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Schleswig-Holstein

Großeinsatz auf der A23: Gefahrguttransporter stürzt 15-Meter-Böschung herab

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Der Einsatz dauerte 17 Stunden bis die Bergung abgeschlossen war. Foto: KFV Dithmarschen/hfr

Schafstedt – Am Freitagmorgen, 12. Juli, kurz vor sechs Uhr wurde die Schafstedter Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall auf der A23 in Höhe Schafstedt (Kreis Dithmarschen ) alarmiert.

Ein mit 35.000 Litern Kraftstoff beladener Tanklastwagen war von der Fahrbahn abgekommen und eine 15 m hohe Böschung hinabgestürzt. Der Feuerwehreinsatz dauerte über 17 Stunden und stellte die 140 Einsatzkräfte vor eine große Herausforderung. Die Autobahn A23 wurde für die Dauer des Einsatzes in beide Richtungen voll gesperrt.

Nach dem die ersten Einsatzkräfte der Schafstedter Feuerwehr an dem Unfallort, direkt hinter der Autobahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal eintrafen, bot sich den ehrenamtlichen Helfern ein dramatisches Bild.

“Ein mit 35.000 Litern Kraftstoffen voll beladener Tanklastwagen durchbrach die Leitplanke und stürzte die 15 m hohe Böschung der Fahrbahn hinunter. Der LKW überschlug sich dabei und blieb auf der Fahrerseite liegen. Die Ladung des Tanklastwagens beinhaltete neben Diesel auch weitere brennbare und hochentzündliche Stoffe wie Superbenzin und E10”, so Feuerwehrsprecher Ole Kröger.

Zunächst galt es für die Feuerwehr den Fahrzeugführer aus einer Zwangslage zu befreien. Bei dem Überschlag wurde das Führerhaus des LKWs so stark deformiert, dass sich der Fahrer nicht selbst befreien konnte. Da der Fahrer ansprechbar war und nach Absprache mit dem Notarzt keine lebensgefährlichen Verletzungen vorlagen, wurde eine sogenannte patientenschonende Rettung durch die Feuerwehr durchgeführt.

Aufgrund der schlechten Zugänglichkeit für die Rettungskräfte konnte die Rettung erst nach drei Stunden abgeschlossen und der Fahrzeugführer dem Rettungsdienst übergeben werden. Nach ersten Rückmeldungen an die Einsatzleitung ist der Fahrzeugführer mit leichten Verletzungen davongekommen.

Die Bergung des Tanklastwagens stellte die Einsatzkräfte vor eine weitere Herausforderung.

Der Tankauflieger wurde geborgen Foto: KFV Dithmarschen/Hfr

“Durch das Gewicht der Ladung konnte dieser nicht einfach aufgerichtet und angehoben werden. Daher wurde unter Absprache mit dem Umweltamt, Fachberatern des Löschzuges Gefahrgut Kreis Dithmarschen und Steinburg sowie des Industrieparks Covestro aus Brunsbüttel und der Raffinerie Heide zunächst versucht, die Betriebsstoffe abzupumpen”, so Kröger.

Dies gelang nicht, da es aufgrund der Lage des LKWs keinen geeigneten Zugang gab. Bei den ersten Pumpversuchen trat hierdurch eine geringe Menge des geladenen Mediums aus, weshalb der Pumpvorgang abgebrochen werden musste.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde mit zwei Schwerlastkränen zunächst die Zugmaschine geborgen und anschließend der Tankauflieger versucht aufzurichten, um über die Domdeckel als Zugang das Medium abzupumpen. Bei dem Versuch den Tankauflieger aufzurichten gelang es dem Bergungsunternehmen letztendlich auch den voll gefüllten Tankauflieger zu bergen und auf die Fahrbahn zu heben. Ein sicheres Abpumpen der Flüssigkeiten konnte somit vorgenommen werden.

Während des gesamten Bergungsvorganges wurde durch die Feuerwehr der Brandschutz sichergestellt. Um die eingesetzten Atemschutzgeräteträger bei dem 17-stündigen Einsatz regelmäßig austauschen zu können, wurde die Feuerwehrbereitschaft des Kreises Dithmarschen gegen 15 Uhr dem Einsatz zugeführt.

Für die Umwelt und die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefährdung. Die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten um 230 Uhr von der Einsatzstelle ab und übergaben diese der Polizei.

Für die Dauer des Feuerwehreinsatzes blieb die Autobahn in beide Richtungen voll gesperrt. Die Fahrtrichtung Heide wurde nach der Bergung gegen 23:00 Uhr wieder Frei gegeben

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Schleswig-Holstein

Trümmer flogen 100 Meter weit: Food-Truck explodiert im Ostseebad

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Foto: Polizei Lübeck und Ostholstein/hfr

Kellenhusen – Im Bereich des Seebrückenvorplatzes von Kellenhusen kam es am heutigen Freitag, 19.Juli, gegen 8.35 Uhr zu einer Explosion. Eine Person wurde verletzt.

“Den bisherigen Ermittlungen zufolge ereignete sich die Explosion auf der Rückseite einer Gaststätte, die sich am Vorplatz der Seebrücke von Kellenhusen / Ostholstein befindet, in oder an einem dort stehenden Imbisswagen”, so Polizeisprecher Dirk Dürbrook.

Nachdem zunächst mitgeteilt wurde, dass niemand verletzt worden sei, meldete sich später eine männliche Person bei den Einsatzkräften des Rettungsdienstes, die über ansteigende Ohrenschmerzen klagte.

Die Explosion war so heftig, dass Verkleidungsteile des Foodtrucks bis zu 100 Meter weit geflogen sind. Bei einem in der Nähe befindlichen Mehrfamilienhaus sind durch die Explosion zwei Scheiben zerborsten.

Die polizeilichen Ermittlungen hat die Kriminalpolizeistelle Neustadt übernommen, die zur Unterstützung der Erforschung von Ursache und Hergang Sachverständige des Landeskriminalamtes aus Kiel angefordert hat.

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Schleswig-Holstein

Polizei kontrolliert nächste Woche Lastwagen und Busse

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Polizei kontrolliert einen Lastwagen. Foto: Stormarnlive.de

Kiel – Die Landespolizei Schleswig-Holstein wird in der kommenden Woche (22-28. Juli 2019) im Rahmen einer TISPOL-Kontrollwoche einen Schwerpunkt auf die Kontrolle des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs legen. In allen Polizeidirektionen des Landes erfolgen zielgerichtete Kontrollen durch speziell geschulte Einsatzkräfte.

Bei der Kontrolle im letzten Sommer lag die Beanstandungsquote bei fast 45 Prozent.

Im Schwerpunkt wurden zahlreiche Verstöße insbesondere gegen Fahrpersonalvorschriften, Ladungssicherung, Überladung und Gefahrgutvorschriften festgestellt und zur Ahndung gebracht.

Die Verkehrsströme des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs wachsen seit Jahren an, die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Güterkraftfahrzeugen leider auch. LKW-Unfälle haben oftmals besonders schwere Unfallfolgen für andere Verkehrsteilnehmer.

Hauptunfallursachen auf den Autobahnen sind Geschwindigkeitsüberschreitungen, mangelnde Ladungssicherung, unzureichender Abstand, Fehler beim Überholen und Übermüdung.

Übermüdete Fahrer und technisch nicht einwandfreie Fahrzeuge stellen eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar. Darum ist es wichtig, durch möglichst häufige intensive Kontrollen die anderen Verkehrsteilnehmer vor schweren Unfallfolgen insbesondere auf Bundesautobahnen zu bewahren.

Zum Hintergrund von TISPOL: TISPOL (Traffic Information System Police) wurde durch die Verkehrspolizeien Europas gegründet, um die Verkehrssicherheit und Strafverfolgung europaweit zu verbessern. Das Hauptziel von TISPOL ist die Reduzierung der Anzahl der Getöteten und Schwerverletzten auf Europas Straßen. Die ständigen Schwerpunktthemen sind u.a. Geschwindigkeit, Ablenkung, Sicherheitsgurt, Alkohol und Drogen und der gewerbliche Güter- / Personenverkehr.

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Schleswig-Holstein

Zahl der Einbrüche in Schleswig-Holstein erneut deutlich gesunken

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Shutterstock.com

Kiel – Die Zahl der Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche ist mit 2.090 Taten die niedrigste in den ersten sechs Monaten eines Jahres seit fünf Jahren. In den ersten sechs Monaten 2018 waren es noch 2.295 Taten (2017: 2.774; 2016: 3.693; 2015: 3.843; 2014: 2.519).

In den Sommermonaten liegt die Tatbelastung erfahrungsgemäß niedriger als in der dunklen Jahreszeit. So wurden im Januar 2019 noch 579 Taten erfasst, im Juni waren es hingegen nur 244.

Es handelt sich bei den Zahlen um aktuelle Lagedaten aus dem Vorgangsbearbeitungssystem der Landespolizei, nicht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS).

“Aktuelle Lagezahlen eignen sich für operative Zwecke und gewinnen aufgrund ihrer zeitnahen Erfassung zunehmend an Bedeutung. Sie stellen die tatsächlich durch die Polizei aufgenommenen Einbrüche dar. Sie haben aber als “Eingangsstatistik” keine PKS-vergleichbare Qualität. Sie liefern andere Zahlen als die Ausgangsstatistik PKS”, so Torge Stelck vom Landespolizeiamt.

Die Darstellung von Lagezahlen aus dem polizeilichen Vorgangsbearbeitungssystem erfolgt nach dem Erstelldatum des Vorgangs.

Im Unterschied hierzu sind die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik die erste Wahl für strategische Informationen zur bekanntgewordenen Kriminalität. Bundesweit einheitlich erfasste Zahlen dieser Ausgangsstatistik garantieren die erforderliche Qualität. Sie können aber ausschließlich zur Analyse vollständiger Berichtszeiträume (Kalenderjahr) herangezogen werden. Eine unterjährige Interpretation der PKS hat keinerlei Aussagekraft.

Trotz der rückläufigen Zahlen ruft die Landespolizei auch zur laufenden Urlaubszeit zu Wachsamkeit auf. Im Winter können sich die Täter die besonderen Tatgelegenheiten der frühen Dämmerung zunutze machen. Im Sommer ist es hingegen besonders wichtig, für das richtige Verhalten während der urlaubsbedingten Abwesenheit zu sensibilisieren.

Symbolfoto: Robert Hoeting/shutterstock

Dazu hier die Hinweise der Landespolizei:

Bei längeren Abwesenheiten: Vermeiden Sie Signale, an denen ein Einbrecher erkennt, dass ein Haus oder eine Wohnung unbewohnt ist.

Hinterlassen Sie keine Abwesenheitshinweise auf dem Anrufbeantworter, teilen Sie Fotos und Videos aus dem Urlaub nicht offen in den sozialen Medien und sprechen Sie Nachbarn an. Diese können nicht nur das Haus im Auge behalten, sondern aktiv dafür sorgen, dass der Briefkasten nicht überquillt, im Garten nichts darauf hindeutet, dass niemand zu Hause ist, die Rollläden bewegt werden und zu wechselnden Zeiten Licht im Haus brennt.

Falls dies nicht möglich ist, können auch Zeitschaltuhren und Lichtsensoren helfen, einen bewohnten Eindruck zu erwecken. Sollten ungebetene Gäste dennoch versuchen, in Ihr Haus oder Ihre Wohnung einzudringen, kommt es zuallererst auf zuverlässige mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern an. Weitere Infos, auch zur sicherheitstechnischen Beratung, finden Sie auf der Homepage der Landespolizei www.polizei.schleswig-holstein.de und unter www.k-einbruch.de.

Schaffen Sie für die Täter keine Tatgelegenheiten. Einbrecher brauchen nur wenige Minuten für ihre Tat. Deswegen ist es besonders wichtig, Haus und Wohnung wirksam zu sichern und auch bei kurzer Abwesenheit immer zu verschließen.

Seien Sie wachsam! Achten Sie auf verdächtige Personen in Ihrer Nachbarschaft. Scheuen Sie sich nicht, sofort 110 zu wählen, wenn Sie verdächtige Beobachtungen machen.

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