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Schleswig-Holstein

Drogenkurier schluckt Kokainpäckchen und beißt Zollbeamten

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Foto: Hauptzollamt Kiel /Hfr

Großenbrode – Zollbeamte einer Lübecker Kontrolleinheit haben am 23.06.2019 einen 33-jährigen Drogenkurier mit an die ein Kilogramm Kokain gefasst. Der Mann war im Zug von Hamburg nach Nyköbing unterwegs.

In Höhe Großenbrode wurde der Reisende nach Mitführen verbotener Gegenstände sowie nach Bargeld von mehr als 10.000 Euro befragt. Die Fragen wurden von ihm verneint. Als Reisegepäck verwies er neben einer kleinen Umhängetasche auch auf eine Reisetasche in der Gepäckablage. In der Reisetasche fanden die Beamten u.a. einen schwarzen Stoffbeutel, in dem sich mehrere hartgepresste eigroße Gegenstände befanden. Um was es sich bei diesen Gegenständen handele, wisse er nicht. Während eines Toilettengangs müsse ihm jemand diese zugesteckt haben. Ob er Drogen geschluckt habe, verneinte er und sagte nochmals, dass er sich die Herkunft des Inhalts nicht erklären könne.

“Plötzlich sprang der Mann auf und versuchte mit dem Stoffbeutel zu fliehen. Bei dem Versuch, die Flucht zu verhindern, wurde ein Zollbeamter von dem Reisenden in das Handgelenk gebissen. Schließlich gelang es den Beamten, den Beschuldigten zu beruhigen”, so Zollpressesprecher Claus-Peter Minkwitz.

Die zwischenzeitlich im Zug verstreuten Bodypacks wurden wieder eingesammelt. In Puttgarden wurde die vorläufig festgenommene Person mithilfe der Bundespolizei aus dem Zug geleitet. Ein von den Zollbeamten bei ihm durchgeführten Drogenschnelltest reagierte positiv auf Kokain.

Auf erneutes Befragen gab er nun an, Drogen geschluckt zu haben. Wie viele wisse er nicht. Daraufhin wurde er in die Notaufnahme des UKSH in Lübeck gebracht. Insgesamt schmuggelte er 99 Behältnisse mit einem Gesamtgewicht von fast einem Kilogramm Kokain, wovon sich 58 Bodypacks in seiner Reisetasche befanden.

Die übrigen hatte er geschluckt und war als “Bodypacker” von Amsterdam nach Kopenhagen unterwegs. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Lübeck wegen des Haftgrundes der Fluchtgefahr am 24.06.2019 Untersuchungshaftbefehl gegen den Beschuldigten wegen des dringenden Verdachts des Besitzes von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte erlassen. Der Mann wurde in die Justizvollzugsanstalt Lübeck verbracht.

Die weiteren Ermittlungen führt derzeit das Zollfahndungsamt Hamburg.

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Schleswig-Holstein

Betrug und Diebstahl durch falsche Polizisten: Festnahme-Erfolg für das LKA

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Mannin Handschellen (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

Ahrensburg/Kiel/Bremen – Beamte der Ermittlungsgruppe “Recall” des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein (LKA) vollstreckten zwei Haftbefehle der Amtsgerichte Kiel und Ahrensburg und nahmen zwei 28 und 22-jährige Männer in Bremen fest.

Insgesamt wurden bei dem Einsatz, an dem insgesamt 44 Beamte des LKA Schleswig-Holstein und des Polizeipräsidiums Bremen beteiligt waren, die Wohnungen der beiden Männer sowie weiterer vier Tatverdächtiger durchsucht.

Den beiden Festgenommenen wird vorgeworfen, als Mitglieder einer Bande drei Geldabholungen bei lebensälteren Geschädigten in Kiel und Ahrensburg durch falsche Polizeibeamte organisiert und durchgeführt zu haben.

Die Täter erlangten dabei insgesamt 61.000 Euro. Den Geschädigten wurden in Telefonanrufen aus Callcentern in der Türkei Gefahren-Szenarien vorgetäuscht, wonach ihr Erspartes durch bevorstehende Einbrüche bzw. untreue Mitarbeiter von Geldinstituten bedroht sei.

Durch diese seit 2015 bekannte Masche werden vorwiegend ältere Menschen dazu gebracht, höhere Geldbeträge bei ihrer Bank abzuheben und es anschließend an der Haustür oder in der Nähe des Wohnortes einem vermeintlichen verdeckten Ermittler zu überlassen.

Einer der festgenommenen Männer soll die Abholungen auf Weisung anderer Bandenmitgliedern organisiert und das erbeutete Bargeld von den beauftragten Geldabholern in Empfang genommen zu haben.

Der Löwenanteil ist an die Hintermänner in der Türkei geflossen. Der zweite Festgenommene steht im Verdacht, in den Fällen als Geldabholer vor Ort agiert zu haben.

Den vier weiteren Tatverdächtigen wird vorgeworfen, u.a. als Fahrer bei den Geldabholungen beteiligt gewesen zu sein. Die beiden Festgenommenen wurden dem Amtsgericht Bremen vorgeführt. Dort wurden die Haftbefehle verkündet. Beide befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Bei den Durchsuchungen wurden diverse Beweismittel sichergestellt, die nunmehr kriminaltechnisch ausgewertet werden. Die größtenteils sehr aufwändigen Ermittlungen führten in jüngster Vergangenheit immer wieder zu Festnahmen von Logistikern und Abholern.

Teilweise konnten sogar hohe Bargeldbeträge sichergestellt werden, die bestimmen Geschädigten zuzuordnen waren. Es handelt sich überwiegend um Organisierte Kriminalität, die im deutschsprachigen Raum verübt wird.

Gegen eine Reihe von Tatverdächtigen in der Türkei bestehen internationale Haftbefehle diverser Justizbehörden.

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Schleswig-Holstein

Landespolizei gibt Sicherheitshinweise für den Weihnachtsmarktbesuch

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Polizeiabsicherung am Lübecker Weihnachtsmarkt. Foto: SL

Schleswig-Holstein – Die Weihnachtsmärkte in Schleswig-Holstein stehen kurz vor der Eröffnung. Neben dem Schutz der Veranstaltungen gegen Gefahren von außen betrifft das Thema “Sicherheit auf den Weihnachtsmärkten” noch weitere Aspekte wie den Schutz vor Taschendiebstählen und auch das Thema Alkohol am Steuer.

“Der Landespolizei liegen aktuell keine Erkenntnisse vor, aus denen sich eine konkrete Gefährdung speziell für Weihnachtsmärkte ableiten lassen könnte. Aufgrund der aktuellen Gefährdungseinschätzung besteht also keine Veranlassung, auf die Durchführung von Weihnachtsmärkten oder sonstigen Veranstaltungen mit Weihnachtsbezug beziehungsweise deren Besuch zu verzichten”, stellt die Polizei klar, dass es kein Grund zur Panikmache gibt.

Diese Maßnahmen ergreift die Polizei:

Für die Landespolizei ist der beständige Austausch mit den Veranstaltern, den zuständigen Ordnungsbehörden, Feuerwehr und Rettungsdienst sowie auch benachbarten Sicherheitsbehörden ein wichtiger Bestandteil für eine aktuelle Gefahrenprognose und darauf beruhenden konkreten Maßnahmen, zum Beispiel der Aufstellung von Barrieren.

Polizisten bewachen einen Weihnachtsmarkt Symbolfoto: SL

Eine Überprüfung der Sicherheit auf Weihnachtsmärkten ist und wird durch die Landespolizei in engem Austausch mit den Sicherheitspartnern auf Landes- und Bundesebene durchgeführt. Die Landespolizei Schleswig-Holstein wird eine sichtbare polizeiliche Präsenz auf den Weihnachtsmärkten in der Vorweihnachtszeit gewährleisten. Über taktische Details berichten wir nicht, da die Wirkung der polizeilichen Maßnahmen damit gemindert werden würde.

Diese Verhaltenshinweise sollten Weihnachtsmarktbesucher beachten

Alkoholkonsum und die Verkehrsteilnahme als Fahrzeugführer schließen einander aus. Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel für die An- und Abreise vom Weihnachtsmarkt, wenn Sie Alkohol trinken.

“Auch ein Glühwein kann schon zu viel sein”, so die Landespolizei. Wer sich ans Steuer setzt, sollte gar keinen Alkohol zu sich genommen haben.

Die Polizei wird verstärkt kontrollieren, es wird auch wieder eine einwöchige TISPOL-Kontrollaktion geben (09. – 15.12.2019).

Taschendiebstahl: “Augen auf und Tasche zu!”

Taschendiebe gehen meistens in Teams mit mehreren Tätern vor und nutzen Gedränge, Unaufmerksamkeit und Alkoholisierung ihrer Opfer aus.

“Bleiben Sie aufmerksam, halten Sie Ihre Taschen und Rucksäcke verschlossen und eng bei sich. Smartphone, Portemonnaie und andere Wertgegenstände gehören nicht in den Rucksack, sondern in die Innentaschen der Kleidung”so der Tipp der Polizei.

Zivilcourage:

Hinsehen statt wegschauen!

Sind andere in Not ist kein Heldentum gefordert. Handeln Sie umsichtig und organisieren Hilfe über den Polizeiruf 110.

“Gleiches gilt, wenn Sie sich selbst bedroht fühlen. Wir kommen lieber einmal zu oft als einmal zu wenig”, so die Landespolizei.

– Grundsätzlich gilt: Wir sind auf Ihre Hinweise angewiesen.

Wenn Sie verdächtige Beobachtungen machen, Taschendiebe erkannt oder herrenlose Taschen/Rucksäcke oder ähnliches gefunden haben, wenden Sie sich bitte unverzüglich an den Sicherheitsdienst oder die Polizeikräfte vor Ort beziehungsweise über 110 an die Polizei.

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Schleswig-Holstein

Was ist passiert? Lübeckerin (20) gefesselt und geknebelt zufällig im Knick gefunden

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Lübeck/Stormarn – Am heutigen Samstagmorgen (12.10.) wurde gegen 8:30 Uhr von einem Autofahrer eine 20-jährige Lübeckerin gefesselt und geknebelt in der Feldmark kurz vor der Autobahnzufahrt Mönkhagen/Autobahn 20 (Kreis Stormarn) gefunden. Die Lübecker Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen.

Ein 62-jähriger Mann wollte nach seinen Angaben zum Angeln an die Ostsee und hatte an der Segeberger Landstraße kurz angehalten, um seine Notdurft zu verrichten.

Dazu ging er etwas in die dortige Feldzufahrt hinein und fand im Bereich des dortigen Knicks die junge Frau. Sie war bekleidet, gefesselt und hatte einen Knebel im Mund.

Die Lübeckerin hat erhebliche äußere Verletzungen, insbesondere Prellungen im Gesichtsbereich. Sie wird aktuell ärztlich versorgt und betreut. Die rechtsmedizinische Untersuchung der Geschädigten hat keine Hinweise auf ein Sexualdelikt ergeben.

Nach jetzigem Ermittlungsstand hat sich die Frau am Abend von Freitag (11.10) auf Samstag bei einer Disko-Veranstaltung in der Lübecker Einsiedelstraße aufgehalten. Es ist bislang unklar, wann das Opfer die Veranstaltung verlassen hat und was sich in der Zwischenzeit bis zu ihrem Auffinden zugetragen hat.

In der Feldmark erfolgt eine umfangreiche Spurensuche, zudem laufen Befragungen im befreundeten Umfeld der Geschädigten. Darüber hinaus sucht die Kriminalpolizei nach Zeugen, die Angaben zu diesem Sachverhalt machen können.

Wer hat die Frau wann und wo und in wessen Begleitung gesehen? Wer hat verdächtige Beobachtungen am frühen Morgen im Bereich der Segeberger Landstraße in der Feldmark bei Mönkhagen gemacht? Hinweise bitte an die Rufnummer 0451-131-4604.

Die Geschädigte ist ca. 180 cm groß, hat eine schlanke Statur und blonde, schulterlange Haare. Sie trug ein schwarzes T-Shirt und dazu eine schwarze Jeans mit freien Knöcheln und grünfarbene Adidas Sneaker. Um den Hals trug sie eine Goldkette.

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