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Politik und Gesellschaft

Jubiläumsfeier in Kiel: 20 Jahre PflegeNotTelefon in Schleswig-Holstein

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Kiel – Hoher zeitlicher Aufwand, Kraft und Nerven: die Pflege älterer Menschen verlangt Familien viel ab: Für pflegende Angehörige, Freunde oder Nachbarn kann Pflege zur körperlichen und seelischen Belastung werden, aber auch die Pflegeprofis, ehrenamtliche Helfer, Sozialarbeiter, Ärzte und Betreuer stoßen manchmal an ihre Grenzen.

Kritische Ereignisse in der Pflege sind deshalb keine Seltenheit. Seit 20 Jahren finden Menschen in solchen Notsituationen Unterstützung beim PflegeNotTelefon in Schleswig-Holstein.

Am Freitag wurde dieses Jubiläum gemeinsam mit Gästen und den einzelnen Akteuren im Sparkassen-Veranstaltungszentrum in Kiel gefeiert.

Prof. Dr. Goergen, der schleswig-holsteinische Sozialminister Dr. Heiner Garg, die Projektkoordinatorin des PflegeNotTelefons Anke Buhl und Prof. Dr. Dr. Rudolf D. Hirsch bei der Jubiläumsfeier des PflegeNotTelefons am Freitagnachmittag in Kiel. (Bildnachweis: AWO Schleswig-Holstein)

„Schon vor 10 Jahren habe ich mir bei der damaligen Feier ein ‚Konzept der sozialen Aufmerksamkeit‘ gewünscht: ‚Hinsehen statt wegsehen‘, ‚Reden statt schweigen‘ und zwar alle gemeinsam. Mit den vielen Quartierskonzepten, die in den letzten Jahren entstanden sind, dem starken bürgerschaftlichen Engagement in der Pflege und der grandiosen Netzwerkarbeit der Akteure in Schleswig-Holstein bin ich zuversichtlich, dass das PflegeNotTelefon seinen 30. Geburtstag nicht mehr erleben wird und das ist auch gut so“, sagt Anke Buhl, Projektkoordinatorin des PflegeNotTelefons in Schleswig-Holstein.

Finanziert wird das Angebot vom Sozialministerium Schleswig-Holstein. Sozialminister Heiner Garg betont: „Seit 20 Jahren besteht nunmehr vor allem für pflegende Angehörige die Möglichkeit, zum Telefonhörer zu greifen und die Nummer des Pflegenottelefons zu wählen, wenn sie nicht mehr weiterwissen. Das Pflegenottelefon hat dabei für alle Menschen ein offenes Ohr: für Pflegebedürftige selbst, aber auch für nachbarschaftliche, ehrenamtliche und professionelle Kräfte und das rund-um-die-Uhr, auch nachts außerhalb üblicher Bürozeiten. Bei der Beratung zum Thema Pflege hat sich das Pflegenottelefon damit nicht nur bewährt, sondern zu einem wahren Eckpfeiler entwickelt. Darauf können alle Beteiligten stolz sein.“

Gewalt in der Pflege steht im Mittelpunkt

Im April 1999 wurde das PflegeNotTelefon gegründet und zunächst auf drei Monate angelegt, um Erkenntnisse über belastende Pflegesituationen zu gewinnen. Heute blicken die Betreiber des Beratungsangebotes auf eine langjährige Tätigkeit zurück. Das Thema Gewalt findet sich in unterschiedlichster Form in den Beratungsgesprächen wieder. Konkrete Schilderungen von Gewalt (z.B. Festes Zugreifen, Beschimpfen, An­schreien, Ignorieren, Drohungen) wurden auch in 2018 verzeichnet. Auffällig war, dass Pflegekräfte sich verstärkt anonym mit Schilderungen von beobachteter oder vermuteter Gewalt an das PflegeNotTelefon gewandt haben.

Das PflegeNotTelefon kann rund um die Uhr unter der landesweiten Telefonnummer 01802 49 48 47 mit 6 Cent pro Anruf erreicht werden. Muttersprachliche Beratungen sind auch möglich.

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Politik und Gesellschaft

Vorstandswahlen: Stormarner Jusos haben eine neue Doppelspitze

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Ahrensburg – Lea Benecke (24) und Leon Graack (19) bilden ab sofort die Doppelspitze der Jusos in Stormarn.

Neben dem Kreisvorsitz wurde auch der neunköpfige Vorstand bei der Hauptversammlung im Bruno-Böker-Haus in Ahrensburg neu gewählt.

Die beiden bisherigen Kreisvorsitzenden Joost Burkhardt und Paula Kratz haben sich dazu entschieden, nicht wieder als Kreisvorsitzende anzutreten. Sie sind allerdings auch in diesem Jahr Teil des Kreisvorstands.

Juso-Vorsitzender Leon Graack: „Es ist toll, dass es so viele engagierte Jugendliche in Stormarn gibt. Interessierte, die Lust haben mitzuwirken, können sich natürlich jederzeit bei uns melden.“

Auf der Jahreshauptversammlung positionierten sich die Jusos Stormarn auch im Thema Seenotrettung.

So fordern die Jusos die Städte und Gemeinden in Stormarn dazu auf, sich dem Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ anzuschließen.

Dazu sagt die neue Kreisvorsitzende Lea Benecke: „Die humanitäre Lage im Mittelmeerraum ist katastrophal. Bei der Verteilung der Menschen mit Fluchthintergrund müssen mehr Städte und Gemeinden sich dazu entscheiden freiwillig Menschen in so einer prekären Situation zu helfen.“

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Politik und Gesellschaft

Schulbuchgutscheine für Kinder von Geflüchteten in Ahrensburg

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Foto: Freundeskreis für Flüchtlinge Ahrensurg/hfr

Ahrensburg – Eine besonders schöne Aktion gibt es in Ahrensburg: Zur Unterstützung der Kinder von Geflüchteten hat der Freundeskreis für Flüchtlinge Ahrensburg e.V. (FKF) nämlich erstmalig eine Aktion mit Büchergutscheinen gestartet.

Kinder im schulpflichtigen Alter erhalten für Lektüren, Schulbücher und Arbeitshefte einen Gutschein in Höhe von 30 Euro, um die Sprachkompetenz zu fördern.

Sprache ist der Schlüssel zur Integration und Bildung. Das Erlernen der deutschen Sprache ist die Voraussetzung, um unsere Gesellschaft zu verstehen und sich zu integrieren. Integration kann ohne Bildung nicht funktionieren. Das Lesen von Büchern hilft den Kindern, ihre Sprachkompetenz zu erweitern.

Die Ausgabe der Gutscheine erfolgte ab dem 24. Juli im Ruki (Büro des Freundeskreises in der Rudolf-Kinau-Straße 13-15). Die Aktion kam sehr gut an, denn es wurden bereits am ersten Tag über 100 Büchergutscheine ausgegeben.

Die Gutscheine können bis zum 7. September in der Buchhandlung Stojan, Hagener Allee 3A in Ahrensburg eingelöst werden.

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Lübeck: “Fridays for future” Demonstration in der Innenstadt

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Fridays for Future Demo

Lübeck – Am Freitag (9. August) findet im Bereich der Lübecker Innenstadt eine Demonstration unter dem Motto “Klimagerechtigkeit – Fridays for Future” statt.

Deswegen muss am Freitagnachmittag mit Verkehrsbehinderungen im Bereich des Lindenplatzes gerechnet werden, teilt die Polizei Lübeck mit.

Die Auftaktkundgebung beginnt um 16 Uhr in der Konrad-Adenauer-Straße vor dem Lindenplatz. Die anschließende Demonstrationszugroute führt über den Lindenplatz weiter in Richtung Holstentor. Von dort aus gehen die Teilnehmer die Holstenstraße hinauf bis zur Straße Schüsselbuden.

Der Zug soll schließlich gegen 16:40 Uhr auf dem Markplatz ankommen. Das Ende der dort geplanten Kundgebung ist für 19 Uhr vorgesehen.

Während der Kundgebung kann es an der Demonstrationsroute zu Verkehrsbehinderungen kommen. Ortskundige werden gebeten, den Bereich zu umfahren.

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