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Schleswig-Holstein

“Überwiegend friedlich”: Polizei zieht Halbzeitbilanz zur “Kieler Woche”

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Polizist im EInsatz Symbolfoto: Tobias Arhelger/shutterstock.com

Kiel – Aus Sicht der Polizei verläuft die Kieler Woche 2019 weiterhin überwiegend friedlich.

“Der herausragende Einsatztag war der späte Samstagabend, der insgesamt zu einer leichten Steigerung der Straftaten führte”, so Polizeisprecher Matthias Felsch.

Obwohl es für die Einsatzkräfte auch weiterhin eine hohe Einsatzbelastung bei Temperaturen zum Teil über 30 Grad gab, ähneln die Zahlen, abgesehen von den Einsatzzahlen vom Samstag, denen des Vorjahres.

In der Zeit von Freitag, 12:00 Uhr, bis Mittwoch, 07:00 Uhr, zählte die Polizei 80 Straftaten (2018: 73) auf den Veranstaltungsflächen. 41 Taten fielen davon auf die sogenannten Rohheitsdelikte (2018: 27), mit dem erwähnten Schwerpunkt am späten Samstagabend, der auch zu einer Steigerung bei den Widerständen gegen Vollstreckungsbeamten führte. Hier verzeichnet die Polizei 10 Anzeigen (2018: 3).

Gegen 90 Personen sprachen die Einsatzkräfte Platzverweise aus. Bei sieben Platzverweisen endete die Maßnahme in einer Gewahrsamnahme, da die Personen den Anweisungen nicht nachkamen (2018: 6).

Gegen 01:15 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag trauten Beamte des 2. Reviers ihren Augen nicht, als ein 30-Jähriger in ihrer Sichtweite einen Wagen der 1. Einsatzhundertschaft besprühte. Bei seiner Festnahme fanden die Polizisten zudem Betäubungsmittel auf.

“Die immense Steigerung im Vergleich zu 2018 mit lediglich 38 Platzverweisen liegt zum großen Teil an dem schönen Wetter. Die Einsatzkräfte stellten zahlreiche Personen auf Schiffsanlegern fest, auf denen der Aufenthalt verboten war”, so der Polizeisprecher.

Für insgesamt 13 von 38 hilflosen Personen endete der jeweilige Volkfesttag aufgrund des Alkoholgenusses im Polizeigewahrsam (2018: 9/31).

Wie auch in den Jahren zuvor kontrollierten Jugendschutzstreifen, bestehend aus Mitarbeitern der Stadt und der Polizei, Kinder und Jugendliche und sprachen diese gezielt auf ihren Alkoholkonsum an. Auffälligkeiten im Vergleich zum Vorjahr gab es hier nicht.

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Schleswig-Holstein

Cold Case Unit (CCU) rollt Flensburger Mordfall Sylvia D. neu auf

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Flensburg – Es ist ein heißer Sommertag im August 1994, als die 25-jährige Prostituierte Sylvia D. in einem Mehrfamilienhaus am Flensburger Bahnhof ihrem Mörder die Tür öffnet. Viele Nachbarn hören ihren Todeskampf, aber keiner alarmiert die Polizei.

Sylvia D. galt als lebenslustige junge Frau. Die Mutter von zwei kleinen Mädchen wurde nur 25 Jahre alt. Quelle: LKA SH

25 Jahre später ist die Tat trotz intensiver Ermittlungsarbeit noch immer nicht aufgeklärt. Doch Mord verjährt nicht und der Fall Sylvia D. lässt die Ermittler nicht los.

Im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat das Team der Cold Case Unit (CCU) den Altfall in Zusammenarbeit mit der zuständigen Mordkommission Flensburg wieder aufgerollt und neue Ermittlungsansätze gefunden.

Die Ermittler hoffen, den Fall noch lösen zu können, da es DNA-Spuren gibt, die dem Täter zuzuordnen sein dürften.

Am kommenden Mittwoch, 11. Dezember, 20.15 Uhr, stellt die CCU den Fall in der Sendung “Aktenzeichen XY ungelöst” (ZDF) vor und hofft auf neue Hinweise.

Als “Mandy” inserierte Sylvia D. in der Flensburger Wochenschau und in der Hamburger Morgenpost, warb mit dem Hinweis “brandneu”, einem Herzchen und ihrer Telefonnummer um neue Freier. Diese empfing die als lebenslustig und feierfreudig beschriebene Frau und Mutter von zwei kleinen Mädchen in einer Modellwohnung in der Bahnhofstraße 50, direkt gegenüber vom Bahnhof. Außer ihr arbeiteten noch weitere Prostituierte in dem Mehrfamilienhaus.

In diesem Mehrfamilienhaus am Flensburger Bahnhof wurde Sylvia D. am 9. August 1994 von einem unbekannten Täter brutal ermordet. Die Ermittler hoffen, den Fall nach 25 Jahren mithilfe neuer Hinweise doch noch aufzuklären. Quelle: LKA SH

Am 9. August 1994 hörten Anwohner am späten Nachmittag Schreie aus der Wohnung von Sylvia D.

Es war heiß, viele Balkontüren und Fenster waren geöffnet. Trotzdem wählte niemand den Notruf. Einige der Ohrenzeugen erklärten später, man sei daran gewöhnt, aus der Wohnung Lärm und Geräusche zu hören. Die Ermittler gingen aufgrund der Spurenlage davon aus, dass die junge Frau direkt nach dem Öffnen der Wohnungstür gestoßen und geschlagen worden ist.

Anschließend wurde sie mit rund 30 Messerstichen getötet.

Bizarres Detail: Der Täter nahm die blutige Kleidung des Opfers sowie ein Gewebestück aus dem Körper mit. In Deutschland gibt es bis heute keine Tat mit vergleichbarem Muster.

Die Fallanalytiker im LKA gehen davon aus, dass Sylvia D. ein Zufallsopfer war und der Täter zudem gewusst hat, in welchen Wohnungen der Prostitution nachgegangen wurde. Dafür spricht auch die Aussage einer Zeugin, die im selben Haus als Prostituierte gearbeitet hatte und ein Jahr zuvor in der Nachbarwohnung von einem Mann angegriffen worden war, der seine Schuhe auszog, bevor er sie attackierte. Der zufällig anwesende Freund der Frau konnte hier Schlimmeres verhindern. Doch Sylvia D. war allein in ihrer Wohnung. Ihr Mörder entkam unerkannt am helllichten Tag.

Ein Taxifahrer sagte später aus, er habe im Bereich des Bahnhofs einen Fahrgast mit blutiger Kleidung befördert. Auf Nachfrage habe der Mann behauptet, er sei Fleischer.

Gibt es noch weitere Zeugen, die im August 1994 Personen mit auffälligem Verhalten oder blutiger Kleidung in der Nähe des Flensburger Bahnhofs gesehen haben? Kennt jemand die Herkunft der drei Knöpfe, die am Tatort gefunden worden sind? Gibt es ehemalige Bewohner des Hauses in der Bahnhofstr. 50, die damals nicht befragt werden konnten und weitere Hinweise geben können? Diese und andere Fragen hat das Ermittlerduo der CCU im Gepäck, wenn es am 11. Dezember bei Moderator Rudi Cerne in der Fahndungssendung “Aktenzeichen XY ungelöst” zu Gast ist. Für Hinweise, die zum Täter führen, ist eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt.

Sachdienliche Hinweise bitte an: 0461 / 484 5555

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Schleswig-Holstein

Betrug und Diebstahl durch falsche Polizisten: Festnahme-Erfolg für das LKA

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Mannin Handschellen (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

Ahrensburg/Kiel/Bremen – Beamte der Ermittlungsgruppe “Recall” des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein (LKA) vollstreckten zwei Haftbefehle der Amtsgerichte Kiel und Ahrensburg und nahmen zwei 28 und 22-jährige Männer in Bremen fest.

Insgesamt wurden bei dem Einsatz, an dem insgesamt 44 Beamte des LKA Schleswig-Holstein und des Polizeipräsidiums Bremen beteiligt waren, die Wohnungen der beiden Männer sowie weiterer vier Tatverdächtiger durchsucht.

Den beiden Festgenommenen wird vorgeworfen, als Mitglieder einer Bande drei Geldabholungen bei lebensälteren Geschädigten in Kiel und Ahrensburg durch falsche Polizeibeamte organisiert und durchgeführt zu haben.

Die Täter erlangten dabei insgesamt 61.000 Euro. Den Geschädigten wurden in Telefonanrufen aus Callcentern in der Türkei Gefahren-Szenarien vorgetäuscht, wonach ihr Erspartes durch bevorstehende Einbrüche bzw. untreue Mitarbeiter von Geldinstituten bedroht sei.

Durch diese seit 2015 bekannte Masche werden vorwiegend ältere Menschen dazu gebracht, höhere Geldbeträge bei ihrer Bank abzuheben und es anschließend an der Haustür oder in der Nähe des Wohnortes einem vermeintlichen verdeckten Ermittler zu überlassen.

Einer der festgenommenen Männer soll die Abholungen auf Weisung anderer Bandenmitgliedern organisiert und das erbeutete Bargeld von den beauftragten Geldabholern in Empfang genommen zu haben.

Der Löwenanteil ist an die Hintermänner in der Türkei geflossen. Der zweite Festgenommene steht im Verdacht, in den Fällen als Geldabholer vor Ort agiert zu haben.

Den vier weiteren Tatverdächtigen wird vorgeworfen, u.a. als Fahrer bei den Geldabholungen beteiligt gewesen zu sein. Die beiden Festgenommenen wurden dem Amtsgericht Bremen vorgeführt. Dort wurden die Haftbefehle verkündet. Beide befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Bei den Durchsuchungen wurden diverse Beweismittel sichergestellt, die nunmehr kriminaltechnisch ausgewertet werden. Die größtenteils sehr aufwändigen Ermittlungen führten in jüngster Vergangenheit immer wieder zu Festnahmen von Logistikern und Abholern.

Teilweise konnten sogar hohe Bargeldbeträge sichergestellt werden, die bestimmen Geschädigten zuzuordnen waren. Es handelt sich überwiegend um Organisierte Kriminalität, die im deutschsprachigen Raum verübt wird.

Gegen eine Reihe von Tatverdächtigen in der Türkei bestehen internationale Haftbefehle diverser Justizbehörden.

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Schleswig-Holstein

Landespolizei gibt Sicherheitshinweise für den Weihnachtsmarktbesuch

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Polizeiabsicherung am Lübecker Weihnachtsmarkt. Foto: SL

Schleswig-Holstein – Die Weihnachtsmärkte in Schleswig-Holstein stehen kurz vor der Eröffnung. Neben dem Schutz der Veranstaltungen gegen Gefahren von außen betrifft das Thema “Sicherheit auf den Weihnachtsmärkten” noch weitere Aspekte wie den Schutz vor Taschendiebstählen und auch das Thema Alkohol am Steuer.

“Der Landespolizei liegen aktuell keine Erkenntnisse vor, aus denen sich eine konkrete Gefährdung speziell für Weihnachtsmärkte ableiten lassen könnte. Aufgrund der aktuellen Gefährdungseinschätzung besteht also keine Veranlassung, auf die Durchführung von Weihnachtsmärkten oder sonstigen Veranstaltungen mit Weihnachtsbezug beziehungsweise deren Besuch zu verzichten”, stellt die Polizei klar, dass es kein Grund zur Panikmache gibt.

Diese Maßnahmen ergreift die Polizei:

Für die Landespolizei ist der beständige Austausch mit den Veranstaltern, den zuständigen Ordnungsbehörden, Feuerwehr und Rettungsdienst sowie auch benachbarten Sicherheitsbehörden ein wichtiger Bestandteil für eine aktuelle Gefahrenprognose und darauf beruhenden konkreten Maßnahmen, zum Beispiel der Aufstellung von Barrieren.

Polizisten bewachen einen Weihnachtsmarkt Symbolfoto: SL

Eine Überprüfung der Sicherheit auf Weihnachtsmärkten ist und wird durch die Landespolizei in engem Austausch mit den Sicherheitspartnern auf Landes- und Bundesebene durchgeführt. Die Landespolizei Schleswig-Holstein wird eine sichtbare polizeiliche Präsenz auf den Weihnachtsmärkten in der Vorweihnachtszeit gewährleisten. Über taktische Details berichten wir nicht, da die Wirkung der polizeilichen Maßnahmen damit gemindert werden würde.

Diese Verhaltenshinweise sollten Weihnachtsmarktbesucher beachten

Alkoholkonsum und die Verkehrsteilnahme als Fahrzeugführer schließen einander aus. Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel für die An- und Abreise vom Weihnachtsmarkt, wenn Sie Alkohol trinken.

“Auch ein Glühwein kann schon zu viel sein”, so die Landespolizei. Wer sich ans Steuer setzt, sollte gar keinen Alkohol zu sich genommen haben.

Die Polizei wird verstärkt kontrollieren, es wird auch wieder eine einwöchige TISPOL-Kontrollaktion geben (09. – 15.12.2019).

Taschendiebstahl: “Augen auf und Tasche zu!”

Taschendiebe gehen meistens in Teams mit mehreren Tätern vor und nutzen Gedränge, Unaufmerksamkeit und Alkoholisierung ihrer Opfer aus.

“Bleiben Sie aufmerksam, halten Sie Ihre Taschen und Rucksäcke verschlossen und eng bei sich. Smartphone, Portemonnaie und andere Wertgegenstände gehören nicht in den Rucksack, sondern in die Innentaschen der Kleidung”so der Tipp der Polizei.

Zivilcourage:

Hinsehen statt wegschauen!

Sind andere in Not ist kein Heldentum gefordert. Handeln Sie umsichtig und organisieren Hilfe über den Polizeiruf 110.

“Gleiches gilt, wenn Sie sich selbst bedroht fühlen. Wir kommen lieber einmal zu oft als einmal zu wenig”, so die Landespolizei.

– Grundsätzlich gilt: Wir sind auf Ihre Hinweise angewiesen.

Wenn Sie verdächtige Beobachtungen machen, Taschendiebe erkannt oder herrenlose Taschen/Rucksäcke oder ähnliches gefunden haben, wenden Sie sich bitte unverzüglich an den Sicherheitsdienst oder die Polizeikräfte vor Ort beziehungsweise über 110 an die Polizei.

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