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Bad Oldesloe

Oldesloer Heimatmuseum zeigt die vergessenen Urzeit-Schätze von Ahrensburg

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Andreas Ahne und Petra-Maria Schark vom Oldesloer Heimatmuseum mit Präparator Hans-Jürgen Lierl

Bad Oldesloe – In Fachkreisen ist die von Richard Wenck in Ahrensburg ausgegrabene und zusammengetragene Sammlung versteinerter Urzeitwesen lange bekannt und gefeiert.

Eine Sonderausstellung des Oldesloer Heimatmuseums befasst sich jetzt mit dem Lebenswerk des Unternehmers, der vor allem für sein Hobby lebte: Fossilien.

Während sich über den Ahrensburger Prähistoriker Alfred Rust einiges an Literatur finden lässt, ist der Name Richard Wenck nur wenigen ein Begriff.

“Die Funde von Wenck sind spektakulär”

Zu unrecht, wie Hans-Jürgen Lierl findet. Als Geowissenschaftlicher Präparator und rechte Hand des Hamburger Paläontologen Prof. Dr. Urich Lehmann beschäftigte er sich auch mit Wencks Erbe. „In der Wissenschaft ist Ahrensburg ein Begriff und das nicht nur wegen Alfred Rust“, sagt Hans-Jürgen Lierl. Die Funde von Reinhard Wenck seien ähnlich spektakulär, wie die des Archäologen.

„Ich finde es sehr schade, dass Ahrensburg kein Museum hat, in dem die Sammlungen von Rust und Wenck gezeigt werden“, sagt der Wissenschaftler, der in dieser Woche die Ausstellung im Oldesloer Heimatmuseum vorbereitet hat. Jahrzehnte waren die aus Stormarn und Herzogtum-Lauenburg stammenden, versteinerten Tintenfischgehäuse („Ammoniten“) und Saurierknochen hier eingelagert.

Nur hin und wieder wurden kleine Teile der Sammlung öffentlich ausgestellt. Gesammelt hatte Richard Wenck die Fossilien in Kiesgruben, unter anderem im Forst Hagen.

Manchmal war der Speditionskaufmann sogar mit Alfred Rust (links auf dem Foto) selbst auf Grabungen, wie dieses Foto belegt.

Während der sein Augenmerk auf Pfeilspitzen und andere prähistorische Zeitzeugen legte, sammelte Wenck eine enorme Menge an versteinerten Urzeittieren an. Mehrere tausend Artefakte soll die Sammlung insgesamt umfassen. Zu viel, um alles auszustellen.

„Es ist ein Querschnitt, die spektakulärsten Funde, die wir hier zeigen wollen“, sagt Lierl, der Wenck in seiner Schulzeit kennenlernte und der ihm beibrachte, wie sich die Fossilien von eiszeitlichem Schutt unterscheiden lassen.

Museumsmitarbeiter Andreas Ahne bereitet die Ausstellung vor

200 Einzelstücke werden im Oldesloer Heimatmuseum ausgestellt sein. „Oben stehen noch 20 weitere Kisten“, sagt Museumsleiterin Petra-Maria Schark. Es sei ein glücklicher Umstand gewesen, dass das Heimatmuseum einen Teil der Geschiebesammlung im Jahr 1985 habe erwerben können. „Ein kleiner Teil davon wurde in den 80ern und später nochmal 2008 gezeigt“, sagt Schark. Doch mittlerweile sei die Sammlung dank Hans-Jürgen Lierl katalogisiert und Epochen zugeordnet.

Die Ausstellung „Lebensspuren im Stein – Urzeitschätze der Sammlung Wenck“ ist ab sofort bis zum 19. Oktober im Heimatmuseum zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

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Bad Oldesloe

Stormarner Bildungskarte kommt erst Januar 2020

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Bad Oldesloe – Der Termin für die Einführung der Stormarner Bildungskarte steht. Ab Januar 2020 soll sie an Leistungsberechtigte ausgegeben werden. Mitarbeiter der Sozialämter sind bereits geschult worden.

Die Bildungskarte der Sodexo Pass GmbH

Zunächst sollte die Bildungskarte bereits nach den Herbstferien 2019 eingeführt werden. Den Termin hat Landrat Henning Görtz in der Sitzung des Sozialausschusses konkretisiert und gleichzeitig in das kommende Jahr verschoben.

“Damit biegt die Einführung der Bildungskarte endlich auf die Zielgerade ein”, sagt Jörn Lucas, stellvertretender Vorsitzender der CDU Bad Oldesloe. Gemeinsam mit der Partei Die Linke hatte der Stadtverordnete lange für die Einführung der Bildungskarte gekämpft. Er habe sich eine schnellere Einführung gewünscht, aber „Stormarner Besonderheiten in der Organisation haben eine schnellere Einführung erschwert.“

Seit neun Jahren stehen Leistungsempfängern Finanzhilfen aus dem damals beschlossenen Bildungs- und Teilhabepaket zu. Doch die Beantragung ist kompliziert. Nur 15 Prozent der Berechtigten nahmen bisher Leistungen aus dem Topf in Anspruch. Die Bildungskarte ähnelt in ihrer Funktion einer Bankkarte, soll die Abrechnung für Berechtigte erleichtern und so die Quote erhöhen.

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Bad Oldesloe

Geschenke basteln: Oldesloer Juze bietet Weihnachtsprogramm an

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Bad Oldesloe – Auch in der Vorweihnachtszeit findet in der Jugendfreizeitstätte am Bürgerpark einiges statt.

Die Oldesloer JuZe Foto: Stadt Bad Oldesloe/hfr

Wer noch kleine Geschenke braucht, hat insgesamt sechsmal die Chance diese vor Ort zu fertigen. Jeden Dienstag und Donnerstag im Dezember zwischen 16 und 17.30 Uhr wird in der Juze gebastelt. Vom Teewichtel bis zur Sternenverpackung und von der Lichtertüte bis zu Weihnachtsmäusen. Was genau an welchem Termin stattfindet, kann tagesaktuell auf der Website www.badoldesloe.de/juze abgerufen werden. Das Mitmachen kostet jeweils einen Euro.

Für alle, die es etwas handfester möchten, besteht am 4. Dezember die Möglichkeit, sich einen Klapptisch aus Holz zu bauen. Ab 16 Uhr wird drei Stunden lang gewerkelt bis das eigene Möbelstück fertig ist. Die Kosten belaufen sich auf 10 Euro.

Kurz vor Weihnachten wird dann noch ein 3D-Bogenturnier in und um das Haus herum stattfinden. Am 18. Dezember ab 17 Uhr können die Schützen ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Das Mindestalter liegt bei 11 Jahren und es wird ein Startgeld von 2 Euro erhoben. Es können sowohl eigene Bögen mitgebracht werden als auch welche vor Ort geliehen werden.

Anmeldungen werden ab sofort in der Jugendfreizeitstätte am Bürgerpark oder telefonisch unter 04531504-350 entgegengenommen.

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Bad Oldesloe

A-Capella-Festival: „Maybebop“ singt und coacht in Oldesloer Kirche

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Bad Oldesloe – Nach den „Wise Guys“ und den „Prinzen“ holt die Oldesloer Kirchengemeinde die nächsten Stars aus der A-Capella-Szene in die Kreisstadt.

Foto: Sven Sindt

Im März 2020 singen „Maybebop“ beim zweiten A-Capella-Festival während ihrer Tour „Ziel:los!“ in der Peter-Paul-Kirche und geben einen Tag später einen Workshop für lokale Chöre.

„Ziel:los!“ ist das zehnte gemeinsame Bühnenprogramm von „Maybebop“ nach 17 gemeinsamen Jahren. Die neuen Songs sind erneut unberechenbar und legen mal berührend, mal tiefgründig, mal herrlich albern den Finger in kleine und große Wunden der Gegenwart.

Für Kirchenmusiker Henning Münther ist der Auftritt von Jan Bürger (Countertenor), Lukas Teske (Tenor und Beatbox), Oliver Gies (Bariton) und Christoph Hiller (Bass) eines der großen Highlights des Spielplans 2020 in der Oldesloer Kirche: „Maybebop ist in der Szene ein großer Stern und spielt in einer Liga mit den Prinzen und Wise Guys“ Für den Auftritt wird die Peter-Paul-Kirche mit reichlich Technik ausgestattet.

„Die Ansprüche sind hoch, es gibt Video-Panels, eine Lightshow und auch sonst viel Technik“, kündigt Münther an. Natürlich sei das eher ungewöhnlich für ein Konzert in einer Kirche. Doch der Kirchenmusiker erhofft sich dadurch auch, ein junges Publikum ansprechen zu können.

Susanne Brandt-Stange und Henning Münther von der Oldesloer Kirchengemeinde freuen sich auf das A-Capella-Konzert

„Maybebop wollte, dass wir Infraschall-Bässe besorgen“, lacht Münther. Ob die tatsächlich zum Einsatz kommen, ist noch unklar. Sie werden bereit- und erst aufgestellt, sollte die vorhandene Technik nicht ausreichen: „Wir haben ein bisschen Angst um unsere Kirchenfenster.“

Teil des Besuchs in Bad Oldesloe ist nicht nur der Auftritt in der Kirche. Am Folgetag ist ein Workshop geplant. Die vier Sänger coachen Chöre und unterrichten Beatboxing, Schulmusik und Performance. Für den Unterricht in Bad Oldesloe können sich ab sofort akustisch verstärkt singende Pop- und Jazz-Vokalensembles bewerben. Die Teilnahme ist kostenfrei. „Ich glaube, dass viele Ensembles sehr scharf darauf sein werden, einmal mit Maybebop zusammenzuarbeiten“, sagt Henning Münther. Der Platz reicht für acht bis zehn Gruppen. Für die Teilnahme am Workshop müssen interessierte Ensembles zwei Titel und ein kurzes Profil einreichen. Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2020.

Die Kirchengemeinde will mit dem A-Capella-Festival die Vernetzung und Kontaktaufnahme von A-Capella-Ensembles aus dem norddeutschen Raum fördern. Teilnehmende Gruppen müssen daher nicht zwingend aus Stormarn stammen. Münther: „Beim letzten Festival vor zwei Jahren hatten wir auch Sänger aus Hamburg und Bielefeld.“

„Maybebop“ mit der Tour „Ziel:los!“, Freitag, 27. März, 20 Uhr, Peter-Paul-Kirche, Kirchberg 8. Karten ab Freitag (15.11.) zu Preisen zwischen 9 und 49 Euro an den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.kirche-oldesloe.de. Workshop-Anmeldungen an Henning Münther (hmuenther@kirche-oldesloe.de). Weitere Informationen unter (04531) 1689-701.

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