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Bad Oldesloe

Grüne und Linke wollen Klimanotstand in Stormarn ausrufen

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Fabriken Foto: Vladj55/Shutterstock

Bad Oldesloe – Zur nächsten Sitzung des Kreistages Stormarn am 21. Juni bringen die Fraktionen die Grünen und der Linken einen gemeinsamen Antrag zur Ausrufung des Klimanotstandes im Kreis Stormarn ein.

Ähnliche Anträge wurden in den letzten Monaten etwa in Kiel, Lübeck, Bad Segeberg und vielen anderen Kreisen und Städten bundesweit vorgelegt und beschlossen. Ziel des Stormarner Antrages ist es, auch auf Kreisebene alles zu tun, damit die weitere Erwärmung des Weltklimas noch gestoppt werden kann, bevor es zu spät ist.

Dafür sollen unter anderem alle Maßnahmen, die der Kreis beschließt auf ihre Auswirkungen auf das Klima überprüft werden.

Maßnahmen, die dem Klimaschutz förderlich sind, sollen Priorität erhalten. Das Klimaschutzprogramm soll weiterentwickelt werden, ein Konzept für die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs entstehen und die Klimaschutzleitstelle wieder eingerichtet werden.

„Nach der Europawahl, in der die Grünen die stärkste politische Kraft in Stormarn geworden sind, wollen wir verschärft unsere klimapolitischen Ziele im Kreis durchsetzen. Dazu gehört die Aktualisierung und Fortschreibung des Klimaschutzprogrammes des Kreises und die Reaktivierung der Klimaschutz-Leitstelle. Wir wollen die Beratung für kommunale Klimaschutzprogramme und Radewegekonzepte intensivieren und ausweiten. Mittelfristig setzen wir uns weiterhin für einen eigenständigen Umweltbereich in der Kreisverwaltung ein. Es ist höchste Zeit, unsere klimapolitischen Ziele jetzt endlich umzusetzen“, sagt dazu Sabine Rautenberg, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag Stormarn.

Klimakrise auf allen Ebenen bekämpfen

„Wir freuen uns sehr, dass wir diesen wichtigen Antrag gemeinsam mit den Grünen in den Kreistag einbringen und hoffen, dass er auch bei den anderen Fraktionen breite Unterstützung finden wird. Die Klimakrise muss auf allen Ebenen mit Nachdruck bekämpft werden, auch hier im Kreis. Wenn in möglichst vielen Städten und Kreisen der Klimanotstand ausgerufen wird, hat das nicht nur die Folge, dass vor Ort der Klimaschutz Priorität erhält, es setzt auch ein Zeichen an die Bundesebene, endlich zu handeln, statt wie bisher in Placebo-Gremien wie dem Klimakabinett die notwendige Klimawende zu verschleppen. Die Linke will, dass die Klimawende sozial gerecht abläuft, daher ist im Antrag auch festgehalten, dass Maßnahmen nicht einseitig die finanziell schwachen Menschen im Kreis treffen sollen.“, so Heidi Beutin, Fraktionsvorsitzende der Linken im Kreistag.

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Bad Oldesloe

21. Tombola für die Kinderkrebshilfe im Bürgerhaus

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Das Bürgerhaus in Bad Oldesloe. Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Am 15. Dezember findet zum nun schon 21. Mal eine große, ehrenamtlich von ehemaligen Fußballern und Fußballfunktionären aus dem Kreis organisierte Spenden-Tombola für die “Lübeckhilfe für krebskranke Kinder” im Bürgerhaus der Kreisstadt statt.

Die Ziele des Vereins, der die Spenden erhält, liegen:

• in der Verbesserung der psychosozialen
und medizinischen Situation krebskranker
Kinder und ihrer Familien
• im Ankauf von zusätzlichen Geräten für
die Behandlung krebskranker Kinder
• in der Unterstützung patientenbezogener
Forschungsvorhaben im Bereich der
pädiatrischen Onkologie.

Wie jedes Jahr gibt es attraktive Preise zu gewinnen, man kann gemütlich zusammensitzen, Glühwein, Kaffee oder Bier trinken, eine Wurst vom Grill oder einen Kuchen genießen und am Ende dient das alles dem guten Zweck.

In den ersten 20 Jahren konnte stolze 140 000 Euro gesammelt werden. 100 Prozent der Erlöse fließen in die Aktion.

Los geht es um am 15. Dezember um 15 Uhr im Oldesloer Bürgerhaus

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Bad Oldesloe

Heimatmuseum findet vergessenen Fossilien-Schatz auf Dachboden

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Bad Oldesloe – Das Oldesloer Heimatmuseum hat einen Schatz gefunden: Die „Kronjuwelen“ der Fossilien-Sammlung des Ahrensburger Hobby-Paläontologen Richard Wenck.

Versteckt unter Kartons entdeckte ein Mitarbeiter auf dem Dachboden acht Kisten mit seltenen Versteinerungen, darunter ein Tier mit dem Namen „Whitbyceras pingue“. Ein schneckenähnliches Wesen, das vor 180 Millionen Jahren im Urzeitmeer lebte.

Zur Sensation wird der Fund durch den Ort seiner Entdeckung. Richard Wenck stieß bei Ausgrabungen in Stormarn Mitte des 20. Jahrhundert auf die Versteinerung, die anschließend zwischen seinen anderen rund 2000 Artefakten in Vergessenheit geraten sein muss.

Diethelm Schark vom Oldesloer Heimatmuseum zeigt eines der spektakulären Stücke aus der Sammlung des Ahrensburger Hobby-Forschers Richard Wenck

„Es gibt in Deutschland nur vier dokumentierte Funde des Whitbyceras pingue“, sagt Diethelm Schark (Foto) vom Heimatmuseum. Eigentlich sei diese Art in wärmeren Gefilden beheimatet gewesen. So zumindest die bisherige wissenschaftliche Annahme.

Die neue Entdeckung belegt jetzt, dass die Tiere, bei denen es sich um entfernte Vorfahren der Tintenfische handelt, zumindest vereinzelt nach Mitteleuropa gelangten.

Nur vier dokumentierte Funde des schneckenähnlichen Urzeittieres mit dem sperrigen Namen “Whitbyiceras pingue” existieren in Norddeutschland

Neben dem Whitbyceras förderten die Museums-Mitarbeiter noch weitere Stücke aus den Kisten zutage. Unter anderem mehrere gut erhaltene und außerordentlich große Versteinerungen des „Eleganticeras Elegantulum“, ebenfalls ein urzeitlicher Verwandter des Tintenfischs – in Europa allerdings wesentlich häufiger zu finden.

Bemerkenswert sind die Umstände, unter denen das Team des Oldesloer Heimatmuseums auf die „Kronjuwelen“ stieß.

Seit einem halben Jahr zeigt das Museum in der Ausstellung „Lebensspuren im Stein“ den fossilen Nachlass von Wenck und ausgerechnet jetzt tauchten die acht Kisten auf. „Unser Mitarbeiter Andreas Ahne wollte eigentlich ein Werkzeug vom Dachboden holen und kam stattdessen mit einer der Kisten in der Hand wieder“, sagt Diethelm Schark. Ahne hatte sie geöffnet und gleich die Bedeutung seiner Fundes erkannt.

Warum die Kisten nicht zusammen mit der übrigen Sammlung aufbewahrt wurden, lässt sich nur erahnen. Der 2013 verstorbene frühere Museumsleiter Dr. Klaus-Christoph Baumgarten muss sie irgendwann beiseite geschafft haben, vermutet Diethelm Schark: „Vielleicht wollte er daraus irgendwann eine Ausstellung machen und war dann wegen seiner Krankheit nicht mehr dazu gekommen.“ Seit den 90er-Jahren ist das Heimatmuseum im Besitz Wenck-Sammlung. Mitte 2019 startete eine Ausstellung mit 150 der interessantesten Stücke. Für Schark ist es ein glücklicher Zufall, dass gerade jetzt die acht weiteren Fossilien-Kisten gefunden wurden:

„Wir sichten gerade den Inhalt und werden dann die Ausstellung ergänzen.“

In den vergangenen Monaten hatten immer wieder auch Wissenschaftler und Mitarbeiter anderer Museen mit dem Oldesloer Heimatmuseum Kontakt aufgenommen, um einige der Stücke zu begutachten. Bis Neujahr will das Heimatmuseum die „Kronjuwelen“ in die laufende Ausstellung aufnehmen, die noch bis Frühjahr 2020 zu sehen sein wird.

„Lebenspuren in Stein“ im Heimatmuseum, Königstraße 30, Bad Oldesloe. Öffnungszeiten: Freitag 14 bis 16 Uhr und Sonnabend von 10 bis 12 Uhr sowie nach Vereinbarung unter 04531/504180.

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Bad Oldesloe

Oldesloer Musikschule lädt zum Weihnachtskonzert

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Symbolfoto: Peeyarot / shutterstock

Bad Oldesloe – Am Sonnabend, 14.12., lädt die Musikschule für Stadt und Land in Bad Oldesloe unter dem Motto “Fröhliche Weihnacht überall” zum traditionellen Weihnachtskonzert in den KuB-Saal.

Schülerinnen und Schüler der Instrumental-,Gesangs- und Ballettklassen werden ihr Können auf der Bühne präsentieren. Neben Einzelauftritten sollen dieses Mal auch vermehrt Ensemble-Auftritte zu erleben sein.

Am Ende – auch das hat Tradition – werden dann noch gemeinsam bekannte Weihnachtslieder mit dem Publikum angestimmt. Für die Musikschule ist es zusätzlich der Konzertausklang des Jahres.

Los geht es im Saal des KuBs um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. Spenden sind aber herzlich willkommen.

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