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Schule und Jugend

Wenn das Schuljahrsende von schlechten Schulnoten überschattet wird

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Kiel – Für die meisten Schülerinnen und Schüler endet das Schuljahr mit der Freude auf die Sommerferien. Urlaub, Sonne, Schwimmbad und vor allem freie Zeit haben dann für viele Priorität.

Kurz vor den Zeugniskonferenzen und möglichen schlechten Noten können aber Ängste und Sorgen als dunkle Wolken aufziehen: Wie sage ich es meinen Eltern? Geben mir die Lehrer noch eine Chance? Wie kann ich es schaffen, meine Noten zu verbessern?

Foto: Shutterstock.com

Oft verschärfen sich die negativen Gefühle noch, wenn es z.B. zu Konflikten mit den Eltern kommt. Sich dann vor einem schwierigen Gespräch jemandem anvertrauen zu können, kann helfen Ängste abzubauen und einen guten Lösungsweg für die individuelle Situation zu finden. „Wir hören den frustrierten Kindern und Jugendlichen zu und versuchen, sie mit ihren Gefühlen aufzufangen. Im zweiten Schritt überlegen wir dann gemeinsam, wie man die Situation angeht“, so Matthias Hoffmann, Koordinator der Landesarbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendtelefone und Elterntelefone in Schleswig-Holstein.

Wenn die Eltern dann ihre Enttäuschung auf Grund schlechter Zeugnisse auf ihre Kinder übertragen, verschärft sich die Situation für die Kinder zusätzlich. Hier gilt es besonnen zu reagieren. „Den Eltern raten wir, ihre Kinder, die sich oft selbst am meisten über ihre schlechten Noten ärgern, erst einmal aufzufangen und ihnen zuzuhören. Gemeinsam kann dann in Ruhe besprochen werden welche Maßnahmen helfen können, damit die Noten Stück für Stück wieder besser werden“, so Matthias Hoffmann weiter.

Neben schulischen Themen wie schlechte Noten und Zeugnisse geht es am Kinder- und Jugendtelefon um eine Vielzahl an Themen, die Kinder und Jugendliche beschäftigen und belasten. Dazu zählen vor allem psychosoziale Probleme, Liebe und Partnerschaft sowie Probleme und Konflikte mit den Eltern bzw. in der Familie.

„Kinder und Jugendliche sind mit allen Themen willkommen. Das zeigt sich auch in der großen Bandbreite der Gesprächsinhalte, die an unseren Beratungsangeboten besprochen werden. Kinder und Jugendliche nehmen unser unkompliziert und gut zu erreichendes Beratungsangebot gerne an“,erläutert Susanne Günther, Landesgeschäftsführer des Kinderschutzbundes.

Anonym und kostenfrei: Telefonische Hilfe für Schüler und Eltern

Die „Nummer gegen Kummer“ macht es sich seit 1980 zur Aufgabe, Heranwachsenden ein deutschlandweit kostenloses und anonymes Gesprächsangebot zur Verfügung zu stellen. Eltern können seit 2001 das bundesweite Elterntelefon der „Nummer gegen Kummer“ nutzen – auch um sich kompetente Beratung zu schulischen Themen zu holen. Die ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater der „Nummer gegen Kummer“ sind mit den Sorgen und Nöten der Anrufenden durch ihre oft langjährige Erfahrung, aber auch durch regelmäßige Fortbildungen, vertraut. 

Für Eltern ist das Elterntelefon in Schleswig-Holstein montags bis freitags von 9 – 11 Uhr und dienstags und donnerstags von 17-19 Uhr unter der bundesweiten Telefonnummer 0800 – 111 0 550 zu erreichen.

Für Kinder und Jugendliche ist die Nummer gegen Kummer kostenfrei und anonym unter 116111 montags bis freitags von 14 bis 20 Uhr zu erreichen.

Wer lieber mit Gleichaltrigen über seine Sorgen spricht, sollte samstags von 14 bis 20 Uhr anrufen, wenn das Kinder- und Jugendtelefon in Kiel mit jugendlichen Beratern besetzt ist. Für die anonyme E-Mail-Beratung können sich Jungen und Mädchen auf der Internetseite der Nummer gegen Kummer e.V. www.nummergegenkummer.de einen Zugang einrichten.

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Bad Oldesloe

Kinderschutzbund Stormarn bedankt sich bei 170 Ehrenamtlern

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Foto: Vöcking/DKSB/hfr

Bad Oldesloe – Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich und bereichern so das gesellschaftliche Leben.

Das Ehrenamt ist ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft – dennoch ist es nicht selbstverständlich, dass Menschen freiwillig ihre Zeit spenden, um wichtige Angebote möglich zu machen oder andere Menschen zu unterstützen.

„Aus Anlass dieses Feiertages möchten wir uns herzlich bei all den ehrenamtlich Tätigen in unseren Kinderhäusern Blauer Elefant in Ahrensburg, Bargteheide und Bad Oldesloe für ihre wertvolle Arbeit bedanken“, erklärt Birgitt Zabel, erste Vorsitzende des Kinderschutzbundes (DKSB) in Stormarn, „denn unsere Ehrenamtlichen sind eine wichtige Säule der Kinderschutzarbeit, auf die wir nicht verzichten können und wollen.

Das Ehrenamt hat im Kinderschutzbund Stormarn eine ganz besondere Bedeutung. Der Verein ist selbst aus bürgerschaftlichem Engagement heraus entstanden. Eine Gruppe von 16 Frauen und einem Mann gründeten ihn im Jahr 1980. Mit den Jahren haben sich viele Angebote des Vereins immer weiter professionalisiert und es wurden auch hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt.

Heute sind über 170 ehrenamtliche Tätige und mehr als 70 Angestellte für den Kinderschutz im Kreis aktiv.

Der Kinderschutzbund freut sich darüber hinaus immer über weitere Ehrenamtliche, die die Teams der Kinderhäuser Blauer Elefant in Ahrensburg, Bargteheide und Bad Oldesloe unterstützen. Birgitt Zabel ermuntert Menschen, sich bei Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit direkt mit den Kinderhäusern Blauer Elefant in Verbindung zu setzen:

„Menschen, die ehrenamtlich bei uns arbeiten möchten, finden ganz unterschiedliche Arbeitsfelder, z.B. am Kinder- und Jugendtelefon oder am Elterntelefon, im direkten Kontakt mit Familien als Familienpaten, bei der Hausaufgabenhilfe, als Lesepate, als Unterstützer in der Kinder-Kleider-Kammer und auch in der Vorstandsarbeit, der ebenfalls ehrenamtlich arbeitet.“

Der diesjährige Internationale Tag des Ehrenamtes kann also auch eine Anregung sein, den ersten Schritt in ein Ehrenamt zu wagen. Für die Kinder und Familien im Kreis Stormarn wäre dies auf jeden Fall eine gute Sache.

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Bad Oldesloe

Engagement für Mitschüler: Kreisschülervertretung stellt sich neu auf

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Foto: Häusgen/KJR/hfr

Bad Oldesloe – Am 25. November traf sich die Kreisschülervertretung zusammen mit zwei Mitarbeitern des Kreisjugendring Stormarn im Kreistagssitzungssaal, um wieder aktiv die Interessen der Schüle im Kreis Stormarn gegenüber der Politik zu vertreten uns, sich schulübergreifend auszutauschen und gemeinsame Aktionen zu organisieren.

Gemeinsam wurde ein neuer Kreisschülervertretungsvorstand inklusive neuem Kreisschülerprecher gewählt.

„Ich freue mich, dass es einen neugewählten Vorstand gibt, welcher die rechtliche Legitimierung der Kreisschülervertretung anstrebt“ so der bis dahin kommissarisch tätige Kreisschülersprecher und wiedergewähltes Vorstandsmitglied, Leon Graack (Anne Frank Schule Bargteheide).

Neuer Kreisschülersprecher ist Lucas-Constantin Mathies (Ida-Ehre-Schule, Bad Oldesloe)

Zur Erarbeitung der rechtlichen Legitimierung wurde ein erster Arbeitskreis innerhalb des Kreisschülerparlaments gegründet.

Ebenfalls erhielt die Satzung der Kreisschülervertretung eine überarbeitung und auch die nächsten Termine für das Kreisschülerparlament sind nun im Kalender des Jahres 2020 vorgemerkt. 

Die reaktivierte und neu aufgestellte Kreisschülervetretung freut sich nach eigener Aussage darauf, aktiv die Themen und Anliegen der Schüler/innen im Kreis Stormarn zu behandeln und zu vertreten. 

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Bad Oldesloe

Berufliche Schulen: Eine kulinarische Reise durch Europa

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Foto: Berufliche Schule des Kreise Stormarn/hfr

Bad Oldesloe – Den „Europa-Tag“ 2019 haben Schülerinnen und Lehrerinnen der Beruflichen Schule des Kreises Stormarn in Bad Oldesloe in diesem Jahr auf ganz besondere Weise begangen: als kulinarische Reise durch Europa.

Das Projekt beschäftigte eine Woche lang die Berufsfachschulklasse BS19 b unter Leitung von Almut Bertram, Natalie Bohlen und Leif Paulsen. Sie sind Studierende der Uni Hamburg, die im Rahmen ihres Kernpraktikums eine Unterrichtseinheit in den Fächern WiPo und Fachpraxis Ernährung entwickelten, durchführten und abschließend auswerten.

Die 25 Berufsfachschüler der Fachrichtung Gesundheit und Ernährung vertieften sich in Vorbereitung auf ein EU-Buffet in fünf Gruppen zunächst in Europa-Themen und von ihnen ausgewählte Rezepte. Genau eine Woche später tauchten sie dann in der schuleigenen Gastronomieküche die Kochlöffel tief in die Töpfe.

Wie Europa-Wissen und Kochkünste zusammenpassen? Die Kernpraktikanten Almut Bertram, Natalie Bohlen und Leif Paulsen hatten eine Konzeption erstellt: es soll durch Pre- und Post-Design (vorherige und Nachfolge-Befragung) herausgefunden werden, wie sich durch das Projekt die Haltung zu Europa und die Identifikation als Europäer verändern.

Saskia Niemscholz und Vanessa Feddern fühlten sich zum Beispiel am ersten Projekttag eher als Deutsche als Europäer. Auf dieser „Rundreise durch die EU“ soll eine kleine Änderung in der Identifikation eintreten. Ihre Mitschülerin Clara Wobbe zum Beispiel sieht sich schon wegen ihrer Mobilitätswünsche eher als Deutsche und Europäerin.

Foto: Berufliche Schulen des Kreises Stormarn/hfr

Am ersten Projekttag gab es ein Pflichtprogramm mit den Ländern Dänemark, Belgien und Portugal und die Kür, bei der sich eigenverantwortlich jede Gruppe mit einem EU-Land nach Wahl beschäftigte, ein Rezept dieses Landes aussuchte und dessen Zubereitung plante.

Kazim Ahmadi entschied sich später zum Beispiel für Italien, denn er liebt Spaghetti. „Conchiglioni mit Ricotta-Füllung“ wurde von der Gruppe aus dem italienischen Kochbuch gewählt.

Vanessa Feddern betonte, dass die Vorbereitung zwar viel Arbeit, aber auch jede Menge Spaß mit sich gebracht hätte.

Richtig professionell wirkte das Europa-Buffet im schließlich im Bistro. Aus den Spaghetti waren gefüllte Muschelnudeln geworden, die Kazim jetzt auch mal zu Hause nachkochen möchte.

Foto: Berufliche Schulen des Kreises Stormarn /hfr

Viele Leute wurden bereits durch die Düfte von Thymian, Koriander und frischem Basilikum angelockt. Die liebevoll gestalteten Dekos und Schautafeln über die Länder waren informativ und originell.

Das Bistro wird von Schülern, die im Unterrichtsfach Fachpraxis Hauswirtschaft unterrichtet werden, geleitet. An vier Wochentagen verpflegen sie in der großen Pause Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schule mit einem leckeren Mittagstisch.

„Vielfältige Köstlichkeiten. Super!“, lobte Schulsozialpädagogin Pia Wehberg. „Lecker!“, war die einhellige Meinung auch der Lehrer.

2020 wird es übrigens einen umfangreicheren Thementag „Europa“ an der Beruflichen Schule in Bad Oldesloe geben.

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