Folge uns!

Bad Oldesloe

Einzigartiges Altar-Kreuz aus Oldesloer Kirche gestohlen

Veröffentlicht

am

Weil das Altar-Kreuz gestohlen wurde, musste Pastor Diethelm Schark einen Ersatz aufstellen. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Wer macht denn sowas? Aus der Oldesloer Peter-Paul-Kirche ist ein individuell angefertigtes Holzkreuz am helllichten Tag vom Altar gestohlen worden!

Pastor Diethelm Schark ist entsetzt und hat Anzeige gestellt. „Wir haben hier in letzter Zeit immer wieder mit Vandalismus und kleinen Diebstählen zu tun – bisher verzichteten wir da auf Anzeigen, aber jetzt ist eine rote Linie überschritten.“ Ein Kreuz aus einer Kirche klauen, das sei nicht nur ein kleiner Diebstahl. Jetzt steht auf dem Altar in der Kirche ein Ersatzkreuz.

Wann genau das Kreuz gestohlen wurde, ist unklar. Es muss aber im Verlauf des Sonnabends gewesen sein, als die Kirche für die Allgemeinheit geöffnet war. „Es ist sehr übergriffig. Das ist es, was mich etwas fassungslos macht“, sagt Schark. Er verstehe auch nicht, was man mit dem Kreuz wolle.

Das gestohlene Kreuz wurde vor zehn Jahren von einem Gemeindemitglied gebaut und an die Kirche gespendet

„Das kauft dir doch niemand ab. Das kannst also nicht zu Geld machen“, sagt er. In letzter Zeit sind immer wieder auffällige Jugendliche im Umfeld der Peter-Paul-Kirche aufgetaucht. Das passt in Beobachtungen und Vandalismus-Vorfälle wie auch am Exer, am Kunstrasenplatz, hinter dem „Blauen Haus“ und Kub gemeldet werden.

Bad Oldesloe hat offenbar ein Problem mit gelangweilten und nicht nur friedfertigen Jugendlichen im Innenstadtbereich. Bürgermeister Jörg Lembke und der Jugendbereich der Stadt haben das Problem allerdings in den letzten Jahren stets ein wenig herruntergespielt. Passiert ist in Sachen Streetwork oder aufsuchender Jugendarbeit auf der anderen Seite nichts.

Auch die Jugendangebote wurden nicht entscheidend angepasst oder verändert. Schlugen die auffälligen Jugendlichen jetzt in der Kirche zu? War es eine Mutprobe aus den Reihen der Cliquen, die sich regelmäßig vor der Kirche treffen?

War der Kreuz-Diebstahl eine Mutprobe?

„Wir haben aber niemanden bei den Diebstählen beobachtet, daher können wir hier niemanden konkret anzeigen oder eine Person verdächtigen“, stellt Schark klar.

Bisher hatte die Kirche auf Anzeigen verzichtet, weil es immer nur um kleine Geldbeträge ging.

„Wer die paar Euro aus der Kollekte klaut, braucht das Geld wohl sehr dringend.“ Häufig sei auch der Sachschaden höher gewesen, als der Wert der Beute, so der Pastor, bei dem im Februar auch privat eingebrochen wurde. Damals erbeuteten der oder die Täter immerhin einen Computer. „Das waren aber eher Profis. Das sehe ich nicht im Zusammenhang.“ Schark hofft nun, dass das Kreuz irgendwo auftaucht.

„Vielleicht hat es jemand einfach weggeworfen“, so der Pastor, der an eine Art Mutprobe glaubt. Man könne es natürlich anonym wieder in die offene Kirche stellen.

“Man kann das Kreuz nicht ersetzen”

Die Anzeige wolle er aber nicht zurücknehmen, auch wenn das Kreuz wieder auftaucht. Es sei eben kein kleiner Streich. „Der materielle Wert ist in diesem Fall nicht entscheidend, sondern der ideelle. Das Kreuz wurde von einem Gemeindemitglied extra für die Kirche angefertigt. Das macht es für uns noch schlimmer“, sagt Schark. „Man kann irgendein Kreuz kaufen, aber dieses damit nicht ersetzen. Daher hoffen wir, dass es doch noch gefunden wird.“

Informiert bleiben und folgen! Facebook und Twitter

Bad Oldesloe

Eine echter “Tatort- Mediziner” besucht die Oldesloer Universitätsgesellschaft

Veröffentlicht

am

Foto: Dr. Cornelius Courts /privat/hfr

Bad Oldesloe – Wir kennen aus dem Fernsehen “Dr. Joseph Roth” vom Kölner Tatort oder “Prof. Boerne” aus dem Tatort, der in Münster spielt.

Alles spannende Geschichten – aber wie sieht die Wirklichkeit am Seziertisch aus?

Das fragt die Oldesloer Universitätsgesellschaftssektion einen den echten Rechtsmediziner Dr. Cornelius Courts vom Kieler UKSH (Universitäts-Krankenhaus-Schleswig-Holstein), einen Experten für Forensische Molekularbiologie. Entgegen vielen populärmedialen Darstellungen sucht der forensische Molekularbiologe – also der Tatort-Mediziner – nämlich nach der Wahrheit, nicht nach Schuld – sie beziehungsweise er kann ebenso gut den Nachweis von Unschuld ermöglichen.

Ermittler an einem Tatort Symbolfoto: Presslab/shutterstock

Für diese Aufgabe nutzt er ein vielfältiges Methodenrepertoire – mit zum Beispiel gentechnische Verfahren – , das durch anhaltende Forschungsanstrengungen beständig erweitert und optimiert sowie durch eigene Lehre an Nachwuchswissenschaftler weitervermittelt wird.

Die forensische Molekularbiologe an Instituten für Rechtsmedizin ist neutral und unabhängig und dient der Gerechtigkeit; deshalb ist es für einen Rechtsstaat unabdingbar, dass es unabhängige Institute mit gesicherter Finanzierung und freier Forschung gibt.

“Wir sind besser als die Kollegen von der CSI in Amerika, aber schlechter finanziert!” sagt Dr. Cornelius Courts, der 2016 den Preis für den “Prof of the Night” in Kiel gewann

Wer mehr über ihn und dieses spannende Thema erfahren möchte, kann seinen Blog http://scienceblogs.de/bloodnacid/ besuchen.

Sehen und sprechen kann man ihn in Bad Oldesloe am Donnerstag, den 23. Mai; um 20 Uhr im Bürgerhaus in der Mühlenstraße 22. Eintritt 5 Euro (Schüler und Studenten kommen um 60% billiger in den Genuss des Vortrages). Der Zugang ist barrierefrei möglich.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Photovortrag über die “Großstadt Wildnis” im KuB

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Auf Safari in urbaner Natur: Bildvortrag „Großstadt Wildnis“ im KuB

In unseren Städten ist es hell, laut und hektisch. Trotzdem werden sie immer mehr von Bibern, Füchsen, Eulen und Wildschweinen erobert. Aber was macht den Lebensraum Stadt für viele Arten so attraktiv?

Und woher kommen sie? Diesen und vielen weiteren Fragen stellt sich Naturfotograf Sven Meurs und liefert in seiner Live-Reportage am Freitag, den 24. Mai um 20 Uhr im KuB (Kultur- und Bildungszentrum) Bad Oldesloe Antworten darauf. 

Berlin ist die Hauptstadt der Wildschweine, Frankfurt die Stadt der Eulen. In Köln stehlen nachts die Füchse Obst aus den Vorgärten, in München baut der Biber Dämme in die Isar und in Düsseldorf fischt der Eisvogel mitten im Park Stichlinge und Rotaugen.

Kaum Regionen in Deutschland sind so artenreich wie unsere Großstädte. Unbemerkt von uns Menschen finden die Wildtiere Nischen, in denen sie sich ausbreiten und überleben können.

Foto: Meurs/hfr

Ursprünglich wollte Naturfotograf Sven Meurs Tiere in freier Wildbahn fotografieren, doch dann entdeckte er die Artenvielfalt in unseren Städten, war fasziniert von den Überlebensstrategien und stellte fest, dass man Wildtieren in urbaner Umgebung deutlich näher kommen kann als sonst. Er reiste quer durch Deutschland und tauchte in den wilden Großstadtdschungel ein.

Er entdeckte eine Blaumeise, die in einer Ampel 12 Junge aufzog und porträtierte unser größtes einheimisches Säugetier, den Rothirsch. Er beobachtete wie Meister Reineke, der Rotfuchs, vor dem Überqueren der Straße ganz genau auf den Verkehr achtete und fragte sich, woher die Halsbandsittiche kommen, die sich von Düsseldorf bis Speyer entlang des Rheins in unseren Städten ausgebreitet haben.

Die Live-Reportage „Großstadt Wildnis“ ist eine außergewöhnliche Safari zwischen Verkehr, Hektik und Hochhäusern, die unsere Großstädte aus einer neuen Perspektive zeigt.

Foto: Meurs/hfr

„Warten, warten, warten und jede Menge Geduld“, fasst Sven Meurs zusammen. „Um das Titelbild meines Vortrages zu machen habe ich in sechs Wochen etwa 240 Stunden an einem Fuchsbau verbracht. Immer so ab 18.00 Uhr. Oft bis spät in die Nacht. Über 11.000 Mal habe ich auf den Auslöser gedrückt. Habe ich schon erwähnt, dass man vor allem Geduld braucht?“

Tickets sind online, in der Stadtinfo in Bad Oldesloe und ab einer Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse erhältlich.

Termin: Freitag, 24. Mai 2019, 20 Uhr

Ort: KuB – Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe, Saal, Beer-Yaacov-Weg 1, 23843 Bad Oldesloe

Ticketbestellung: 04531/504-199 oder www.kub-badoldesloe.de

Preise: VVK: 8,50 Euro / 6,50 Euro (erm.)

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Mehr Abfallbehälter: Oldesloer Stadtverwaltung arbeitet an Müllkonzept

Veröffentlicht

am

Mülleimer in Bad Oldesloe

Bad Oldesloe – Um die Innenstadt sauber zu halten, arbeitet Bad Oldesloe an einem Müllkonzept.

„Wir wollen Mülleimer an jeder Parkbank und jeder Bushaltestelle aufstellen“, sagt Bürgermeister Jörg Lembke. Es solle in Zukunft wesentlich mehr Möglichkeiten geben, unterwegs Abfall zu entsorgen.

Auch sogenannte Unterflursysteme für die Fußgängerzone sind im Gespräch, wenn die Innenstadt in ein paar Jahren saniert wird. Dabei wird der Abfall unterirdisch in Containern zwischengelagert. Der Vorteil gegenüber den handelsüblichen städtischen Mülleimern: Sie müssen nicht mehr täglich geleert werden und haben ein wesentlich höheres Fassungsvermögen.

Mülleimer in Bad Oldesloe

Das gilt auch für einen Vorschlag, den die Grünen im Wirtschafts- und Planungsausschuss einbrachten: Solarbetriebene Higtech-Mülleimer, die den Abfall automatisch zusammenpressen und bereits in Hamburg zur Anwendung kommen. „Die haben sechsmal so viel Fassungsvermögen, wie die derzeitigen Abfallbehälter“, sagt Hartmut Jokisch (Die Grünen), der kritisierte, dass die derzeitigen Mülleimer zu häufig überfüllt sind.

Allerdings haben die Luxus-Abfallbehälter auch Nachteile. Zum einen kosten die Geräte etwa 5000 Euro pro Stück. Zum Vergleich: Die Standard-Mülleimer sind schon für 200 Euro zu haben. Laut Jokisch gibt es aber Leasing-Modelle zum Preis von 79 Euro im Monat. Hans Jörg Steglich (FBO) bezweifelt den Nutzen der klobigen Hightech-Mülleimer: „Ich glaube nicht, dass es dadurch weniger Müll geben wird. Aber über Alternativen nachzudenken, macht schon Sinn.“ Einstimmig sprach sich der Ausschuss dennoch dafür aus, dass die Stadtverwaltung zunächst Testgeräte beschaffen und mögliche Standorte vorschlagen soll. In Frage kommt dafür etwa der Bürgerpark am Exer.

Weiterlesen