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Kiel

Waldbrand in Meckpomm: Schleswig-Holstein hilft

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Waldbrand Symbolfoto: Peter J Wilson / shutterstock.com

Kiel – Auf Grund der ausgedehnten Waldbrände im Bereich Lübtheen (Kreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern) hat das Land Mecklenburg-Vorpommern heute Morgen ein Hilfeleistungsersuchen an das Land Schleswig-Holstein für bodengebundene Brandbekämpfungseinheiten gestellt.

Hierauf ist das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration an den Kreis Herzogtum Lauenburg als direkten Nachbarkreis des betroffenen Landkreises herangetreten und es wurde eine Feuerwehrbereitschaft mit dem Schwerpunkt Wassertransport entsandt. Die Einheit besteht aus elf Tanklöschfahrzeugen, einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, zwei Einsatzleitwagen/Mehrzweckfahrzeugen, einer Führungsgruppe, einer Logistikgruppe sowie einem Notfall-KTW. Die rund 100-köpfige Einheit ist heute Vormittag im Bereitstellungsraum in Lübtheen eingetroffen und wird einem Einsatzgebiet zugeordnet.

Die Einsatzdauer der Einheit wird voraussichtlich ca. 48 Stunden betragen. Sofern danach weiterer Bedarf an Kräften besteht, wird durch andere Bereitschaften abgelöst.

Landesbrandmeister Frank Homrich dankt den überwiegen ehrenamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehren für die Bereitschaft, bei den Nachbarn in Mecklenburg-Vorpommern zu helfen. “Das zeigt wieder einmal, dass wir eine große Feuerwehrfamilie sind, die vor keiner Grenze halt macht”, so Homrich. Ein besonderes Dankeschön geht nicht nur an die Ehe- und Lebenspartner der Einsatzkräfte, sondern auch an deren Arbeitgeber, die die Ehrenamtler so kurzfristig und problemlos freigestellt haben.

Angesichts der drohenden Gefahren durch Feuer und munitionsbelastete Waldflächen mahnt der Landesbrandmeister zu besonderer Vorsicht:

“Passt gut auf Euch auf und kommt alle gesund wieder!”

Diverse Feuerwehren haben sich bereits gemeldet und wollen in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen. Das ist zwar löblich, aber es wird dringend gebeten, von eigenmächtigen Fahrten ins Einsatzgebiet und Aktionen abzusehen. Sollten weitere Kräfte benötigt werden, so erfolgt dieses über formelle Hilfeleistungsersuchen an das Land Schleswig-Holstein.

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Schleswig-Holstein

Zahl der Einbrüche in Schleswig-Holstein erneut deutlich gesunken

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Kiel – Die Zahl der Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche ist mit 2.090 Taten die niedrigste in den ersten sechs Monaten eines Jahres seit fünf Jahren. In den ersten sechs Monaten 2018 waren es noch 2.295 Taten (2017: 2.774; 2016: 3.693; 2015: 3.843; 2014: 2.519).

In den Sommermonaten liegt die Tatbelastung erfahrungsgemäß niedriger als in der dunklen Jahreszeit. So wurden im Januar 2019 noch 579 Taten erfasst, im Juni waren es hingegen nur 244.

Es handelt sich bei den Zahlen um aktuelle Lagedaten aus dem Vorgangsbearbeitungssystem der Landespolizei, nicht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS).

“Aktuelle Lagezahlen eignen sich für operative Zwecke und gewinnen aufgrund ihrer zeitnahen Erfassung zunehmend an Bedeutung. Sie stellen die tatsächlich durch die Polizei aufgenommenen Einbrüche dar. Sie haben aber als “Eingangsstatistik” keine PKS-vergleichbare Qualität. Sie liefern andere Zahlen als die Ausgangsstatistik PKS”, so Torge Stelck vom Landespolizeiamt.

Die Darstellung von Lagezahlen aus dem polizeilichen Vorgangsbearbeitungssystem erfolgt nach dem Erstelldatum des Vorgangs.

Im Unterschied hierzu sind die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik die erste Wahl für strategische Informationen zur bekanntgewordenen Kriminalität. Bundesweit einheitlich erfasste Zahlen dieser Ausgangsstatistik garantieren die erforderliche Qualität. Sie können aber ausschließlich zur Analyse vollständiger Berichtszeiträume (Kalenderjahr) herangezogen werden. Eine unterjährige Interpretation der PKS hat keinerlei Aussagekraft.

Trotz der rückläufigen Zahlen ruft die Landespolizei auch zur laufenden Urlaubszeit zu Wachsamkeit auf. Im Winter können sich die Täter die besonderen Tatgelegenheiten der frühen Dämmerung zunutze machen. Im Sommer ist es hingegen besonders wichtig, für das richtige Verhalten während der urlaubsbedingten Abwesenheit zu sensibilisieren.

Symbolfoto: Robert Hoeting/shutterstock

Dazu hier die Hinweise der Landespolizei:

Bei längeren Abwesenheiten: Vermeiden Sie Signale, an denen ein Einbrecher erkennt, dass ein Haus oder eine Wohnung unbewohnt ist.

Hinterlassen Sie keine Abwesenheitshinweise auf dem Anrufbeantworter, teilen Sie Fotos und Videos aus dem Urlaub nicht offen in den sozialen Medien und sprechen Sie Nachbarn an. Diese können nicht nur das Haus im Auge behalten, sondern aktiv dafür sorgen, dass der Briefkasten nicht überquillt, im Garten nichts darauf hindeutet, dass niemand zu Hause ist, die Rollläden bewegt werden und zu wechselnden Zeiten Licht im Haus brennt.

Falls dies nicht möglich ist, können auch Zeitschaltuhren und Lichtsensoren helfen, einen bewohnten Eindruck zu erwecken. Sollten ungebetene Gäste dennoch versuchen, in Ihr Haus oder Ihre Wohnung einzudringen, kommt es zuallererst auf zuverlässige mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern an. Weitere Infos, auch zur sicherheitstechnischen Beratung, finden Sie auf der Homepage der Landespolizei www.polizei.schleswig-holstein.de und unter www.k-einbruch.de.

Schaffen Sie für die Täter keine Tatgelegenheiten. Einbrecher brauchen nur wenige Minuten für ihre Tat. Deswegen ist es besonders wichtig, Haus und Wohnung wirksam zu sichern und auch bei kurzer Abwesenheit immer zu verschließen.

Seien Sie wachsam! Achten Sie auf verdächtige Personen in Ihrer Nachbarschaft. Scheuen Sie sich nicht, sofort 110 zu wählen, wenn Sie verdächtige Beobachtungen machen.

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Kiel

Moped- und Roller-Führerschein mit 15: Gero Storjohann (CDU) begrüßt Entscheidung

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Berlin/Kiel – Der Bundesrat hat beschlossen, das Mindestalter für das Fahren von Mopeds und Rollern (Führerscheinklasse AM) von 16 auf 15 Jahre herabzusetzen. Der Bundestagsabgeordnete begrüßt die Entscheidung.

Bild von Christine Sponchia auf Pixabay

Gero Storjohann: „Seit Jahren habe ich mich für eine Herabsetzung eingesetzt, um Jugendlichen eine bessere Mobilität zum Ausbildungsbetrieb oder zur Ausbildungsstelle zu ermöglichen. In einzelnen Fällen stellt der Arbeitsweg ein Problem dar, da er nicht mit öffentlichen Nahverkehr zu bestreiten ist.“

Am 28. Juni 2019 hat der Bundesrat das Gesetz zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes verabschiedet und damit die Ermächtigungsgrundlage geschaffen, dass das Mindestalter für die Fahrerlaubnis AM von 16 auf 15 Jahren herabgesetzt wird.

Die Bundesländer können frei entscheiden ob sie diese Neuregelungen umsetzen wollen.

Schleswig Holstein plant eine Landesverordnung hierzu umzusetzen, so dass es voraussichtlich ab nächstes Jahr möglich sein wird in Schleswig Holstein den Führerschein der Klasse AM im Alter von 15 Jahren zu erwerben.

Durch die freiwillige Umsetzungsmöglichkeit der Länder kann es dazu kommen, dass unterschiedliche Geltungsbereiche entstehen. Gero Storjohann hierzu: „Es wäre wünschenswert, dass auch Hamburg eine Umsetzung anstrebt, so dass es Jugendlichen möglich ist die Ländergrenzen mit gleichen rechtlichen Voraussetzungen zu überqueren.“

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Schleswig-Holstein

Ermittlungsgruppe “Recall” hat Telefonbetrug und falsche Polizeibeamte im Visier

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Symbolfoto: Lolostock/Shutterstock.com

Kiel – Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat im Februar 2018 die Ermittlungsgruppe “Recall” eingerichtet, die im Zusammenhang mit dem Phänomen des Auftretens “Falscher Polizeibeamter” gezielt gegen Call-Center-Kriminalität vorgeht.

Trotz der kontinuierlichen Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit bewegen sich die Fallzahlen weiter auf hohem Niveau. In diesem Jahr kam es bisher zu 1.463 Versuchstaten, die der Polizei in Schleswig-Holstein zur Kenntnis gelangt sind. In 25 Fällen allerdings gelang es den Betrügern, Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, ihnen zum Teil erhebliche Summen Bargeld und Wertgegenstände auszuhändigen.

In einem Pressegespräch haben Vertreter der Ermittlungsgruppe “Recall” und der Staatsanwaltschaft Kiel im Landeskriminalamt erste Ermittlungsergebnisse vorgestellt. Zwischenzeitlich trägt die intensive Ermittlungsarbeit spürbar Früchte. So kam es mittlerweile zu ersten Verurteilungen in von der “EG Recall” geführten Verfahren.

Seit April 2018 wurden Ermittlungen gegen ein Callcenter in der Türkei geführt, welches sich darauf spezialisiert hatte, die Geschädigten dazu zu bringen, vermeintliches Falschgeld per Post an eine angebliche “Kriminaltechnik” zu schicken. Bei der Empfängeranschrift handelte es sich allerdings um einen “toten Briefkasten”. Ein Geldabholer und ein im Hintergrund agierender so genannter Logistiker konnten als Täter ermittelt werden. Die beiden 41-jährigen wurden inzwischen zu Freiheitsstrafen von 1 Jahr ohne Bewährung und 3 Jahren verurteilt.

Bereits im Oktober 2017 übergab ein 88-jähriger Geschädigter aus Norderstedt 185.000 Euro an angebliche Polizeibeamte. In diesem Fall konnten zwei 26- und 31-jährige Geldabholer aus Niedersachsen ermitteln werden. Sie wurden für diese Tat zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten und zu einer Geldstrafe verurteilt. Ein 33-jähriger Logistiker wurde für diese Tat zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten verurteilt.

Im März 2018 übergaben eine 84-jährige Geschädigte aus Kiel Goldschmuck im Wert von über 100.000 Euro und ein Rentnerpaar aus Kiel Goldbarren und Goldmünzen im Wert von ebenfalls über EUR 100.000 Euro an angebliche Polizeibeamte. Zwei 23- und 26-jährige Geldabholer konnten ermittelt werden. Sie wurden zu Freiheitsstrafen von 2 Jahren und 8 Monaten bzw. 2 Jahren und 4 Monaten verurteilt. Ein 26-jähriger Logistiker wurde zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 4 Monaten verurteilt.

Die erfolgreiche Arbeit der “EG-Recall” wird fortgesetzt. Der Auftrag der Ermittlungsgruppe im LKA mit Unterstützung der Polizeidirektionen in Schleswig-Holstein wurde zunächst um ein weiteres Jahr verlängert und sie wurde um ein zusätzliches Ermittlungsteam erweitert.

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