Folge uns!

Bargteheide

Bargteheide bekommt einen Kinder- und Jugendbeirat

Veröffentlicht

am

Bargteheide – Ab dem nächsten Jahr werden Kinder und Jugendliche in Bargteheide wieder die Möglichkeit haben, direkten Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse zu nehmen.

Das Bargteheider Rathaus. Foto: SL

In ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause haben die Stadtverordneten beschlossen, dass ein Kinder- und Jugendbeirat gegründet werden soll. Die Entscheidung fiel einstimmig. „Wir haben einen Prozess in Gang gesetzt, um eine Satzung zu bekommen. Die liegt jetzt vor“, sagt Ina Schaefer, Vorsitzende des Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport. Hilfe holte sich die Bargteheider Lokalpolitik aus Elmshorn. Dort gibt es seit längerem einen gut funktionierenden Kinder- und Jugendbeirat.

„Es ist lange und ausgiebig darüber beraten worden.“

Im Mittelpunkt der Diskussion stand dabei nicht die Frage, ob ein entsprechender Beirat gegründet werden soll, sondern vielmehr die Umsetzung. Etwa, welche Altersstruktur festgelegt wird und welche Aufgaben dem Beirat übertragen werden sollen.

„Ich bin sehr froh, dass es nach 14 Jahren endlich wieder einen Kinder- und Jugendbeirat in unserer Stadt geben wird“, sagte Ruth Kastner (Die Grünen). Damit sprach sie für alle der anwesenden Stadtvertreter. Alle Fraktionen stimmten für die Gründung. Für eine kurze Diskussion sorgte während der Sitzung allerdings noch über die Frage, wie die Teilnahme an dem Beirat vergütet werden soll. Als Grundlage wird die Gebührensatzung dienen.

Der Kinder- und Jugendbeirat besteht aus bis zu zwölf Mitgliedern. Ein Kinder- und Jugendbeirat kommt zustande, wenn mindestens fünf Mitglieder gewählt worden sind.

Die Mitglieder sind Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 21 Jahren, die ihren Lebensmittelpunkt in Bargteheide haben.

Unter dem Begriff „Lebensmittelpunkt“ sind z.B. der Schulbesuch, Ausbildungsstätte, Freiwilligendienst sowie Aktivitäten in Bargteheider Vereinen zu verstehen. Die erste Wahl wird im November 2019 abgehalten.

Informiert bleiben und folgen! Facebook und Twitter

Kultur

Bargteheider Natur- und Tierfotograf zeigt Arktis-Bilder im Stellwerk

Veröffentlicht

am

Bargteheide – Mit der Ausstellung „Faszination Licht und Leben in der Arktis“ von Jens Kähler präsentiert der Bargteheider Kunstkreis erstmals Arbeiten eines Bargteheider Natur- und Tierfotografen.

Eisbär in der Arktis. Foto: Jens Kähler

Was haben Walhaie mit Walrossen zu tun? Mantas mit Eisbären? Die Malediven mit der Arktis? Erstmal nicht viel. Im Falle von Jens Kähler allerdings schon. Denn das Tauchen auf den Malediven brachte ihm in jungen Jahren nicht nur viel Freude – sondern auch die Leidenschaft zur Fotografie. Als er in den 70er Jahren die faszinierende Unterwasserwelt im Indischen Ozean auf Dias festhielt, sollten diese eigentlich nur bleibenden Erinnerungen dienen. Aber es folgten unzählige Fotoserien, die eine wachsende Begeisterung Kählers für die Fotografie der Natur und Tierwelt widerspiegelten.

Im Laufe der Jahre sollte sich sein Fokus immer mehr über Wasser abspielen. Der Autodidakt beschäftigte sich ausführlich mit den Kranichen auf ihrem Zug von Nord nach Süd, fuhr nach Schweden, um sie bei der Balz und ihren Tänzen zu beobachten. Es folgten Reisen nach Polen und Bulgarien, wo Kähler Seeadler, Steinadler und Wölfe fotografierte.

Doch das Element Wasser ließ ihn nie los, sodass es ihn zu weiteren Aufnahmen in die Arktis und Antarktis zog.

Hier dokumentierte er auf beeindruckende Weise die einzigartige Welt von Walross und Eisbär sowie die fulminanten Lichter des Eises inmitten malerischer Eisberge. Kähler freut sich, eine Auswahl seiner schönsten Bilder im Stellwerk ausstellen zu dürfen.

Kunstkreis-Mitglied Lucia Schoop: „Wir sollten unbedingt auch einmal einem Bargteheider Natur- und Tierfotografen die Möglichkeit geben, seine Bilder in dem schönen Ambiente des Stellwerks zu zeigen“.

Die Vernissage ist am 30. August um 19 Uhr im Stellwerk Bargteheide.

Weiterlesen

Bargteheide

Sozialdienstleister fusionieren: Tohus aus Bargteheide übernimmt Prosocial

Veröffentlicht

am

Bargteheide – Mit der Fusion am 13. August übernimmt die tohus gGmbH die Betreuungsangebote und die Mitarbeiter der prosocial gGmbH in Stormarn.

Beide Unternehmen sind gemeinnützig und gehören dem Unternehmensverbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf an. Während das Angebotsspektrum der tohus gGmbH auf den Schwerpunkten Wohnen, Arbeit, Beschäftigung und Inklusion für Menschen mit psychischen Erkrankungen, Sucht und Doppeldiagnosen liegt, war das Augenmerk der prosocial gGmbH in der Vergangenheit auf Menschen mit Lernbehinderungen ausgerichtet.

Mit der Verschmelzung beider Unternehmen unter dem Dach der tohus gGmbH soll die fachliche Kompetenz jetzt gebündelt und erweitert werden.

Hintergrund ist die Tatsache, dass es aufgrund pränataler Diagnostik immer weniger Kinder mit angeborenen Lernbehinderungen gibt und in Einrichtungen der klassischen Behindertenhilfe deshalb mehr und mehr auch Menschen mit seelischen Erkrankungen aufgenommen werden.

Beide Therapiebereiche benötigen spezielle Fachleute und die sind bei tohus nun in einem Unternehmen zu finden. Vor zwei Jahren hat die Evangelische Stiftung Alsterdorf das Projekt „Inklusives Stormarn“ aufgelegt, um die Versorgung von Menschen mit Behinderungen im Rahmen der Eingliederungshilfe im Landkreis signifikant zu verbessern.

Mit neuen inklusiven Initiativen in Bad Oldesloe und Bargteheide wie der Teilnahme einer inklusiven Gruppe am Baltic Sea Circle gab es die ersten Anstöße dazu.

Foto: ToHus GmbH/hfr

Die Fusion von prosocial und tohus soll diesem Anliegen nun einen neuen Schub geben. Zu den von tohus übernommenen Angeboten gehören das Stationär betreute Wohnen in Bad Oldesloe und Bargteheide, das Ambulant betreute Wohnen in Bad Oldesloe und sechs WfbM-Arbeitsplätze für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Das prosocial-Angebot in Halstenbek im Landkreis Pinneberg übernimmt die Alsterdorf Assistenz Ost gGmbH, die ebenfalls zum Unternehmensverbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf gehört.

Schon vor einem Jahr haben die ersten Treffen zwischen den tohus- und den prosocial-Mitarbeitern stattgefunden, um einander kennenzulernen und sich auf die gemeinsame Arbeit einzustimmen.

Pastor Eckart Drews, Geschäftsführer der tohus gGmbH: „Wir haben die Fusion schon am 1. April dieses Jahres als Betriebsübergang vorbereitet. Alle Mitarbeiter von prosocial haben zugestimmt, sind seit diesem Zeitpunkt auch durch die Mitarbeitervertretung der tohus gGmbH vertreten und beschäftigen sich paritätisch mit einer Angleichung der Arbeitskultur beider Unternehmen. Auf der anderen Seite kann die tohus gGmbH Stormarner Bürgern mit der Fusion jetzt auch neue therapeutische Angebote machen.“

Weiterlesen

Kultur

Besser als das Cinema Paradiso? Trägerverein eröffnet Bargteheider “Bürgerkino”

Veröffentlicht

am

Start in die neue Kinozeit in Bargteheide

Bargteheide – Am 18. August endet die kinolose  Zeit in Bargteheide. Denn dann startet das neue Kinoprojekt des Trägervereins „Kleines Theater e.V.“ endlich durch. Nach dem überraschenden Abschied von Hans-Peter Jansen mit seinem erfolgreichen “Cinema Paradiso” war die Suche nach einem Nachfolger komplizierter als gedacht. Hinzu kamen viel Kritik und Querelen hinter den Kulissen entlang des Abschieds des bekannten Kinomachers aus der Stadt.

Eigentlich sollte die Neueröffnung trotzdem schon vor sechs Monaten geschehen, aber dann kam alles irgendwie anders.

„Geduld zahlt sich aus“, findet Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht, die auch anmerkt, dass der Trägerverein sich nun so aufgestellt habe und sich mittlerweile so „bürgernah“ zeige, dass er die Aufgabe neben dem Theaterbetrieb auch das Kino stemmen zu können.

Der Trägerverein selbst hofft nun – wo er bis auf den Gastrobetrieb im „Papillon“ – quasi alles in einer Hand hat, dass es weniger Querelen geben wird. Und damit soll die Arbeit im Haus einfacher werden.

Damit man nicht an den Bargteheidern vorbei plane, können die regelmäßig ihre Genre- und Filmwünsche einreichen und unter den Einreichenden werden dann Eintrittskarten verlost.

Um das Kinoprogramm kümmert sich ein sechsköpfiges Team rund um Norbert Ohl. Auch der junge Bargteheider Filmemacher Mervin Jäpel bringt sich ein. Die Durchführung des Kinobetriebs an sich übernimmt ein relativ junges Team, das laut Theater-Finanzmann und Ex-Finanzminister Rainer Wiegardt „über Mindestlohn“ verdienen soll. Daher, da ist sich der Vereinsvorsitzende Olaf Nehls sicher, sei das ein „Top-Schülerjob“.

Insgesamt ist man optimistisch, dass die neuen Kinopläne gut funktionieren werden. Da der Hans-Peter Jansen bei seinem Abschied nach sehr erfolgreichen Jahren mit dem „Cinema Paradiso“ und vielen Auszeichnungen seinen Projektor mitnahm, musste allerdings erstmal ein neuer angeschafft werden. Auch eine neue Tonanlage musste her. Die alte war einfach in die Jahre gekommen. 110 000 Euro wurden investiert. 55 000 Euro davon kamen aus Fördergeldern, den Rest trägt die Stadt Bargteheide, die damit ein Zeichen setzen möchte, dass sie das „Kleine Theater“ als „Kulturmagneten“ erhalten wolle. Hinzu kam auch noch eine neue Anzeigetafel für 15 000 Euro. Die ist nicht mehr so romantisch und historisch wie die alte, dafür hat sie mehr Funktionen und ist praktischer zu bedienen.

Zum Auftakt wird der Film „Nachtzug nach Lissabon“ des Bargteheider Produzenten Günther Russ gezeigt. Er läuft am 18.8 um 19.30 Uhr. Zuvor ( um 18.30 Uhr) gibt es einen Talk mit dem Stargast.

Das neue Kinoprogramm wird aktuelle Filme, aber auch Specials wie „Classics“ („Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „Casblanca“) und Filme in der Originalsprache mit Untertitel enthalten. Insgesamt solle es eher ein „Arthaus- “ als ein „Actionkino“ werden.

Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt sieben Euro.

Geöffnet hat das Kino im Kleinen Theater – das keinen eigenen Namen mehr erhalten wird – an allen Tagen bis auf Montag und Mittwochs, denn dann proben die Theatergruppen im Haus.

www.bargteheide-kino.de

Weiterlesen