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Bad Oldesloe

Veranstaltungstipp im BiZ Neues entdecken fern der Heimat

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Wie wäre es mit einem Jahr in der Ferne, um Neues zu entdecken und zu erleben? Arbeiten, eine andere Kultur kennenlernen oder eine Sprache lernen und dabei einen Ansprechpartner haben, falls es mal nicht so rund läuft?

Eine junge Frau deutet auf eine Landkarte.

Es gibt viele verschiedene Programme für junge Leute, die einen Auslandsaufenthalt möglich machen. Als Au-Pair ins Ausland zu gehen, ist eine beliebte Variante. Andere weniger bekannte und zum Teil geförderte Projekte, wie etwa „Weltwärts“, „work & travel“, der „Europäische Freiwilligendienst“ (EFD) oder „kulturweit“ sind Alternativen, eine Zeit im Ausland zu verbringen.

Wer im kommenden Jahr einen Auslandsaufenthalt plant, kann sich am Donnerstag, den 20. Juni ab 16 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe (Berliner Ring 8 – 10) über die verschiedenen Angebote informieren. Matina Kock aus dem BiZ und Johanna Mierendorff von der Bürgerstiftung Stormarn haben einen Vertreter der Organisation AIFS (American Institute For Foreign Study) sowie einen ehemaligen Volunteer eingeladen, um von seinen Erfahrungen im Ausland zu berichten. Anschließend stehen alle Fachleute für individuelle Gespräche zur Verfügung.

Eine Anmeldung ist erforderlich und kann im BiZ per Telefon unter 0 45 31 / 167 214 oder per Mail an badoldesloe.biz@arbeitsagentur.de erfolgen.

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Bad Oldesloe

Eltern von Oldesloer HSV-Spieler sprechen erstmals über das Eishockey-Drama

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Bad Oldesloe – Es ist der 26. Oktober 2019, der das Leben der Familie Caesar für immer verändern sollte. Bei einem Spiel gegen den ECW Sande knallt der HSV-Spieler Tjalf Caesar aus Bad Oldesloe in die Bande und verletzt sich schwer.

Der Aufprall ist so heftig, dass er noch auf dem Spielfeld reanimiert werden muss.

Der 23-Jährige erleidet einen Genickbruch und einen Schlaganfall. Im Krankenhaus kämpfen die Ärzte um das Leben des Oldesloers, versetzen ihn in ein künstliches Koma.

Nach zwei Wochen ist Tjalf Caesar aufgewacht. Zunächst konnte er nur Nicken und Blinzeln. Mittlerweile spricht er wieder, auch wenn ihn das noch viel Kraft kostet.

Jens und Heinke Caesar (von links) mit einem Bild ihres Sohnes und Kirchenmusiker Henning Münther

Seine Eltern sind für jede noch so kleine gesundheitliche Verbesserung dankbar.

„Es gibt keine Prognose und wir freuen und über jeden kleinen Fortschritt“, sagt Mutter Heinke Caesar.

Dankbar sei sie und auch ihr Sohn für die große Solidarität und die Anteilnahme vieler Menschen. „Das gibt uns ganz viel Kraft, Tjalf bekommt das mit und er ist sehr gerührt“, sagt sie.

Die Eltern von Tjalf Caesar lauschten gerade einem Konzert im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) in Bad Oldesloe, als sie von dem Unfall ihres Sohnes erfuhren. „Wir haben einen Anruf bekommen und sind dann sofort los“, sagt Vater Jens Caesar. Wie der Unfall passieren konnte, weiß er nicht. Immerhin war der 23-Jährige ein erfahrener Spieler und seit 18 Jahren auf dem Eis unterwegs. „Ich möchte es aber auch nicht so genau wissen.“

Für die Eishockey-Welt war der Unfall ein Schock. Viele Teams starteten in den vergangenen Charity-Aktionen.

Am 12. Dezember spielten die Crocodiles Hamburg gegen den HSV, bei dem die Krokos alle mit der Startnummer 27 aufgelaufen sind – der von Tjalf Caesar. Sein jüngerer Bruder Kjell Caesar führte die Mannschaft dabei an. Nach der Partie wurden ebenfalls Trikots versteigert. Die Grizzlys Wolfsburg haben angekündigt, die beim Heimspiel gegen den EHC Red Bull München getragenen Trikots versteigern zu wollen

Auch in Bad Oldesloe wird Geld für die Familie gesammelt. Tjalf Caesar war nicht nur sportlich sondern auch musikalisch. Lange Zeit sang er im Jugendchor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Auch seine Familie ist in der Gemeinde aktiv, singen im Chor, sein Großvater Jochen Caesar war lange Pastor, mittlerweile im Ruhestand.

So war auch Kirchenmusiker und Leiter des Jugendchors, Henning Münther, schockiert über die Nachricht des Unfalls: „Ich kannte ihn gut, er hat bei mir gesungen.“

Bei einem Gespräch mit der Familie entstand dann auch schnell die Idee eines Benefizkonzertes in der Oldesloer Peter-Paul-Kirche.

„Die Chöre und auch die ganze Kirchengemeinde will damit ihre Solidarität zeigen. Wir wollen Hoffnung machen. Die Familie Caesar ist nicht allein“, sagt Münther. Am Sonnabend, 7. Dezember, 11 Uhr wird der Buxtehude-Chor, das „Chörchen“ und der Jugendchor Oldesloe ein 45-minütiges Konzert geben. Der Eintritt ist zwar frei, Spenden sind aber erwünscht.

Der Hamburger Sport-Verein hat ein Spendenkonto eingerichtet: IBAN: DE76 2005 0550 1204 1211 62, Verwendungszweck: Tjalf Caesar.

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Bad Oldesloe

Berufliche Schulen: Eine kulinarische Reise durch Europa

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Foto: Berufliche Schule des Kreise Stormarn/hfr

Bad Oldesloe – Den „Europa-Tag“ 2019 haben Schülerinnen und Lehrerinnen der Beruflichen Schule des Kreises Stormarn in Bad Oldesloe in diesem Jahr auf ganz besondere Weise begangen: als kulinarische Reise durch Europa.

Das Projekt beschäftigte eine Woche lang die Berufsfachschulklasse BS19 b unter Leitung von Almut Bertram, Natalie Bohlen und Leif Paulsen. Sie sind Studierende der Uni Hamburg, die im Rahmen ihres Kernpraktikums eine Unterrichtseinheit in den Fächern WiPo und Fachpraxis Ernährung entwickelten, durchführten und abschließend auswerten.

Die 25 Berufsfachschüler der Fachrichtung Gesundheit und Ernährung vertieften sich in Vorbereitung auf ein EU-Buffet in fünf Gruppen zunächst in Europa-Themen und von ihnen ausgewählte Rezepte. Genau eine Woche später tauchten sie dann in der schuleigenen Gastronomieküche die Kochlöffel tief in die Töpfe.

Wie Europa-Wissen und Kochkünste zusammenpassen? Die Kernpraktikanten Almut Bertram, Natalie Bohlen und Leif Paulsen hatten eine Konzeption erstellt: es soll durch Pre- und Post-Design (vorherige und Nachfolge-Befragung) herausgefunden werden, wie sich durch das Projekt die Haltung zu Europa und die Identifikation als Europäer verändern.

Saskia Niemscholz und Vanessa Feddern fühlten sich zum Beispiel am ersten Projekttag eher als Deutsche als Europäer. Auf dieser „Rundreise durch die EU“ soll eine kleine Änderung in der Identifikation eintreten. Ihre Mitschülerin Clara Wobbe zum Beispiel sieht sich schon wegen ihrer Mobilitätswünsche eher als Deutsche und Europäerin.

Foto: Berufliche Schulen des Kreises Stormarn/hfr

Am ersten Projekttag gab es ein Pflichtprogramm mit den Ländern Dänemark, Belgien und Portugal und die Kür, bei der sich eigenverantwortlich jede Gruppe mit einem EU-Land nach Wahl beschäftigte, ein Rezept dieses Landes aussuchte und dessen Zubereitung plante.

Kazim Ahmadi entschied sich später zum Beispiel für Italien, denn er liebt Spaghetti. „Conchiglioni mit Ricotta-Füllung“ wurde von der Gruppe aus dem italienischen Kochbuch gewählt.

Vanessa Feddern betonte, dass die Vorbereitung zwar viel Arbeit, aber auch jede Menge Spaß mit sich gebracht hätte.

Richtig professionell wirkte das Europa-Buffet im schließlich im Bistro. Aus den Spaghetti waren gefüllte Muschelnudeln geworden, die Kazim jetzt auch mal zu Hause nachkochen möchte.

Foto: Berufliche Schulen des Kreises Stormarn /hfr

Viele Leute wurden bereits durch die Düfte von Thymian, Koriander und frischem Basilikum angelockt. Die liebevoll gestalteten Dekos und Schautafeln über die Länder waren informativ und originell.

Das Bistro wird von Schülern, die im Unterrichtsfach Fachpraxis Hauswirtschaft unterrichtet werden, geleitet. An vier Wochentagen verpflegen sie in der großen Pause Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schule mit einem leckeren Mittagstisch.

„Vielfältige Köstlichkeiten. Super!“, lobte Schulsozialpädagogin Pia Wehberg. „Lecker!“, war die einhellige Meinung auch der Lehrer.

2020 wird es übrigens einen umfangreicheren Thementag „Europa“ an der Beruflichen Schule in Bad Oldesloe geben.

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Bad Oldesloe

Niederdeutsche Bühne Ahrensburg zeigt “Schnee von güstern” im Kub

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Foto: Antje Körner/hfr

Ahrensburg – Theaterbesuch aus der Schlossstadt im Oldesloer KuB – Die Schneekatastrophe von 1978 bildet den thematischen Rahmen für das Gastspiel der Niederdeutschen Bühne Ahrensburg am Sonntag, 1. Dezember 2019, um 17 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) Bad Oldesloe.

Hoffnungslos eingeschneit muss Dorfpolizist Lüdke das Verschwinden einer jungen Frau untersuchen – und wie sich herausstellt haben alle Dorfbewohner ein Motiv…

Am Abend des 28. Dezember 1978 nimmt im nördlichen Schleswig-Holstein die „Schneekatastrophe“ ihren Anfang. Ein Temperatursturz auf weit unter den Gefrierpunkt lässt das Leben praktisch stillstehen. Der eisige Sturm führt dazu, dass sich die Massen an Schnee überall zu meterhohen Wehen auftürmen. An diesem Abend verschwindet in einem kleinen Dorf nahe der dänischen Grenze die neue Referendarin der Schule.

Dorfpolizist Lüdke – von der Außenwelt abgeschnitten wie alle anderen Bewohner auch – macht sich allen widrigen Bedingungen trotzend auf, die Spuren der jungen Frau zurückzuverfolgen. Doch auf seiner Suche stößt er auf Geheimnisse, die viele im Dorf lieber unter der dicken Schneedecke verborgen gehalten hätten.

Die Niederdeutsche Bühne Ahrensburg zeigt das plattdeutsche Theaterstück „Schnee vun güstern“ von Arne Christophersen, das erst im Oktober in Ahrensburg uraufgeführt wurde.

Der Autor selbst wuchs in einem Dorf nahe Flensburg auf und spielt seit seiner Schulzeit selbst Theater, etwa bei der Niederdeutschen Bühne Flensburg.

Für die junge Regisseurin Antje Körner ist es die zweite Inszenierung bei der Niederdeutschen Bühne Ahrensburg. Als Darsteller stehen Bernd Valentin, Timo Breitenfeld, Christine Henze, Tatjana Petrak, Mario Loleit und Gesche Meyer auf der Bühne.

Restkarten sind online, in der Stadtinfo und – sofern noch verfügbar – auch an der Abendkasse erhältlich.

Ticketbestellung: 04531/504-199 oder www.kub-badoldesloe.de

Preise: VVK: 13,50 Euro / 11,50 Euro (erm.), AK: 15,50 Euro/ 13,50 Euro (erm.)

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