im St.-Marien-Dom in St. Georg, die Stein-Skulptur „Engel, Wächter, Prophet“ auf dem Blankeneser Friedhof, den siebenarmigen Leuchter in der Hauptkirche St. Nicolai, das schwebende Epitaph in der Domkirche St. Marien sowie eine Holzfigur und ebenfalls einen Siebenarmigen Leuchter in St. Bonifatius.

Es sind fast archaisch anmutende Figurationen mit einem auf Wesenhaftes reduzierten Körper, an dem jedoch grundsätzlich weder Geschlecht noch Alter abzulesen sind. Gegliedert in Kopf und Körper, bilden sie Gruppen oder Paare, sie stehen für sich allein oder auch in Beziehung zu einer mitgestalteten Architektur, zum Raum. Diese Vereinfachung der Form lässt den Betrachtenden die Möglichkeit, sich in jede der dargestellten Positionen hineinzudenken, einzufühlen. So können sich im Laufe der Beschäftigung mit diesen Arbeiten, gerade über einen längeren Zeitraum hinweg, verschiedene Perspektivwechsel vollziehen.

Beide Künstlerinnen zeigen im differenzierten Umgang mit aus dem Figürlichen entwickelten Skulpturen ausdrucksstark Haltungen, sensibel existenzielle Befindlichkeiten in Formen, Bezügen und Verhältnissen in den offenen Raum hinein. Dieses Unabgeschlossene, dieses Fragmentarische ist es dann, das bei beiden Künstlerinnen für die Betrachtenden im Nachvollzug eindrucksvolle Perspektiven ermöglicht.

Frau Dr. Maike Bruhns, die bekannte Hamburger Kunsthistorikerin wird auf der Vernissage eine Einführung in diese Ausstellung geben.

Die beiden Künstlerinnen sind zur Vernissage am 18. August anwesend und werden an folgenden Sonntagen von 13 bis 16 Uhr in der KunstHaus am Schüberg Galerie für Fragen und Begegnungen offen sein: 8. und 15. September sowie am 13. Oktober 2019. Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 17 Uhr. Die Kaffeebar und Skulpturenpark sind ganzjährig geöffnet.

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Doppelausstellung in Trittau Amina Brotz und die Ateliergemeinschaft stellen aus

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Trittau – Für ihre Ausstellung „Werkstück“, die im Rahmen des Jahresthemas „Sammeln“ der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn gezeigt wird, konzipierte Amina Brotz zwei Werkkomplexe, die sich auf unterschiedliche Weise auf die räumlichen Gegebenheiten der Galerie in der Wassermühle Trittau beziehen.

Amina Brotz (von links), Judith Kisner, Jenny Feldmann, Benjamin F. Stumpf, Antje Feger, Verena Schöttmer, Joachim Koop (Sparkasse Holstein) © Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn

Bauliche Besonderheiten bilden dabei den Ausgangspunkt der gewählten Präsentationsformen. „Sowohl bei einer doppelt räumlich-ästhetischen Auseinandersetzung mit Werkobjekten als auch in der sich der Historie des umgebenden Raumes in einer archivarischen Weise bedienenden Auseinandersetzung mit der Wassermühle schaffe ich einen Ort, an dem die Betrachter:innen beginnen, ihre eigene Wahrnehmung zu fokussieren: So wechseln sie bereits in ihrem Verständnis des Raums von einer Auffassung als bloßem Objekt hin zur Wahrnehmung von dessen Historie“, beschreibt die Künstlerin ihr Vorhaben.

Die Vorbereitung der Ausstellung wird von der Künstlerin ergänzt durch eine Recherche im Archiv der Gemeinde Trittau, in der Altregistratur sowie mit Lektüre zur Geschichte der Wassermühle. Amina Brotz geht es in ihrer Auseinandersetzung mit dem Ort und der Zeit stets darum, Erinnerungsstrukturen und -systeme neu zu bewerten und das neu Gesehene auf das Alte zu übertragen. Diese Arbeitsmethode liegt in dem Versuch begründet, die Schnittmenge von Kunst und Alltag künstlerisch zu verorten.

Amina Brotz wurde 1986 in Henstedt-Ulzburg geboren. Sie hat Freie Kunst an der Hochschule für Künste Bremen studiert und war Meisterschülerin von Prof. Heike Kati Barath. Heute lebt und arbeitet sie in Bremen und Schleswig-Holstein. Seit 2014 sind ihre Werke in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.  Arbeitsaufenthalte führten sie neben Wohn- und Arbeitsstipendien in Stuhr-Heiligenrode und Berlin unter anderem nach Kuba, Spanien und in die Russische Föderation. 2021 ist sie Residentin an der Cité Internatinonale des Arts in Paris.

Glück & Streben: Präsentation aktueller Arbeiten im Atelierhaus Trittau

Parallel zur Ausstellung von Amina Brotz gibt die Ateliergemeinschaft des benachbarten Atelierhauses Trittau unter dem Ausstellungstitel „Glück & Streben“ Einblicke in ihre aktuellen Arbeiten. An der Ausstellung beteiligen sich die Künstler:innen der Ateliergemeinschaft: Jenny Feldmann, Antje Feger / Benjamin F. Stumpf, Verena Schöttmer und die neue Stipendiatin der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn Judith Kisner.
Unter Berücksichtigung der geltenden Coronamaßnahmen ist ein Besuch der Ausstellung möglich. Alle Informationen auf: www.galerie-wassermuehle-trittau.de

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Enten zu dick: Glinde bittet auf Füttern zu verzichten

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Glinde – Das Füttern von Enten und anderen Wasservögeln mit Brot ist meistens gut gemeint. Vielleicht auch mit der Absicht verbunden, Kindern die Tiere und die Natur näher zu bringen. Doch leider werden die Tiere durch das Füttern gefährdet.

Die Stadt Glinde deshalb ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Vögel an den Glinder Gewässern nicht mehr zu füttern.

Grundsätzlich finden die Tiere genug Nahrung in der umliegenden Natur.

Durch das Füttern verlieren sie ihre „Hauptbeschäftigung“: die Futtersuche. Insbesondere das Füttern mit Brot schadet den Tieren.

Brot enthält viel Salz und Zucker. Gleichzeitig ist der Gehalt an Nährstoffen für die Enten relativ gering.

Durch das Füttern von Brot werden die Tiere zu dick.

Es können Mangelerscheinungen auftreten und die Anfälligkeit für Krankheiten steigen.

Neben den Enten leidet auch die umliegende Natur und verliert ihr Gleichgewicht. Wenn das Nahrungsangebot zu groß ist, vermehren sich Enten und andere Wasservögel zu stark.

Es entsteht zu viel Kot und zusammen mit nicht gefressenen Brotresten wird das Gewässer überdüngt. Algen wachsen vermehrt und der Sauerstoffgehalt nimmt ab.

Fische, Schnecken und andere Wasserbewohner leiden unter dem Sauerstoffmangel und können sterben.

Wenn die Anzahl an Enten und anderen Wasservögeln zu groß und der Raum zu klein wird, bedeutet das Stress für die Tiere. Dieser Stress kann zu Verhaltensstörungen bei Paarung, Brut und Aufzucht der Jungen führen.

Außerdem verlieren die Tiere durch das Füttern ihre natürliche Scheu vor dem Menschen. Das kann für die Tiere gefährlich werden und zu mehr Unfällen auf der Straße oder durch Hunde führen.

Ein weiteres Problem ist, dass liegengebliebene Brotreste zum Beispiel Ratten und Mäuse anlocken.

Im Januar 2021 hat die Stadt Glinde Hinweistafeln zum Fütterungsverbot an den Glinder Gewässern aufgestellt. Die Stadt Glinde bittet darum, Enten und andere Wasservögel lieber aus der Ferne zu beobachten und sich an ihnen zu erfreuen anstatt sie zu füttern.

Wer sich aktiv für den Gewässerschutz engagieren möchte oder sich für den Lebensraum Gewässer interessiert, kann gerne Kontakt mit der Glinder Ortsgruppe des BUND (Norbert Walura, norbert.walura@bund-stormarn.de) oder dem Angelsportverein Glinde von 1981 e.V. (Markus Berg, 0172 – 545 90 10) aufnehmen.

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Kreis will mit Community-Magazin Kulturschaffende unterstützen

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Bad Oldesloe – Um die durch die Corona-Pandemie und die damit Verbundenen Veranstaltungsverbote schwer getroffenen Kulturschaffenden zu unterstützen, plant der Kreis Stormarn ein neues Projekt: Ein Community-Magazin mit Informationen über die Szene.

Kulturrefferentin Tanja Lütje. Foto: Privat

Die Themen, die in den unterschiedlichsten Formaten wie Artikel, Fotostrecken, Videos, Tipps, Podcasts medial aufbereitet werden, entstehen aus einer Gemeinschaft kulturaffiner und experimentierfreudiger Menschen heraus.

Dieses offene Angebot richtet sich an alle, die sich mit eigenen Ideen einbringen und an der Gestaltung des kulturellen Lebens mitwirken wollen.

Eine Möglichkeit, sich jetzt zu beteiligen, ist die Namensgebung. Der Kreis sucht derzeit nach einem passenden Titel für die Website.

„Unser wichtigstes Anliegen ist es, möglichst viele für eine Beteiligung zu begeistern und den Community-Journalismus auf eine breite Basis zu stellen“, so Tanja Lütje, Kulturreferentin des Kreises. Auch Menschen ohne oder mit wenig Erfahrung in der Erstellung von Artikeln, Videos, Podcasts etc. sollen zur Teilnahme ermutigen werden.

Auf www.kultur-stormarn gibt es bereits erste Beiträge. An einem weiteren arbeiten etwa bekannte Jazz-Trompeter Ingolf Burkhardt und Kirchenmusiker Andis Paegle aus Bargteheide. Beide haben einen Jingle geschrieben. Ein Making-Of über die Entstehung des Stormarn-Lieds ist ab sofort auf der Website und Youtube zu sehen.

“Ein Jingle ist etwa zehn Sekunden lang, zwei Varianten gibt es”, sagt Andis Peagle. Alles sei in Kirche aufgenimmen worden, mit kleiner Truhenorgel oder E-Piano und Trompete: “Wir haben auch ein bisschen improvisiert.”

Trompeter Ingolf Burkhardt hat das kleine Musikprojekt in der Bargtheider Kirche genossen: “Es ging uns vorrangig nicht ums Geld, wir wissen ja wie es um die Kultur bestellt ist, wir unterstützen mit unserer Arbeit gern die lokale Kultur.” Er sehe dabei das große Ganze.

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