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Politik und Gesellschaft

AfD-nahe Stiftung im Schloss Reinbek: Linke und Kulturzentrumsleitung üben Kritik

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Reinbek – Ärger rund um eine Veranstaltung im Schloss Reinbek, bei der Kreistagspolitiker und auch Mitarbeiter des Schlosses die Befürchtung haben, es könnten rechtspopulistische und rechtsextreme Ideen verbreitet werden und Rechtsextreme als Gäste vorbeischauen.

Am 3. August  von 14 bis 18 Uhr veranstaltet die AfD-nahe Desiderius Erasmus Stiftung eine Tagung im Schloss Reinbek, bei der Bundestagsabgeordnete der AfD und ein Vorstandsmitglied der Stiftung unter dem Titel „Wer soll das bezahlen?“ ihre rechtspopulistischen Positionen zum Besten geben werden”, heißt es von Seiten der Linken-Kreistagsfraktion.

Zugang und auch die Bekanntgabe des Ortes der Diskussion wird nur nach Anmeldung gewährt. Man will wohl unter sich bleiben.

„Es ist bedenklich, dass eine Stiftung, die ganz klar dem extrem rechten Lager zuzuordnen ist, die die AfD ideologisch begleitet und deren Vorsitzende Erika Steinbach sich gerade wieder einmal durch ihre Hetze gegen den später ermordeten CDU-Politiker Lübcke hervorgetan hat, in Stormarn, in Räumen, die von Kreis und Stadt gemeinsam finanziert werden, ihr Gift verspritzen kann“, so die Fraktion Die Linke im Kreistag Stormarn in einer öffentlichen Mitteilung.

„Ob es im Sinne der Bürger und Bürgerinnen von Reinbek und Stormarn ist, dass in diesem Kulturgut unseres Kreises eine geschlossene Veranstaltung extremer Rechter stattfindet, wagen wir zu bezweifeln“, heißt es weiter in dem Statement.

Die Leitung des Kulturzentrums im Schloss Reinbek bestätigte , dass diese Veranstaltung am 3. August geplant ist. Dass die Stiftung und die AfD den Veranstaltungsort geheimhalten wollten, sei egal. Wer frage, bekomme auch eine Antwort, was im Schloss stattfindet, heißt es. Man habe sich auch bemüht, die Veranstaltung nicht stattfinden zu lassen, weil man gerade mit Blick auf Äußerungen der Stiftungsvorsitzenden Erika Steinbach, mehr als nur Bauchschmerzen habe. Die AfD habe schon öfter Räume im Schloss angemietet und wolle das wohl auch in der Zukunft, an werde immer prüfen, ob das zu verhinden sei.

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Politik und Gesellschaft

Ahrensburg: CDU- Landtagsabgeordneter beeindruckt vom Engagement der Tafel

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Foto: Tobias Koch/CDU Stormarn/hfr


Ahrensburg – Der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der CDU-Fraktion im Kieler Landtag Tobias Koch (CDU) besuchte anlässlich des Tages des Ehrenamts die Ausgabestelle in der Alten Kate 1 des Vereins Ahrensburger Tafel.

„Die Tafel in Ahrensburg zeigt, wie wichtig das freiwillige Engagement zugunsten von hilfsbedürftigen Menschen ist. Ich finde, dass wir die Arbeit von Ehrenamtlichen angemessen wertschätzen müssen, um Menschen zusätzlich dafür zu motivieren, dass sie sich freiwillig für unsere Gesellschaft einsetzen“, sagte Koch.

Er wurde empfangen von Holger Pruß, Vorstand der Ahrensburger Tafel e. V., und Bernd Linde, Leiter der Ahrensburger Ausgabestelle.

Die beiden erläuterten Koch das System der Tafel, angefangen bei regelmäßigen Spenden, überwiegend von Supermärkten in der Region, die der Tafel kostenlos zum Verzehr geeignete Lebensmittel überlassen, die sie selbst zum Beispiel wegen ablaufender Haltbarkeitsdaten aussortieren.

Fünf Kühlfahrzeuge der Tafel Ahrensburg holen diese Produkte bei den Spendern ab und verteilen sie auf die fünf Ausgabestellen der Tafel Ahrensburg. Dort können nachweisbar Berechtigte gegen einen pauschalen Obolus von zwei Euro während der Öffnungszeiten bekommen, was pro Person oder Haushalt zur Verfügung steht.

Koch zeigte sich überrascht davon, welch logistischer Aufwand für den kontinuierlichen Ablauf mit dem Einsatz von etwa 120 Ehrenamtlichen notwendig ist. Holger Pruß und Bernd Linde berichteten ihm auch von ihren Nöten und Sorgen.

Voraussetzung für die Tafel, so Pruß, seien zwar viel ehrenamtliche Arbeit und die regelmäßigen Lebensmittelspenden, jedoch würde zusätzlich Geld benötigt, um anfallende Kosten unter anderem für die Miete der Ausgabestellen und den Betrieb der Fahrzeuge zu decken.

Zwar werde die Tafel von Kommunen unterstützt und erhalte auch Geldspenden von Firmen und Einzelpersonen, doch reichten alle Einnahmen nicht immer aus.

Die beiden Tafel-Organisatoren wünschten sich mehr Entlastung: zum Beispiel durch einen höheren Mietzuschuss der Stadt Ahrensburg, weil die Kosten sich durch den notwendigen Umzug der Ausgabestelle in die Große Straße 22 zum 1. Januar erhöhen werden.

Koch, der während der Ausgabe der Lebensmittel mit ehrenamtlichen Helfern und mit Bedürftigen sprach, war beeindruckt vom Funktionieren des Betriebs.

Er versprach, sich für zusätzliche öffentliche Unterstützung der Tafel einzusetzen, zum Beispiel für eine Entlastung von der Kfz-Steuer für die Auslieferungsfahrzeuge.

Koch sagte: „Der Staat muss der Wertschätzung für das Ehrenamt Ausdruck verleihen und die Freiwilligen auch mit Vergünstigungen belohnen, um Anreize zu schaffen. Unsere Demokratie ist ohne Ehrenamt nicht vorstellbar.“

Koch wünscht sich außerdem, dass auch die Spendenbereitschaft für die Tafel wächst.

Die Ahrensburger Tafel e. V. wurde 1995 als Stormarner Tafel e. V. gegründet, als 26. Tafel in Deutschland und vierte in Schleswig-Holstein.

Sie betreut inzwischen Ausgabestellen in Ahrensburg, Bargteheide (seit 1996), Rahlstedt-Großlohe am Hamburger Stadtrand (seit 1997), Ammersbek (seit 2014) und Großhansdorf (seit 2014).

Die fünf Ausgabestellen versorgen jede Woche mehr als 1900 bedürftige Personen in annähernd 700 Haushalten. Zurzeit arbeiten 118 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Ahrensburger Tafel, 75 in den Läden, 40 im Fahrdienst auf fünf Kleinlastern (allesamt Kühlwagen) und drei als Bürokräfte.

Die Betriebskosten der Ahrensburger Tafel e. V. betrugen im Jahr 2017 insgesamt 84.000 Euro für Mieten, Raum- und Betriebskosten sowie für den Betrieb der fünf Fahrzeuge.

In Deutschland gibt es zurzeit 937 Tafeln, 56 davon in Schleswig-Holstein und im Kreis Stormarn sechs Tafel-Vereine (neben Ahrensburg noch in Bad Oldesloe, Trittau, Reinfeld, Barsbüttel und Glinde) mit zehn Ausgabestellen.

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Politik und Gesellschaft

“Ich mache mit!”: Messe in Ahrensburg informiert über Ehrenamt

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Ahrensburg – Wer sich in Ahrensburg engagieren möchte, aber noch nicht weiß wo er seine Talente einsetzen kann, hat am 15. Februar 2020 die Möglichkeit sich auf der Messe „Ich mache mit! Engagiert in Ahrensburg“ inspirieren zu lassen.

In Ahrensburg gibt es zahlreiche Organisationen und Vereine, die sich für Menschen und wohltätige Zwecke einsetzen. Am 15. Februar haben diese die Möglichkeit ihre Arbeit im Rahmen der Messe kostenfrei zu präsentieren und mit den Besucher*innen ins Gespräch zu kommen.

Damit möglichst viele Menschen wieder auf die Messe aufmerksam werden hat Bernard Bonnin (Grafiker) ein Plakat konzipiert, das er diese Woche Anne-Rose Sieland und Regine Kersting (Projektbüro Engagierte Ahrensburg) überreichte.

Die ersten Anmeldungen liegen bereits vor u.a. vom Hospiz e.V., Freundeskreis Flüchtlinge, Kibis, Kinderschutzbund, den Lesepaten oder Seniorenbeirat. Wenn auch Sie dabei sein möchten, den Anmeldebogen können Sie unter www.engagierte-stadt-ahrensburg.org herunterladen. Anmeldeschluss ist am 10.01.2020.

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Bad Oldesloe

Kinderschutzbund Stormarn bedankt sich bei 170 Ehrenamtlern

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Foto: Vöcking/DKSB/hfr

Bad Oldesloe – Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich und bereichern so das gesellschaftliche Leben.

Das Ehrenamt ist ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft – dennoch ist es nicht selbstverständlich, dass Menschen freiwillig ihre Zeit spenden, um wichtige Angebote möglich zu machen oder andere Menschen zu unterstützen.

„Aus Anlass dieses Feiertages möchten wir uns herzlich bei all den ehrenamtlich Tätigen in unseren Kinderhäusern Blauer Elefant in Ahrensburg, Bargteheide und Bad Oldesloe für ihre wertvolle Arbeit bedanken“, erklärt Birgitt Zabel, erste Vorsitzende des Kinderschutzbundes (DKSB) in Stormarn, „denn unsere Ehrenamtlichen sind eine wichtige Säule der Kinderschutzarbeit, auf die wir nicht verzichten können und wollen.

Das Ehrenamt hat im Kinderschutzbund Stormarn eine ganz besondere Bedeutung. Der Verein ist selbst aus bürgerschaftlichem Engagement heraus entstanden. Eine Gruppe von 16 Frauen und einem Mann gründeten ihn im Jahr 1980. Mit den Jahren haben sich viele Angebote des Vereins immer weiter professionalisiert und es wurden auch hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt.

Heute sind über 170 ehrenamtliche Tätige und mehr als 70 Angestellte für den Kinderschutz im Kreis aktiv.

Der Kinderschutzbund freut sich darüber hinaus immer über weitere Ehrenamtliche, die die Teams der Kinderhäuser Blauer Elefant in Ahrensburg, Bargteheide und Bad Oldesloe unterstützen. Birgitt Zabel ermuntert Menschen, sich bei Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit direkt mit den Kinderhäusern Blauer Elefant in Verbindung zu setzen:

„Menschen, die ehrenamtlich bei uns arbeiten möchten, finden ganz unterschiedliche Arbeitsfelder, z.B. am Kinder- und Jugendtelefon oder am Elterntelefon, im direkten Kontakt mit Familien als Familienpaten, bei der Hausaufgabenhilfe, als Lesepate, als Unterstützer in der Kinder-Kleider-Kammer und auch in der Vorstandsarbeit, der ebenfalls ehrenamtlich arbeitet.“

Der diesjährige Internationale Tag des Ehrenamtes kann also auch eine Anregung sein, den ersten Schritt in ein Ehrenamt zu wagen. Für die Kinder und Familien im Kreis Stormarn wäre dies auf jeden Fall eine gute Sache.

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