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Kita und Erziehung

DRK Ammersbek: Treffpunkt der Generationen

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Foto: Lewe/DRK/hfr

Ammersbek – “Durch die enge Zusammenarbeit des Ortsvereins Ammersbek und der Kita Fliegenpilz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wird für beide Seiten viel Positives erreicht”, erklärt Iris Lewe vom DRK. Da sei es auch praktisch, dass der Ortsverein und die Kita räumlich direkt nebeneinander liegen.

So bereiten sich zweimal in der Woche die Vorschulkinder in den Räumen des Ortsvereins mit ihrer Erzieherin Stefanie Schmidt in aller Ruhe auf die Schule vor. Hier sind sie nicht abgelenkt und beschäftigen sich ganz ungestört mit Zahlen, Mengen, Größen und Formen.

Auf diese Weise üben die Kinder, dass sie sich in wenigen Wochen, wenn sie in die Schule wechseln, besonders konzentrieren müssen.

Kita-Leiterin Sabine Madaus hilft fünfmal im Jahr nach Feierabend beim Brote herrichten für die Blutspendetermine. Und auch sonst helfen sich Kita und Ortsverein immer gern. Wird ein Fahrdienst benötigt, ist der Ortsverein zur Stelle und fährt die Kinder mit dem DRK-eigenen Bus.

Die Räume des Ortsvereins werden außerdem jeden Mittwoch für den Deutschunterricht für geflüchtete Frauen genutzt. Ihre Kinder werden in dieser Zeit in der Kita betreut.

Jeden Montag werden im DRK-Ortsverein Ammersbek nachmittags Karten „gekloppt“. Circa zwölf Seniorinnen treffen sich regelmäßig und pünktlich zum Kaffeetrinken und Kartenspielen, meistens Rommé. Es kann aber auch mal Skat sein.

Foto: Lewe/hfr/DRK

Dass das den Geist fit hält, beweist die älteste Spielerin. Gertrud ist stolze 101 Jahre alt und schon seit Jahren dabei. Die rüstige Dame hat immer viel Freude am Kartenspielen und am Austausch mit den anderen.

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Kita und Erziehung

“Sanfte” Kita-Öffnung: Gedanken einer Krippen-Erzieherin

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In einem öffentlichen Brief an unsere Redaktion schreibt eine Erzieherin ihre Sorgen über die geplante und bald anstehende Öffnung der Kitas nach dem Lockdown. Wir veröffentlichen ihn hier in voller Länge:

Kindertagesstätte Symbolfoto: Dimitri Ma/shutterstock

Am 22. Februar kommen in meine Gruppe wieder alle zehn Kinder zusammen, die sich seit Wochen nicht gesehen haben. Die Kinder, die nicht in der Notbetreuung waren, kommen ohne jegliche Möglichkeit, in Ruhe anzukommen und sich neu einzugewöhnen.

Mir graust es schon davor, am Montag von 8:00 bis 8:30 Uhr die Kinder in Empfang zu nehmen. Sie werden es nicht leicht haben, sie werden weinen, wütend sein, schreien. Ich muss mit meiner Kollegin die Kinder auffangen, sie trösten, sie in den Arm nehmen. Trotz des Hygienekonzepts mit seiner Maskenpflicht und seiner Abstandsregel.

Ich werde es machen, da das meine Arbeit ist und die Kinder mir am Herzen liegen. Wohl ist mir dabei nicht. Wer garantiert mir, dass die Familien sich an die Maßnahmen gehalten haben?

Ich bin verunsichert. Innerlich zerrissen zwischen der Angst, mich anzustecken oder den Virus mit nach Hause zu bringen und meiner Aufgabe, meiner Leidenschaft, den Kindern Nähe und Geborgenheit zu schenken.

Würde es mir mit regelmäßigen Tests oder mit einer Impfung besser gehen? Ich weiß es nicht. Möchte ich mich überhaupt zum jetzigen Zeitpunkt impfen lassen? Ich weiß es nicht.

Ich mache mir Gedanken um die Kinder. Was hat die Zeit zu Hause mit ihnen gemacht? Haben die Eltern einen routinierten Tagesablauf beibehalten? Haben die Eltern sich mit ihren Kindern beschäftigt oder sie sich selbst überlassen? Machen sie noch Mittagsschlaf? Kennen sie noch unsere Regeln und unseren Tagesablauf? Werden wir sie überfordern? Wie werden sie reagieren, wenn sie uns nach so langer Zeit wieder mit Masken sehen?

Ich mache mir viele Gedanken über mich und die Rahmenbedingungen unter denen ich arbeiten soll.

Meine Kinder sind zwischen 12 und 36 Monaten, sie haben ihre Schwierigkeiten sich an die Hust- und Niesetikette zu halten. Müssen sie das in dem Alter schon richtig umsetzen können, wie die Großen? Sie sind mit anderen Dingen beschäftigt, nämlich ganzheitlich zu lernen. Sie probieren sich und ihren Körper aus, dazu gehört auch so einiges in den Mund zu nehmen. Unter normalen Bedingungen ist das schon schwierig, aber mit Corona im Hinterkopf mache ich mir gleich doppelt Sorgen.

Ich greife also zum Allheilmittel, dem Desinfektionsmittel, um alles zu reinigen. Meine Luft wird dünner, ich bekomme noch schwerer Luft unter meiner Maske, sie riecht nach Desinfektionsmittel. Mir wird warm, ich fühle mich schlecht. Sobald ich die Tür zum Lüften öffne, kommen die Kinder zu mir, ihnen ist kalt. Was soll ich tun? Lasse ich die Kinder frieren oder schließe ich das Fenster und bekomme Kopfschmerzen?

Fragen über Fragen, die mich seit Wochen, nein Monaten, beschäftigen.

Und da ist sie, die Lösung der Politik. So scheint es jedenfalls. Ich habe mir die Hoffnung gemacht, dass die Politiker an mich und meine Kolleginnen genauso denken wie an die Eltern und ihre Kinder.

Die sanfte Öffnung der Kindertagesstätten, die ja eh die ganze Zeit über offen waren, klang für mich so vielversprechend. Dabei blieb es aber leider auch.

Oder werden Montag noch Vorkehrungen zu meinem Schutz getroffen?

Ich hätte gerne ein Belüftungsgerät, welches dem oben genannte Problem vorbeugt. Ebenso schön wäre es, dass die Kinder vor dem Wiedereintritt in die Tagesstätte einmal getestet werden würden, um mir ein sicheres Gefühl, sowie auch eine Wertschätzung meiner Arbeit zu geben. Schließlich können wir es diesen jungen Kindern nicht zumuten, täglich mindestens sechs Stunden eine Mund- und Nasenbedeckung zu tragen oder ist das ihre Vorstellung für den zukünftigen Alltag?

Ich würde mir wünschen, dass nicht alle Kinder auf einmal wieder kommen, sondern dass sie stufenweise in die Gruppe finden können. Das würde mir helfen, mir Zeit für die Kinder zu nehmen und jedem Einzelnen gerecht zu werden.

Das ist für mich eine Wertschätzung der Kinder sowie der gesamten Pädagogik.

Nein? Nicht?

Steht denn bei Ihnen, Herr Günther, Herr Dr. Garg und Frau Prien die Quantität vor der Qualität?

Eine Besorgte Krippenerzieherin

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Bad Oldesloe

Kinderschutzbund: Loeding übergibt an Wohlers

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Foto: U. Vöcking/DKSB/hfr

Bargteheide/Bad Oldesloe – Ablösung an der Spitze des Stormarner Kinderschutzbund. Seit dem Jahr 1994 war Ingo Loeding Geschäftsführer des Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn.

Nun geht er in den Ruhestand und übergibt die Leitung an Stephanie Wohlers, die ab sofort als Geschäftsführerin tätig ist.

Loeding hat den Kinderschutzbund, wie er heute aufgestellt ist, entscheidend gestaltet und geprägt. In den 37 Jahren, die er im Kinderschutzbund tätig war, entwickelte sich die Kinderschutzorganisation von einem kleinen lokal tätigen Verein hin zu einem mittelständischen Sozialunternehmen mit über 80 Angeboten für Eltern und Kinder im gesamten Kreis Stormarn, heißt es von Seiten des Kinderschutzbund Stormarn.

Seine Karriere als Schifffahrtskaufmann gab der geborene Sieker für die Arbeit mit Kindern und für Kinder auf. Nach einer Ausbildung zum Erzieher studierte er berufsbegleitend das Fach Sozialpädagogik und arbeitete parallel dazu bereits im Kinderhaus Bargteheide.

Mit dem Aufbau des Kinderhauses wurde er dessen Leiter und im Jahr 1994 dann Geschäftsführer des Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn.

„Mit fällt es schwer zu gehen, denn meine Meinung ist, dass dies die beste Arbeitsstelle im ganzen Kreis Stormarn ist. Lange Jahre habe ich ja in den Gruppen mit den Kindern zusammengearbeitet und gesehen, mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert waren. Wenn ich dann heute Erwachsene treffe, die in ihrer Kindheit im Kinderhaus waren, und nun sehe, was aus ihnen geworden ist, dann denke ich: ‚Die Arbeit hat sich gelohnt. Wir konnten die Kinder trotz widriger Umstände stark machen für ihr Leben. Das war und ist genau unser Ziel.“

Birgitt Zabel, erste Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Stormarn, bedankt sich bei Ingo Loeding: „Du hast deinen Freiraum genutzt, um etwas ganz Besonderes für Kinder und Eltern in Stormarn zu schaffen. Und du hast viele Menschen auf dem Weg mitgenommen: unsere Spenderinnen und Spender, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Ehrenamtlichen. Eine große Zahl an Menschen sind uns bereits seit vielen Jahren treu und haben die positive Haltung den Familien gegenüber von dir übernommen. Dies und die gute Qualität der Arbeit im Kinderschutzbund sind eine solide Basis für die weitere Entwicklung des Kinderschutzbundes in der Zukunft. Das ist dein Lebenswerk.“

Mittlerweile gibt es drei Kinderhäuser Blauer Elefant im Kreis Stormarn, an die Kinder und Eltern sich bei Problemen wenden können.Loeding hat die Qualitätsentwicklung der Kinderhäuser und die damit verbundene Umbenennung in „Kinderhäuser Blauer Elefant“ entscheidend vorangetrieben.

Das Kinderhaus in Bargteheide gilt für bundesweit mehr als 50 Kinderhäuser des Kinderschutzbundes immer noch als Referenzkinderhaus.

Ein Thema, dem Loeding sich mit besonderem Engagement widmet, ist der Kampf gegen Kinderarmut im Kreis Stormarn. Er hat bereits die dritte Auflage des Armutsatlas für den Kreis Stormarn aufgelegt, der das Ausmaß der Kinderarmut in den einzelnen Städten und Gemeinden des Kreises aufzeigen soll.

In zahlreichen Vorträgen und Diskussionsrunden weist er seit Jahren immer wieder auf diesen Missstand hin. „Die Armut von Familien ist ein ganz wichtiger Faktor, wenn es um Gewalt gegen Kinder geht. Es ist strukturelle Gewalt, die Familien aushalten müssen und die sich noch zu oft gegen Kinder richtet.“

Loeding wird dem Kinderschutz weiterhin erhalten bleiben, denn er engagiert sich auch zukünftig im Bundesausschuss Kinderarmut des Kinderschutzbundes, bleibt aktiv als Armutsexperte des Kinderschutzbundes Stormarn und wird weiterhin im Jugendhilfeausschuss des Kreises vertreten sein.

Seine Nachfolgerin Stephanie Wohlers hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Kindern, die besondere körperliche und seelische Voraussetzungen mitbringen sowie fachliche Kompetenz in der Führung von sozialen Organisationen. Zuletzt leitete sie den Bereich Frühförderung des Deutschen Roten Kreuzes in Hamburg-Harburg. Sie ist 44 Jahre alt und lebt in Bad Oldesloe.

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Ahrensburg

DRK-Kita Helgolandring stellt Außengelände fertig

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Ahrensburg – Nach und nach kam immer mehr dazu. Jetzt ist das Außengelände der Kindertagesstätte Helgolandring des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Ahrensburg ist komplett.

Foto: Iris Lewe

Obwohl: Fertig ist man bei solchen Projekten ja nie. „Wir bewegen uns jetzt sozusagen von der Pflicht in die Kür. Im Großen und Ganzen ist das Außengelände fertiggestellt, aber es sind bereits die nächsten Projekte in Planung“, so Kita-Leiterin Anja Janßen-Hinrichs.

Viel hat sich in der Zwischenzeit getan. Zur Hühnergruppe hat sich noch ein Schaukeltrecker gesellt und macht die Spielecke unter dem Motto „Landleben“ jetzt komplett.

Alle Sandspielplätze haben Sonnensegel erhalten.

Es gibt jetzt einen Bewegungsparcours aus Holz und eine große Kletterlandschaft mit Rutsche. Kleine Zäune wurden aufgestellt, um die Spielbereiche der Elementarkinder von den Krippenkindern zu trennen. Außerdem wurden Gemüsebeete angelegt, die den Kindern besonders viel Spaß machen. Täglich wird nachgesehen, ob schon wieder reife Tomaten oder Beeren geerntet werden können.

Was bereits fertiggestellt war, wurde im vergangenen Jahr im Rahmen eines Sommerfestes eröffnet. Das muss in diesem Jahr – trotz endgültiger Fertigstellung – leider coronabedingt ausfallen.

Das tut dem Spielspaß der Kinder aber keinen Abbruch. Und neue Ideen haben sie auch schon.

„Eine Kindertagesstätte entwickelt sich ja immer weiter, und da Partizipation bei uns groß geschrieben wird und die Kinder an allen Entscheidungen so weit wie möglich beteiligt werden, durften sie mitentscheiden, was als nächstes angeschafft werden soll“, so Anja Janßen-Hinrichs. Und das wären unter anderem eine Rutsche und eine Schaukel für die Krippenkinder. Die Elementarkinder wünschen sich eine Outdoor-Küche oder besser gesagt ein „Spielmatschzimmer“. Und ganz wichtig: eine Tischlerecke. Welche Werkzeuge sie dafür brauchen, haben sie bereits in selbstgemalten Bildern festgehalten.

Und wenn diese Wünsche Wirklichkeit geworden sind, darf hoffentlich auch wieder richtig gefeiert werden.

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