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Bargteheide

Bargteheider Rotarier haben einen neuen Präsidenten

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Bargteheide – Die Rotarier in Bargteheide haben einen neuen Präsidenten. Piet Zylstra (links) hat den Staffelstab an seinen Nachfolger Rüdiger Huhn weitergereicht.

Doch nicht nur die Führung ändert sich in diesem Jahr bei dem Service Club. Auch die Förderung von gesellschaftlich relevanten Projekten soll ausgeweitet werden.

Rüdiger Huhn, der seit dem 1. Juli ein Jahr lang dem Rotary Club in Bargteheide vorsitzen wird, sagt:

“In unserer Stadt und ihrem Umfeld gibt es so viele Menschen, die mit ihren Ideen das Zusammenleben verbessern.”

Sein Club habe deswegen schon immer ehrenamtliches Engagement finanziell gefördert. Diesen Fokus wollen die Rotarier jetzt noch stärker aufs Regionale setzen und haben einen Förderfonds gegründet.

“Damit wollen wir diese Menschen bei ihren Aktivitäten unterstützen”, sagt Huhn. Damit ändert der Club grundlegend sein Vorgehen bei der Auswahl an zu unterstützenden Vereinen, Einzelpersonen und anderen Gruppen, die sich gesellschaftlich einsetzen. Die können jetzt proaktiv tätig werden und sich um Fördergelder bewerben.

Angesprochen sind neben Vereinen und Verbänden auch Schulen und Einzelpersonen, die ab sofort – Infos unter www.rotary-bargteheide.de – ihre Projekte vorstellen können.

Der Fonds ist über den Förderverein “Freunde des Rotary Clubs Bargteheide” bereits mit 10.000 Euro ausgestattet worden. Die Summe wird im ersten Jahr unter den Bewerbern aufgeteilt.

Über die Vergabe wird jetzt und in den Folgejahren eine Jury entscheiden. Das Geld nehmen die Rotarier über verschiedene Projekte ein.

“Unser traditionelles Neujahrskontert im Kleinen Theater hat mittlerweile einen festen Platz in den Kalendern der Musikfreunde”, sagt Past-Präsident Piet Zylstra. In diesem Jahr sei die Veranstaltung wie in den Vorjahren ausverkauft gewesen. Auch das Gutscheinheft ist in Bargteheide und Umgebung seit Jahren so begehrt, dass die Rotartier die Auflage erhöhen mussten. Ziel des Fonds ist es, künftig mindestens 50 Prozent ihrer Einnahmen in Bargteheide und Umgebung auszuschütten. Der Club finanziert schon jetzt ganz oder zum Teil viele Projekte, wie etwa ein Stipendium für Auszubildende in sozialen Berufen. “Wir sollen damit den beriflichen Einstieg in diesem Bereich fördern”, sagt Rüdiger Huhn. Der erste Stipendiat wird beim Neujahrskonzert vorgestellt. Neben sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Projekten will der Rotary Club auch die Völkerverständigung fördern und schickt jedes Jahr einem Jugendlichen einen Auslandsaufenthalt. Auch der neue Präsident selbst hat ein ganz persönliches Projekt: “Ich möchte ein Zeichen gegen Kinderarmut setzen”, sagt Huhn. Bei einer Reise nach Kambodscha habe er sehen müssen, wie schlecht es dort vielen geht und das habe ihn geprägt. Weil der Zugang zu Bildung dort immer noch ein großes Problem darstellt, sucht er jetzt nach einem Partnerclub im Südostasien, um ein gemeinsames Projekt zu initiieren und möglicherweise sogar eine Schule zu bauen.

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Kultur

Bargteheider Natur- und Tierfotograf zeigt Arktis-Bilder im Stellwerk

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Bargteheide – Mit der Ausstellung „Faszination Licht und Leben in der Arktis“ von Jens Kähler präsentiert der Bargteheider Kunstkreis erstmals Arbeiten eines Bargteheider Natur- und Tierfotografen.

Eisbär in der Arktis. Foto: Jens Kähler

Was haben Walhaie mit Walrossen zu tun? Mantas mit Eisbären? Die Malediven mit der Arktis? Erstmal nicht viel. Im Falle von Jens Kähler allerdings schon. Denn das Tauchen auf den Malediven brachte ihm in jungen Jahren nicht nur viel Freude – sondern auch die Leidenschaft zur Fotografie. Als er in den 70er Jahren die faszinierende Unterwasserwelt im Indischen Ozean auf Dias festhielt, sollten diese eigentlich nur bleibenden Erinnerungen dienen. Aber es folgten unzählige Fotoserien, die eine wachsende Begeisterung Kählers für die Fotografie der Natur und Tierwelt widerspiegelten.

Im Laufe der Jahre sollte sich sein Fokus immer mehr über Wasser abspielen. Der Autodidakt beschäftigte sich ausführlich mit den Kranichen auf ihrem Zug von Nord nach Süd, fuhr nach Schweden, um sie bei der Balz und ihren Tänzen zu beobachten. Es folgten Reisen nach Polen und Bulgarien, wo Kähler Seeadler, Steinadler und Wölfe fotografierte.

Doch das Element Wasser ließ ihn nie los, sodass es ihn zu weiteren Aufnahmen in die Arktis und Antarktis zog.

Hier dokumentierte er auf beeindruckende Weise die einzigartige Welt von Walross und Eisbär sowie die fulminanten Lichter des Eises inmitten malerischer Eisberge. Kähler freut sich, eine Auswahl seiner schönsten Bilder im Stellwerk ausstellen zu dürfen.

Kunstkreis-Mitglied Lucia Schoop: „Wir sollten unbedingt auch einmal einem Bargteheider Natur- und Tierfotografen die Möglichkeit geben, seine Bilder in dem schönen Ambiente des Stellwerks zu zeigen“.

Die Vernissage ist am 30. August um 19 Uhr im Stellwerk Bargteheide.

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Bargteheide

Sozialdienstleister fusionieren: Tohus aus Bargteheide übernimmt Prosocial

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Bargteheide – Mit der Fusion am 13. August übernimmt die tohus gGmbH die Betreuungsangebote und die Mitarbeiter der prosocial gGmbH in Stormarn.

Beide Unternehmen sind gemeinnützig und gehören dem Unternehmensverbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf an. Während das Angebotsspektrum der tohus gGmbH auf den Schwerpunkten Wohnen, Arbeit, Beschäftigung und Inklusion für Menschen mit psychischen Erkrankungen, Sucht und Doppeldiagnosen liegt, war das Augenmerk der prosocial gGmbH in der Vergangenheit auf Menschen mit Lernbehinderungen ausgerichtet.

Mit der Verschmelzung beider Unternehmen unter dem Dach der tohus gGmbH soll die fachliche Kompetenz jetzt gebündelt und erweitert werden.

Hintergrund ist die Tatsache, dass es aufgrund pränataler Diagnostik immer weniger Kinder mit angeborenen Lernbehinderungen gibt und in Einrichtungen der klassischen Behindertenhilfe deshalb mehr und mehr auch Menschen mit seelischen Erkrankungen aufgenommen werden.

Beide Therapiebereiche benötigen spezielle Fachleute und die sind bei tohus nun in einem Unternehmen zu finden. Vor zwei Jahren hat die Evangelische Stiftung Alsterdorf das Projekt „Inklusives Stormarn“ aufgelegt, um die Versorgung von Menschen mit Behinderungen im Rahmen der Eingliederungshilfe im Landkreis signifikant zu verbessern.

Mit neuen inklusiven Initiativen in Bad Oldesloe und Bargteheide wie der Teilnahme einer inklusiven Gruppe am Baltic Sea Circle gab es die ersten Anstöße dazu.

Foto: ToHus GmbH/hfr

Die Fusion von prosocial und tohus soll diesem Anliegen nun einen neuen Schub geben. Zu den von tohus übernommenen Angeboten gehören das Stationär betreute Wohnen in Bad Oldesloe und Bargteheide, das Ambulant betreute Wohnen in Bad Oldesloe und sechs WfbM-Arbeitsplätze für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Das prosocial-Angebot in Halstenbek im Landkreis Pinneberg übernimmt die Alsterdorf Assistenz Ost gGmbH, die ebenfalls zum Unternehmensverbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf gehört.

Schon vor einem Jahr haben die ersten Treffen zwischen den tohus- und den prosocial-Mitarbeitern stattgefunden, um einander kennenzulernen und sich auf die gemeinsame Arbeit einzustimmen.

Pastor Eckart Drews, Geschäftsführer der tohus gGmbH: „Wir haben die Fusion schon am 1. April dieses Jahres als Betriebsübergang vorbereitet. Alle Mitarbeiter von prosocial haben zugestimmt, sind seit diesem Zeitpunkt auch durch die Mitarbeitervertretung der tohus gGmbH vertreten und beschäftigen sich paritätisch mit einer Angleichung der Arbeitskultur beider Unternehmen. Auf der anderen Seite kann die tohus gGmbH Stormarner Bürgern mit der Fusion jetzt auch neue therapeutische Angebote machen.“

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Kultur

Besser als das Cinema Paradiso? Trägerverein eröffnet Bargteheider “Bürgerkino”

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Start in die neue Kinozeit in Bargteheide

Bargteheide – Am 18. August endet die kinolose  Zeit in Bargteheide. Denn dann startet das neue Kinoprojekt des Trägervereins „Kleines Theater e.V.“ endlich durch. Nach dem überraschenden Abschied von Hans-Peter Jansen mit seinem erfolgreichen “Cinema Paradiso” war die Suche nach einem Nachfolger komplizierter als gedacht. Hinzu kamen viel Kritik und Querelen hinter den Kulissen entlang des Abschieds des bekannten Kinomachers aus der Stadt.

Eigentlich sollte die Neueröffnung trotzdem schon vor sechs Monaten geschehen, aber dann kam alles irgendwie anders.

„Geduld zahlt sich aus“, findet Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht, die auch anmerkt, dass der Trägerverein sich nun so aufgestellt habe und sich mittlerweile so „bürgernah“ zeige, dass er die Aufgabe neben dem Theaterbetrieb auch das Kino stemmen zu können.

Der Trägerverein selbst hofft nun – wo er bis auf den Gastrobetrieb im „Papillon“ – quasi alles in einer Hand hat, dass es weniger Querelen geben wird. Und damit soll die Arbeit im Haus einfacher werden.

Damit man nicht an den Bargteheidern vorbei plane, können die regelmäßig ihre Genre- und Filmwünsche einreichen und unter den Einreichenden werden dann Eintrittskarten verlost.

Um das Kinoprogramm kümmert sich ein sechsköpfiges Team rund um Norbert Ohl. Auch der junge Bargteheider Filmemacher Mervin Jäpel bringt sich ein. Die Durchführung des Kinobetriebs an sich übernimmt ein relativ junges Team, das laut Theater-Finanzmann und Ex-Finanzminister Rainer Wiegardt „über Mindestlohn“ verdienen soll. Daher, da ist sich der Vereinsvorsitzende Olaf Nehls sicher, sei das ein „Top-Schülerjob“.

Insgesamt ist man optimistisch, dass die neuen Kinopläne gut funktionieren werden. Da der Hans-Peter Jansen bei seinem Abschied nach sehr erfolgreichen Jahren mit dem „Cinema Paradiso“ und vielen Auszeichnungen seinen Projektor mitnahm, musste allerdings erstmal ein neuer angeschafft werden. Auch eine neue Tonanlage musste her. Die alte war einfach in die Jahre gekommen. 110 000 Euro wurden investiert. 55 000 Euro davon kamen aus Fördergeldern, den Rest trägt die Stadt Bargteheide, die damit ein Zeichen setzen möchte, dass sie das „Kleine Theater“ als „Kulturmagneten“ erhalten wolle. Hinzu kam auch noch eine neue Anzeigetafel für 15 000 Euro. Die ist nicht mehr so romantisch und historisch wie die alte, dafür hat sie mehr Funktionen und ist praktischer zu bedienen.

Zum Auftakt wird der Film „Nachtzug nach Lissabon“ des Bargteheider Produzenten Günther Russ gezeigt. Er läuft am 18.8 um 19.30 Uhr. Zuvor ( um 18.30 Uhr) gibt es einen Talk mit dem Stargast.

Das neue Kinoprogramm wird aktuelle Filme, aber auch Specials wie „Classics“ („Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „Casblanca“) und Filme in der Originalsprache mit Untertitel enthalten. Insgesamt solle es eher ein „Arthaus- “ als ein „Actionkino“ werden.

Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt sieben Euro.

Geöffnet hat das Kino im Kleinen Theater – das keinen eigenen Namen mehr erhalten wird – an allen Tagen bis auf Montag und Mittwochs, denn dann proben die Theatergruppen im Haus.

www.bargteheide-kino.de

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