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Schleswig-Holstein

Ermittlungsgruppe “Recall” hat Telefonbetrug und falsche Polizeibeamte im Visier

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Symbolfoto: Lolostock/Shutterstock.com

Kiel – Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat im Februar 2018 die Ermittlungsgruppe “Recall” eingerichtet, die im Zusammenhang mit dem Phänomen des Auftretens “Falscher Polizeibeamter” gezielt gegen Call-Center-Kriminalität vorgeht.

Trotz der kontinuierlichen Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit bewegen sich die Fallzahlen weiter auf hohem Niveau. In diesem Jahr kam es bisher zu 1.463 Versuchstaten, die der Polizei in Schleswig-Holstein zur Kenntnis gelangt sind. In 25 Fällen allerdings gelang es den Betrügern, Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, ihnen zum Teil erhebliche Summen Bargeld und Wertgegenstände auszuhändigen.

In einem Pressegespräch haben Vertreter der Ermittlungsgruppe “Recall” und der Staatsanwaltschaft Kiel im Landeskriminalamt erste Ermittlungsergebnisse vorgestellt. Zwischenzeitlich trägt die intensive Ermittlungsarbeit spürbar Früchte. So kam es mittlerweile zu ersten Verurteilungen in von der “EG Recall” geführten Verfahren.

Seit April 2018 wurden Ermittlungen gegen ein Callcenter in der Türkei geführt, welches sich darauf spezialisiert hatte, die Geschädigten dazu zu bringen, vermeintliches Falschgeld per Post an eine angebliche “Kriminaltechnik” zu schicken. Bei der Empfängeranschrift handelte es sich allerdings um einen “toten Briefkasten”. Ein Geldabholer und ein im Hintergrund agierender so genannter Logistiker konnten als Täter ermittelt werden. Die beiden 41-jährigen wurden inzwischen zu Freiheitsstrafen von 1 Jahr ohne Bewährung und 3 Jahren verurteilt.

Bereits im Oktober 2017 übergab ein 88-jähriger Geschädigter aus Norderstedt 185.000 Euro an angebliche Polizeibeamte. In diesem Fall konnten zwei 26- und 31-jährige Geldabholer aus Niedersachsen ermitteln werden. Sie wurden für diese Tat zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten und zu einer Geldstrafe verurteilt. Ein 33-jähriger Logistiker wurde für diese Tat zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten verurteilt.

Im März 2018 übergaben eine 84-jährige Geschädigte aus Kiel Goldschmuck im Wert von über 100.000 Euro und ein Rentnerpaar aus Kiel Goldbarren und Goldmünzen im Wert von ebenfalls über EUR 100.000 Euro an angebliche Polizeibeamte. Zwei 23- und 26-jährige Geldabholer konnten ermittelt werden. Sie wurden zu Freiheitsstrafen von 2 Jahren und 8 Monaten bzw. 2 Jahren und 4 Monaten verurteilt. Ein 26-jähriger Logistiker wurde zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 4 Monaten verurteilt.

Die erfolgreiche Arbeit der “EG-Recall” wird fortgesetzt. Der Auftrag der Ermittlungsgruppe im LKA mit Unterstützung der Polizeidirektionen in Schleswig-Holstein wurde zunächst um ein weiteres Jahr verlängert und sie wurde um ein zusätzliches Ermittlungsteam erweitert.

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Schleswig-Holstein

Trümmer flogen 100 Meter weit: Food-Truck explodiert im Ostseebad

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Foto: Polizei Lübeck und Ostholstein/hfr

Kellenhusen – Im Bereich des Seebrückenvorplatzes von Kellenhusen kam es am heutigen Freitag, 19.Juli, gegen 8.35 Uhr zu einer Explosion. Eine Person wurde verletzt.

“Den bisherigen Ermittlungen zufolge ereignete sich die Explosion auf der Rückseite einer Gaststätte, die sich am Vorplatz der Seebrücke von Kellenhusen / Ostholstein befindet, in oder an einem dort stehenden Imbisswagen”, so Polizeisprecher Dirk Dürbrook.

Nachdem zunächst mitgeteilt wurde, dass niemand verletzt worden sei, meldete sich später eine männliche Person bei den Einsatzkräften des Rettungsdienstes, die über ansteigende Ohrenschmerzen klagte.

Die Explosion war so heftig, dass Verkleidungsteile des Foodtrucks bis zu 100 Meter weit geflogen sind. Bei einem in der Nähe befindlichen Mehrfamilienhaus sind durch die Explosion zwei Scheiben zerborsten.

Die polizeilichen Ermittlungen hat die Kriminalpolizeistelle Neustadt übernommen, die zur Unterstützung der Erforschung von Ursache und Hergang Sachverständige des Landeskriminalamtes aus Kiel angefordert hat.

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Schleswig-Holstein

Polizei kontrolliert nächste Woche Lastwagen und Busse

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Polizei kontrolliert einen Lastwagen. Foto: Stormarnlive.de

Kiel – Die Landespolizei Schleswig-Holstein wird in der kommenden Woche (22-28. Juli 2019) im Rahmen einer TISPOL-Kontrollwoche einen Schwerpunkt auf die Kontrolle des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs legen. In allen Polizeidirektionen des Landes erfolgen zielgerichtete Kontrollen durch speziell geschulte Einsatzkräfte.

Bei der Kontrolle im letzten Sommer lag die Beanstandungsquote bei fast 45 Prozent.

Im Schwerpunkt wurden zahlreiche Verstöße insbesondere gegen Fahrpersonalvorschriften, Ladungssicherung, Überladung und Gefahrgutvorschriften festgestellt und zur Ahndung gebracht.

Die Verkehrsströme des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs wachsen seit Jahren an, die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Güterkraftfahrzeugen leider auch. LKW-Unfälle haben oftmals besonders schwere Unfallfolgen für andere Verkehrsteilnehmer.

Hauptunfallursachen auf den Autobahnen sind Geschwindigkeitsüberschreitungen, mangelnde Ladungssicherung, unzureichender Abstand, Fehler beim Überholen und Übermüdung.

Übermüdete Fahrer und technisch nicht einwandfreie Fahrzeuge stellen eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar. Darum ist es wichtig, durch möglichst häufige intensive Kontrollen die anderen Verkehrsteilnehmer vor schweren Unfallfolgen insbesondere auf Bundesautobahnen zu bewahren.

Zum Hintergrund von TISPOL: TISPOL (Traffic Information System Police) wurde durch die Verkehrspolizeien Europas gegründet, um die Verkehrssicherheit und Strafverfolgung europaweit zu verbessern. Das Hauptziel von TISPOL ist die Reduzierung der Anzahl der Getöteten und Schwerverletzten auf Europas Straßen. Die ständigen Schwerpunktthemen sind u.a. Geschwindigkeit, Ablenkung, Sicherheitsgurt, Alkohol und Drogen und der gewerbliche Güter- / Personenverkehr.

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Schleswig-Holstein

Zahl der Einbrüche in Schleswig-Holstein erneut deutlich gesunken

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Shutterstock.com

Kiel – Die Zahl der Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche ist mit 2.090 Taten die niedrigste in den ersten sechs Monaten eines Jahres seit fünf Jahren. In den ersten sechs Monaten 2018 waren es noch 2.295 Taten (2017: 2.774; 2016: 3.693; 2015: 3.843; 2014: 2.519).

In den Sommermonaten liegt die Tatbelastung erfahrungsgemäß niedriger als in der dunklen Jahreszeit. So wurden im Januar 2019 noch 579 Taten erfasst, im Juni waren es hingegen nur 244.

Es handelt sich bei den Zahlen um aktuelle Lagedaten aus dem Vorgangsbearbeitungssystem der Landespolizei, nicht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS).

“Aktuelle Lagezahlen eignen sich für operative Zwecke und gewinnen aufgrund ihrer zeitnahen Erfassung zunehmend an Bedeutung. Sie stellen die tatsächlich durch die Polizei aufgenommenen Einbrüche dar. Sie haben aber als “Eingangsstatistik” keine PKS-vergleichbare Qualität. Sie liefern andere Zahlen als die Ausgangsstatistik PKS”, so Torge Stelck vom Landespolizeiamt.

Die Darstellung von Lagezahlen aus dem polizeilichen Vorgangsbearbeitungssystem erfolgt nach dem Erstelldatum des Vorgangs.

Im Unterschied hierzu sind die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik die erste Wahl für strategische Informationen zur bekanntgewordenen Kriminalität. Bundesweit einheitlich erfasste Zahlen dieser Ausgangsstatistik garantieren die erforderliche Qualität. Sie können aber ausschließlich zur Analyse vollständiger Berichtszeiträume (Kalenderjahr) herangezogen werden. Eine unterjährige Interpretation der PKS hat keinerlei Aussagekraft.

Trotz der rückläufigen Zahlen ruft die Landespolizei auch zur laufenden Urlaubszeit zu Wachsamkeit auf. Im Winter können sich die Täter die besonderen Tatgelegenheiten der frühen Dämmerung zunutze machen. Im Sommer ist es hingegen besonders wichtig, für das richtige Verhalten während der urlaubsbedingten Abwesenheit zu sensibilisieren.

Symbolfoto: Robert Hoeting/shutterstock

Dazu hier die Hinweise der Landespolizei:

Bei längeren Abwesenheiten: Vermeiden Sie Signale, an denen ein Einbrecher erkennt, dass ein Haus oder eine Wohnung unbewohnt ist.

Hinterlassen Sie keine Abwesenheitshinweise auf dem Anrufbeantworter, teilen Sie Fotos und Videos aus dem Urlaub nicht offen in den sozialen Medien und sprechen Sie Nachbarn an. Diese können nicht nur das Haus im Auge behalten, sondern aktiv dafür sorgen, dass der Briefkasten nicht überquillt, im Garten nichts darauf hindeutet, dass niemand zu Hause ist, die Rollläden bewegt werden und zu wechselnden Zeiten Licht im Haus brennt.

Falls dies nicht möglich ist, können auch Zeitschaltuhren und Lichtsensoren helfen, einen bewohnten Eindruck zu erwecken. Sollten ungebetene Gäste dennoch versuchen, in Ihr Haus oder Ihre Wohnung einzudringen, kommt es zuallererst auf zuverlässige mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern an. Weitere Infos, auch zur sicherheitstechnischen Beratung, finden Sie auf der Homepage der Landespolizei www.polizei.schleswig-holstein.de und unter www.k-einbruch.de.

Schaffen Sie für die Täter keine Tatgelegenheiten. Einbrecher brauchen nur wenige Minuten für ihre Tat. Deswegen ist es besonders wichtig, Haus und Wohnung wirksam zu sichern und auch bei kurzer Abwesenheit immer zu verschließen.

Seien Sie wachsam! Achten Sie auf verdächtige Personen in Ihrer Nachbarschaft. Scheuen Sie sich nicht, sofort 110 zu wählen, wenn Sie verdächtige Beobachtungen machen.

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