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Bad Oldesloe

Auch in den Ferien kann man sich im BiZ über Berufe informieren

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Foto: BiZ Agentur für Arbeit Bad Oldesloe/hfr

Bad Oldesloe – Die großen Sommerferien beginnen , aber das Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe macht trotzdem keine Ferien. Es hat grundsätzlich auch während der Sommerferien geöffnet, teilt die Agentur für Arbeit mit.

Lediglich am 09. Juli bleibt das BiZ wegen einer Software-Aktualisierung ganztägig geschlossen und kann am 10. Juli ab 10:00 Uhr wieder genutzt werden. Zum Start der Bewerbungsphase für das Ausbildungsjahr 2020 gibt es nach den Ferien ein Bewerbungsseminar und einen Workshop zu Assessment-Centern.

Foto: Biz/Agentur für Arbeit/hfr

Die Sommerferien sind die Zeit für viele Schüler, sich vom Schuljahr zu erholen oder schon auf das nächste vorzubereiten. Wer die Ferien auch nutzen möchte, um sich über seine berufliche Zukunft Gedanken zu machen, kann das BiZ besuchen.

Geöffnet ist es während der Sommerferien zu den gewohnten Zeiten: Montag bis Freitag 8 Uhr bis 12 Uhr und am Donnerstagnachmittag auch von 15 bis 18 Uhr.

In vier Themeninseln „Arbeit und Beruf“, „Ausbildung und Studium“, „Ausland“ sowie „Bewerbung“ finden sich im BiZ insgesamt 30 Internetarbeitsplätze. Sie ermöglichen einen schnellen und kostenlosen Zugang zu den Portalen Jobbörse, Berufenet und Kursnet sowie weiteren Informationsplattformen. Neben der Suche nach freien Ausbildungsplätzen oder Arbeitsstellen können im Portal Berufe.tv Filme zu ausgewählten Berufen angeschaut werden.

Die Datenbank Berufenet bietet über 3.100 Berufsbeschreibungen vom Ausbildungsinhalt über Aufgaben und Tätigkeiten, Zugangsvoraussetzungen, Verdienst- und Beschäftigungsmöglichkeiten bis hin zu Perspektiven und Hinweisen auf weitergehende Informationsquellen.

In Kursnet finden die Besucher einen Überblick über die bundesweiten Fort- und Weiterbildungsangebote. Jugendliche, die bei der Berufswahl noch unschlüssig sind, können das Selbsterkundungsprogramm „Erufe-Universum“ und „Berufe Entdecker“ unter www.planet-beruf.de erkunden.

An drei speziellen Bewerbungs-PCs können Bewerbungsunterlagen erstellt und bearbeitet werden. Besucher können den eigenen USB-Stick mitbringen, Bewerbungsfotos hochladen, Unterlagen einscannen, die Bewerbung ausdrucken oder online verschicken.

Nach den Ferien bietet das BiZ rechtzeitig zum Bewerbungsbeginn für den Ausbildungsstart 2020 am 22. und 28. August ein Bewerbungsseminar und am 05. September einen Workshop zum Thema „Assessment-Center“ an. Für Beides können sich interessierte Jugendliche schon jetzt unter Telefon 0 45 31 / 1 67 2 14 oder per Mail an badoldesloe.biz@arbeitsagentur.de anmelden.

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Bad Oldesloe

Unbekannter feuert auf Gebäude in Travenbrück: Polizei ermittelt

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Travenbrück – Am Sonntagmorgen (20. Oktober) kam es in der Sühlener Straße in Travenbrück zu einem Schusswaffengebrauch. Der unbekannte Schütze schoss auf ein Gebäude, die Hintergründe sind unklar.

Gegen 5.15 Uhr wurde eine Sachbeschädigung gemeldet bei der auch ein Schuss gefallen sein soll.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kam zu einer Schussabgabe gegen ein Haus, bei welchem ein Fenster beschädigt wurde. Alle beteiligten Personen konnten vor Ort unverletzt durch die Polizisten angetroffen werden.

Die Kriminalpolizei in Bad Oldesloe hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach weiteren Zeugen. Wer hat zum Tatzeitraum im Bereich Sühlener Straße und / oder Höker Weg verdächtige Personen, bzw. Fahrzeuge gesehen. Wer kann Angaben zu der Schussabgabe machen? Zeugen werden gebeten sich an die Kriminalpolizei Bad Oldesloe unter der Telefonnummer 04531/501-0 zu melden.

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Bad Oldesloe

Collagen, WortArt, Gedichte: Galerie BOart zeigt Papierkunst

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Bad Oldesloe – In „Zu Papier gebracht“ werden in der Oldesloer Galerie Boart gemalte Papierobjekte, Collagen, Aquarelle und WortArt zu sehen und zu lesen sein.

Foto: Friderike Bielfeld

Die drei Künstlerinnen überraschen das Publikum diesmal mit einem gemeinsamen BOart Projekt. Nach der Idee von Friderike Bielfeld, die das Ganze künstlerisch gestaltet und für das Layout verantwortlich war, ist ein Katalog „Viel zu entdecken..“ entstanden. Es enthält Collagen von Silvia Banthien und Gedichte von Barbara Schleth. Eine echte Teamarbeit, die in ihrer Farbigkeit, die dunklen Tage erhellen und/oder auch verschenkt werden kann.

Die Gedichte werden am 23. November um 19.30 Uhr bei der Veranstaltung „Wortklang“ vorgestellt und von dem Duo „Hang & Harfe“ musikalisch begleitet. Infos unter www.galerie-boart.de

Vernissage ist am Sonntag, 27. Oktober, um 15 Uhr. Die Ausstellung ist bis zum 29. November in der Galerie Boart (Mühlenstraße 9-10) zu sehen.

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Bad Oldesloe

Erstes Stormarner Hospiz: Nur noch ein paar Monate bis zur Eröffnung

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Bad Oldesloe – Noch dominiert im Oldesloer Hospiz der Beton, die Fenster sind vernagelt, Arbeiter verlegen die letzten Stromkabel und Wasserleitungen.

Bis Frühjahr 2020 soll aus dem Rohbau ein Ort der Einkehr und Begegnung entstanden sein. Für Menschen, die dem Tode nahe sind. Und für deren Angehörige. Viele Menschen werden auf dem Gelände am Sandkamp sterben. Doch es soll kein trauriger Ort werden.

Bauherrin Sabine Tiedtke (rechts) mit Enkelin Zoe und Katja Balkenhol vom Vorstand des Förderverein Lebensweg in der Eingangshalle des Oldesloer Hospiz

Auf dem Außengelände will der Lebensweg-Verein Therapie-Alpakas halten und einen ausgemusterten S-Bahn-Waggon für Projekte mit Jugendlichen aufstellen.

Sabine Tiedtke vom Lebensweg-Verein steht in einem der kahlen Flure: „Es ist für mich noch immer total unwirklich“, sagt sie, während ihre Vision durch die Hände der Mitarbeiter der beauftragten Baufirmen Schritt für Schritt Wirklichkeit wird.

Zum ersten Mal führt sie Journalisten über die Baustelle. Über das großzügige Außengelände, durch die etwa fünf Meter hohe Eingangshalle und den ebenso ausladenden Ess- und Aufenthaltsbereich.

„Das Herzstück des Hospiz“, wie sie sagt. Es geht weiter durch die Küche, die Büros, die zwölf Zimmer der künftigen Bewohner. Noch liegen überall freie Kabel, an vielen Wänden fehlt der Putz. Eine Heizung gibt es noch nicht. Baustrahler beleuchten die Gänge, die einem Labyrinth gleichen. Eine Treppe führt hinauf in den Gruppenraum und aufs Dach, von dem aus man einen Blick über das Gewerbegebiet und ins Grüne hat. Eine Dachterrasse soll hier gebaut werden. 3,5 Millionen Euro wird das Anwesen wert sein.

Sabine Tiedtke ist die Erschafferin des stationären Stormarner Hospiz, das gerade am Stadtrand von Bad Oldesloe gebaut wird.

„Ich kann mich noch immer an den Zeitpunkt der ersten Idee erinnern“, sagt sie. Das war vor sechs Jahren. Damals gründete die Oldesloerin den Lebensweg-Verein, scharte Mitstreiter um sich, warb um Spenden. Aus der anfangs 26 Mitglieder kleinen Gruppe sind mittlerweile 320 Menschen geworden, die sich für das Projekt einsetzen. Ein Wunder sei es, sagt Tiedtke, dass sie so weit gekommen seien.

So richtig real wird es wohl erst werden, wenn in ein paar Monaten die letzten Wände verputzt und die großen Fenster in der Eingangshalle eingesetzt sind, das eigene Blockheizkraftwerk Wärme liefert und die 40 Angestellten anfangen, die Bewohner des neuen Hauses zu versorgen. Im März soll das Hospiz schlüsselfertig übergeben werden und einen Monat später in Betrieb gehen.

Bauherrin Sabine Tiedtke zeigt ihrer Enkelin Zoe den Gemeinschaftsraum des Oldesloer Hospiz

Sabine Tiedtke hat ihre Enkelin Zoe mitgebracht. Sie zeigt der 8-Jährigen, womit sich ihre Großmutter in ihrer Freizeit beschäftigt: Welche Fußböden sollen in welchen Räumen verlegt werden? Was für ein Baum wird einmal den Vorplatz zieren? Bald wird sie Gespräche mit potenziellen Mitarbeitern führen. Pflegekräfte, Hausmeister, sozialer Dienst.

Erste Bewerbungen sind schon eingegangen. Sogar Anfragen für Praktikumsplätze gibt es schon. Die kommen aus dem ganzen Bundesgebiet.

Während es vor einigen Monaten noch um das große Ganze ging, beschäftigen sich die Gedanken von Sabine Tiedtke mittlerweile mit den Details.

Einer dieser Akzente ist ein S-Bahn-Waggon, der künftig etwas abseits auf einem der stillgelegten Bahngleise stehen wird. Anfang der Woche ist das Gestell geliefert worden. Der Waggon wird in der voraussichtlich in der zweiten Novemberhälfte mit einem Schwertransport folgen. Der Lebensweg-Verein wird für das ungewöhnliche Nebengebäude aus Blech und Stahl nichts bezahlen müssen.

„Es ist eine Spende der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft“, sagt Thomas Hemsing. Der Ehrenamtler kam auf die Idee mit dem Eisenbahnwagen und fragte bei den Eisenbahnfreunden in Neumünster nach. „Die haben mir den Kontakt vermittelt und bei der NEG hatten sie gleich diesen Wagen für uns.“

Nur für den Transport wird der Lebensweg-Verein rund 5000 Euro zahlen müssen. Wie alles andere, das auf dem Gelände am Sandkamp zu finden ist, wird auch dieses Teilprojekt mit Spenden finanziert. 160.000 Euro benötigt der Lebensweg-Verein pro Jahr, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Die Bewohner sollen nichts zahlen müssen. Für sie ist die letzte Station auf Erden kostenlos. 95 Prozent der Kosten übernehmen die Kranken- und Pflegekassen. Die restlichen fünf Prozent trägt der Verein.

Die ersten drei Bewohner des Hospiz werden Cremchen, Enno und Bernd sein. Nicht, weil sie krank wären oder sterben müssten. Es sind drei Alpakas. Sie sind zwischen zwei und drei Jahren alt, wie Katja Balkenhol vom Vorstand des Lebensweg-Fördervereins sagt:

„Das ist ein therapeutischer Ansatz. Bewohner oder Angehörige können mit den Tieren spazieren gehen.“

Das Stormarner Hospiz ist Teil eines Netzes, das gerade in Norddeutschland entsteht. In Schleswig-Holstein befinden sich derzeit sechs Hospize im Bau. In zwei Jahren, so glaubt Sabine Tiedtke, wird sich ihre Zahl mehr als verdoppelt haben. In Bad Oldesloe will der Lebensweg-Verein mit dem Haus auch einen Ort für eine Vernetzung der verschiedenen Palliativ-Organisationen schaffen. Sowohl in der Kreisstadt als auch in Ahrensburg gibt es bereits ambulante Freiwilligendienste, die Sterbende zu Hause begleiten. Im Gruppenraum des Oldesloer Hospiz könnten beispielsweise Fortbildungen oder andere Veranstaltungen organisiert werden. Das Ziel: Eine lebendige Gemeinschaft bilden.

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