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Kiel

Kiel: Polizei führt große Anti-Drogen Razzia durch

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Foto: Polizeidirektion Kiel/hfr

Kiel – Deutlicher Schlag gegen die Drogenkriminalität in der Landeshauptstadt. Die Ermittlungsgruppe Straßendeal des Kommissariats K 17 der Bezirkskriminalinspektion Kiel führt in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Kiel und Unterstützungskräften am Wochenende eine großangelegte Durchsuchungsaktion gegen eine albanische Tätergruppierung durch, die im Verdacht steht, im Stadtteil Gaarden im großen Rahmen mit Drogen, vorzugsweise mit Kokain, gehandelt zu haben.

„Fünf Wohnungen und eine Gaststätte standen im Fokus von über 100 Einsatzkräften. Gegen vier festgenommene Tatverdächtige erließ ein Haftrichter am Amtsgericht Kiel Untersuchungshaftbefehle, nachdem die Einsatzkräfte ca. ein Kilogramm Kokain, mehrere Handys und mehrere tausend Euro Bargeld beschlagnahmen konnten“, so Matthias Felsch von der Polizei Kiel.

Gegen vier Uhr am Sonnabend schlugen die Einsatzkräfte, bestehend aus Kräften des Kommissariats K 17, der Staatsanwaltschaft Kiel, der Kieler Polizeireviere, der 1. Einsatzhundertschaft aus Eutin, der Polizeidirektion Lübeck und des Ordnungsamtes Kiel, in fünf Wohnungen und einer Gaststätte im Stadtteil Gaarden zu.

Acht Tatverdächtige, die einer albanischen Tätergruppierung zuzurechnen sind, wurden zunächst vorläufig festgenommen. Circa ein Kilogramm Kokain, Bargeld und andere Beweismittel konnten beschlagnahmt werden.

„Seit Januar dieses Jahres sind die Ermittler des K 17 in enger Zusammenarbeit mit Beamten des 4. Polizeireviers Kiel der albanischen Gruppierung auf der Spur. Sie konnten nach diversen Observationsmaßnahmen unter Zuhilfenahme von technischem Gerät die Arbeitsabläufe der Tatverdächtigen aufhellen und den Abverkauf der Drogen nachvollziehen. Die umfangreichen, mehrmonatigen Ermittlungen führten zu dem großangelegten Durchsuchungseinsatz in den frühen Morgenstunden. Weitere Ermittlungen in Richtung von Mittätern und Hintermännern werden sich an die Durchsuchung anschließen“, so der Polizeisprecher.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel wurden vier Tatverdächtige noch am Sonntag einem Haftrichter am Amtsgericht Kiel vorgeführt. Dieser erließ antragsgemäß Untersuchungshaftbefehl.

Es wird darauf hingewiesen, dass bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung der/die Beschuldigte/n als unschuldig gilt/gelten (Artikel 6 Abs. 2 der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten).

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Kiel

Moped- und Roller-Führerschein mit 15: Gero Storjohann (CDU) begrüßt Entscheidung

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Berlin/Kiel – Der Bundesrat hat beschlossen, das Mindestalter für das Fahren von Mopeds und Rollern (Führerscheinklasse AM) von 16 auf 15 Jahre herabzusetzen. Der Bundestagsabgeordnete begrüßt die Entscheidung.

Bild von Christine Sponchia auf Pixabay

Gero Storjohann: „Seit Jahren habe ich mich für eine Herabsetzung eingesetzt, um Jugendlichen eine bessere Mobilität zum Ausbildungsbetrieb oder zur Ausbildungsstelle zu ermöglichen. In einzelnen Fällen stellt der Arbeitsweg ein Problem dar, da er nicht mit öffentlichen Nahverkehr zu bestreiten ist.“

Am 28. Juni 2019 hat der Bundesrat das Gesetz zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes verabschiedet und damit die Ermächtigungsgrundlage geschaffen, dass das Mindestalter für die Fahrerlaubnis AM von 16 auf 15 Jahren herabgesetzt wird.

Die Bundesländer können frei entscheiden ob sie diese Neuregelungen umsetzen wollen.

Schleswig Holstein plant eine Landesverordnung hierzu umzusetzen, so dass es voraussichtlich ab nächstes Jahr möglich sein wird in Schleswig Holstein den Führerschein der Klasse AM im Alter von 15 Jahren zu erwerben.

Durch die freiwillige Umsetzungsmöglichkeit der Länder kann es dazu kommen, dass unterschiedliche Geltungsbereiche entstehen. Gero Storjohann hierzu: „Es wäre wünschenswert, dass auch Hamburg eine Umsetzung anstrebt, so dass es Jugendlichen möglich ist die Ländergrenzen mit gleichen rechtlichen Voraussetzungen zu überqueren.“

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Schleswig-Holstein

Ermittlungsgruppe “Recall” hat Telefonbetrug und falsche Polizeibeamte im Visier

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Symbolfoto: Lolostock/Shutterstock.com

Kiel – Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat im Februar 2018 die Ermittlungsgruppe “Recall” eingerichtet, die im Zusammenhang mit dem Phänomen des Auftretens “Falscher Polizeibeamter” gezielt gegen Call-Center-Kriminalität vorgeht.

Trotz der kontinuierlichen Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit bewegen sich die Fallzahlen weiter auf hohem Niveau. In diesem Jahr kam es bisher zu 1.463 Versuchstaten, die der Polizei in Schleswig-Holstein zur Kenntnis gelangt sind. In 25 Fällen allerdings gelang es den Betrügern, Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, ihnen zum Teil erhebliche Summen Bargeld und Wertgegenstände auszuhändigen.

In einem Pressegespräch haben Vertreter der Ermittlungsgruppe “Recall” und der Staatsanwaltschaft Kiel im Landeskriminalamt erste Ermittlungsergebnisse vorgestellt. Zwischenzeitlich trägt die intensive Ermittlungsarbeit spürbar Früchte. So kam es mittlerweile zu ersten Verurteilungen in von der “EG Recall” geführten Verfahren.

Seit April 2018 wurden Ermittlungen gegen ein Callcenter in der Türkei geführt, welches sich darauf spezialisiert hatte, die Geschädigten dazu zu bringen, vermeintliches Falschgeld per Post an eine angebliche “Kriminaltechnik” zu schicken. Bei der Empfängeranschrift handelte es sich allerdings um einen “toten Briefkasten”. Ein Geldabholer und ein im Hintergrund agierender so genannter Logistiker konnten als Täter ermittelt werden. Die beiden 41-jährigen wurden inzwischen zu Freiheitsstrafen von 1 Jahr ohne Bewährung und 3 Jahren verurteilt.

Bereits im Oktober 2017 übergab ein 88-jähriger Geschädigter aus Norderstedt 185.000 Euro an angebliche Polizeibeamte. In diesem Fall konnten zwei 26- und 31-jährige Geldabholer aus Niedersachsen ermitteln werden. Sie wurden für diese Tat zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten und zu einer Geldstrafe verurteilt. Ein 33-jähriger Logistiker wurde für diese Tat zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten verurteilt.

Im März 2018 übergaben eine 84-jährige Geschädigte aus Kiel Goldschmuck im Wert von über 100.000 Euro und ein Rentnerpaar aus Kiel Goldbarren und Goldmünzen im Wert von ebenfalls über EUR 100.000 Euro an angebliche Polizeibeamte. Zwei 23- und 26-jährige Geldabholer konnten ermittelt werden. Sie wurden zu Freiheitsstrafen von 2 Jahren und 8 Monaten bzw. 2 Jahren und 4 Monaten verurteilt. Ein 26-jähriger Logistiker wurde zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 4 Monaten verurteilt.

Die erfolgreiche Arbeit der “EG-Recall” wird fortgesetzt. Der Auftrag der Ermittlungsgruppe im LKA mit Unterstützung der Polizeidirektionen in Schleswig-Holstein wurde zunächst um ein weiteres Jahr verlängert und sie wurde um ein zusätzliches Ermittlungsteam erweitert.

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Kiel

Waldbrand in Meckpomm: Schleswig-Holstein hilft

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Waldbrand Symbolfoto: Peter J Wilson / shutterstock.com

Kiel – Auf Grund der ausgedehnten Waldbrände im Bereich Lübtheen (Kreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern) hat das Land Mecklenburg-Vorpommern heute Morgen ein Hilfeleistungsersuchen an das Land Schleswig-Holstein für bodengebundene Brandbekämpfungseinheiten gestellt.

Hierauf ist das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration an den Kreis Herzogtum Lauenburg als direkten Nachbarkreis des betroffenen Landkreises herangetreten und es wurde eine Feuerwehrbereitschaft mit dem Schwerpunkt Wassertransport entsandt. Die Einheit besteht aus elf Tanklöschfahrzeugen, einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, zwei Einsatzleitwagen/Mehrzweckfahrzeugen, einer Führungsgruppe, einer Logistikgruppe sowie einem Notfall-KTW. Die rund 100-köpfige Einheit ist heute Vormittag im Bereitstellungsraum in Lübtheen eingetroffen und wird einem Einsatzgebiet zugeordnet.

Die Einsatzdauer der Einheit wird voraussichtlich ca. 48 Stunden betragen. Sofern danach weiterer Bedarf an Kräften besteht, wird durch andere Bereitschaften abgelöst.

Landesbrandmeister Frank Homrich dankt den überwiegen ehrenamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehren für die Bereitschaft, bei den Nachbarn in Mecklenburg-Vorpommern zu helfen. “Das zeigt wieder einmal, dass wir eine große Feuerwehrfamilie sind, die vor keiner Grenze halt macht”, so Homrich. Ein besonderes Dankeschön geht nicht nur an die Ehe- und Lebenspartner der Einsatzkräfte, sondern auch an deren Arbeitgeber, die die Ehrenamtler so kurzfristig und problemlos freigestellt haben.

Angesichts der drohenden Gefahren durch Feuer und munitionsbelastete Waldflächen mahnt der Landesbrandmeister zu besonderer Vorsicht:

“Passt gut auf Euch auf und kommt alle gesund wieder!”

Diverse Feuerwehren haben sich bereits gemeldet und wollen in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen. Das ist zwar löblich, aber es wird dringend gebeten, von eigenmächtigen Fahrten ins Einsatzgebiet und Aktionen abzusehen. Sollten weitere Kräfte benötigt werden, so erfolgt dieses über formelle Hilfeleistungsersuchen an das Land Schleswig-Holstein.

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