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Hamburg

Hamburger Polizei hat die “Autoposer” im Visier

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Hamburger Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Hamburg – Sie nerven mit ihren aufgemotzen, röhrenden Proll-Fahrzeugen zahlreiche Passanten und liefern sich teilweise gefährliche Straßenrennen und sorgen für Straßenverkehrsgefährdungen.

Beamte der Hamburg Kontrollgruppe “Autoposer” führten daher vergangenes Wochenende erneut zielgerichtete Maßnahmen durch und überprüften insgesamt 39 verhaltensauffällige Fahrzeugführer mit ihren zum Teil technisch veränderten Fahrzeugen.

Insgesamt resultierten hieraus diverse Feststellungen: so gab es ein verbotenes Straßenrennen mit Beschlanahmung eine Motorrads und eines Führerscheins, den Verdacht gegen das Geldwäschegesetz verstoßen zu haben, 16 Mal fiel den Beamte ein Erlöschen der Betriebserlaubnis auf und insgesamt sieben Fahrzeuge wurden sichergestellt.

Bei den sichergestellten Fahrzeugen handelte es sich um nachstehende:

Kraftrad Yamaha (127 PS) nach einem verbotenen Straßenrennen als Einzelfahrer (als Tatmittel).Ford Mustang GT (304 PS) dessen Dämmmaterial im Endschalldämpfer entfernt und die Rückleuchten und Nebelscheinwerfer verdunkelt worden waren. Außerdem fehlte die Zulässigkeitsbescheinigung für den Heckspoiler. Eine Schallpegelmessung ergab einen Wert von 100 dB bei erlaubten 86 dB.

Seat Leon ST (140 PS), der über eine Mittelschalldämpfer-Attrappe verfügte. Eine Vergleichsmessung ergab einen Wert von 91 dB statt der erlaubten 79 dB

Mercedes CLS 500 (387 PS), dessen Mittelschalldämpfer der Abgasanlage entfernt worden war. Eine Vergleichsmessung ergab einen Wert von 91 dB bei erlaubten 80 dB. –

General Motors Escalade (409 PS) mit einer unzulässigen amerikanischen Abgasanlange, Flüssiggasanlage sowie geänderten Rad-Reifen-Kombinationen ohne erforderliche Änderungsabnahmen. –

Mercedes Benz G55 AMG (507 PS), welches mit einem russischen Transitkennzeichen geführt wurde, der durch diverse Umbauten die Verkehrssicherheit gefährdete

Ferrari F 458 Spyder (565 PS) mit manueller Klappensteuerung der Abgasanlage sowie Distanzscheiben ohne Nachweis der Zulässigkeit –

Nissan GTR (569 PS) mit manueller lappensteuerung der Abgasanlage. Eine Vergleichsmessung ergab einen Wert von 103 dB bei erlaubten 85 dB. –

Pontiac Firebird mit einer Abgasanlage ohne Zulässigkeitsnachweis. Eine Schallpegelmessung ergab einen Wert von 101 dB bei erlaubten 74 dB.

Im Besonderen sind folgende Sachverhalte hervorzuheben:

Beamte des Polizeikommissariats 14 wurden im Neuen Jungfernstieg auf eine blau-folierte G-Klasse mit russischem Transitkennzeichen aufmerksam. Sowohl das Fahrzeug als auch Fahrzeugführer waren in jüngster Vergangenheit bereits mehrfach aufgrund diverser Verkehrsverstöße und technisch unzulässiger Umbauten ins Visier der Kontrollgruppe Autoposer geraten, sodass die Beamten ein Team der Kontrollgruppe Autoposer zur Fahrzeugkontrolle hinzuzogen.

Diese stellten bei einer Überprüfung schnell fest, dass sich das Fahrzeug aufgrund diverser technischer Veränderungen an Karosserie, Bereifung, Abgasanlage sowie Beleuchtungseinrichtung in einem unvorschriftsmäßigen Zustand befand, was zu einer wesentlichen Beeinträchtigung anderer Verkehrsteilnehmer führte.

Zur beweissicheren Dokumentation sowie gutachterlichen Bewertung aller entsprechenden Veränderungen wurde der Pkw sichergestellt.

Im Bereich Ferdinandstor wurde ein roter Ferrari 458 Spyder (565 PS) kontrolliert, nachdem dessen Fahrer im Bereich des Hauptbahnhofs mehrfach Gasstöße abgeben und beim Anfahren unnötig stark beschleunigte hatte. In Höhe der Kunsthalle Hamburg wurde der technisch veränderte Ferrari mit einem eingetragenen Standgeräusch von 113dB kontrolliert.

Hierbei konnte im Bereich des Motorraums ein Steuergerät für den manuellen Betrieb der Abgasklappen vorgefunden werden. Die Klappen waren geöffnet, um die höchstmögliche Geräuschemission zu erzielen. Da ein drehzahlunabhängiger und damit manueller Eingriff in das Verhalten der Abgasklappen unzulässig ist, erlosch hiermit die Betriebserlaubnis des Sportwagens.

Darüber hinaus war auch die vorhandene Spurverbreiterung verbaut worden, ohne die erforderliche, gutachterliche Abnahme einzuholen. Der 36-jährige Fahrzeugführer versuchte vor Ort, Beweismittel vor den Beamten zu verstecken.

Bei der Durchsuchung nach der Funkfernbedienung fanden die Beamten bei dem Deutsch-Türken insgesamt 12.100 Euro Bargeld auf, für dessen Herkunft der 36-Jährige keine plausible Erklärung hatte. Im Zuge erster Ermittlungen begründete sich der Anfangsverdacht einer möglichen Geldwäsche, sodass die Bargeldsumme bis zur endgültigen Klärung der Eigentumsverhältnisse sichergestellt wurde.

Ein Diensthundeführer im Jungfernstieg wurde auf zwei Lamborghini Aventator (741 PS) aufmerksam, die sich vom Ballindamm kommend in Fahrtrichtung Gänsemarkt bewegten. Das hintere der beiden Fahrzeuge, die aufgrund ihrer vorherigen Fahrstrecke und überhöhnten Geschwindigkeiten augenscheinlich zusammen gehörten, ließ sich mehrfach zurückfallen und beschleunigte dann wieder stark.

Ebenso versuchte der hintere der beiden Fahrzeugführer durch Überfahren der durchgezogenen Linie zu seinem Vordermann aufzuschließen. Beide Sportwagen wurden unter Ausreizung der höchstmöglichen Geräuschentwicklung geführt.

Für eine Fahrzeugkontrolle wurden beide Fahrzeuge angehalten. Da der angesprochene 27-jährige afghanische Fahrzeugführer den polizeilichen Anweisungen nicht Folge leistete und sich aggressiv verhielt, wurden weitere Kräfte hinzugezogen.

Den Fahrzeugführern wurde die Weiterfahrt zur Gefahrenabwehr bis zum nächsten Vormittag untersagt. Beide Fahrzeuge wurden an einer abgelegenen Stelle verkehrssicher abgestellt und die Fahrzeugschlüssel der Fahrer sichergestellt.

Die Kontrollgruppe “Autoposer” hat angekündigt auch in Zukunft zur Bekämpfung von Aggressionsdelikten, Geschwindigkeitsüberschreitungen, unnötigem Lärm und unzulässigen technischen Veränderungen eingesetzt.

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Hamburg

Zwei Festnahmen nach gefährlicher Verfolgungsfahrt durch Hamburg

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: Christian Horz/shutterstock

Hamburg – Nachdem zwei Personen sich gestern Abend, 19. Augustn, in der Stresemannstraße in Hamburg durch Beamte in ihrem Pkw BMW angehalten werden sollten, ergriffen diese zunächst die Flucht und versuchten sich der Kontrolle zu entziehen.

Der Fahrer fuhr hierbei mit zum Teil sehr hoher Geschwindigkeit im Slalom um andere Verkehrsteilnehmer herum und auf der Gegenfahrbahn. In der Straße Kamerbalken gelang es zwei Streifenwagen schließlich, das Fahrzeug einzukeilen und anzuhalten.

Die Beamten nahmen hierbei den 17-jährigen deutschen Fahrer sowie seinen 20-jährigen deutschen Beifahrer vorläufig fest.

Während der Flucht wurden aus dem BMW eine weiße Tüte und eine kleine Flasche geworfen. In der Flasche befand sich eine rauschgiftverdächtige Substanz. Beides wurde anschließend sichergestellt.

Das Fluchtfahrzeug wurde zur Eigentumssicherung ebenfalls sichergestellt, da es sich um ein Mietfahrzeug handelte.

Der 17-Jährige wurde an seine Erziehungsberechtigten übergeben. Der 20-Jährige nach erkennungsdienstlicher Behandlung entlassen, da keine Haftgründe vorlagen.

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Hamburg

Hamburg: Drei junge Männer nach Raubüberfallserie verhaftet

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Symbolfoto: Tomasworks/Shutterstock.com

Hamburg – Nach einer Serie von fünf Überfällen auf Geschäfte in Eimsbüttel, Lokstedt und Eidelstedt hat die Polizei Hamburg einen 18-jährigen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen und dem Haftrichter zugeführt. Montag Abend vollstreckten die Beamten außerdem zwei weitere Haftbefehle gegen dessen mutmaßliche Mittäter (25, 19).

“Die drei Deutschen stehen im Verdacht, fünf Raubtaten auf verschiedene Geschäfte begangen zu haben. Hierbei betrat offenbar jeweils der 18-jährige Deutsche in den frühen Morgenstunden mit einem Brotmesser bewaffnet den Laden und forderte die Herausgabe von Bargeld. Nach ersten Erkenntnissen wurde er durch die 25- und 19-Jährigen zur Begehung der Taten genötigt”, so Polizeisprecherin Nina Kaluza.

Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen spielten sich die genannten Überfälle im Einzelnen wie folgt ab:

1.) Der 18-Jährige betrat mit einer weißen Maske im Gesicht ein Obst- und Gemüsegeschäft, bedrohte dessen Inhaber mit einem Messer und forderte ihn zur Herausgabe von Bargeld auf. Als der Geschädigte seinerseits ein Messer ergriff und den Täter anschrie, flüchtete dieser in unbekannte Richtung, ohne Raubgut erlangt zu haben.

2.) Der Tatverdächtige betrat eine Spielhalle mit einem Messer in der Hand. Im weiteren Verlauf schlug er auf den Tresen und forderte hierbei die Spielhallenaufsicht auf, ihm Geld auszuhändigen. Stattdessen floh diese jedoch in einen Toilettenraum, schloss sich ein und verständigte die Polizei. Der Tatverdächtige bedrohte anschließend noch einen in der Spielhalle anwesenden Gast mit dem Messer, ehe er über den rückwärtigen Parkplatz flüchten konnte. Raubgut hatte er in diesem Fall ebenfalls nicht erlangt.

3.) Der Beschuldigte begab sich an den Verkauftresen eines Kiosks und forderte vom anwesenden Inhaber unter Vorhalt eines Messers Bargeld. Der Geschädigte öffnete daraufhin seine Kasse und steckte einen mittleren Geldbetrag in die vom Täter mitgeführte Tüte. Dieser entkam zunächst unerkannt.

4.) Der Tatverdächtige betrat abermals einen Kiosk, hielt dem Verkäufer ein Messer vor und forderte ihn auf, Geld heraus zu geben. Als der Mann mit dem Messer eine Stichbewegung in Richtung des Geschädigten ausführte, duckte dieser sich hinter dem Tresen und warf mit ein EC-Lesegerät. Daraufhin verließ der Verdächtige den Kiosk, ohne etwas mitzunehmen. Zeugen verfolgten und stellten den Mann zunächst, jedoch konnte er sich wieder losreißen und entkommen.

5.) Der 18-Jährige suchte eine Spielhalle auf und klingelte an der Tür, um Einlass zu finden. Als der Angestellte öffnete, gab der mit einem Tuch maskierte und einem Messer bewaffnete Beschuldigte an, dass es sich um einen Überfall handele. Der Angestellte übergab dem Räuber daraufhin einen geringen Geldbetrag aus der Kasse, mit welchem er in unbekannte Richtung flüchtete.

Keiner der Geschädigten wurde durch die Tatbegehungen verletzt.

Ermittler der zuständigen Fachdienststelle für Raubdelikte und Intensivtäter (LKA 134) übernahmen jeweils zeitnah die Sachbearbeitung. Sie ermittelten schnell die drei Tatverdächtigen und regten Haftbefehle für sie über die Staatsanwaltschaft Hamburg an. Die Männer werden alle drei bei der Polizei Hamburg bereits als sogenannte “Intensivtäter” geführt.

Noch am Tag der beiden letztgenannten Taten nahmen die Polizisten den 18-jährigen, deutschen Haupttäter in einem Fahrzeug vorläufig fest. Sie führten ihn einem Haftrichter zu, der Haftbefehl erließ. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs sowie der Wohnung des Mannes stellten die Beamten mutmaßliche Beweismittel sicher.

Vorgestern Abend vollstreckten die Ermittler schließlich die durch die Staatsanwaltschaft erwirkten Haftbefehle für die beiden 25- und 19-jährigen Deutschen. Außerdem durchsuchten die Beamten die Wohnung des 19-Jährigen, ohne hierbei jedoch Beweismittel aufzufinden. Der 25-Jährige verfügt über keinen festen Wohnsitz.

Die Ermittlungen dauern an. Insbesondere wird geprüft, ob die drei Tatverdächtigen auch für weitere, ähnlich gelagerte Taten verantwortlich sein könnten.

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Hamburg

Abfahrt verpasst – Kinder schon im Zug: Mann (42) springt auf fahrenden ICE

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Foto: Bundespolizei Hamburg/hfr

Hamburg – Am 13. August gegen 15:50 Uhr befand sich der ICE 883 zur Weiterfahrt nach München am Hamburger Hauptbahnhof. Im Zug saßen zwei Kinder, 7 und 9 Jahre alt. Deren Vater stand derweil auf dem Bahnsteig und rauchte.

Plötzlich schlossen sich die Türen, der Zug fuhr ab. Der Mann sprang zwischen zwei ICE-Wagen und hielt sich am Faltenbalg fest.

Ein Reisender sah einige Minuten später beim Blick durch das Fenster zufällig, wie der Vater versuchte, in Richtung der Tür zu klettern. Er teilte dies dem Zugbegleiter mit, welcher sofort den Triebfahrzeugführer informierte.

Sofort wurde eine Schnellbremsung eingeleitet, der Zug kam im Bereich des Hamburger Oberhafens zum Stehen.

Durch den Zugbegleiter wurde der Vater in das Innere des ICE geholt, der Zug setzte seine Fahrt fort.

Im Bahnhof Harburg wartete bereits eine Streife der Bundespolizei auf den Familienvater, der von dem Mitarbeiter der Bahn mittlerweile von der weiteren Fahrt ausgeschlossen worden war.

Die Bundespolizisten leiteten gegen den Vater ein Strafverfahren ein. Die weiteren Ermittlungen führt der Ermittlungsdienst der Bundespolizei Hamburg.

Verletzte Reisende aufgrund der Schnellbremsung wurden nicht bekannt.

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang:

“Bahnsurfen ist lebensgefährlich! Aufgrund der hohen Geschwindigkeit kann es vorkommen, dass Bahnsurfer den Halt verlieren, gegen Hindernisse wie Oberleitungsmasten, Schilder oder Bäume prallen oder nach Kontakt mit der 15.000 Volt führenden Oberleitung einen Stromschlag erhalten”.

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