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Polizei und Feuerwehr

Landesweite Bilanz: 121 Fahrzeugführer unter Alkohol und Drogen

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Kiel – Die Landespolizei Schleswig-Holstein hat in der vergangenen Woche einen Schwerpunkt bei der Überwachung von Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr gesetzt.

Alkoholtest (Symbolbild). Foto: polizei

In allen Polizeidirektionen des Landes erfolgten vermehrte Kontrollen und 121 gefährliche Fahrten unter Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten haben die Kontrollkräfte direkt unterbunden.

Insgesamt wurden 5056 Fahrzeugführer kontrolliert.

Zwei Beispiele für das Fahren unter Alkoholeinfluss aus der vergangenen Woche:

In Wesselburen (Landkreis Dithmarschen) fiel mehreren Verkehrsteilnehmern die Fahrweise eines Mannes auf: er lenkte sein Fahrzeug mehrfach in den Gegenverkehr und fuhr teils nur mit 20 km/h. Die hinzugerufene Streife stellte den Fahrer, der nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war und führte einen Atemalkoholtest durch. Das Ergebnis lag bei 2,34 Promille und führte zum Vorwurf der Gefährdung des Straßenverkehrs infolge des Genusses alkoholischer Getränke und wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Bei Bornhöved (Landkreis Segeberg) verletzte sich ein 31-Jähriger bei einem Unfall schwer. Der junge Mann kam in einer leichten Linkskurve mit Gefälle von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum. Im Krankenhaus wurde ihm eine Blutprobe entnommen und ein Wert von 2,93 Promille festgestellt. Außerdem gab der 31-Jährige an, dass er zusätzlich Drogen konsumiert hatte. Polizeibeamte stellten daraufhin den Führerschein sicher. Der junge Mann aus dem Kreis Segeberg muss sich jetzt in einem Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.

Zum Hintergrund der TISPOL-Kontrollwoche: TISPOL (Traffic Information System Police) wurde durch die Verkehrspolizeien Europas gegründet, um die Verkehrssicherheit und Strafverfolgung europaweit zu verbessern. Das Hauptziel von TISPOL ist die Reduzierung der Anzahl der Getöteten und Schwerverletzten auf Europas Straßen. Die ständigen Schwerpunktthemen sind u.a. Geschwindigkeit, Sicherheitsgurt, Alkohol und Drogen und auch der gewerbliche Güter- / Personenverkehr.

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Kreis Pinneberg

Geldautomat gesprengt: Zwei Männer festgenommen

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Elmshorn – Nach einer Geldautomatensprengung in Elmshorn und anschließender Flucht konnten im Rahmen der Fahndung zwei Verdächtige festgenommen werden.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Am Donnerstag haben Anwohner in der Schulstraße in Elmshorn gegen 4 Uhr einen lauten Knall wahrgenommen und kurze Zeit später mehrere Personen beobachtet, die die Commerzbankfiliale verließen und zu Fuß flüchteten.

Nach ersten Feststellungen der Einsatzkräfte der Polizei wurde dort ein Geldautomat nach Einleiten von Explosivstoffen geöffnet, aus dem offensichtlich Geldkassetten mitgenommen wurden. Es wurde unverzüglich eine Fahndung eingeleitet, die durch einen Hubschrauber der Bundespolizei unterstützt wurde.

Kurze Zeit später meldete sich ein Anwohner aus dem Raum Rellingen bei der Polizei, der auf seinem Grundstück ein Fahrzeug vorgefunden hat, das dort nicht hingehört. Darin habe er auch Bargeld festgestellt. Die Täter haben auf der Flucht offenbar ihr Fahrzeug aufgegeben.

Die Fahndung wurde daraufhin auch auf das Stadtgebiet von Rellingen ausgedehnt, wo 2 Männer festgenommen werden konnten, die eine größere Menge Bargeld bei sich hatten.

Die Identität der Männer steht derzeit noch nicht fest und wird geprüft. Nach einem dritten Mann wird aktuell noch gefahndet.

Das Geld dürfte größtenteils aufgefunden worden sein. Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat die Ermittlungen übernommen. In Zusammenarbeit mit der ermittlungsführenden Staatsanwaltschaft Itzehoe wird eine Vorführung der beiden Festgenommenen vor den Hauftrichter geprüft.

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Wirtschaft

Unterwäsche, Spielzeug und Kopfhörer: 211 488 gefälschte Produkte vom Zoll vernichtet

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Zollmitarbeiterinnen überwachen die Vernichtung Foto: Zoll Hamburg/Hfr

Hamburg – Eine Aufgabe des Zolls ist es, Verbraucher vor gefälschten und teilweise gesundheitsgefährdenden Produkten geschützt wird.

Durch die von den Markenrechtsinhabern beantragten Grenzbeschlagnahmungen wird verhindert, dass die Plagiate auf den europäischen Markt gelangen. In den letzten Wochen hat der Hamburger Zoll erneut 211.488 Plagiate vernichtet.

Die Waren wurden zwischen Ende Februar und Mitte März sichergestellt und wurden nun nach Absprache mit den Markenrechtsinhabern in einer Müllverbrennungsanlage unter zollamtlicher Überwachung vernichtet. Den Einführern der Fälschungen erwarten empfindliche Strafen.

Gleich in drei Containern fanden die Beamtinnen und Beamten des Zollamts Hamburg insgesamt 97.698 Falsifikate namhafter Parfümhersteller. zum Beispiel wurden von “Dior J´adore” 180 Flakons in hochwertig aussehender Verpackung sichergestellt.

Gefälschtes Parfüm Foto: Zoll Hamburg/hfr

“Auch wenn die gefälschten Parfüms ähnlich wie die Originale duften, werden sie dennoch mit kostengünstigen Inhaltsstoffen und unter hygienisch fragwürdigen Umständen produziert. Die Benutzung von gefälschten Parfums kann daher Reizungen auf der Haut oder Allergien verursachen. Die aus China stammende Ware war für den ungarischen Markt bestimmt”, erklärt der Zoll Hamburg.

In China hergestellte Unterwäsche trug zwar nicht den Schriftzug eines bekannten Herstellers, aber durch die Schnittführung und den Aufdruck eines ähnlich klingenden Namens war eine große Ähnlichkeit mit dem Original gegeben. Die Ware sollte in Deutschland verbleiben.

Auch die 2.456 Taschen, die in China hergestellt und für den estländischen Markt bestimmt waren, sind für Kenner gleich als Fälschung zu erkennen. Die Taschen waren zwar überall mit dem bekannten Logo bedruckt, nur entsprachen die Größe und die Form der Taschen nicht den Originalprodukten.

“Das Markenschutzrecht stellt auf Antrag auch die Einfuhr von Waren unter Strafe, wenn diese nur die Optik der geschützten Marke nutzen. Denn auch in diesen Fällen profitieren die Fälscher vom Image der Marke, das mit viel Geld für die Produktentwicklung und Werbung vom Hersteller aufgebaut wurde”, so der Zoll.

Die Fälscherwerkstätten reagieren schnell auf die neusten Trends. So wurden in fünf verschiedenen Containern 44.958 Stück Spielzeug gefunden.

Neben Superhelden, Flummis in Form von aktuellen Zeichentrickfiguren, Plüschtieren und Modellbausets waren auch die aktuellen “Poopsies” in den sichergestellten Warensendungen dabei. Mit diesem zurzeit sehr beliebten Spielzeug können sich Kinder ihren eignen Einhorn-Spielschleim herstellen.

Gefälschtes “Poopsie-Spielzeug” Foto: Zoll Hamburg/hfr

Während beim Kauf eines Originals die Ungefährlichkeit des Spielschleims durch den Hersteller gewährleistet sein muss, enthalten die Fälschungen nicht selten gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe. So wurde zum Beispiel 2019 in einer vom Zoll beschlagnahmten Sendung mit Kinder-knetschleim eine gesundheitsschädliche Menge an Bor gefunden. Die aus China stammende Ware war für Deutschland, Polen, Ungarn und Tschechien bestimmt.

Auch Elektroartikel werden gefälscht, wie die Beschlagnahmung von insgesamt 3.756 Ohrhörern und 100 Videospielcontrollern zeigt. Auch wenn die Waren auf den ersten Blick wie die hochwertigen Originale aussehen, wird die mangelnde Qualität der Fälschungen sicherlich bald zu Beanstandungen in der Handhabung führen. Auch ist eine Gesundheitsgefährdung der Nutzer durch Kurzschlüsse nicht ausgeschlossen. Die Ohrhörer waren für den polnischen Markt und die Controller für den österreichischen Markt bestimmt.

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Hamburg

Hamburg: Zeugen nach Überfall auf Senioren in ihrem Haus gesucht

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Polizei (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Hamburg – Am Mittwochmorgen, 27. Mai, haben um 9:55 Uhr zwei bislang unbekannte Täter die beiden Bewohner eines Einfamilienhauses in Schnelsen überfallen. Die Polizei sucht Zeugen.

Nach den ersten Erkenntnissen verschafften sich die Täter auf noch unbekannte Weise Zutritt zu dem Haus, bedrohten die beiden Bewohner mit einer Schusswaffe und forderten die Herausgabe von Wertgegenständen. Im weiteren Verlauf fesselten sie die 77-jährige Frau und deren 79-jährigen Ehemann und durchsuchten das Haus.

Anschließend flüchteten sie in unbekannte Richtung. Ob bzw. was die Täter erbeutet haben, steht derzeit noch nicht abschließend fest. Offenbar erbeuteten sie aber Schmuck und Bargeld.

Die Frau wurde bei dem Überfall leicht im Gesicht verletzt. Sie kam später zur Behandlung ihrer Verletzungen in ein Krankenhaus.

Nach Alarmierung der Polizei erfolgten sofortige Fahndungsmaßnahmen, an denen neben rund einem Dutzend Funkstreifenwagen auch der Polizeihubschrauber “Libelle 2” und ein Personenspürhund beteiligt waren. Die Täter konnten dabei jedoch nicht mehr angetroffen werden. Sie sollen dunkel bekleidet und maskiert gewesen sein.

Das zuständige Raubdezernat (LKA 134) hat die Ermittlungen aufgenommen.

Hinweise können unter der Rufnummer 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder an jeder Polizeidienststelle abgegeben werden.

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