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Schleswig-Holstein

Tierquäler schießt mit Armbrust auf Schaf

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Quelle: Polizeidirektion Bad Segeberg

Elmshorn – Bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag (4./5. Mai) ist es auf einer Viehweide in der Straße Sandberg in Elmshorn zu einem Angriff auf ein Schaf gekommen. Der verschossene Pfeil blieb im Rückenbereich des Tieres stecken.

Gegen 10 Uhr bemerkte eine Passantin das verletzte Schaf auf der Weide. Der benachrichtigte Eigentümer des Schafs. Ein 69-Jähriger aus Raa-Besenbek versorgte das Schaf beim Eintreffen der Elmshorner Polizeibeamten bereits. Seinen Angaben zufolge war das Schaf am Vorabend gegen 20 Uhr noch unverletzt. Aktuell befindet sich das Tier auf dem Weg der Besserung.

Bei dem verwendeten Geschoss handelt es sich um einen lila Armbrustpfeil des Herstellers “Anglo Arms” von ungefähr 40 Zentimetern Länge. Vorne mit einer schwarzen Stahlspitze versehen, verfügt dieser am Ende über eine rote und zwei gelbe Gummifedern.

Dem aktuellen Stand der Ermittlungen zufolge könnte der Schütze von einem angrenzenden Fußweg aus oder selbst auf der Wiese stehend geschossen haben.

Die Umweltermittler des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Elmshorn bitten in diesem Zusammenhang Zeugen, unter der Rufnummer 04121 40920 Kontakt aufzunehmen.

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Schleswig-Holstein

Großeinsatz auf der A23: Gefahrguttransporter stürzt 15-Meter-Böschung herab

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Der Einsatz dauerte 17 Stunden bis die Bergung abgeschlossen war. Foto: KFV Dithmarschen/hfr

Schafstedt – Am Freitagmorgen, 12. Juli, kurz vor sechs Uhr wurde die Schafstedter Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall auf der A23 in Höhe Schafstedt (Kreis Dithmarschen ) alarmiert.

Ein mit 35.000 Litern Kraftstoff beladener Tanklastwagen war von der Fahrbahn abgekommen und eine 15 m hohe Böschung hinabgestürzt. Der Feuerwehreinsatz dauerte über 17 Stunden und stellte die 140 Einsatzkräfte vor eine große Herausforderung. Die Autobahn A23 wurde für die Dauer des Einsatzes in beide Richtungen voll gesperrt.

Nach dem die ersten Einsatzkräfte der Schafstedter Feuerwehr an dem Unfallort, direkt hinter der Autobahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal eintrafen, bot sich den ehrenamtlichen Helfern ein dramatisches Bild.

“Ein mit 35.000 Litern Kraftstoffen voll beladener Tanklastwagen durchbrach die Leitplanke und stürzte die 15 m hohe Böschung der Fahrbahn hinunter. Der LKW überschlug sich dabei und blieb auf der Fahrerseite liegen. Die Ladung des Tanklastwagens beinhaltete neben Diesel auch weitere brennbare und hochentzündliche Stoffe wie Superbenzin und E10”, so Feuerwehrsprecher Ole Kröger.

Zunächst galt es für die Feuerwehr den Fahrzeugführer aus einer Zwangslage zu befreien. Bei dem Überschlag wurde das Führerhaus des LKWs so stark deformiert, dass sich der Fahrer nicht selbst befreien konnte. Da der Fahrer ansprechbar war und nach Absprache mit dem Notarzt keine lebensgefährlichen Verletzungen vorlagen, wurde eine sogenannte patientenschonende Rettung durch die Feuerwehr durchgeführt.

Aufgrund der schlechten Zugänglichkeit für die Rettungskräfte konnte die Rettung erst nach drei Stunden abgeschlossen und der Fahrzeugführer dem Rettungsdienst übergeben werden. Nach ersten Rückmeldungen an die Einsatzleitung ist der Fahrzeugführer mit leichten Verletzungen davongekommen.

Die Bergung des Tanklastwagens stellte die Einsatzkräfte vor eine weitere Herausforderung.

Der Tankauflieger wurde geborgen Foto: KFV Dithmarschen/Hfr

“Durch das Gewicht der Ladung konnte dieser nicht einfach aufgerichtet und angehoben werden. Daher wurde unter Absprache mit dem Umweltamt, Fachberatern des Löschzuges Gefahrgut Kreis Dithmarschen und Steinburg sowie des Industrieparks Covestro aus Brunsbüttel und der Raffinerie Heide zunächst versucht, die Betriebsstoffe abzupumpen”, so Kröger.

Dies gelang nicht, da es aufgrund der Lage des LKWs keinen geeigneten Zugang gab. Bei den ersten Pumpversuchen trat hierdurch eine geringe Menge des geladenen Mediums aus, weshalb der Pumpvorgang abgebrochen werden musste.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde mit zwei Schwerlastkränen zunächst die Zugmaschine geborgen und anschließend der Tankauflieger versucht aufzurichten, um über die Domdeckel als Zugang das Medium abzupumpen. Bei dem Versuch den Tankauflieger aufzurichten gelang es dem Bergungsunternehmen letztendlich auch den voll gefüllten Tankauflieger zu bergen und auf die Fahrbahn zu heben. Ein sicheres Abpumpen der Flüssigkeiten konnte somit vorgenommen werden.

Während des gesamten Bergungsvorganges wurde durch die Feuerwehr der Brandschutz sichergestellt. Um die eingesetzten Atemschutzgeräteträger bei dem 17-stündigen Einsatz regelmäßig austauschen zu können, wurde die Feuerwehrbereitschaft des Kreises Dithmarschen gegen 15 Uhr dem Einsatz zugeführt.

Für die Umwelt und die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefährdung. Die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten um 230 Uhr von der Einsatzstelle ab und übergaben diese der Polizei.

Für die Dauer des Feuerwehreinsatzes blieb die Autobahn in beide Richtungen voll gesperrt. Die Fahrtrichtung Heide wurde nach der Bergung gegen 23:00 Uhr wieder Frei gegeben

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Schleswig-Holstein

Ermittlungsgruppe “Recall” hat Telefonbetrug und falsche Polizeibeamte im Visier

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Symbolfoto: Lolostock/Shutterstock.com

Kiel – Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat im Februar 2018 die Ermittlungsgruppe “Recall” eingerichtet, die im Zusammenhang mit dem Phänomen des Auftretens “Falscher Polizeibeamter” gezielt gegen Call-Center-Kriminalität vorgeht.

Trotz der kontinuierlichen Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit bewegen sich die Fallzahlen weiter auf hohem Niveau. In diesem Jahr kam es bisher zu 1.463 Versuchstaten, die der Polizei in Schleswig-Holstein zur Kenntnis gelangt sind. In 25 Fällen allerdings gelang es den Betrügern, Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, ihnen zum Teil erhebliche Summen Bargeld und Wertgegenstände auszuhändigen.

In einem Pressegespräch haben Vertreter der Ermittlungsgruppe “Recall” und der Staatsanwaltschaft Kiel im Landeskriminalamt erste Ermittlungsergebnisse vorgestellt. Zwischenzeitlich trägt die intensive Ermittlungsarbeit spürbar Früchte. So kam es mittlerweile zu ersten Verurteilungen in von der “EG Recall” geführten Verfahren.

Seit April 2018 wurden Ermittlungen gegen ein Callcenter in der Türkei geführt, welches sich darauf spezialisiert hatte, die Geschädigten dazu zu bringen, vermeintliches Falschgeld per Post an eine angebliche “Kriminaltechnik” zu schicken. Bei der Empfängeranschrift handelte es sich allerdings um einen “toten Briefkasten”. Ein Geldabholer und ein im Hintergrund agierender so genannter Logistiker konnten als Täter ermittelt werden. Die beiden 41-jährigen wurden inzwischen zu Freiheitsstrafen von 1 Jahr ohne Bewährung und 3 Jahren verurteilt.

Bereits im Oktober 2017 übergab ein 88-jähriger Geschädigter aus Norderstedt 185.000 Euro an angebliche Polizeibeamte. In diesem Fall konnten zwei 26- und 31-jährige Geldabholer aus Niedersachsen ermitteln werden. Sie wurden für diese Tat zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten und zu einer Geldstrafe verurteilt. Ein 33-jähriger Logistiker wurde für diese Tat zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten verurteilt.

Im März 2018 übergaben eine 84-jährige Geschädigte aus Kiel Goldschmuck im Wert von über 100.000 Euro und ein Rentnerpaar aus Kiel Goldbarren und Goldmünzen im Wert von ebenfalls über EUR 100.000 Euro an angebliche Polizeibeamte. Zwei 23- und 26-jährige Geldabholer konnten ermittelt werden. Sie wurden zu Freiheitsstrafen von 2 Jahren und 8 Monaten bzw. 2 Jahren und 4 Monaten verurteilt. Ein 26-jähriger Logistiker wurde zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 4 Monaten verurteilt.

Die erfolgreiche Arbeit der “EG-Recall” wird fortgesetzt. Der Auftrag der Ermittlungsgruppe im LKA mit Unterstützung der Polizeidirektionen in Schleswig-Holstein wurde zunächst um ein weiteres Jahr verlängert und sie wurde um ein zusätzliches Ermittlungsteam erweitert.

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Wirtschaft

LKA warnt vor Betrug auf auf Handels-Plattformen im Internet

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Betrug am Telefon Symbolfoto: WilmaVdZ / Shutterstock

Schleswig-Holstein – Immer mehr Internutzer fallen auf eine fiese Masche rein, während sie sich im Internet umschauen.

Das Online-Portal sieht sehr professionell und ansprechend aus und wirkt scheinbar seriös. Wo bekommt man heute noch mehr als 2 % Rendite für sein Geld? Da sind doch lukrative Investitionsmöglichkeiten, die das schnelle Geld versprechen, sehr verlockend. Oder?

“Leider verbergen sich hinter diesen Angeboten oftmals Betrüger, deren einziges Ziel es ist, Anleger um ihr Geld zu bringen”, erklärt Volker Willert, Leiter des Dezernates Wirtschafts-, Korruptions- und Umweltkriminalität im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein.

“Hat man sich auf der Handelsplattform registriert und erstmals investiert, nimmt umgehend ein Mitarbeiter Kontakt auf, versucht als vermeintlich kompetenter Finanzmakler Vertrauen aufzubauen und zu größeren Investitionen zu überreden.”

Der Anbieter verspricht vermeintlich schnelle Gewinne mit finanziellen Differenzkontrakten, so genannte CFDs (Contracts for Difference), oder binären Optionen auf Aktien, Währungen, Rohstoffe oder auch Kryptowährungen, bei denen meist auf fallende oder steigende Kurse spekuliert wird. Wie diese Kapitalanlagen genau funktionieren, erklärt er jedoch nicht.

Der Kunde kann seine Kontobewegungen und angebliche Gewinne online einsehen. Das zerstreut Zweifel und reizt zu weiteren Investitionen an.

Will er sich allerdings sein Guthaben auszahlen lassen, erlebt er meist eine böse Überraschung: Der Kontakt zur Handelsplattform ist nicht mehr möglich und der angebliche Berater nicht erreichbar oder technische Probleme verhindern angeblich die Auszahlung.

Und schnell wird klar, dass die eingezahlten Gelder nie einer Kapitalanlage zugeführt wurden und die komplette Handelsplattform nebst des Kundenkontos nur Fake sind.

Das investierte Kapital ist meist unwiederbringlich verloren. Mit dieser lukrativen Betrugsmasche lassen sich mutmaßlich Millionenbeträge erbeuten.

So führt zum Beispiel. die Staatsanwaltschaft Saarbrücken aktuell ein umfangreiches Ermittlungsverfahren mit 233 Fallakten. Die Ermittlungen deckten auf, dass es zahlreiche Handelsplattformen mit einer großen Anzahl von Kunden gab, von denen viele ihre Anlage von bis zu 40.000 Euro verloren haben.

Auch in Schleswig-Holstein gibt es Geschädigte, die den Betrügern zum Opfer gefallen sind. Das Geflecht aus Handelsplattformen und Betreiberfirmen mit Offshore-Adressen und Auslandskonten, auf die die Gelder der Opfer verschoben werden, ist schwer zu durchschauen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist auf das hohe Verlustrisiko bei CDFs und binären Optionen hin. Seit etwa einem Jahr sind Finanzdienstleistern und Kreditinstituten Vermarktung, Vertrieb und Verkauf binärer Optionen und CDFs an Privatkunden verboten. Doch wie kann man unseriöse Handelsplattformen ausmachen?

” Seien Sie misstrauisch bei Angeboten, die sichere Anlagen, garantierte Rendite und hohen Gewinn bei sehr geringem Risiko versprechen”, warnt Volker Willert.

“Lizensierte Unternehmen können in der Unternehmerdatenbank der BaFin unter www.bafin.de abgefragt werden. Hier sind auch die Unternehmen gelistet, denen die BaFin bereits Geschäfte untersagt hat.” Außerdem gibt es unabhängigen Rat bei den Verbraucherzentralen, und auch im Internet finden sich oftmals Informationen über Anbieter und Produkte.

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