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Bad Oldesloe

Kindervogelschießen: Majestäten, Fähnchen und ein wenig Politik

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Bad Oldesloe – Geschmückte Vorgärten, gesperrte Straßen, ein Festumzug mit 3000 Schulkindern und ein neues Königspaar: Am letzten Schultag vor den Ferien feierte Bad Oldesloe erneut sein Kindervogelschießen.

Foto: SL

Es ist eines der größten und ältesten Traditionsfeste in Norddeutschland. Dabei passt es sich der Zeit an. Mehr und mehr wird der Umzug zu einer Karnevalsparade. Sogar politische Statements bleiben nicht aus. So nutzten mehrere Klassen die Veranstaltung, um für Umweltschutz zu demonstrieren. Das kam bei manchen Zuschauern nicht gut an. Verkleidungen oder Demoschilder seien bei einem Kinderfest komplett deplatziert hieß es.

Auch einige Lehrer verkleideten sich Foto: SL

Die Wirtschaftsvereinigung verteilte 4000 Fähnchen an die Besucher. Ingesamt wirkte es so, dass die Lust zu dekorieren bei Anwohner und Geschäftsleuten etwas abgenommen hat. Das galt auch für den generellen Zuschauerandrang, der in den letzten Jahren stetig leicht zurückgegangen ist, aber immer noch auf einem hohen Niveau bleibt.

Stormarn Magic Foto: SL

Auf Discowagen und Pferdekutschen wurde erneut aus Sicherheits- und TÜV-Gründen verzichtet. Die Spielmannszüge waren aber wie gewohnt als musikalische Unterstützung dabei.

Demoplakate für Umwelt und Klimaschutz

Zu größeren Zwischenfällen kam es im Verlaufe des Tages nicht. In den vergangenen Jahren verstärkte sich die Sorge, dass vor allem die Sicherheit der Route durch die Innenstadt und über den Berliner Ring nicht mehr ausreichend gewährleistet sein könnte. Deswegen hielt die Stadt auch diesmal an den erhöhten Sicherheitsvorkehrungen fest.

„Das gefällt auch mir nicht, lässt sich angesichts von der generellen Gefahr von Anschlägen aber nicht ändern“, sagte Bürgermeister Jörg Lembke vor der Veranstaltung.

Mit Unterstützung der Stadt hatten Polizei und Feuerwehr die Route abgesperrt, zum Teil versperrten Feuerwehr- und schwere Müllfahrzeuge die Zufahrten. Auf Betonsperren wurde aber auch in diesem Jahr verzichtet.

Fähnchen auch für die Feuerwehr


„Ich freue mich sehr, der König von Oldesloe sein zu können“

Auf dem Exer angekommen, widmeten sich die jüngeren Schüler den Spielen, die älteren schossen – wie es die Tradition will – auf einen großen Holzvogel. Bei den Jungs fiel das holgefiederte “Tier” um 11.53 Uhr durch einen gezielten Schuss von Muslim Khizriev (Theodor-Storm-Schule). „Ich freue mich sehr, der König von Oldesloe sein zu können“, sagte der Schüler. Königin wurde knapp 50 Minuten später die sichtlich überraschte Helene Töllner von der Theodor-Mommsen-Schule. Beide sind nun ein Jahr lang das Königspaar von Bad Oldesloe.

Der Brauch des Vogelschießens ist uralt. Ursprünglich geht er auf einen germanischen Mythos zurück. Die ersten Siedler schossen bei einer Frühlingsfeier auf einen an einer Stange befestigten Vogel, der den Höllenvogel „Windofnir“ symbolisieren sollte. Durch seinen Tod sollte das Böse aus der Welt verbannt werden. Lange hielt die „Papagoyengilde“, die heutige Bürgerschützengilde, den Brauch am Leben. Als die Schützen begannen auf Scheiben zu schießen, haben sie, so wird vermutet, das „Vogelschießen“ den Kindern überlassen. Schriftliche Aufzeichnungen darüber existieren allerdings nicht. Verbrieft ist allerdings, dass die Schützengilde, als sie 1808 ein neues Königsschild erhielt, das alte dem Kindervogelschießen schenkte. Das könnte die „Geburtsstunde“ des Oldesloer Kindervogelschießens gewesen sein.

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Bad Oldesloe

Bereits über 60.000 Corona-Impfungen in Stormarn

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Bad Oldesloe – Im Zeitraum vom 1. bis zum 30. April 2021 wurden in den drei Impfzentren im Kreis Stormarn insgesamt 33.278 Impfungen durchgeführt.

Datenabgleich durch Soldaten der Bundeswehr am Eingang des Impfzentrums in Bad Oldesloe

Davon entfallen 54,12 Prozent auf das Impfzentrum Bad Oldesloe, 22,98 Prozent auf Großhansdorf und 22,90 Prozent auf Reinbek.

In 86 Prozent der Fälle kam der Impfstoff von BioNTech und in 14 Prozent der Fälle der Impfstoff AstraZenica zum Einsatz.

Die Gesamtanzahl der durchgeführten Impfungen seit Öffnung des ersten Impfzentrums am 4. Januar 2021 beträgt somit 62.769.

Hierin nicht enthalten sind die Impfungen, welche durch die mobilen Teams und die Hausärzte vorgenommen wurden.

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Bad Oldesloe

50 Jahre Städtebauförderung hat vieles bewegt, auch in Bad Oldesloe!

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Bad Oldesloe – Seit 2009 kann die Stadt Bad Oldesloe auf zahlreiche gute Erfahrungen mit der Städtebauförderung zurückblicken. Seit der Aufnahme in das Förderprogramm „Stadtumbau West“ hat sich in Teilen der Innenstadt viel getan.

Stadtumbau in der Bahnhofstraße. Foto: Stadt Bad Oldesloe/DSK

Im Sanierungsgebiet „Südliche Innenstadt“ zwischen Beste und Bahnhof sowie im Stadtumbaugebiet am KuB wurden zahlreiche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Inzwischen sind die Stadtumbauergebnisse im Stadtbild für jedermann sichtbar. Dazu zählen die Umgestaltung und Aufwertung zahlreicher Straßen insbesondere im Bahnhofsbereich, die veränderte Linienführung des Busverkehrs, der Kreisverkehr an der Kurparkallee/Mewesstraße sowie die Realisierung des Kultur- und Bildungszentrums im Bereich der Innenstadt, welches sich zusätzlich auf die Frequentierung der Innenstadt auswirkt.

Als gemeinschaftliche Aufgabe ist die Städtebauförderung eine zentrale Säule der Stadtentwicklungspolitik des Bundes. Sie unterstützt seit 1971 Städte und Gemeinden dabei, baulichen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen zu begegnen. Mehr als 9.300 Gesamtmaßnahmen wurden im Zeitraum nach Angaben der Städtebauförderung von 1971 bis 2020 gefördert – in 3.900 Kommunen bundesweit.  

Dieses Jahr feiert sie ihr 50-jähriges Bestehen.

Am 8. Mai 2021 zum Tag der Städtebauförderung sind bundesweit alle Städte und Gemeinden eingeladen, ihre Projekte, Planungen und Erfolge der Städtebauförderung zu präsentieren.

Die Veränderungen, die in Bad Oldesloe sowie in anderen Kommunen durch die Städtebauförderung erfolgt sind, sind unter https://www.tag-der-staedtebaufoerderung.de/startseite zu finden.

Weitere detaillierte Informationen zum Stadtumbauwest sowie eine Übersicht zu den einzelnen Maßnahmen in Bad Oldesloe sind auf der städtischen Website unter www.badoldesloe.de/stadtumbau zu finden.

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Bad Oldesloe

Neuaufschlag für die Live-Kultur in Bad Oldesloe mit dem Festival „KuB im Hof“

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Bad Oldesloe – Live und unter freiem Himmel: Ende Juni eröffnet die Stadt Bad Oldesloe die lokale Open-Air-Saison mit einem kleinen Wortkunst-Festival im Innenhof des Bürgerhauses.

Mathias Tretter (20.6.) serviert hochkarätiges, nonchalantes politisches Kabarett. Foto: Dominic Reichenbach

Das fünftägige Festival wartet mit einem vielfältigen Programm von Comedy, Kabarett und Musikkabarett über Improvisationstheater und Artistik bis hin zu einer offenen Bühne auf.   

„Natürlich bin ich aufgeregt“, sagt die Leiterin des Kulturbereiches der Stadt Bad Oldesloe, Inken Kautter. Schließlich haben sie und ihr Team im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) seit sechs Monaten keine Veranstaltungen vor Publikum mehr durchführen können. Und ein Quäntchen unverwüstliche Hoffnung gehöre auch immer noch dazu, jetzt Veranstaltungen zu planen:

„Ich glaube aber daran, dass Live-Kultur im Sommer mit viel Abstand an der frischen Luft möglich sein wird – wann sonst?“

Das Festival, für das der städtische Kulturbereich mit den Frauenkulturtagen und KLNGSTDT zusammenarbeitet, holt die Wortkunst in unterschiedlichsten Formen in die Oldesloer Innenstadt. Klar, dass es da viel zu lachen gibt: Mathias Tretter (20.6.) serviert hochkarätiges, nonchalantes politisches Kabarett, die stimmgewaltige Katie Freudenschuss (17.6.) begeistert mit fein-satirischem Musikkabarett. Jens Ohle (16.6.), der Comedian aus dem Schmidt Theater und dem Quatsch Comedy Club, präsentiert eine Mischung aus atemberaubender Akrobatik und cooler Stand-up-Comedy. KLNGSTDT bietet mit ihrem Format „Mary Stolpe“ (18.6.) eine offene Bühne für alle auftrittsbegeisterten Menschen. Und das Improtheater „Verflixte Entscheidung!?“ (19.6.) lädt das Publikum lustvoll zum gemeinsamen Fragen und Antworten ein.

„Wir zeigen die komplette Bandbreite der Wortkunst“, so Kautter. „Dass das unter diesen Bedingungen möglich ist, verdanken wir zum einen unseren Netzwerkpartnern und zum anderen einer Förderung der Veranstaltungen durch NEUSTART KULTUR.“ Der zugegebenermaßen etwas versteckte Kulturhof in der Mühlenstraße biete dabei den perfekten Rahmen für kleine, aber feine Veranstaltungen unter den derzeitigen Bedingungen. Jeweils bis zu 60 Zuschauer pro Veranstaltung finden dort Platz. 

Tickets sind online unter www.kub-badoldesloe.de und in der Stadtinfo im KuB erhältlich.

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