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Bad Oldesloe

Arbeitsmarkt: Noch sehr viele Ausbildungsplätze frei

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Handwerk: Arbeiten in der Metallindustrie Symbolfoto: Goodluz/shutterstock

Bad Oldesloe/Mölln – In Stormarn und dem Herzogtum Lauenburg sind noch 1400 Ausbildungsplätze frei.

Die Mitglieder des regionalen Ausbildungsbündnisses trafen sich im Jobcenter in Mölln, um eine erste Bilanz zum Ausbildungsmarkt in den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn zu ziehen. Das gemeinsame Fazit: die Zahl der bislang gemeldeten Ausbildungsstellen liegt mit 2.257 in beiden Kreisen auf einem 10-Jahres-Höchstwert zu diesem Zeitpunkt und die Unternehmen suchen in fast allen Bereichen Nachwuchs. Für insgesamt 1.400 Ausbildungsstellen wird noch Nachwuchs gesucht.

Foto: Agentur für Arbeit/Hfr

„Im Kreis Stormarn ist die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen aktuell mit 1.307 zwei Prozent höher als im Vorjahr, im Kreis Herzogtum Lauenburg liegt sie mit 950 sogar um 16 Prozent über dem Vorjahresniveau“, berichtet Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe.

„Das zeigt, dass die Unternehmen in beiden Kreisen weiter auf die duale Ausbildung setzen und sich in der Ausbildung junger Menschen stark engagieren. Die Zahl der Bewerber liegt mit aktuell 1.856 (Kreis Stormarn 944, Kreis Herzogtum Lauenburg 912) leicht unter dem Niveau des Vorjahres, in dem 121 Jugendliche mehr ausbildungssuchend gemeldet waren“, so Grote-Seifert weiter.

Die Vertreter aus dem Handwerk betonen die hohe Ausbildungsbereitschaft auf Seiten der Handwerksbetriebe. „Zum jetzigen Zeitpunkt liegen etwa ein Viertel der einzutragenden Ausbildungsverträge vor. Daher haben wir aktuell nur einen Zwischenstand“, sagt Christian Maack von der Handwerkskammer Lübeck. „In den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn liegt die Zahl der Ausbildungsverträge über dem Vorjahresniveau. Im Kreis Herzogtum Lauenburg sind bislang 112 Ausbildungsverträge eingetragen worden, das sind zwei mehr als im Vorjahr. Im Kreis Stormarn liegt die Zahl aktuell bei 125, ein Plus von 23 zum Vorjahr. Ein Grund für den Anstieg ist, dass im Handwerk die Ausbildungsverträge zunehmend früher abgeschlossen werden.“

Handwerker bei der Arbeit Symbolfoto: Roman Samborskyi / Shutterstock

Aber Ausbildungssuchende fänden in beiden Kreisen noch in fast allen Handwerksbereichen Ausbildungsangebote. Angesichts der weiterhin sehr guten Konjunktur suchten viele interessante Betriebe nach neuen Auszubildenden. „Eine Umfrage unserer Mitgliedsbetriebe im Lauenburgischen hat ergeben, dass noch mehr als 80 freie Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen“, so Susanne Bendfeldt, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Herzogtum Lauenburg.

Auch im Bereich der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck (IHK) suchen viele Unternehmen weiterhin Ausbildungsnachwuchs, berichtet Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung Dr. Ulrich Hoffmeister: „Im Zwischenergebnis bei den eingetragenen Ausbildungsverträgen liegen wir aktuell fünf Prozent über dem Vorjahr. Im Lauenburgischen sind mit 153 bislang sieben Ausbildungsverträge mehr als im Vorjahr eingetragen, in Stormarn liegt die Zahl bei 330. Das sind 25 mehr zum Vorjahr. Freie Ausbildungsstellen finden Bewerber aber noch in fast allen Ausbildungsberufen, so zum Beispiel bei den Metallberufen oder den Bankkaufleuten.“

Von Seiten der Beruflichen Schulen berichtet Micha Garber, stellvertretender Schulleiter der Beruflichen Schule in Bad Oldesloe: „Wir bieten den jungen Menschen ein breites Bildungsangebot.“ Dazu gehören neben den allgemeinbildenden Abschlüssen mit beruflichem Schwerpunkt die beruflichen Bildungsgänge zum Erzieher, zum sozialpädagogischen Assistenten oder zur Fachkraft für Pflegeassistenz, die in Ahrensburg, Bad Oldesloe und Mölln angeboten werden. Gerade in den Kindertagesstätten wie in den Pflegeeinrichtungen sei der Fachkräftemangel in der Region nach wie vor sehr hoch. „Eine Aufnahme zum Sommer 2019 ist in den meisten Bildungsgängen nach wie vor möglich. Interessierte Jugendliche können sich gerne bei uns melden“, so Garber weiter. Insbesondere im Bereich der Pflegeassistenz gäbe es noch freie schulische Ausbildungsplätze.

Matthias Links, stellvertretender Schulleiter des Regionalen Berufsbildungszentrums in Mölln weist noch einmal darauf hin, dass die Zahl der Jugendlichen, die meist aufgrund eines Fluchthintergrundes über mangelnde Deutschkenntnisse verfügen und sich in der dualen Berufsausbildung befinden, ungebrochen hoch ist. „Wir versuchen mit unterschiedlichen Maßnahmen, wie Zusatzunterricht oder Doppelbesetzung die Geflüchteten in der Berufsausbildung sprachlich gezielt zu fördern“, so Links.

„Dennoch zeigt sich immer wieder, dass es für die jungen Migranten äußerst schwer ist, dem Unterricht zu folgen und letztendlich die Abschlussprüfung mit Erfolg zu bestehen, wenn zu Beginn der Ausbildung nicht mindestens die deutsche Sprache auf Niveau B1 beherrscht wird.“ Dies decke sich mit der Forderung des Bildungsministeriums sowie des Bundesministeriums für Migration und Flüchtlinge, die als Voraussetzung für das erfolgreiche Durchlaufen einer dualen Berufsausbildung ebenfalls das Sprachniveau B1 zu Beginn der Ausbildung ansehen.

Handwerker bei der Arbeit Symbolfoto: Mavo / Shutterstock

Bei vielen Jugendlichen liegt es derzeit im Trend, nach dem Schulabschluss zunächst eine Zeit im Ausland zu verbringen. „Für die persönliche Entwicklung ist dies durchaus positiv. Jedoch stellen wir fest, dass viele dadurch Zeit verlieren, dass sie sich nicht rechtzeitig um eine Anschlussperspektive gekümmert haben“, sagt die Chefin der Arbeitsagentur. Der Plan für Ausbildung oder Studium nach der Rückkehr sollte stehen, bevor der Auslandsaufenthalt beginnt, empfiehlt Grote-Seifert.

Bei aktuell rund 1.400 freien Ausbildungsstellen (805 im Kreis Stormarn, 598 im Kreis Herzogtum Lauenburg) haben aber auch die Jugendlichen noch Chancen auf eine Lehrstelle, bei denen der Schulabschluss jetzt ansteht und die bei der Berufs- und Ausbildungssuche bislang nicht aktiv geworden sind. Ihnen rät die Chefin der Arbeitsagentur: „Sie sollten sich jetzt bei uns melden. Unsere Berufsberater helfen, den richtigen Ausbildungsberuf und die passende Ausbildungsstelle zu finden. Und wenn der Wunschausbildungsplatz doch nicht mehr zu finden ist, suchen sie gemeinsam mit dem Jugendlichen nach passenden Alternativen.“

Termine mit den Berufsberatern können per Mail an badoldesloe.berufsberatung@arbeitsagentur.de oder telefonisch unter der kostenfreien Rufnummer 0800 / 4 5555 00 vereinbart werden.

TOP 10 unbesetzte Ausbildungsstellen

Kreis Stormarn:

Kaufmann/frau im Einzelhandel                                           74 Ausbildungsstellen

Verkäufer/in                                                                             42  

Fachkraft Lagerlogistik                                                           36

Fachlagerist/in                                                                         28

Anlagenmechaniker

Sanitär-, Heiz., Klimatechnik                                                27

Kaufmann/frau Büromanagement                                       22

Fachverkäuferin Bäckerei                                                     21

Industriekaufmann/frau                                                          21

Metallbauer Konstruktionstechnik                                        20

Elektroniker/in Energie-/Gebäudetechnik                           20

Kreis Herzogtum Lauenburg:

Kaufmann/frau im Einzelhandel                                           46 Ausbildungsstellen

Anlagenmechaniker

Sanitär-, Heiz., Klimatechnik                                                26

Verkäufer/in                                                                             26

Fachverkäuferin Bäckerei                                                     22

Bäcker/in                                                                                  21

Elektroniker/in Energie-/Gebäudetechnik                           15

Konditor/in                                                                                15

Berufskraftfahrer/in                                                                 15

Kaufmann/frau Büromanagement                                       15

Fleischer/in                                                                              14

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Bad Oldesloe

Eine echter “Tatort- Mediziner” besucht die Oldesloer Universitätsgesellschaft

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Foto: Dr. Cornelius Courts /privat/hfr

Bad Oldesloe – Wir kennen aus dem Fernsehen “Dr. Joseph Roth” vom Kölner Tatort oder “Prof. Boerne” aus dem Tatort, der in Münster spielt.

Alles spannende Geschichten – aber wie sieht die Wirklichkeit am Seziertisch aus?

Das fragt die Oldesloer Universitätsgesellschaftssektion einen den echten Rechtsmediziner Dr. Cornelius Courts vom Kieler UKSH (Universitäts-Krankenhaus-Schleswig-Holstein), einen Experten für Forensische Molekularbiologie. Entgegen vielen populärmedialen Darstellungen sucht der forensische Molekularbiologe – also der Tatort-Mediziner – nämlich nach der Wahrheit, nicht nach Schuld – sie beziehungsweise er kann ebenso gut den Nachweis von Unschuld ermöglichen.

Ermittler an einem Tatort Symbolfoto: Presslab/shutterstock

Für diese Aufgabe nutzt er ein vielfältiges Methodenrepertoire – mit zum Beispiel gentechnische Verfahren – , das durch anhaltende Forschungsanstrengungen beständig erweitert und optimiert sowie durch eigene Lehre an Nachwuchswissenschaftler weitervermittelt wird.

Die forensische Molekularbiologe an Instituten für Rechtsmedizin ist neutral und unabhängig und dient der Gerechtigkeit; deshalb ist es für einen Rechtsstaat unabdingbar, dass es unabhängige Institute mit gesicherter Finanzierung und freier Forschung gibt.

“Wir sind besser als die Kollegen von der CSI in Amerika, aber schlechter finanziert!” sagt Dr. Cornelius Courts, der 2016 den Preis für den “Prof of the Night” in Kiel gewann

Wer mehr über ihn und dieses spannende Thema erfahren möchte, kann seinen Blog http://scienceblogs.de/bloodnacid/ besuchen.

Sehen und sprechen kann man ihn in Bad Oldesloe am Donnerstag, den 23. Mai; um 20 Uhr im Bürgerhaus in der Mühlenstraße 22. Eintritt 5 Euro (Schüler und Studenten kommen um 60% billiger in den Genuss des Vortrages). Der Zugang ist barrierefrei möglich.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Photovortrag über die “Großstadt Wildnis” im KuB

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Bad Oldesloe – Auf Safari in urbaner Natur: Bildvortrag „Großstadt Wildnis“ im KuB

In unseren Städten ist es hell, laut und hektisch. Trotzdem werden sie immer mehr von Bibern, Füchsen, Eulen und Wildschweinen erobert. Aber was macht den Lebensraum Stadt für viele Arten so attraktiv?

Und woher kommen sie? Diesen und vielen weiteren Fragen stellt sich Naturfotograf Sven Meurs und liefert in seiner Live-Reportage am Freitag, den 24. Mai um 20 Uhr im KuB (Kultur- und Bildungszentrum) Bad Oldesloe Antworten darauf. 

Berlin ist die Hauptstadt der Wildschweine, Frankfurt die Stadt der Eulen. In Köln stehlen nachts die Füchse Obst aus den Vorgärten, in München baut der Biber Dämme in die Isar und in Düsseldorf fischt der Eisvogel mitten im Park Stichlinge und Rotaugen.

Kaum Regionen in Deutschland sind so artenreich wie unsere Großstädte. Unbemerkt von uns Menschen finden die Wildtiere Nischen, in denen sie sich ausbreiten und überleben können.

Foto: Meurs/hfr

Ursprünglich wollte Naturfotograf Sven Meurs Tiere in freier Wildbahn fotografieren, doch dann entdeckte er die Artenvielfalt in unseren Städten, war fasziniert von den Überlebensstrategien und stellte fest, dass man Wildtieren in urbaner Umgebung deutlich näher kommen kann als sonst. Er reiste quer durch Deutschland und tauchte in den wilden Großstadtdschungel ein.

Er entdeckte eine Blaumeise, die in einer Ampel 12 Junge aufzog und porträtierte unser größtes einheimisches Säugetier, den Rothirsch. Er beobachtete wie Meister Reineke, der Rotfuchs, vor dem Überqueren der Straße ganz genau auf den Verkehr achtete und fragte sich, woher die Halsbandsittiche kommen, die sich von Düsseldorf bis Speyer entlang des Rheins in unseren Städten ausgebreitet haben.

Die Live-Reportage „Großstadt Wildnis“ ist eine außergewöhnliche Safari zwischen Verkehr, Hektik und Hochhäusern, die unsere Großstädte aus einer neuen Perspektive zeigt.

Foto: Meurs/hfr

„Warten, warten, warten und jede Menge Geduld“, fasst Sven Meurs zusammen. „Um das Titelbild meines Vortrages zu machen habe ich in sechs Wochen etwa 240 Stunden an einem Fuchsbau verbracht. Immer so ab 18.00 Uhr. Oft bis spät in die Nacht. Über 11.000 Mal habe ich auf den Auslöser gedrückt. Habe ich schon erwähnt, dass man vor allem Geduld braucht?“

Tickets sind online, in der Stadtinfo in Bad Oldesloe und ab einer Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse erhältlich.

Termin: Freitag, 24. Mai 2019, 20 Uhr

Ort: KuB – Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe, Saal, Beer-Yaacov-Weg 1, 23843 Bad Oldesloe

Ticketbestellung: 04531/504-199 oder www.kub-badoldesloe.de

Preise: VVK: 8,50 Euro / 6,50 Euro (erm.)

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Bad Oldesloe

Mehr Abfallbehälter: Oldesloer Stadtverwaltung arbeitet an Müllkonzept

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Mülleimer in Bad Oldesloe

Bad Oldesloe – Um die Innenstadt sauber zu halten, arbeitet Bad Oldesloe an einem Müllkonzept.

„Wir wollen Mülleimer an jeder Parkbank und jeder Bushaltestelle aufstellen“, sagt Bürgermeister Jörg Lembke. Es solle in Zukunft wesentlich mehr Möglichkeiten geben, unterwegs Abfall zu entsorgen.

Auch sogenannte Unterflursysteme für die Fußgängerzone sind im Gespräch, wenn die Innenstadt in ein paar Jahren saniert wird. Dabei wird der Abfall unterirdisch in Containern zwischengelagert. Der Vorteil gegenüber den handelsüblichen städtischen Mülleimern: Sie müssen nicht mehr täglich geleert werden und haben ein wesentlich höheres Fassungsvermögen.

Mülleimer in Bad Oldesloe

Das gilt auch für einen Vorschlag, den die Grünen im Wirtschafts- und Planungsausschuss einbrachten: Solarbetriebene Higtech-Mülleimer, die den Abfall automatisch zusammenpressen und bereits in Hamburg zur Anwendung kommen. „Die haben sechsmal so viel Fassungsvermögen, wie die derzeitigen Abfallbehälter“, sagt Hartmut Jokisch (Die Grünen), der kritisierte, dass die derzeitigen Mülleimer zu häufig überfüllt sind.

Allerdings haben die Luxus-Abfallbehälter auch Nachteile. Zum einen kosten die Geräte etwa 5000 Euro pro Stück. Zum Vergleich: Die Standard-Mülleimer sind schon für 200 Euro zu haben. Laut Jokisch gibt es aber Leasing-Modelle zum Preis von 79 Euro im Monat. Hans Jörg Steglich (FBO) bezweifelt den Nutzen der klobigen Hightech-Mülleimer: „Ich glaube nicht, dass es dadurch weniger Müll geben wird. Aber über Alternativen nachzudenken, macht schon Sinn.“ Einstimmig sprach sich der Ausschuss dennoch dafür aus, dass die Stadtverwaltung zunächst Testgeräte beschaffen und mögliche Standorte vorschlagen soll. In Frage kommt dafür etwa der Bürgerpark am Exer.

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