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Kultur

Your Silence is very Disturbing: Neue Ausstellung im Marstall

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Künstlerin Cordula Ditz stellt im Marstall aus

Ahrensburg – Licht und Schatten, Collagen, Videokunst und eine klare Botschaft: In ihrer Ausstellung im Ahrensburger Marstall spielt Cordula Ditz mit vielen Stilmitteln und skizziert auf beklemmende Weise eine frauenunterdrückende Gesellschaft im Selbstoptimierungswahn. Sehenswert auch, und vor allem, für Männer.

„Your Silence is very Disturbing“ („Deine Stille ist sehr störend“) ist alles andere als eine stille Ansammlung von Kunstgegenständen, wie der Titel vermuten lassen könnte. Die Collagen und das in Dauerschleife an die Wand geworfene Video mit seiner Ansammlung an gesellschaftlichen Absurditäten schreien den Betrachtenden geradezu die Ungerechtigkeiten ins Gesicht, die Frauen in den vergangenen Jahrhunderten über sich ergehen lassen mussten. Angefangen bei der Bibel, in der viele weibliche Protagonisten durch männliche ersetzt wurden über eiserne Maulkörbe im Mittelalter für besonders gesprächige Frauen bis hin zu „me too“.

Noch immer werden die Rollen in der Gesellschaft klar verteilt. „Jungs müssen erfolgreich sein, um einen Partner zu bekommen und Mädchen einfach gut aussehen“, beschreibt Cordula Ditz die Rollenverteilung und die Ursache für einen Selbstoptimierungswahn, der durch soziale Medien und Castingshows zusätzlich befeuert wird.

Cordula Ditz, die in Hamburg zunächst Systematische Musikwissenschaft, Deutsche Sprache und Literatur, im Anschluss Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Kunst studiert hat, handelt in ihrer Marstall-Ausstellung gekonnt diverse historische wie aktuelle Aspekte des Kampfes der Frauen für Gleichberechtigung und gegen Unterdrückung. Beeindruckend und verstörend.

Der Titel stammt übrigens aus einer Spam-Mail. „Bei meiner Recherche habe ich auch auf Websites sogenannter ‘Psychic-Chats’ gestöbert und erhielt in der Folge jede Menge Spam-Nachrichten“, erzählt die Künstlerin. Nach einer Reihe unbeantwortet gebliebener Nachrichten erhielt sie die Mail mit dem Betreff: „Your Silence is very Disturbing.“ So dringt das Verstörende bis ins Zuhause vor.

Die Präsentation ist Teil der Jahresthemas der Sparkassen-Kulturstiftung und wird am Sonntag, 26. Mai, im Ahrensburger Marstall (Lübecker Straße 8) eröffnet. Teil der Ausstellung sind auch zwei Joga-Termine (7. und 28. Juni, jeweils 15 Uhr). Anmeldung unter info@galierie-im-marstall.de. Die Ausstellung schließt am 14. Juli mit einer Performance der Choreografen Angela Kecinski und Ludger Vollmer. Weitere Informationen unter www.galerie-im-marstall.de.

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Bad Oldesloe

100 Oldesloer Ballettschülerinnen tanzen den geheimen Garten

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Bad Oldesloe – Mit „Der geheime Garten“ arbeitet die Oldesloer Schule für Ballett und Tanz an einer ihrer größten Aufführungen. 100 Kinder und Jugendliche werden auf der Bühne stehen und dabei musikalisch vom Kammerensemble der Musikschule begleitet.

Foto: Finn Fischer

„Ich mache schon Ballett seit ich vier Jahre alt bin“, sagt Maylin Teichmann. Die 17-Jährige gehört zu den älteren Schülerinnen und übernimmt in der Aufführung eine der anspruchsvolleren Rollen: „Das erste Mal tanze ich auch allein ohne eine größere Gruppe.“

Bisher übten die Mädchen die Schritte und Pirouetten für das neue Stück in den Ballettstunden. Jetzt geht es um das große Ganze.

Tanzlehrerin Nana Leveke Klamp steht vor der großen Bühne, gibt Anweisungen, macht die nächsten Drehungen vor. Damit alles glatt läuft, wird es noch ein paar Proben brauchen. Auch, weil die Musik diesmal nicht „aus der Konserve“ kommt, wie die Ballett-Dozentin sagt:

„Wenn wir vom Band spielen, gibt es eine Konstante, mit einem Kammerorchester kann die Geschwindigkeit variieren und das ist ein bisschen schwieriger für die Tänzerinnen.“

Doch allein schon die Größe des Ensembles ist eine Herausforderung. Der komplette Fachbereich mit allen Ballettschülerinnen und der musikalischen Früherziehung beteiligt sich an der Umsetzung. Die jüngsten sind sieben Jahre alt.

Das Stück selbst ist vage an den Kinder- und Jugendroman „Der geheime Garten“ von Frances Hodgsen Burnett angelehnt.

Die Geschichte handelt von einem Mädchen, dass auf dem Anwesen ihres Onkels ein zugewuchertes Tor zu einem geheimen Garten findet, in dem sie sich eine eigene Welt aufbaut. „Ich habe das Buch sehr gern gelesen“, sagt Nana Leveke Klamp. Um daraus ein Ballettstück zu machen beteiligte sie auch die Kinder. „In dem Buch gibt es keine fantastischen Wesen wie Feen, das haben wir ein bisschen geändert und es kindgerechter gestaltet“, sagt sie. Kostüme, von Tutus einmal abgesehen, wird es nicht geben. „Wir wollen alles möglichst schlicht halten, damit der Fokus auf dem Spiel liegt“, erklärt die Tanzlehrerin.

Die Musik kommt vom Kammerensemble der Oldesloer Musikschule. Leiterin Susanna Pocs freut sich über die Kooperation. Für ihr Orchester sei das eine besondere Erfahrung: „Nur die Noten spielen reicht nicht. Alle müssen darauf achten, was auf der Bühne passiert.“

„Der geheime Garten“, Sonnabend, 2. November, um 16 Uhr (Einlass 15.30 Uhr), Festhalle (Olivet-Allee 2) in Bad Oldesloe. Tickets gibt es im Vorverkauf für 12,50 Euro (erm. 7,50 Euro) bei shop.luebeck-ticket.de.

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Kultur

Gospel-Konzert: „Missa Jazzica“ in der Schloßkirche

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Ahrensburg – Am Sonntag, dem 29. September um 17 Uhr lädt der Gospelchor der Schloßkirche Ahrensburg zum Konzert ein.

Foto: Monika Veeh

Es beginnt mit Songs aus Südafrika, Gospels aus Schweden und Solo-Spirtituals. Hauptstück des Programms ist die „Missa Jazzica“ von Johannes Matthias Michel: Eine Jazzmesse für Solostimme, Chor und Jazztrio, die den traditionellen lateinischen Text auf musikalisch neue Weise vertont – in verschiedenen Jazzstilen wie Swing, Latin und Blues. Eine hin- und mitreißende Musik!

Neben dem Gospelchor der Schloßkirche wirken mit: Wiebke Krull (Sologesang), Sven Klammer (Piano), Michael Schäfer (E-Bass) und Sönke Herrmannsen (Percussion).

Die Leitung hat KMD Ulrich Fornoff. Karten für 10 und 12 Euro (ermäßigt 8 und 10 Euro) gibt es bei der Buchhandlung Stojan und an der Abendkasse.

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Bad Oldesloe

Jetzt noch anmelden: “Voice” – ein besonderes Theaterprojekt für Oldesloer Jugendliche

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Das Orgateam hinter “Voice” freut sich auf viele Teilnehmer Foto: SL

Bad Oldesloe – Dass Oldesloe viel musikalisches Talent hat, zeigt sich nicht nur durch die erfolgreichen Solomusiker und Bands der Stadt, die über die Kreisgrenzen hinaus bekannt sind oder bei den Events der Klngstdt-Musikerlobby sondern vor allem auch bei der Oldesloer Musikschule.

Dass Jugendliche sich wünschen, noch mehr Angebote zu bekommen, bei denen sie auch schauspielern und sich ausprobieren können, ist auch bekannt.

Daraus ist eine besondere Idee für die Herbstferien entstanden. Denn bei dem Projekt “Voice” können und sollen Jugendliche aus Bad Oldesloe selbst ein Musiktheaterstück erschaffen.

Möglich wird die Kooperation der Musikschule, der Jugendarbeit der Stadt Bad Oldesloe, der Ida Ehre Schule und einer Profiregisseurin durch die Förderung durch das Bundesinnenministerium, durch “Kultur macht stark”, “Wege ins Theater” und Assitej e.V..

Die Idee hinter “Voice” erklärt Regisseurin Theresa von Halle. “In einer Herbstferienwoche sollen die Jugendlichen drei Szenarien entwerfen, die sich mit dem Thema Zukunft auseinandersetzen. Diese sollen auch musikalisch umgesetzt werden”. Wie diese Aussehen, ist noch vollkommen offen. Das komplette Stück sollen die Teilnehmer entwerfen und auch die Musik dazu schreiben. Es muss aber nicht jeder singen, tanzen und schauspielern. Für jeden sollte ein Bereich dabei sein, der ihr oder ihm liegt, sind sich die Organisatoren sicher.

Mit dabei ist auch der international bekannte und erfolgreiche Profitänzer Haizam Fathy, der eine Menge Erfahrung und Können aus der Parise Oper oder auch von Engagements in Madrid mit nach Bad Oldesloe bringt.

Für die musikalische Unterstützung sorgt die Musikschule mit Dozentin und Gesangspädagogin Myleen Kronwald.

“Wir freuen uns auf viele Teilnehmer und dieses ganz besondere Projekt”, so Kathrin Stehr von der Jugendarbeit der Stadt.

Die Teilnahme ist kostenlos. Allerdings benötigt man ein wenig Zeit und Motivation. Denn neben eigentlichen Projektwoche vom 12 bis 19 Oktober, gibt es noch ein verpflichtendes Workshopwochenende vom 20. bis 22. September. Die Aufführung findet am 19. Oktober statt.

Die Teilnahme ist kostenlos und das Angebot richtet sich an alle Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren in Bad Oldesloe.

Anmeldung bis zum 15. September unter www.badoldesloe.de/Jugendarbeit oder jugendarbeit@badoldesloe.de oder telefonisch unter 04531 504 356

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