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Bargteheide

Sanierung der Kirche in Bargteheide: Ein Besuch auf der Baustelle

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Bargteheide – Die Bargteheider Kirche ist aktuell eingehüllt in ein Baugerüst. Darauf arbeiten Spezialisten die Fassade auf, suchen Risse, kaputte Steine und unterspülten Putz.

Die Restaurierung ist kompliziert, wie der Bauhistoriker Dr. Holger Reimers erklärt: „Ursprünglich wurde die Kirche aus Feldsteinen gebaut und in den Jahrhunderten wurde die Fassade immer wieder ausgebessert.“ Es müsse daher darauf geachtet werden, dass sich der jetzt verwendete Mörtel auch mit dem früher genutzten vertrage.

Beim Bau der Kirche und der der Industrialisierung ausgeführten Reparaturen wurde in der Regel Gipsmörtel benutzt, später dann welcher aus Zement. „Aber das verträgt sich nicht“, sagt Holger Reimers. Das Ergebnis: Mit der Zeit haben sich Teile der Fassade abgelöst. In die entstandenen Ritzen läuft das Wasser, gefriert im Winter und sorgt für weitere Beschädigungen. An einigen Stellen sind regelrechte Beulen entstanden. Für Dr. Reimers ist die Arbeit eine Berufung: „Man kann an dieser Fassade durch die Jahrhunderte reisen.“

Während große Teile der Fassade trotz ihres Alters in einem beachtlich guten Zustand sind, müssen einige wenige komplett entfernt und mit neuen Ziegelsteinen gemauert werden. Das wird man anschließend deutlich sehen.

Alte Steine zu nutzen, wäre technisch zwar möglich aber viel zu zeitaufwendig gewesen. Pastor Tom Ströver findet das aber auch nicht schlimm:

„Die unterschiedlichen Materialien machen ja schon immer den Charme unserer Kirche aus und jetzt kommt auch von uns etwas neues dazu.“

Im Originalzustand ist das zwischen 1250 und 1270 gebaute Gotteshaus ohnehin schon lange nicht mehr. Im 19. Jahrhundert wurde ein Großteil der Kirche neu errichtet. Nur noch ein Drittel der Fassade besteht aus den alten Feldsteinen. Die jüngsten Sanierungen gab es Anfang der 90er Jahre und zur Jahrtausendwende.

Voraussichtlich bis September wird die Kirche in das Baugerüst gehüllt, die Sanierung soll bis Oktober abgeschlossen sein. „Wie viel Zeit exakt benötigt wird, lässt sich bei einem so alten Gebäude schwer sagen. Aber ich denke, dass die Firma eine sehr valide Einschätzung gegeben hat“, sagt Martin Ernst vom Kirchenvorstand. Sowohl er als auch Pastor Tom Ströver freuen sich über die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen und der Architektin und Bauleiterin Christine Johannsen. Die Maßnahme kostet rund 320.000 Euro und wird unter anderem durch Spenden und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz finanziert.

Die Kirche selbst hat übrigens auch während der gesamten Bauphase regulär geöffnet.

Konzerte und grundsätzlich auch die Trauungen finden statt – auch wenn einige Brautpaare in diesem Sommer abgesagt haben und auf umliegende Gemeinden ausgewichen sind. Damit die Orgel nicht durch den feinen Baustaub beschädigt wird, wurde sie vor Baubeginn komplett in eine Plastikfolie eingepackt.

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Polizei und Feuerwehr

Bargteheide: Autofahrer (64) in Kreisverkehr tödlich verunglückt

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Bargteheide – In der letzten Nacht kam es in Bargteheide zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein 64 jähriger Mann aus dem Bargteheider Umland tödlich verunglückte.

Symbolfoto: SL

Am 10. Juli 2020, gegen 1:43 Uhr wurde die Polizei Bargteheide wegen eines verunfallten Transporters am Kreisverkehr Westring/Jersbeker Straße alarmiert. Der Fahrer sei in dem Fahrzeug eingeklemmt worden und nicht bei Bewusstsein.

Die Beamten der Polizei, Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes erreichten kurze Zeit später den Einsatzort.

Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb der Mann noch am Unfallort.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand befuhr der Mann den Westring in Richtung Jersbek. Am Kreisverkehr Westring/Jersbeker Straße fuhr er fast mittig auf die Kreisverkehrsinsel, hob ab und kam erst an einem gegenüberliegenden Erdwall zum Stehen. Es gibt keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.

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Polizei und Feuerwehr

81-Jähriger durch Sturz lebensgefährlich verletzt: Polizei sucht nach zwei Ersthelferinnen

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Bargteheide – Nachdem ein Mann (81) in Bargteheide gestürzt ist und dabei lebensgefährlich verletzt wurde, sucht die Polizei nach zwei Frauen, die denn Unfall beobachtet haben könnten.

Rettungswagen im Einsatz Symbolfoto: SL

Der Vorfall ereignete sich am 6. Juli gegen 11.45 Uhr in der Theodor-Storm-Straße. Der 81-Jährige, der ein Fahrrad bei sich hatte, stürzte und schlug mit dem Kopf auf den dortigen Kantstein.

Es ist nicht bekannt, ob er fuhr oder das Fahrrad geschoben hat. Hinweise auf weitere Beteiligte liegen nicht vor.

Unmittelbar nach dem Vorfall sollen sich zunächst zwei ältere Damen um den Verletzten gekümmert haben. Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren sie nicht mehr vor Ort.

Jetzt sucht die Polizei nach den beiden Ersthelferinnen und weiteren Zeugen. Hinweise an die Polizeistation Bargteheide unter der Telefonnummer: 04532/7071-0.

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Bargteheide

Bargteheider Corona-Krisenstab zieht nach vier Monaten positive Bilanz

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Bargteheide – Seit fast vier Monaten koordiniert ein Krisenstab aus Mitarbeitenden der Verwaltung – insbesondere des Ordnungsamtes, der Polizei, der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Kirche und des Familienzentrums alle kommunalen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Der Corona-Krisenstab der Stadt Bargteheide. Foto: Stadt Bargteheide

Mehr als 120 Einzelmaßnahmen sind in diesem Zeitraum angefallen und bearbeitet worden.

„Die Anfragen und Aufgaben die an die Verwaltung gestellt wurden, waren vielfältig. Es wurde quasi das gesamt öffentliche Leben, bis hinein ins Private – wie Anfragen nach Geburtstagsfeiern – geregelt“, so Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass durch den frühzeitigen Austausch die Zusammenarbeit gut und effektiv koordiniert wurde und notwendige Maßnahmen flüssig ineinander griffen.

Bevölkerungsschutz war dabei ein wichtiges Thema. So erhielt beispielsweise die Polizei Unterstützung durch einen externen Sicherheitsdienst, der von der Verwaltung beauftragt wurde.

Dietmar Fleischmann, Leiter des städtischen Ordnungsamts und Frank Stephan Simon, Leiter der örtlichen Polizeiwache bestätigen, dass es für diese Präsenz viel positiven Zuspruch aus der Bevölkerung gegeben habe.

Die Freiwillige Feuerwehr hat bei der Mittelbeschaffung – wie beispielsweise der Beschaffung von Schutzausrüstungen und Atemmasken unterstützt.

Familienzentrum und evangelische Kirchen haben sich gemeinsam um die soziale Unterstützung der Bevölkerung gekümmert, Infoplakate in der Stadt aufgestellt und eine Helfer-Hotline ins Leben gerufen.

„Innerhalb kurzer Zeit haben sich darüber 52 Freiwillige bei uns gemeldet und ihre Hilfe angeboten. 45 sind nach wie vor aktiv“, sagt Sabine Wiechern vom Familienzentrum. Aus der Bevölkerung habe man großes ehrenamtliches Engagement erfahren.

„Die gute Zusammenarbeit des Krisenstabs hat sich in vielen Projekten gezeigt“, so Pastor Jan Roßmanek. Ein Beispiel dafür sei die Verteilung der Lebensmittel durch die Ahrensburger Tafel auf der Kircheninsel. Mitarbeitende des Bauhofs haben die Beschilderung der Wegführung übernommen, Ehrenamtliche bei der Verteilung unterstützt.

„Wir sind hier in Bargteheide von Beginn an gut vernetzt und aufgestellt“, bestätigt auch Hinnerk Bielenberg, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bargteheide. Nun gelte es die Entwicklung durch die weiteren Maßnahmenlockerungen sowie die begonnene Ferien- und Reisezeit abzuwarten. Der Krisenstab wird auch weiterhin in regelmäßigem Kontakt bleiben, um auf mögliche Veränderungen in der Corona-Pandemie schnell reagieren zu können.

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